Resident Evil HD – im Test (PS4)

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Wie geht man als Entwickler mit der Neuauflage des Survival-Horror-Klassikers schlechthin um, dessen spielerisches und inszenatorisches Grundgerüst fast 20 Jahre auf dem Buckel hat – und dessen erstes Remake auf Nintendos GameCube (2002) nahezu alles richtig machte? Funktionieren mitunter sperrige Designentscheidungen aus den 1990ern wie Mini-Inventar, unbarmherziges Speichersystem, fixe Kameraperspektiven, knifflige Rätsel und weite Laufwege überhaupt noch anno 2015 – im Angesicht von spielflussoptimierten Megasellern wie Call of Duty, Assassin’s Creed oder Uncharted, die den Spieler an die Hand nehmen und bei Rätseln schon mal mit Hinweisen aushelfen? Wie ergeht es einem Fan der GameCube-Neuauflage heute beim erneuten Daddeln? Und wie einem Resident Evil-Novizen?

Weiter optimiert statt umgekrempelt – damit ist die Eingangsfrage oberflächlich beantwortet. Wer ähnlich einschneidende und sofort sichtbare Änderungen wie beim Remake-Sprung auf GameCube erwartet, wird enttäuscht. Die Qualität der feingetunten, aber nicht aufwendig neu konstruierten Renderkulissen schwankt zwischen hübsch und so lala. Polygon-Objekte wie Spielfiguren, Gegner und interaktive Gegenstände erfuhren dagegen eine Auffrischung: Mehr sichtbare Details, schärfere Texturen und verfeinerte Beleuchtung versprühen dezentes HD-Flair. Trifft allerdings ein etwas schwammiger Gewölbehintergrund mit einer knackscharfen Marmorstatue aufeinander, wirkt Letztere wie ein Fremdkörper – vergleichbar mit dem Effekt einer Pappkulisse im Film, die in der DVD-Ära niemandem aufgefallen ist, auf Blu-ray aber plötzlich ins Auge springt. Solche krassen Differenzen sind glücklicherweise jedoch die Ausnahme. Um die Inszenierung abzuschließen: Das optionale, dezent scrollende 16:9-Bild in 1080p und der frisch abgemischte 5.1-Sound bringen Resident Evil zwar ins HD-Zeitalter, neue Maßstäbe setzen sie aber nicht – die Grafik ist für PS4-Verhältnisse okay, die Akustik begeisterte schon auf GameCube mit Räumlichkeit, Dynamik und unvergesslichen Melodien.

Einschneidender wirkt sich dagegen die Analogsteuerungs-Option aus: Wer sich mit den alten ”Panzerkontrollen” noch nie anfreunden konnte, findet hier endlich seinen Frieden – und der ”Resi”-Neuling eine zeitgemäße, direkte Form der Fortbewegung im 3D-Raum. Dass man jetzt bei gezogener Waffe auf Tastendruck und nicht mehr ausschließlich über den Menü-Umweg nachladen kann, dürfte wohl ebenfalls mehr Begeisterung als Entsetzen auslösen.

Maximal sechs (Chris) bzw. acht (Jill) Slots im Inventar nur wenige Orte zum Speichern, wozu man sogar noch Items benötigt animierte Ladepausen bei jedem Öffnen einer Tür kompromisslose Rätsel im ”Keine Lösung, kein Weiterkommen”-Stil weite Laufwege durch bereits bekannte Territorien häufiges Karte-Inventar-und-wieder-zurück-Geklicke Waffenwechsel nur übers Menü Mitschreiben von spielrelevanten Hinweisen auf Papierzetteln gesammelte Items nur in wenigen Inventarboxen deponierbar – Resident Evil daddeln bedeutet Arbeit, verlangt Vorausdenken, Haushalten sowie Risikobereitschaft und setzt das Verdauen von Frusterlebnissen voraus. Alles Dinge, die in vielen modernen Spielen immer mehr in den Hintergrund geraten – Ausnahmen wie Dark Souls bestätigen diese Regel. Daher wirkt die Spielmechanik von ”Resident Evil” heute zwar einerseits altbacken, aber auch schon wieder erfrischend anders.

Letztlich blieb den Entwicklern keine Wahl: Unbegrenzter Inventarplatz, die Möglichkeit, jederzeit zu speichern oder simplifizierte Rätsel hätten das Survival-Horror-Urgestein seiner Qualitäten hinsichtlich Spannung, Tempo, Dichte und Eigenständigkeit beraubt. Eine optionale, modern-experimentelle Version mit zum Beispiel deaktivierbaren Ladepausen, durch Extras erweiterbares Inventar und auf Knopfdruck durchschaltbaren Waffen hätte uns dennoch brennend interessiert…

Oliver Schultes meint: Erstaunlich: Trotz seines an vielen Stellen sperrigen Spieldesigns packt mich Resident Evil auch noch anno 2015. Das liegt zum einen an dem schlichtweg zeitlosen Survival-Horror-Grundgerüst aus begrenztem Inventar, gnadenlosem Speichersystem, wunderbar fiesen Monstern und nicht zuletzt perfekt stimmigem Gruselvilla-Schauplatz. Zum anderen bringen die grafischen Updates (1080p, 16:9, aufgehübschte Polygon-Objekte) und die direkte Analogsteuerung nach dem grandiosen GameCube-Remake eine frische Brise in die Schauermär. Noch ein Hinweis an alle Resident Evil-Novizen und Ab-Teil-4-Einsteiger: In Episode 1 stehen Erkunden, Rätsel lösen und Detektivarbeit im Vordergrund – Ballermänner sind hier an der falschen Adresse. Und jetzt gehe ich den ”Unsichtbare Gegner”-Modus ausprobieren!

Kenneth Burgess meint: Man kann die vielen HD-Remakes kritisch betrachten oder mögen. Ich gehöre zu letzterer Sorte. Der Grund? Ich darf den Urvater des Survival Horrors nachholen! Obwohl ich Shooter und Actionspiele mag, war mir die ”altbackene” Steuerung und Aufmachung der neuerlichen Neuauflage nicht fremd, habe ich doch etliche Silent Hill-Teile gedaddelt (zum Glück kann ich meine Jill aber jetzt direkt steuern). Und trotzdem bannte mich der Genre-Meilenstein sofort mit Old-School-Rätseln und seinen dramatischen Kamerawinkeln. Allein die mittlerweile überflüssigen Lade-Animationen der sich öffnenden Türen nerven auf Dauer ein wenig – aber ein bisschen Nostalgie muss eben sein.

+ stimmungsvolle Schauplätze und unvergessliche Melodien
+ immer noch unvergleichliche Survival-Horror-Atmosphäre
+ ordentliche HD-Anpassung, aber…

– …Qualität der Renderkulissen schwankt
– fehlender Mut zu optionalen Modernisierungen und einer Disc-Fassung

Immer noch so gruselig wie damals: gelungene HD-Neuauflage des Horror-Survival-Klassikers.

Singleplayer9
Multiplayer
Grafik
Sound

Super Smash Bros. 3DS – Update bringt Share-Modus und amiibo-Unterstützung

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Nintendo gibt bekannt, dass seit gestern ein Update für Super Smash Bros. 3DS erhältlich ist, welches den Prügler mit Share-Modus und amiibo-Funktionalität ergänzt. Um alle Features nutzen zu können, muss jedoch unbedingt das aktuelle System-Update (Version 1.0.5) installiert sein, da auch nur Nutzer mit identischer System-Software online gegeneinander antreten können.

Das Spiel war am 3. Oktober 2014 bei uns erschienen und hat sich seitdem prächtig verkauft.

Bethesda kündigt erste eigene E3-Presskonferenz an – kommt Fallout 4?

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Kurz und knapp kündigte Bethesda gestern abend über das hauseigene Blog an, dass man in die Fußstapfen von Electronic Arts und Ubisoft tritt und bei der diesjährigen E3 eine eigene Pressekonferenz abhalten wird – und zwar sogar schon am Sonntag, dem 14. Juni noch vor allen anderen Firmen.

Anders als die will man zudem einigen Fans den Zutritt gewähren, wie genau das vonstatten gehen soll, wird in den kommendne Monaten erklärt. Und wer nicht vor ort sein kann, für den gibt’s einen Twitch-Stream.

Was gezeigt wird, verrät Bethesda wenig überraschend noch nicht, aber natürlich sind die Erwartungen nun hoch – schließlich wird man doch keine Pressekonferenz ausrichten, nur um das zu diesem zeitpunkt gerade erschienenene The Elder Scrolls Online nochmal vorzuführen? Die meisten Hoffnungen ruhen bislang auf einem Comeback der Fallout-Serie mit einem zünftigen vierten Teil, aber auch weniger spektakuläre Projekte wie eine HD-Neuauflage von Skyrim wären schon nicht schlecht…

Xbox Game Store – neu am 10. Februar 2015

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Xbox One:

  • Evolve – 69,99 Euro

PlayStation Store – neu am 10. Februar 2015

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PlayStation 4:

  • Evolve – 69,99 Euro

BioWare streicht Shadow Realms

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BioWare cancelt die Weiterentwicklung des Online-Rollenspiel Shadow Realms. Das gab Jeff Hickman, General Manager von BioWare Austin, über den Blog des Spiels bekannt.

Das Spiel muss größeren BioWare-Projekten weichen: So wird man zukünftig bei der Dragon Age-IP mitarbeiten, ebenso am nächsten Mass Effect. In erster Linie wird man sich aber der Entwicklung eines neuen Spiels in der Star Wars: The Old Republic-Reihe widmen.

Homefront: The Revolution ist nicht gecancelt, verspricht Deep Silver

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Homefront: The Revolution hatte es wahrlich nicht einfach:

2011 kündigte THQ an, dass sich der Titel – als Nachfolger zu Homefront – in Entwicklung befände. Er sollte bei THQ in Montreal weiterentwickelt werden, doch später sollte dies Crytek UK übernehmen. Dann ging THQ pleite und verkaufte die Marke an Crytek. 2014 wurde angekündigt, dass Deep Silver (die auch bei THQ eingekauft hatten) zusammen mit Crytek das Spiel herausbringen will – ursprünglich sogar noch in diesem Jahr. Doch dann bekam Crytek selbst Probleme und verkaufte die Rechte an Deep Silvers Muttergesellschaft Koch Media – und aus Crytek UK wurden mittlerweile die “Deep Silver Dambuster Studios”.

Auf die (mehr als gerechtfertigte) Frage von Spielern, ob das Spiel nun vor dem Aus stünde, antwortete Deep Silvers Community Manager Maurice Tan via NeoGAF, dass sich Homefront: The Revolution “weiterhin in Entwicklung” befände – und nicht, wie es in Gerüchten heißt, ein weiteres Prey 2 oder Duke Nukem: Forever. “Es wird keine Vapourware”, versicherte Tan.

Einen neuen Erscheinungstermin hat Deep Silver noch nicht bekannt gegeben.

Electronic Arts: “In 3 bis 4 Jahren sind Tablets stärker als Konsolen”

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Den jährlichen Reigen der “Tablets-sind-Konsolen-bald-überlegen”-Prophezeiungen beginnt dieses Jahr EA Chief Financial Officer Blake Jorgensen:

“…ein Tablet wird, von heute an betrachtet in drei bis vier Jahren, über eine größere (Rechen-) Leistung verfügen als eine typische Konsole”, orakelte er laut Gamespot auf der diesjährigen Technology, Internet & Media Conference. Das wird seiner Meinung nach zur Folge haben, dass Spiele, die man bisher nur von Konsolen kannte, sich auch auf den Mobilgerätschaften breit machen: “…immersiver, mehr Tiefe, mehr vom Charakter angetrieben als ein simples statisches Mobilspiel…” werden diese in Zukunft sein und damit zu einem immer wichtigeren Geschäftsfeld für den Spiele-Konzen werden.

Immerhin, den Konsolentod sagt er nicht voraus: Vielmehr spricht er davon, “beide Modelle (mutmaßlich meint er Konsole und Mobil) zu verbinden” für ein “immersiveres und mobileres” Spielerlebnis.

Capcom arbeitet derzeit an mehr als 10 Online-Titeln

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Das kürzlich angekündigte Dragon’s Dogma Online ist offenbar nur die Spitze von Capcoms “Online”-Eisberg:

“Mehr als 10 Online-Spiele” sind momentan bei der Online-Sparte der Japaner in Entwicklung, erklärten Yoshinori Ono und Kazunori Sugiura in der aktuellen Famitsu (über Hachima/Siliconera).

Dragon’s Dogma Online wird erst in Japan erscheinen, ein Release außerhalb Nippons (vor allem im asiatischen Bereich) wird aber nicht ausgeschlossen. Capcom Online Games arbeitet auch am Dark Souls-Konkurrenten Deep Down für PS4, aber “im gegenwärtigen  Zustand der Grafik könne man dies noch nicht veröffentlichen”, erzählt Sugiura: Es soll schließlich “Herausforderungen für die nächsten 15 Jahre” bieten. “5-bis 6-Mal mehr Arbeit als in Monster Hunter Frontier G” steckt seiner Aussage nach in dem Titel. Auch mit Breath of Fire 6 ist man derzeit beschäftigt, das ein Online-Game für Browser und Smartphones werden soll.

Entlassungen bei EA Montreal

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EA Montreal (u.a. Army of Two) ist von Entlassungen betroffen, wie Gamasutra berichtet; allerdings betrifft dies nur eine “kleine Anzahl von Angestellten”, erklärte Electronic Arts in einer Stellungsnahme – hauptsächlich im Bereich der Mobilspiele. Grund sei eine “Restrukturierung” des Studios.

Auch BioWare hat ein Team bei EA Montreal (die gerade am nächsten Mass Effect arbeiten), ebenso Visceral Games, aber dort wird es wahrscheinlich keine Kündigungen geben.

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