Konami: künftiger Fokus auf Mobile-Gaming

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Konami lässt bekanntlich in jüngerer Vergangenheit kaum eine Gelegenheit aus, die alte Fangemeinde mit seinen Entscheidungen zu verprellen, da dürften auch die Aussagen des neuen CEO Hideki Hayamaka in japanischen Business-Medien (und inhaltlich zusammengefasst bei Polygon) keine Ausnahme machen.

Demnach wird Konami seine Strategie nämlich künftig eindeutig in Richtung Smartphones und Tablets – also Mobile Gaming – ausrichten.

So bezeichnet er diese als „Plattform, die uns immer am nächsten ist“ und „die Zukunft des Spielens“ liege im Mobile-Bereich. Bestätigt habe dies u.a. der Erfolg von Serien wie Winning Eleven und Power Pro, bei denen das Pay-as-you-Play-Modell erfolgreich war.

Zwar hofft Hayamaka schon auch, dass Metal Gear Solid V und PES weiterhin erfolgreich sein werden, aber „wir denken immer darüber nach, wie wir unsere Marken auch auf Mobile bringen können“.

USA-Zahlen vom April – Xbox One hat die Nase vorn

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Wie jeden Monat hat die NPD Group ihre Informationen zu den Hardware- und Softwareverkäufen in den USA veröffentlicht und wie jeden Monat haben wir keine genauen Zahlendetails, aber trotzdem interessante Daten und Fakten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat der Umsatz im April 2015 um 3% auf 595,7 Millionen US-Dollar zugelegt, wobei Hardware um 4% sank und dafür Spiele um 13% zulegten. Verkäufe der alten Systeme sanken gleich um 55%, während die aktuelle generationstabil bleib und Handhelds um stolze 36% anstiegen. Das bezieht sich zudem alles auf die Geldwerte, in phyischen Zahlen gerechnet gingen 12% mehr Geräte über die Ladentische.

Einen Erfolg kann Microsoft verbuchen, denn im April lag erstmals in diesem Jahr die Xbox One vor der PS4 – die Zahlenmagier bei Gematsu haben aus den vagen Infos eine Stückzahl von um die 187.000 Exemplaren errechnet.

Sony wiederum sagt nur, dass die PlayStation-Familie insgesamt vorne liegt und Nintendo erfreut sich daran, dass in den ersten vier Jahresmonaten zusammen Wii U um 15% und 3DS um 65% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum zugelegt haben – imposant, aber eben nicht auf den Monat runtegebrochen.

Und zum Abschluss die Top 10 der Spieleverkäufe, bezogen auf die physischen Versionen:

  1. Mortal Kombat X (PS4, Xbox One)
  2. Grand Theft Auto V (PS4, Xbox One, PC, 360, PS3)
  3. Battlefield: Hardline (Xbox One, PS4, 360, PS3, PC)
  4. MLB 15: The Show (PS4, PS3)
  5. Minecraft (360, PS3, Xbox One, PS4)
  6. NBA 2K15 (Xbox One, PS4, 360, PS3, PC)
  7. Call of Duty: Advanced Warfare (Xbox One, PS4, 360, PS3, PC)
  8. Dark Souls II: Scholar of the First Sin (PS4, Xbox One, 360, PS3)
  9. Super Smash Bros. (3DS, Wii U)
  10. Borderlands: The Handsome Collection (PS4, Xbox One)

amiibo – US-Termin für silbernen Super Mario

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Nintendo Life berichtet, dass die silberne amiibo-Figur von Super Mario ab 29. Mai zum Preis von 12,99 Dollar in den USA erhältlich sein wird. Ein Deutschlandtermin wird leider nicht genannt, einen Veröffentlichung halten wir auch für reichlich unwahrscheinlich.

Im Gegensatz zur goldenen amiibo-Variante des berühmten Klempners, welche exklusiv bei Walmart erhältlich war, ist diese anscheinend nicht an eine bestimmte Kete gebunden und sollte somit zumindest theoretisch leichter zu erwerben sein.

Japan-Charts vom 4 bis 10. Mai 2015

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Diese Spiele haben sich in Japan vergangene Woche am besten verkauft:

  1. [3DS] Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition (GungHo Online Entertainment, 04/30/15) – 38,914 (218,839)
  2. [3DS] Girls Mode 3: Kirakira Code (Nintendo, 04/16/15) – 21,784 (120,791)
  3. [PSV] Minecraft: PlayStation Vita Edition (SCE, 03/19/15) – 18,025 (143,976)
  4. [Wii U] Xenoblade Chronicles X (Nintendo, 04/30/15) – 11,689 (97,275)
  5. [Wii U] Mario Kart 8 (Nintendo, 05/29/14) – 9,454 (983,902)
  6. [3DS] Bravely Second: End Layer (Square Enix, 04/23/15) – 9,403 (129,645)
  7. [3DS] Pokemon Omega Ruby / Alpha Sapphire (Pokemon, 11/21/14) – 8,557 (2,618,841)
  8. [Wii U] Mario Party 10 (Nintendo, 03/12/15) – 7,406 (137,759)
  9. [3DS] Super Smash Bros. for Nintendo 3DS (Nintendo, 09/13/14) – 7,057 (2,227,583)
  10. [3DS] Yokai Watch 2: Shinuchi (Level-5, 12/14/14) – 6,163 (2,603,483)
  11. [3DS] Theatrhythm Dragon Quest (Square Enix, 03/26/15) – 4,866 (115,089)
  12. [Wii U] Dragon Quest X: Legend of the Ancient Dragon Online (Square Enix, 04/30/15) – 4,719 (103,042)
  13. [3DS] Animal Crossing: New Leaf (Nintendo, 11/08/12) – 4,687 (3,970,494)
  14. [Wii U] Super Smash Bros. for Wii U (NIntendo, 12/06/14) – 4,483 (634,070)
  15. [3DS] Assassination Classroom: Grand Siege on Koro-sensei (Bandai Namco, 03/12/15) – 3,767 (67,581)
  16. [3DS] Future Card Buddy Fight: Yuujou no Bakunetsu Fight! (FuRyu, 04/16/15) – 3,654 (26,948)
  17. [3DS] The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D (Nintendo, 02/14/15) – 3,608 (427,697)
  18. [3DS] Mario Kart 7 (Nintendo, 12/01/11) – 3,559 (2,502,286)
  19. [3DS] Xenoblade Chronicles 3D (Nintendo, 04/02/15) – 3,511 (82,403)
  20. [3DS] LEGO City Undercover: The Chase Begins (Nintendo, 03/05/15) – 3,372 (46,056)

Und diese Konsolen gingen über den Ladentisch:

  1. New 3DS XL – 17,875 (17,062)
  2. PS Vita – 17,273 (17,748)
  3. PS4 – 15,992 (19,782)
  4. Wii U – 11,137 (22,898)
  5. New 3DS – 5,446 (5,901)
  6. PS3 – 4,351 (3,956)
  7. 3DS – 1,413 (1,520)
  8. 3DS XL – 1,358 (1,465)
  9. PS Vita TV – 665 (687)
  10. Xbox One – 187 (341)

The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited – kein Gebraucht-Verkauf möglich * UPDATE: oder doch?

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Wenn Konsolen-Abenteurer ab Anfang Juni in die Online-Welten von The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited auf PS4 und Xbox One aufbrechen, müssen sie zwar bekanntlich keine monatlichen Abo-Gebühren mehr bezahlen, aber völlig frei im Umgang mit dem erworbenen Spiel sind sie auch wieder nicht: Denn wie nun im offiziellen Forum klargestellt wurde, fällt die Option eines Gebrauchtverkaufs praktisch flach.

Genau gesagt bekommt Ihr für Euer Geld in der Packung die Blu-ray mit den Installationsdaten (was nahelegt, dass man danach ohne Disc spielen können sollte, aber das ist ohne Gewähr) sowie einen Code zur Anmeldung eines Kontos bei den Spieleservern – und letzterer ist natürlich nur einmal verwendbar.

Ob weitere Codes auch separat online erwerbbar sein werden, wurde in der Diskussion (noch) nicht erwähnt, ist aber denkbar – selbst dann ergibt es aber wohl keinen Sinn, eine Second-Hand-Fassung von The Elder Scrolls Online zu kaufen, weil man damit praktisch nur draufzahlen kann.

UPDATE: Da soll einer draus schlau werden – inzwischen hat ein Bethesda-Mann via Twitter wiederum gesagt, dass man doch keinen Key braucht. Wobei auch das auf verschiedene Weise interpretiert werden könnte. Mal abwarten, was es am Ende wirklich sein wird.

Steins;Gate – Europatermin für die hochgelobte Visual Novel

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Siliconera berichtet, dass die von Kritikern gelobte Visual Novel Steins;Gate am 5. Juni in Europa für PS3 und Vita erhältlich sein wird. Ob man auch die PS4 mit einer Version versorgt, ist noch nicht klar.

Wer sich über Neuigkeiten zu dem Projekt auf dem Laufenden halten will, dem können wir auch dessen offizielle Facebookseite ans Herz legen.

Inazuma Eleven GO Chrono Stones – im Test (3DS)

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Fußball? Wer interessiert sich schon für Fußball? Zu Beginn der Flammenwall– und Donnerknall-Ausgaben (wie üblich mit separaten Starspielern, Extrateams und Nebenquests) von Inazuma Eleven GO Chrono Stones steht Held Arion Sherwind vor den Trümmern seines liebsten Hobbys. Keiner seiner ehemaligen Mitspieler erinnert sich überhaupt an den Sport mit dem runden Leder. Schnell kommt er einer Verschwörung auf die Spur: Böse Mächte rund um das Team Protokoll Omega wollen alle Erinnerungen an den Fußball aus den Köpfen der Menschen löschen. Arion begibt sich auf eine Zeitreise, um dies zu verhindern.

So viel zur neuen Story. Spielerisch geht Chrono Stones den Serienweg konsequent weiter: Ihr sammelt Mitstreiter, spielt mit Teams aus fünf Leuten Minibegegnungen, steigert Eure Werte, beschafft Euch neue Ausrüstung und arbeitet auf die Duelle elf gegen elf hin, welche die Story vorantreiben. Neue Spezialfähigkeiten sorgen für mehr taktische Abwechslung: Kampfgeister nutzt Ihr nicht mehr nur für Attacken, sondern auch als temporäre Rüstung im Zweikampf. Außerdem übertragt Ihr per Miximorph-Feature körperliche Merkmale und Spezialfähigkeiten von einem Spieler auf den anderen, um aus Eurem Mannschaftspool die ultimative Stammelf zu formen und den Fußball zu retten.

Tobias Kujawa meint: Ich liebe Fußball! Aber für Textzeilen der Marke ”Du bringst den Fußball zum Weinen” bin ich einfach zu alt. Blende ich die kindgerechte Story aus, gefällt mir nach wie vor die Mischung aus Rasenschach und Fantasy-Rollenspiel mit Schutzgeistern und Superschüssen. Auch das Wiedersehen mit Mark, Axel und Co. ist schön. Allerdings leidet unter den wiederholten Begegnungen mit den Bösewichten von Protokoll Omega ein wenig die Abwechslung. Teil 1 und 2 taugen mir mehr.

  • 2 Versionen mit unterschiedlichen Stars, Extrateams und Nebenmissionen
  • hübsche Comicgrafik
  • gute deutsche Sprecher
  • ausufernde, kitschige Geschichte

Wer die Mischung aus zuckersüßer Story, Rollenspielmechaniken und Fußball mag, wird auch vom neuen ”Inazuma”-Teil wieder gut bedient.

Singleplayer75
Multiplayer
Grafik
Sound

Nintendo eShop – neu am 14. Mai 2015

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Wii U:

  • Ultratron – 8,49 Euro (ab 28. Mai 9,99 Euro)
  • Nihilumbra – 6,99 Euro (ab 28. Mai 8,99 Euro)
  • Mega Man Zero 4 (GBA) – 6,99 Euro
  • Mega Man Battle Network (GBA) – 6,99 Euro

3DS:

  • 3D Thunder Blade (Arcade) – 4,99 Euro

Mein unbekannter Liebling: Night Trap

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MAN!AC-Menschen und Köpfe der Videospiel-Szene stellen ihr Lieblingsspiel, das nie in einer Top 10 war. Heute von und mit PR-Legende Fabian Mario Döhla!

Wie darauf gekommen?
Also SEGA-Fan kam das Mega-CD gleich zum Japanstart ins Haus. Spiele gab‘s so gut wie nicht, also wurde eigentlich alles gekauft. Zum US-Start kam dann ein recht großer Schwung an Neuveröffentlichungen – also flugs das Gerät auf Multinorm umbauen lassen und ein paar US-Importe geholt. Natürlich auch Night Trap. Weil… da sind ja echte Videos drin! Und war Night Trap wirklich nie in einer Top 10? Nee. Da hat es generell kein Mega-CD-Spiel reinschaffen können, die Hardware verkaufte sich eher suboptimal.

Was ist so gut?
Der Trash-Faktor in Kombination mit einem neuartigen Ansatz – wann konnte man vorher schon mal als Quasi-Regisseur in einem Horrorfilm agieren? Full Motion Videos waren damals eben noch nicht Standard und abgesehen von ein paar LaserDisc-Spielen gab’s in der Richtung eigentlich kaum vergleichbare Titel – schon gar nicht mit echten Schauspielern. Wobei man vielleicht lieber „mit echten Schauspielern“ sagen sollte. Denn richtig gut waren die nicht. Trauriges Detail am Rande: B-Star Dana Plato, die eine Hauptrolle in Night Trap innehat, beging nach einer wenig erfolgreichen fortgesetzten Karriere als Kinderstar schon früh Selbstmord.

Bester Moment?
Das Intro mit dem „Breaking Contact“-Ende – in dem der grimmige Einsatzleiter das Kabel aus dem Genesis-Controller rupft. Und vermutlich auch das „perfekte Ende“, nur muss man dazu alle Bösewichte fangen. Ist mir nie gelungen.

Warum kennt es keiner?
Das Mega-CD hat leider nicht richtig abheben können. Und das Spiel ging bei uns in der Menge der anderen FMV-Veröffentlichungen irgendwie unter. Zum Deutschland-Launch gab’s ja dann auch den Zeichentrick-Quark Road Avenger zur Hardware dazu – und mehr als ein Spiel dieser Machart wollte vermutlich niemand haben. Von Night Trap hat da schon niemand mehr gesprochen. Trotz eines kleinen Skandals in den USA, wo es rund um die sexistischen Inhalte (Frauen im Schlafanzug! Fallen! Einbrecher!) etwas Aufregung und eine Diskussion um Alterskennzeichnungen gab. Angeblich ist Night Trap einer der Gründe für das kurz darauf in den USA eingeführte Rating-System.

Wo oder wie kann man es heute spielen?
Von Night Trap gab es noch eine PC-Version, dazu Ableger für 3D0 und für die exotische Kombination aus 32X und Mega-CD. Da ist dann auch die Videoqualität besser. Ursprünglich war das Spiel sogar als VHS-Version für die nie veröffentlichte Nemo-Konsole angedacht – die es trotz Hasbro-Millionen nie über den Prototypen-Status hinaus geschafft hat.

Entwickler: Digital Pictures Publisher: SEGA
Erhältlich für: SEGA CD/Mega CD, 32X, 3DO, PC, Mac Erscheinungsdatum: 1992
Mehr Infos:
> Night Trap bei MANIAC.de (absolut fantastischer Eintrag mit zahlreichen Infos, Screens und einem Blick hinter die Kulissen)
> Night Trap bei Wikipedia
> Night Trap in der IMDb (EN)

Über Fabian
Fabian mag keinen Thunfisch. Schade. Davon abgesehen spielt sich der Turnschuh-Sammler quer über alle Systeme – wobei SEGA-Hardware in der Beliebtheit spätestens seit dem Mega Drive immer ganz vorne dabei war. Die besten Spiele ihre Generation werden dabei immer noch mit schöner Regelmäßigkeit (also maximal alle zwölf Monate) herausgekramt. Bestes Spiel aller Zeiten? Super Mario Kart. Schade dass es bis heute keinen Nachfolger zu diesem grandiosen 16-Bit-Racer gibt. Nach einigen Jahren als Spieletester und Redakteur bei grandiosen Fachpublikationen wie Fun Generation, Play, OPM und Co. folgte der Wechsel in die PR, wo Codemasters und SEGA auf der Liste der Arbeitgeber stehen. Mit dem Ende der deutschen SEGA-Niederlassung wurde dann kurzerhand ein weltumspannendes eigenes Imperium geschaffen. Erster Kunde? Klar, SEGA. (…und aktuell für Witcher 3, Anm.d.Red.)

Folgt Fabian auf Twitter!

Über “mein unbekannter Liebling”: GTA V, FIFA 15, Assassin’s Creed…  ja, wir kennen sie, diese Spiele. Aber es gibt viele, die wir nicht kennen – oder nie gespielt haben. Und wir sollten sie spielen. Liebevolle Titel, die unter dem Radar geflogen sind. MANIAC.de hat Persönlichkeiten der Games-Szene gefragt, welches ihr Lieblings-Underdog ist. System und Zeit spielen keine Rolle.

Ori and the Blind Forest – im Test (XOne)

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Pflanzen sind die Lunge unseres Planeten. Ohne sie gäbe es keinen Sauerstoff und somit kein Leben – weder Menschen noch Tiere könnten ohne Bäume, Gräser und Sträucher existieren. Vielleicht ist es zu weit hergeholt, Ori and the Blind Forest mit diesem Thema in Verbindung zu bringen. Doch auch hier spielt der Wald eine große Rolle – und er stirbt…

Das Wesen Ori wird eines Tages vom Baum des Lebens getrennt. Die kugelrunde Naru findet die Waise und gibt ihr ein Zuhause. Beide sind unzertrennlich, doch weil der Welt Nibel die Lebensenergie entzogen wurde, kommt es zu einem tragischen Zwischenfall. Wieder auf sich gestellt, kann nur Ori dem Baum des Lebens seine Kraft zurückbringen und Nibel vor dem Untergang retten.

Ori and the Blind Forest vereint Jump’n’Run mit Action-Adventure: Ihr springt und rennt mit dem strahlend weißen Geschöpf durch eine große zusammenhängende 2D-Welt. Schon nach kurzer Spielzeit gesellt sich ”Sein” zu Ori, ein kleines Licht, das auf Knopfdruck Energiegeschosse abfeuert. Diese fliegen automatisch Richtung Gegner, allerdings muss Ori zumindest in deren Nähe sein. Weitere Talente erfordern den Einsatz von Fähigkeitenpunkten. Diese bekommt Ori durch das Sammeln von Erfahrung, die etwa besiegte Gegner fallen lassen. So schaltet Ihr nacheinander immer bessere passive Möglichkeiten frei – macht Seins Projektile stärker oder lehrt Ori, unter Wasser zu atmen.

An besonders wichtige Talente gelangt Ihr im Verlauf der Story. Ein Doppelsprung fehlt hier ebensowenig wie Wandlauf oder Dash – damit kehrt Ihr in bereits besuchte Gebiete zurück und entdeckt neue Pfade. Besonders pfiffig ist Oris Technik, sich von den fantasievoll gestalteten Gegnern und gewissen Levelobjekten abzustoßen. Die damit verbundenen Rätsel- und Geschicklichkeitsaufgaben gehören zu den Höhepunkten des Spiels. Allerdings fallen diese wie auch viele andere Hüpf- und Rennpassagen nicht gerade leicht aus. Ori and the Blind Forest erfordert präzise Aktionen und eine schnelle Auffassungsgabe, sonst heißt es ganz schnell ”Neustart”. Hier kommt eine wichtige Eigenheit des Spiels zum Tragen, denn Eure Speicherpunkte setzt Ihr selbst. Auf Tastendruck entsteht eine entsprechende Markierung, über die Ihr auch Oris Fähigkeiten aufwerten könnt.

Erwischt Euch ein Feind oder versagt Ihr an einer kniffligen Stelle, geht es von der gesetzten Position aus weiter automatische Checkpoints sind selten. Zusätzlich zehrt das manuelle Speichern von Oris Energiepunkten, doch diese könnt Ihr nicht nur wiederaufladen, etwa durch das Besiegen von Monstern, sondern genau wie die Lebensleiste erweitern – die entsprechenden Extras sind über die ganze Spielwelt verteilt. Wollt Ihr alles haben und entdecken, erfordert das ebenfalls einige Anstrengung. Könner und geduldige Naturen freuen sich über den spielerischen Anspruch von Ori and the Blind Forest, dagegen dürften einige Abschnitte Einsteiger und Gelegenheitszocker frustrieren. Besonders die drei Tempel, welche Ihr im Verlauf des Abenteuers besucht, warten mit einigen ebenso cleveren wie knackigen Bereichen auf. Mögliches Versagen liegt aber immer an Euch: Die Steuerung wirkt anfangs zwar dezent träge, funktioniert jedoch einwandfrei.

Oris Rettungsmission führt Euch durch grüne Wälder, über und unter Wasser, in schaurige Areale und sogar durch die Lüfte. Allen Bereichen gemein ist die wunderhübsche, handgezeichnet wirkende Grafik. Saftig grüne Bäume, schummrig-dunkle Ecken, strahlend helle Lichtungen – alles lädt zum Erkunden und Schauen ein. Die musikalische Untermalung unterstreicht ruhige Momente mit sanften Klängen, an anderer Stelle begleiten Euch treibende Themen, während Ori rasch aus einer einstürzenden Höhle flüchtet. Den audiovisuell tollen Gesamteindruck trüben zwischenzeitlich auftretende, kurze Ruckler kaum. Ansonsten tauchen keinerlei technische Probleme auf.

Wie eingangs schon angedeutet, lebt Ori and the Blind Forest jedoch nicht allein von knackigen Sprungeinlagen und Weltenerkundung. Die Geschichte erzählt das Spiel vorwiegend mit seinen Bildern und Klängen, selten tauchen erklärende Worte innerhalb der Umgebung auf. Das Thema Liebe und Fürsorge ist ebenso zentral wie die Wichtigkeit der Natur für alle Lebewesen. Witzige wie auch traurige Momente gehören dazu.

Bei aller Schönheit und Spielbarkeit stört eigentlich nur ein Punkt: Nach dem Abschluss der Story dürft Ihr nicht mehr in die Spielwelt zurückkehren, um beispielsweise noch offene Bereiche zu erforschen. Da das Spiel kaum darauf hinweist, sagen wir es hier deutlich: Sammelt unbedingt vor dem Betreten des letzten Spielabschnittes alles ein!

Sascha Göddenhoff meint: So wenig wie Zeichentrickfilme automatisch Kinderfilme sind, so wenig ist Ori and the Blind Forest aufgrund seiner malerischen Grafik ein seichtes Abenteuer. Mit cleveren Ideen für die Sprung- und Rennpassagen geizt das Spiel nicht, doch sind diese teilweise sehr anspruchsvoll. Nichts läuft bei Ori von selbst, Extras und Erfahrungspunkte muss ich mir oft nach alter Tradition erarbeiten. Dazu spornt die wirklich feine 2D-Optik an, bei der jeder Bereich von Nibel ein etwas anderes Thema hat – in Vorder- wie Hintergrund immer detailliert und mit kräftigen, oft herrlich strahlenden Farben dargestellt. Mir gefällt auch der harmonische Sound sehr, den Klavier und Streicher schaffen. Ich mag alles an diesem Spiel, nur eins verstehe ich nicht: Warum darf ich nach dem Ende der traurig-schönen Geschichte nicht einfach weiterspielen?

Ulrich Steppberger meint: Das ”Gut”-Gesicht ist ein Kompromiss, beim Spielen schwanke ich nämlich gefühlsmäßig ständig zwischen ”Super!” und ”Argh!”. Das Abenteuer begeistert mich mit wunderhübsch gezeichneten Landschaften, stimmungsvoller Musik, viel Raum zum Erkunden und der ständig wachsenden Aktionsvielfalt der sympathischen Hauptfigur. Die Steuerung fühlt sich zwar angenehm an, verzeiht jedoch keine Ungenauigkeiten. Denn Ori ist trotz des vermeintlich harmlosen Erscheinungsbilds wahrlich kein einfaches Spiel und lässt Euch das gerne spüren: Wenn Ihr längere Abschnitte unter immensem Zeitdruck höchst präzise absolvieren müsst und selbst kleine Ungenauigkeiten unweigerlich zum Ableben führen, kann das gehörig frustrieren – bis der Beschützerinstinkt wieder einsetzt und Ihr den nächsten Versuch wagt.

+ sehr gute, fordernde Sprung- und Rennpassagen
+ wunderbare Optik, harmonischer Sound
+ interessante Fähigkeiten

– einige Abschnitte für Einsteiger happig
– Angriffe manchmal ungenau
– nach Spielende keine Möglichkeit, mit den gesammelten Fähigkeiten weiterzuspielen

Wunderhübsches und knackig schweres “Metroidvania” mit hohen Anforderungen an Euer Geschick.

Singleplayer9
Multiplayer
Grafik
Sound

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