M! Games spricht mit Dr. Bernd Fakesch, General Manager Nintendo Deutschland, über die Gründe und Konsequenzen der Wii-U-Schwäche.
M! Games: Die Wii U hatte Ende 2012 einen guten Start, schwächelte dann aber in der ersten Hälfte 2013. Wie erklären Sie sich die weit hinter Ihren eigenen Erwartungen zurückbleibenden Verkäufe der Konsole?
Dr. Bernd Fakesch: Nach dem sensationellen Erfolg von Wii hatten wir unsere Erwartungen vielleicht ein wenig zu hoch geschraubt. Objektiv betrachtet, also verglichen mit dem Start älterer Konsolengenerationen, hat Wii U in Deutschland aber immer noch einen soliden Start hingelegt. Mit mehr als 200.000 verkauften Exemplaren im ersten Jahr ist eine Basis geschaffen, auf der wir weiter aufbauen können.
Dass es nicht mehr geworden sind, dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer der wichtigsten ist sicherlich, dass das Angebot an Wii-U-Spielen noch nicht umfassend genug war. Wenn eine neue Konsolengeneration auf den Markt kommt, ist die Spieleauswahl im ersten Jahr häufig etwas geringer. Dies nicht zuletzt, weil die Entwickler mehr Zeit brauchen, um sich auf die neuen Techniken und Funktionen sowie die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten einzustellen.
Inzwischen sind wir aber auf einem guten Weg: Derzeit erscheint eine ganze Reihe neuer Titel – da ist für jede Art von Spieler, für Fans genauso wie für Neueinsteiger, etwas dabei. Zusätzlich zu unseren klassischen Franchises, die oft sowohl Nintendo-Fans als auch Familien und Kinder begeistern, können wir mit Bewegungs- und Partyspielen für Wii U punkten. Wir sind optimistisch, dass dieses Line-up Wii U neuen Auftrieb geben wird.
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