In der aktuellen M! Games widmen wir uns einem Klassiker der 1990er, der Jung und Alt in seinen Bann zog und bis heute unzählige Neuauflagen und Remakes erleben durfte. Wie der Puzzle-Gott Tetris begeisterte auch Lemmings Generationen übergreifend selbst diejenigen, die ansonsten nur selten dem Telespiel frönten. Das dürfte Lemmings hauptsächlich der Titel gebenden Horde charmanter Grünschöpfe zu verdanken haben, die in ihrer lebensmüden Sturheit selbst in den bedrohlichsten Levels voller Fallen und Hindernisse immer nur stur geradeaus liefen. Zumindest solange, bis sich ein geistreicher Spieler erbarmte, die richtigen Knöpfchen zu drücken und lebensrettende Spezialfähigkeiten zuzuweisen.
Das Konzept war seinerzeit ungewöhnlich: Im Gegensatz zur vorherrschenden Konkurrenz waffenstarrender Raumgleiter und angriffslustiger Hüpfer war Lemmings ein durch und durch pazifistisches Spiel. Denn in Lemmings retten wahre Helden Leben, statt sie zu vernichten. Statt Zielsuchraketen gab es einen Regenschirm, anstelle von Feuerbällen trat die Spitzhacke.
Alles rund um die Entstehung und Bedeutung der Lemmings-Reihe erfahrt Ihr in der aktuellen M! Games. Auf den folgenden Seiten präsentiert Autor Michael Herde einen Überblick zu den Ablegern und Fortsetzungen des kultigen Knoblers.
Zum Start werfen wir einen Blick auf die ersten Entwürfe, aus denen später die wohl berühmtesten Nager der Videospielgeschichte werden sollten.

Bildquelle: Mike Dailly
Bald darauf entstand eine erste Technik-Demo für Publisher Psygnosis.
Auf der folgenden Seite widmen wir uns dem Amiga-Debüt sowie einer Reihe sehenswerter Portierungen.
*
zurück — weiter