Ori and the Blind Forest – im Test (XOne)

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Pflanzen sind die Lunge unseres Planeten. Ohne sie gäbe es keinen Sauerstoff und somit kein Leben – weder Menschen noch Tiere könnten ohne Bäume, Gräser und Sträucher existieren. Vielleicht ist es zu weit hergeholt, Ori and the Blind Forest mit diesem Thema in Verbindung zu bringen. Doch auch hier spielt der Wald eine große Rolle – und er stirbt…

Das Wesen Ori wird eines Tages vom Baum des Lebens getrennt. Die kugelrunde Naru findet die Waise und gibt ihr ein Zuhause. Beide sind unzertrennlich, doch weil der Welt Nibel die Lebensenergie entzogen wurde, kommt es zu einem tragischen Zwischenfall. Wieder auf sich gestellt, kann nur Ori dem Baum des Lebens seine Kraft zurückbringen und Nibel vor dem Untergang retten.

Ori and the Blind Forest vereint Jump’n’Run mit Action-Adventure: Ihr springt und rennt mit dem strahlend weißen Geschöpf durch eine große zusammenhängende 2D-Welt. Schon nach kurzer Spielzeit gesellt sich ”Sein” zu Ori, ein kleines Licht, das auf Knopfdruck Energiegeschosse abfeuert. Diese fliegen automatisch Richtung Gegner, allerdings muss Ori zumindest in deren Nähe sein. Weitere Talente erfordern den Einsatz von Fähigkeitenpunkten. Diese bekommt Ori durch das Sammeln von Erfahrung, die etwa besiegte Gegner fallen lassen. So schaltet Ihr nacheinander immer bessere passive Möglichkeiten frei – macht Seins Projektile stärker oder lehrt Ori, unter Wasser zu atmen.

An besonders wichtige Talente gelangt Ihr im Verlauf der Story. Ein Doppelsprung fehlt hier ebensowenig wie Wandlauf oder Dash – damit kehrt Ihr in bereits besuchte Gebiete zurück und entdeckt neue Pfade. Besonders pfiffig ist Oris Technik, sich von den fantasievoll gestalteten Gegnern und gewissen Levelobjekten abzustoßen. Die damit verbundenen Rätsel- und Geschicklichkeitsaufgaben gehören zu den Höhepunkten des Spiels. Allerdings fallen diese wie auch viele andere Hüpf- und Rennpassagen nicht gerade leicht aus. Ori and the Blind Forest erfordert präzise Aktionen und eine schnelle Auffassungsgabe, sonst heißt es ganz schnell ”Neustart”. Hier kommt eine wichtige Eigenheit des Spiels zum Tragen, denn Eure Speicherpunkte setzt Ihr selbst. Auf Tastendruck entsteht eine entsprechende Markierung, über die Ihr auch Oris Fähigkeiten aufwerten könnt.

Erwischt Euch ein Feind oder versagt Ihr an einer kniffligen Stelle, geht es von der gesetzten Position aus weiter automatische Checkpoints sind selten. Zusätzlich zehrt das manuelle Speichern von Oris Energiepunkten, doch diese könnt Ihr nicht nur wiederaufladen, etwa durch das Besiegen von Monstern, sondern genau wie die Lebensleiste erweitern – die entsprechenden Extras sind über die ganze Spielwelt verteilt. Wollt Ihr alles haben und entdecken, erfordert das ebenfalls einige Anstrengung. Könner und geduldige Naturen freuen sich über den spielerischen Anspruch von Ori and the Blind Forest, dagegen dürften einige Abschnitte Einsteiger und Gelegenheitszocker frustrieren. Besonders die drei Tempel, welche Ihr im Verlauf des Abenteuers besucht, warten mit einigen ebenso cleveren wie knackigen Bereichen auf. Mögliches Versagen liegt aber immer an Euch: Die Steuerung wirkt anfangs zwar dezent träge, funktioniert jedoch einwandfrei.

Oris Rettungsmission führt Euch durch grüne Wälder, über und unter Wasser, in schaurige Areale und sogar durch die Lüfte. Allen Bereichen gemein ist die wunderhübsche, handgezeichnet wirkende Grafik. Saftig grüne Bäume, schummrig-dunkle Ecken, strahlend helle Lichtungen – alles lädt zum Erkunden und Schauen ein. Die musikalische Untermalung unterstreicht ruhige Momente mit sanften Klängen, an anderer Stelle begleiten Euch treibende Themen, während Ori rasch aus einer einstürzenden Höhle flüchtet. Den audiovisuell tollen Gesamteindruck trüben zwischenzeitlich auftretende, kurze Ruckler kaum. Ansonsten tauchen keinerlei technische Probleme auf.

Wie eingangs schon angedeutet, lebt Ori and the Blind Forest jedoch nicht allein von knackigen Sprungeinlagen und Weltenerkundung. Die Geschichte erzählt das Spiel vorwiegend mit seinen Bildern und Klängen, selten tauchen erklärende Worte innerhalb der Umgebung auf. Das Thema Liebe und Fürsorge ist ebenso zentral wie die Wichtigkeit der Natur für alle Lebewesen. Witzige wie auch traurige Momente gehören dazu.

Bei aller Schönheit und Spielbarkeit stört eigentlich nur ein Punkt: Nach dem Abschluss der Story dürft Ihr nicht mehr in die Spielwelt zurückkehren, um beispielsweise noch offene Bereiche zu erforschen. Da das Spiel kaum darauf hinweist, sagen wir es hier deutlich: Sammelt unbedingt vor dem Betreten des letzten Spielabschnittes alles ein!

Sascha Göddenhoff meint: So wenig wie Zeichentrickfilme automatisch Kinderfilme sind, so wenig ist Ori and the Blind Forest aufgrund seiner malerischen Grafik ein seichtes Abenteuer. Mit cleveren Ideen für die Sprung- und Rennpassagen geizt das Spiel nicht, doch sind diese teilweise sehr anspruchsvoll. Nichts läuft bei Ori von selbst, Extras und Erfahrungspunkte muss ich mir oft nach alter Tradition erarbeiten. Dazu spornt die wirklich feine 2D-Optik an, bei der jeder Bereich von Nibel ein etwas anderes Thema hat – in Vorder- wie Hintergrund immer detailliert und mit kräftigen, oft herrlich strahlenden Farben dargestellt. Mir gefällt auch der harmonische Sound sehr, den Klavier und Streicher schaffen. Ich mag alles an diesem Spiel, nur eins verstehe ich nicht: Warum darf ich nach dem Ende der traurig-schönen Geschichte nicht einfach weiterspielen?

Ulrich Steppberger meint: Das ”Gut”-Gesicht ist ein Kompromiss, beim Spielen schwanke ich nämlich gefühlsmäßig ständig zwischen ”Super!” und ”Argh!”. Das Abenteuer begeistert mich mit wunderhübsch gezeichneten Landschaften, stimmungsvoller Musik, viel Raum zum Erkunden und der ständig wachsenden Aktionsvielfalt der sympathischen Hauptfigur. Die Steuerung fühlt sich zwar angenehm an, verzeiht jedoch keine Ungenauigkeiten. Denn Ori ist trotz des vermeintlich harmlosen Erscheinungsbilds wahrlich kein einfaches Spiel und lässt Euch das gerne spüren: Wenn Ihr längere Abschnitte unter immensem Zeitdruck höchst präzise absolvieren müsst und selbst kleine Ungenauigkeiten unweigerlich zum Ableben führen, kann das gehörig frustrieren – bis der Beschützerinstinkt wieder einsetzt und Ihr den nächsten Versuch wagt.

+ sehr gute, fordernde Sprung- und Rennpassagen
+ wunderbare Optik, harmonischer Sound
+ interessante Fähigkeiten

– einige Abschnitte für Einsteiger happig
– Angriffe manchmal ungenau
– nach Spielende keine Möglichkeit, mit den gesammelten Fähigkeiten weiterzuspielen

Wunderhübsches und knackig schweres “Metroidvania” mit hohen Anforderungen an Euer Geschick.

Singleplayer9
Multiplayer
Grafik
Sound

Destiny – Update 1.20 verschiebt sich

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Zuerst gab Bungie per Twitter und dann auch auf seiner offiziellen Website bekannt, dass sich das Update 1.20 für Destiny verschiebt und noch kein neuer Veröffentlichungstermin feststeht. Als Grund für diese Maßnahme werden massive technische Probleme, die in allerletzter Minute gesichtet wurden, genannt.

Eigentlich sollte besagtes Update das Spiel für die Erweiterung “Haus der Wölfe” vorbereiten. Diese soll am 19. Mai unter das Videospielvolk gebracht werden.

Ratchet & Clank – neues PS4-Spiel und Film erst 2016

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Im amerikanischen PS Blog gibt Insomniac Games bekannt, dass sich das eigentlich für dieses Jahr geplante PS4-Abenteuer von Ratchet & Clank auf Frühjahr 2016 verschiebt. Gleichzeitig wird versprochen, dass das Spiel dadurch an Qualität gewinnt und betont, dass man dessen öffentliche Präsentation kaum erwarten könne.

Die Verfilmung des Hüpfspiels rutscht ebenfalls in das nächste Jahr, hier wird allerdings mit dem 29. April 2016 immerhin schonmal ein konkreter US-Termin genannt. Inhaltlich wird man sich bei dem Kinostreifen offenbar am ersten PS2-Teil orientieren.

PlayStation 4 – massive Piraterie-Probleme in Brasilien

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Die portugiesiche Website UOL Jogos berichtet, dass sich Sony momentan mit dem Problem massiver PS4-Piraterie in Brasilien konfrontiert sieht. Konkret werden dort von einschlägigen Händlern zehn PS4-Titel zum Preis von weniger als 100 Dollar angeboten und der Neupreis wäre gut das Fünffache (560 Dollar).

Mittels einer nicht näher spezifizierten Hardware und einer Account-Sharing-Technik landen die Spiele dann auf dem System des Kunden und ersten Berichten zufolge stößt das Angebot auch auf rege Nachfrage. Sony hat sich bisher noch nicht zu dem Thema geäußert, wird aber sicher nicht untätig bleiben.

Anfang des Jahres hatte sich Nintendo vom brasilianischen Markt zurückgezogen. Grund waren hier allerdings nicht die Raubkopien, sondern exorbitant hohe Zollabgaben.

Nintendos E3-Pläne: Digital Event, Treehouse – und das Comeback der Spiele-WM

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Während sich Sony und Microsoft wahrscheinlich nach gewohnter Pompös-Art um die Vorherrschaft rangeln werden und jetzt gefühlt jeder Third-Party-Vertreter eine eigene Pressekonferenz abhalten wird, geht Nintendo erneut seinen eigenen E3-Weg. Und der besteht aus drei Etappen, von denen eine ziemlich überraschend kommt:

  • Am Dienstag, dem 16. Juni um 18 Uhr wird ein Digital Event im Internet übertragen – wohl wieder eine XL-Direct-Episode, wie man sie von den letzten Jahren kennt.
  • Während der E3-Tage findet außerdem erneut das Treehouse statt, ein Nintendo-spezifischer Livestream vom Messestand mit Präsentationen, Entwicklergesprächen und mehr.
  • Und schließlich werden die Nintendo World Championships wiederbelebt – zuletzt fanden diese 1990 statt. Das Finale findet am 14. Juni statt und wird ebenfalls übertragen, davor gibt es regionale Ausscheidungen. Der Haken an der Sache: Mit “Welt” hat der Wettbewerb nicht allzu viel am Hut, denn die Turniere finden lediglich in den USA statt, wir sind nur als Zuschauer erwünscht. Zwar nehmen laut Ankündigung auch “von Nintendo of America eingeladene Spieler” teil, aber damit dürften wohl kaum internationale Wildcard-Empfänger gemeint sein.

Letzteres ist schade, aber auch so kann man obige Video-Dokumentation, die Reggie bei der Ideenfindung zeigt, durchaus mal anschauen…

PlayStation Store – neu am 13. Mai 2015

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PlayStation 4:

  • Hell Divers: Turning Up the Heat Bundle – 20,99 Euro
  • Lost Orbit – 12,99 Euro
  • Nom Nom Galaxy – 13,99 Euro
  • Schrödinger’s Cat and the Raiders of the Lost Quark – 8,99 Euro

Life is Strange – Termin für Episode 3 steht fest

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Weiter geht’s mit dem Abenteuer von Max und Chloe – die dritte Episode von Life is Strange mit dem Untertitel “Chaos Theory” steht ab dem 19. Mai zum Download auf allen Systemen parat.

Guitar Hero Live – das sind die ersten 24 Tracks

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Dank Activisions Presse-Abteilung kennen wir jetzt die ersten 24 Tracks von Guitar Hero Live:

  • Judas Priest – “Breaking the Law”
  • Pantera – “Cowboys From Hell”
  • Alter Bridge – “Cry of Achilles”
  • Rage Against the Machine – “Guerrilla Radio”
  • Red Hot Chili Peppers – “Higher Ground”
  • Sleigh Bells – “Bitter Rivals”
  • System of a Down – “Chop Suey!”
  • Black Veil Brides – “In The End”
  • The Pretty Reckless – “Going to Hell”
  • Broken Bells – “Leave it Alone”
  • Alt-J – “Left Hand Free”
  • The Rolling Stones – “Paint it Black”
  • My Chemical Romance – “Na Na Na”
  • Fall Out Boy – “My Songs Know What You Did in the Dark (Light Em Up)”
  • Green Day – “Nuclear Family”
  • Pierce the Veil – “King for a Day (feat. Kellin Quinn)”
  • Blitz Kids – “Sometimes”
  • The Black Keys – “Gold on the Ceiling”
  • The Killers – “When You Were Young”
  • Gary Clark Jr. – “Don’t Owe You a Thang”
  • The War on Drugs – “Under The Pressure”
  • The Lumineers – “Ho Hey”
  • Ed Sheeran – “Sing”
  • Skrillex – “Bangarang”

Besonders letzteren Titel halten wir ja für ausgeprochen gitarrentauglich… Dienstags soll es diesbezüglich ab jetzt regelmäßig einen Nachschlag geben. Guitar Hero Live selbst wird dann im Herbst für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U erscheinen.

Ubisoft schickt Old-Gen (fast) in Rente

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Als erster Third-Party-Konzern erledigt Ubisoft das, was abzusehen war: Die alte Konsolengeneration um PS3 und Xbox 360 hat bei den Franzosen keine Zukunft mehr.

Entsprechendes bestätigte Ubisoft-Boss Yves Guillemot gestern bei der Telefonkonferenz zu den jährlichen Geschäftszahlen, wie u.a. bei VG247 nachzulesen ist: Demnach werden sämtliche Marken, darunter eine noch nicht öffentlich vorgestellte, künftig nur noch auf aktueller Hardware (also PS4 und Xbox One) ihre Fortsetzungen finden – mit einer Ausnahme.

Die Gelddruck-Maschine Just Dance bleibt auch “alten” Konsolenbesitzern noch eine Weile erhalten, was kaum verwundern dürfte: Schließlich verkauft sich das Musikspiel trotz (oder wegen) seiner mäßigen Qualitäten immer noch äußerst erfolgreich, sogar und gerade auch für die alte Wii.

Was deren Nachfolgersystem Wii U angeht, bleibt Guillemot eine klare Aussage schuldig – Just Dance dürfte auch dort nicht so schnell aussterben, aber ansonsten gibt’s wohl weiterhin nichts Neues, unabhängig davon, in welche Hardwaregeneration man das Gerät einordnen würde.

Final Fantasy Type-0 HD – im Test (PS4)

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HD-Remakes geben sich auf PS4 und Xbox One derzeit die Klinke in die Hand, doch diese Neuauflage hebt sich von der Masse ab: Das im Oktober 2011 erschienene SD-Original war nur in Japan auf PSP erhältlich und damit dank dicker Sprachbarriere für den Großteil der hiesigen Gamer unspielbar. Selbst wer diese Hürde nahm, musste feststellen, dass der Genuss von Type-0 durch die eingeschränkten Möglichkeiten der PSP gemindert wurde: Für korrekte Kamera-Kontrolle sind auf dem Handheld ein paar böse Verrenkungen nötig. All diese Probleme gibt es jetzt nicht mehr: Englische Sprecher sowie deutsche Untertitel und Menüs sorgen für Verständnis, japanische Sprachausgabe lässt sich auf Wunsch aktivieren, die Kamera wird jetzt wie gewohnt mit dem rechten Analogstick gesteuert und aus der PSP-Auflösung von 480 x 272 Pixel wurde (moderat) knackiges Full-HD.

Das Abenteuer kommt ohne Umschweife zur Sache: Eure erste Aufgabe ist es, die Invasionstruppen des Milites-Imperiums zur Strecke zu bringen. Auch wenn Ihr zunächst den blonden Ace spielt, ist der nicht die Hauptfigur von Type-0 HD. Stattdessen steht die komplette ”Class Zero” im Mittelpunkt – eine Gruppe von 14 Jugendlichen, die bestens in Kampf und Magie ausgebildet sind und eine Eliteeinheit in der Armee bilden. Jede Figur hat ihren Charakter und ihre bevorzugte Waffe: Ace wirft mit Karten, Trey ist ein Meister im Umgang mit dem Bogen, Jack schwingt ein mächtiges Katana und die zierliche Deuce lehrt ihre Gegner mit einer Flöte das Fürchten! Kämpfe finden in Echtzeit statt: Per Schultertaste visiert Ihr Gegner an, um ihnen mit normalen Attacken, magischem Donnerwetter und diversen Spezialmanövern Saures zu geben. Genretypisch steigt Ihr levelweise auf und erlernt mit verdienten Punkten neue Aktionen oder passive Fähigkeiten. Ebenso achtet Ihr darauf, dass Eure Ausrüstung stets auf dem aktuellsten Stand ist. Bei 14 Figuren kann es eine Weile dauern, aber mit zunehmender Spielzeit lernt Ihr nicht nur die individuellen Talente Eurer Truppe kennen. Ihr findet auch bald ein paar Favoriten, die Euch spielerisch besonders zusagen. Spezialisiert Euch aber nicht zu sehr auf diese, sonst habt Ihr ein Problem, wenn Ihr etwa vor dem Boss einer Mission das Rückgrat Eurer Party verliert und mit den Ersatzbank-Recken in den Kampf ziehen müsst.

Auch wenn Type-0 HD sauber konvertiert wurde, merkt Ihr dem Spiel fast immer an, dass es für ein technisch weitaus schwachbrüstigeres System konzipiert wurde. Das erkennt Ihr an manch simpler Objekt-Geometrie, den in viele kleine, speicherfreundliche Abschnitte unterteilten Szenarien und dem missionsbasierten Spielaufbau. Final Fantasy Type-0 HD ist ein episches Abenteuer mit großen Momenten, dramatischen Wendungen und tragischen Schicksalen. Aber es ist auch ein Abenteuer, das in kleinen Dosen genossen werden kann, dank missionsbasierter Struktur stets feste Ziele vorgibt und ähnlich wie aktuelle Persona-Episoden ein gewisses Maß an Zeit-Management verlangt. Von Echtzeit-Hektik bleibt Ihr zum Glück verschont, aber zwischen zwei großen, geschichtsrelevanten Missionen solltet Ihr Euch überlegen, welche Dialoge Ihr führen und welche optionalen Quests Ihr erledigen wollt. Während normale Gespräche, Archiv-Gestöber und Einkaufstouren beim Waffenladen freie Aktionen sind, kosten wichtigere Gespräche oder die Durchführung von Subquests wertvolle Stunden von Eurem Konto.

Zum Glück sind die aber reichlich bemessen, sodass Ihr Euch zwischen den großen, oft recht kniffligen Einsätzen in Orience umschauen und Eure Leute auch ordentlich trainieren könnt. Das ist auch eine gute Idee, fällt die Herausforderung doch recht knackig aus – selbst auf der neuen, niedrigeren Schwierigkeitsstufe werdet Ihr gefordert. Wer blindlings auf seine Gegner einstürmt, sollte sich darauf einstellen, die Missionen mit reduzierter Mannschaftsstärke zu bestreiten. Und das kann schon mal fatal werden, wenn Ihr beim Kampf gegen einen flinken, fliegenden Boss auf einmal keine Helden mit Distanzangriffen mehr übrig habt! Ganz klassisch ist übrigens das Speichersystem: Den Spielstand sichert Ihr ausschließlich an speziellen Kristallen. Und auch nur dort könnt Ihr Eure Party-Reihenfolge ändern, neue Ausrüstung anlegen, neue Talente erlernen oder mit gesammelten Essenzen Eure magischen Fähigkeiten verstärken.

Thomas Nickel meint: Der Einstieg ist hart: Grafisch müsst Ihr gerade in der ersten Mission ein paar schlimme Textur-Kröten schlucken. Beim hart austeilenden Boss schickt man Euch ohne den kurz zuvor gestrichen Unsterblichkeits-Status in das fast sichere Verderben. Die Kamera ist immer noch etwas gewöhnungsbedürftig – und sobald man Euch wirklich ans Ruder lässt, müsst Ihr gleich alle 14 Figuren verwalten. Puh! Ein paar Stunden sind schon nötig, bis die Systeme und der Aufbau von Type-0 HD erfasst und verstanden sind. Doch langsam, aber sicher zieht Euch das Abenteuer dann mit seinen sympathischen Protagonisten, interessanten Plot-Ansätzen und dem stets motivierenden Mix aus Kämpfen und Leveln in den Bann. Dabei werden gekonnt klassische RPG- und unerwartete Action-Elemente gemischt: Das direkte Kampfsystem funktioniert hervorragend, eine frei begehbare Weltkarte hat man bei Final Fantasy schon lange nicht mehr gesehen und jede Figur spielt sich individuell. Type-0 HD wird zwar keine Schönheitswettbewerbe gewinnen, aber zum Glück sind es gerade bei einem RPG doch die inneren Werte, die am meisten zählen – die hat das Action-Rollenspiel in rauen Mengen!

  • knackiger Einstieg
  • 14 spielbare Figuren
  • stark schwankende Texturqualität
  • sehr großer Umfang
  • gelungenes Kampfsystem
  • dramatische Handlung
  • japanische Tonspur wählbar

Nach zähem Einstieg überzeugt das Action-RPG: spannende Kämpfe, tolle Helden und eine interessante Story machen die maue Grafik vergessen.

Singleplayer86
Multiplayer
Grafik
Sound

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