Mit einer nativen Grafikauflösung unter 720p und oft nicht stabiler Bildrate läuft A Realm Reborn auf der PS3. Das ist dem Spielspaß zwar nicht abträglich, lässt aber klar erkennen, dass die in die Jahre gekommene Hardware ordentlich zu kämpfen hat. Auf der PS4 sind diese Probleme Geschichte, dort bleibt das MMORPG nicht nur fast durchgehend flüssig, die Grafik erstrahlt zudem in knackscharfen 1080p und steht der PC-Fassung in nichts nach. Die Kompatibilität zu den anderen Versionen ist nach wie vor gewährleistet: PS4-Abenteurer teilen sich die Server mit ihren Kollegen auf PC und PS3, ziehen gemeinsam durch verwinkelte Dungeons, bilden stolze Gilden und nehmen den Kampf gegen bildschirmfüllende Bosse auf.
Final Fantasy XIV mag ein MMORPG sein, bietet aber trotzdem all das, was Final Fantasy-Fans an ihrer Lieblingsserie so schätzen und in den letzten HD-Episoden ein wenig vermisst haben. Die Welt Eorzea ist gewaltig groß und steckt voller Schönheit. Sie bietet ein mehr als ordentliches Maß an Geheimnissen und Entdeckungen, in den Dungeons warten massive Bossgegner und manch wertvoller Gegenstand. Wer keine Lust auf Interaktion mit anderen Spielern hat, bestreitet den Großteil des Abenteuers alleine bis auf Dungeons und Bosskämpfe müsst Ihr nicht mit anderen Spielern kooperieren. Egal ob Ihr Euch für eine Karriere als stark gepanzerter Gladiator oder Marodeur entscheidet, als geschickter Waldläufer durch die Wälder von Gridania streift oder Euch in der Rolle des Druiden der Heilmagie verschreibt: Unter den acht Hauptklassen (die allesamt verbessert werden können), elf Handwerks- und Sammler-Disziplinen und den fünf Rassen findet jeder den Helden seiner Träume und Nachschub ist bereits angekündigt.
Erwähnte Dungeons und Bosse machen im Team mit drei Freunden den größten Spaß, aber wer die gerade nicht zur Hand hat, muss nicht verzagen. Wollt Ihr Euch in einen Dungeon wagen, hält eine automatische Suchfunktion Ausschau nach einer passenden Truppe, während Ihr einen anderen Winkel von Eorzea unsicher macht. Bei manchen Klassen kann das schon mal eine halbe Stunde dauern, wer dagegen als Heiler oder Tank unterwegs ist, hat innerhalb von Sekunden eine motivierte Gruppe am Start. Diese nützliche Funktion gepaart mit viel spielerischem Komfort und einer gelungenen Story mit überraschenden Wendungen lockt nicht nur eingefleischte Online-Abenteurer nach Eorzea, auch Final Fantasy-Anhänger ohne MMO-Ambitionen fühlen sich nach kurzer Einspielzeit mehr als wohl und ernten viel Spaß für ihre monatlichen 11 bis 13 Euro Abo-Gebühr.
Thomas Nickel meint: Die PS4-Fassung von Final Fantasy XIV ist ein mehr als willkommener Grund, wieder in Square Enix wunderbare Online-Welt abzutauchen. Die war trotz niedriger Auflösung und überschaubarer Bildrate dank erstklassigem Artdesign und tollen Wettereffekten bereits auf der PS3 ansehnlich. Auf PS4 verschlägt die Optik auch altgedienten Level-50-Recken noch einmal die Sprache, wenn man etwa den Sonnenuntergang in den Steppen von Thanalan oder die eisige Einöde von Coerthas erblickt. Dank mittlerweile zwei Erweiterungen wird nun auch für Helden auf Maximallevel viel geboten, und Ihr könnt sogar Maus und Tastatur nutzen. Das hilft bei der Kommunikation mit Mitspielern, alles andere lässt sich makellos mit dem PS4-Controller erledigen. Eher ein nettes Gimmick ist das Remote Play für die Vita: Das läuft zwar ordentlich, aber auf dem kleinen Bildschirm ist die Schrift winzig. Egal ob MMO-Neuling oder alter Hase, spätestens jetzt gibt es die Abo-Kosten außen vorgelassen keine Ausreden, in Eorzea nicht einmal vorbeizuschauen.
- 5 Rassen und 8 Klassen stehen zur Wahl
- riesige Welt lädt zum Erforschen ein
- Duty-Finder hilft bei Mitspieler-Suche
- viele Steuerungsvarianten
- auch per Remote Play auf Vita spielbar
- kostet monatlich 11 bis 13 Euro
Dank großartiger Technik macht das famose MMORPG auf der PS4 eine exzellente Figur und ist somit der PS3-Fassung deutlich überlegen.
| Singleplayer |  | 88 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |