Wii U:
- Fire Emblem: The Sacred Stones (GBA) – 6,99 Euro
- F-Zero: GP Legend (GBA) – 6,99 Euro
3DS:
- Meine Tierarztpraxis 3D: Einsatz auf dem Land – 39,99 Euro
Wii U:
3DS:

Was durften wir 2014 nicht alles erleben? Playstation 4 und Xbox One zogen in immer mehr Haushalten ein, und auch Nintendo kurbelte mit Mario Kart 8 und Super Smash Bros. die Verkaufszahlen der Wii U kräftig an. Bei den Entwicklern spaltete Ubisoft mit Assassin’s Creed Unity die Fangemeinde, Square Enix verärgerte mit der schwachen Ankündigung einer PC-Portierung von Final Fantasy VII und From Software zeigte mit Dark Souls 2, dass auch schwierige Spiele reißenden Absatz finden können.
Bevor wir nun das Spielejahr hinter uns lassen, liefern wir Euch wie letztes Jahr auf den kommenden Seiten den etwas anderen Ausblick für 2015: Welche Hits werden Euch 2015 bestimmt NICHT erwarten? Klickt Euch durch unsere Ideen zu den ganz großen Spiele-Krachern mitsamt passender Cover bzw. Artworks und beherzigt dabei nur eine goldene Regel: Nehmt bloß nichts ernst!
Und ein ganz besonders großer Dank geht auch diesmal an unsere fleißige Grafikbienen von TURBO D3 für die feinen Visualisierungen der kommenden Klassiker…
Über den Autor…
Philipps erster Kontakt mit Videospielen trug sich zu, als er mit zarten fünf Jahren zum ersten Mal einen SNES-Controller in der Hand halten durfte. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entstand nicht nur die Begeisterung für das Medium Videospiel, sondern später auch das Interesse an Japan als dem Heimatland dieses Unterhaltungszweigs. Heute spielt Philipp auf nahezu allen Sony- und Nintendo-Konsolen und ist ein Verfechter insbesondere der Bedeutung von Videospielen als Erzählmedium.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Dezember nachfolgende Titel indiziert:
Und gestrichen wurde diesmal auch nix…
Die PlayStation wird von vielen Spielesammlern und Retrofans ignoriert. Zu Unrecht, schließlich ist die Konsole fast 20 Jahre alt und ihre Bedeutung für die Games-Geschichte gewaltig. Wir haben mit einem der wenigen PlayStation-Profis gesprochen – dem Österreicher Reinhard Traunmüller (45).
M! Games: Du hast also jedes PAL-PlayStation-Spiel. Wie viele sind das?
Reinhard Traunmüller: Wir sprechen hier von 1.416 verschiedenen PAL-Spielen. Nicht hinzugerechnet sind länderspezifische Variationen, Re-Releases, Compilations und Limited Editions.
*
M! Games: Wie lange hat es gedauert, bis Du jedes Spiel hattest? Und woher weißt Du eigentlich, welche Titel für die PlayStation erschienen sind?
Reinhard Traunmüller: Die Hauptidee hinter der Sammelei war und ist, einen Komplett-Guide für alle PAL-Releases zu erstellen. Seriöserweise kann ich das nur tun, indem ich alles, von dem ich schreibe, auch in der Hand halte. Als das Projekt 2004 vom Engländer Raymond Osborn, dem Niederländer Maurice Schimmel und mir gestartet wurde, hatten wir schon das Gros der Releases in individuellen Listen gesammelt, deren Zusammenführung und Verwaltung ich übernahm. Hinzu kamen noch Länderlisten von Sammlern aus Australien/Ozeanien und Skandinavien. Später machte dann noch der Ex-Electronic-Arts-Programmierer Rob Charlish das Team komplett. Eigentlich dachte ich nach vierjährigem Sammeln, jedes Spiel zu besitzen. Doch plötzlich tauchte in Australien, Italien und Frankreich wieder ein Hinweis auf ein regionsspezifisches Spiel auf, welches dann verifiziert, gefunden und gekauft werden musste.
Während der simulationslastige Bruder Forza 5 beim Xbox-One-Debüt an Kursknappheit und steriler Inszenierung kränkelte, erfüllt das zweite Horizon die hochgesteckten Erwartungen auf ganzer Linie und begeistert Vollgas-Profis wie Gelegenheitsfahrer gleichermaßen mit unnachahmlichem Fahrgefühl und Ambiente. Grafisch erweist sich die stimmungsvolle Raserei als Vorzeigetitel für die Xbox One, in Sachen Umfang und Online-Funktionalität lässt der Trip durch Südeuropa den PS4-Rivalen Driveclub nur seine Auspuffgase schnuppern. Dass dagegen die Xbox-360-Version als wahrscheinlich letzter Microsoft-eigener Titel für die alte Hardware nicht mehr so gut abschneidet wie der Vorgänger und eher wie eine Pflichtaufgabe denn ein glorreiches Abschiedsgeschenk wirkt, ist ein eher kleiner Kratzer im Lack.
Ulrich Steppberger meint: Nicht alles an Forza Horizon 2 ist zwingend besser als beim Vorgänger – so vermisse ich etwa trotz aller visueller Klasse der französisch-italienischen Kulisse etwas mehr szenarische Abwechslung -, aber das Gesamtpaket setzt ganz klar Maßstäbe, was Fahr- und Spielspaß angeht. All das, was der nummerierten Hauptserie abgeht (und sich schön in Schlagworten wie “Seele” und “Leidenschaft” ausdrücken lässt), gibt es hier fast im Übermaß. Auch technisch bleiben kaum Wünsche offen, was zeigt: Wenn sich ein talentiertes Entwicklerteam intensiv mit der Xbox One beschäftigt, muss das Resultat keinen Vergleich mit Konkurrenten auf der anderen Hardware scheuen. Horizon 2 ist das beste Rennspiel seit… nunja, seit dem ersten Teil. Und der beste Grund, sich eine Xbox One unter den Fernseher zu stellen.
Sascha Göddenhoff meint: Ich liebe es! Wenn ich nur ein Rennspiel haben darf, dann unbedingt Forza Horizon 2: Ich mag die kräftigen Farben, die vielen unterschiedlichen Autos, vor allem aber das Fahrgefühl innerhalb der offenen Welt. Das Setting Süd-Europa mag ich gar etwas lieber als Colorado im ersten Teil, weil ich häufiger über enge Straßen entlang der Küste heizen darf. Allerdings beziehe ich mich hier ausschließlich auf die Xbox-One-Version, denn die Xbox 360 wurde leider mit einer inhaltlich wie optisch abgespeckten Version in die wahrscheinliche Rennspiel-Rente geschickt.
Zum Test geht es hier.
Beinharte Mischung aus Rollenspiel und anspruchsvollem Kampfsystem, gepaart mit einer faszinierenden Welt voller Geheimnisse und Monster. Das aktuelle Souls-Spiel zog uns magisch in seinen Bann. 2015 auch auf PS4 und XOne.
Colin Gäbel meint: Die Wahl zum Zeitfresser 2014 fällt bei mir eindeutig aus: Kein Titel hat mich dieses Jahr mehr Spielstunden (und Nerven) gekostet als Dark Souls II – der umfangreichen Hauptquest und drei exzellenten DLC-Erweiterungen sei Dank. Ok, die Schauplätze und Bossgegner sind mitunter nicht ganz so denkwürdig wie bei den Souls-Vorgängern. Dennoch geht die unnachahmliche Suchtmixtur aus herausfordernder Action-Kost, tiefschürfender Charakter-Entwicklung und unglaublich spannenden Online-Gefechten auch im jüngsten Teil wieder voll auf. Dass ich nach wie vor häufiger in Drangleic unterwegs bin als in den diversen Spielwelten der neuen Konsolengeneration beweist einmal mehr: Geniales Gameplay funktioniert auch ohne State-Of-The-Art-Technik. Dennoch bin ich enorm gespannt, was die Entwickler optisch beim Update Scholar Of The First Sin für PS4 und Xbox One rausholen werden. Spätestens für Dark Souls III erwarte ich dann aber doch den richtigen Grafiksprung nach vorne. Schaden kanns dem ausgefeilten Fantasy-Konzept schließlich nicht.
Kenneth Burgess meint: Selten schaffte es ein Spiel, mich allein mit seiner Atmosphäre und dem genialen Level-Design in seinen Bann zu ziehen. Es ist nicht das Kampfsystem oder die große Geschichte, die mich begeisterte, sondern die abgedrehten Gebiete und abgefahrenen Monster, auf die Ihr im Spielverlauf trefft. Wenn die Herren von From Software sich eine westliche mittelalterliche Welt vorstellen, dann kommen die Welten von Dark Souls II zustande. Man nehme dann noch einen grandiosen Soundtrack zu allen Orten Bossen und man erkennt genau DEN Grund, warum mich Orte wie “Majula” oder der “Jägerhain” faszinieren.
Zum Test geht es hier.
Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:
Mit der PlayStation setzen sich optische Medien als Datenspeicher für Konsolenspiele durch, gleichzeitig werden in der zweiten Hälfte der 1990er CD-Brenner und -Rohlinge bezahlbar. Der Kopierschutz auf den PlayStation-CDs lässt sich zwar nicht so einfach zusammen mit den Spieledaten vervielfältigen, für die Sony-Konsole erscheinen aber schon bald kostengünstige Mod-Chips, durch deren Einbau Importspiele und Raubkopien genutzt werden können. Die Spielepiraterie – bislang vornehmlich auf Computern zu Hause – erreicht endgültig und im großen Rahmen die Videospielwelt, wird auf PlayStation so alltäglich und populär wie seit C64-Zeiten nicht mehr. Und so wie der Commodore 64 nicht zuletzt dank der Gratisversorgung mit Spielen zum erfolgreichsten Heimcomputer bei uns avanciert, trägt die Einfachheit des Raubkopierens zweifellos zur Beliebtheit der Sony-Plattform bei.
Auch die PS2 ist von Piraterie geplagt, Mod-Chips oder Wechseltricks machen die Verwendung von Kopien kinderleicht, mit der zunehmenden Popularität der DVD als Medium werden entsprechende Brenner bezahlbar. Bei der PS3 gelingt es Sony mehrere Jahre lang, das System erfolgreich gegen Piraten abzuschotten: Erst Anfang 2010 schafft es der junge amerikanische Tüftler George Hotz, die PS3 zu hacken; später setzt er Sony öffentlich unter Druck, worauf der Konzern juristisch gegen ihn vorgeht (was letztlich wohl in dem Vergeltungs-Angriff auf das Playstation Network durch eine andere Hackergruppe im Sommer 2011 gipfelt). Dennoch erstreitet sich Sony viel Zeit gegen die Piraten (u.a. durch Firmware-Updates) – für die PS3 sind Raubkopien ein vergleichsweise geringes Problem.
Ganz anders sieht es dagegen bei der PSP aus: Wir sind überzeugt, dass Piraterie uns ein gewaltiges Stück unserer Software-Verkäufe gekostet hat, räumt der SCEA-Manager Peter Dille bei einem Interview mit der Webseite Gamasutra ein. Zahlreiche Entwickler kehren dem Sony-Handheld den Rücken, weil sich trotz der ordentlichen installierten Basis kein Geld machen lässt – im Internet sind Anleitungen zur Verwendung von Raubkopien mittels Custom Firmware genauso problemlos zu finden wie die Spiele selbst. Sony versucht zwar, die Löcher durch System-Updates zu stopfen – der Kampf geht jedoch früh verloren. Bei der PS Vita agiert der Konzern geschickter, sodass Piraterie auf dem jüngsten Sony-Mobilgerät bislang noch keine Relevanz hat.
Zum Jahresende hat Nintendo ein massives Klopper-Paket für die Wii U geschnürt. Eine vor allem im Multiplayer-Modus perfekt spielbare Liebeserklärung an zahllose Klassiker der letzten Jahrzehnte, garniert mit amiibo-Einbindung.
Thomas Nickel meint: Das ist die pure Prügel-Dekadenz. Smash Bros. bietet derartig viel Inhalt, dass andere Anbieter daraus noch zwei Updates und unzählige DLC-Pakete geschnürt hätten. Wenn sich die Nintendo-Prominenz bei makelloser Framerate und saubere 1080p über den (hoffentlich möglichst großen) Bildschirm prügelt, dann verdrückt auch manch ein 900p/30fps-geknechterer “Next-Gen”-Fanatiker heimlich eine Träne im Knopfloch. Wie schon im Test geschrieben: Smash Bros. ist nicht nur eine perfekt spielbare Klopperei, sondern auch die schönste Liebesrklärung an das Videospiel, die man sich nur vorstellen kann.
Kenneth Burgess meint: Smash, Sudden Death und Knöpfchen-Hämmern! Gesund war Super Smash Bros. Für den Controller noch nie – bleibt aber trotzdem einfach der Dauerbrenner auf LAN-Partys. Sei es für private Turniere oder einfach nur für die Klopperei für zwischendurch mit den besten Kumpels und ein paar Bierchen. Auch der neue Ableger sorgt vor allem dank dem Spiel-Exklusiven GameCube-Controller für Nostalgie.
Zum Test geht es hier.
Mit Call of Duty-Steuerung + Parkour-Mechaniken + Titanen behauptet sich Respawn Entertainment im Mehrspieler-Bereich.
Sascha Göddenhoff meint: Titanfall ist für mich der beste Mehrspieler-Shooter seit Modern Warfare! Die Mensch-Mech-Mischung sorgt für intensive und abwechslungsreiche Action: Steuere ich einen Titan, liefere ich mir harte Gefechte mit anderen Blechmännern. Als Pilot dagegen nutze ich sowohl die Höhe der Karten als auch viele Ecken und Schlupflöcher, um meine Gegner zu überraschen. Genial ist der Kniff mit den Bots, die an jedem Match teilnehmen – sie füllen nicht nur die Maps auf, sondern bescheren auch weniger guten Spielern einige Abschüsse. Titanfall spielt sich in jeder Situation blitzsauber, sieht auf beiden Konsolen gut aus und motiviert mit Herausforderungen sowie freischaltbarem Kram.
Tobias Kujawa meint: Titanfall ist das einzige Spiel, um das ich die Xbox-One-Spieler beneide. Ich finde Respawn Entertainments Erstlingswerk fantastisch und würde es liebend gerne gegen CoD und Battlefield zusammen eintauschen. Die Steuerung ist super, das Parkour-System geht leicht von der Hand und die Titanen sorgen für taktische und spielerische Abwechslung. So verpasst man einem eingerosteten Genre frischen Wind! Falls es einen Teil 2 gibt, soll der bitte auch auf die PS4 kommen!
Ulrich Steppberger meint: Als bestenfalls mäßig kompetenter Ego-Shooter-Spieler gibt mir Titanfall genau das, was mich doch hin und wieder online locken kann – Erfolgserlebnisse! Okay, die sind eher von der kleinen Art und Könner lachen drüber, aber das auf dem Maps rumwuselnde KI-Kanonenfutter treffe auch ich öfter als dass sie mich alle machen. Eine feine Sache. Was mir aber auch noch klar geworden ist: Wenn man ein reines Multiplayer-Spiel dieser Bauart machen will, kann man sich einen kruden Quasi-Storymodus wie hier ruhig auch ganz sparen.
Zum Test geht es hier.