Resident Evil-Schöpfer Shinji Mikami will – wie er bereits mehrfach erklärte – mit The Evil Within zurück zu den Wurzel des Horror-Genres, dass er einst mitbegründete. Gegenüber Eurogamer erklärte er, dass er sich dem Genre nicht nur deshalb wieder zuwendete, weil er Leute generell gern in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch, weil die bessere Grafik “das Potential hat, einem die Angst viel näher zu bringen”.
Doch neben seinem neuen Spiel warf er auch einen Blick auf das Horror-Genre im Allgemeinen – und es gefiel ihm nicht, was er da sah – mit klaren Seitehieben auf die Resident Evil-Serie, die er schon länger hinter sich ließ:
“Sequels sind ein großes Problem im Horror-Genre. Wenn eine Horror-Spiel-Serie weitergeführt wird, fängt man an zu wissen, wer die Feinde sein werden. Gerade dieses Wissen macht das Spiel natürlich weniger beängstigend. Um ein breiteres Publikum zu erfassen, fügen Designer dann meist mehr Action hinzu. Das reduziert nochmals, wie beängstigend sich das Spiel anfühlt. Anstatt zu versuchen, neue Ideen einzubringen, wollte ich zu den Survival-Horror-Wurzeln zurückkehren. Wir sind davon abgekommen. Ich möchte wieder die Angst erforschen, und das Gefühl, diese Angst zu überwinden, etwas, was einzigartig für diese Spiele ist.”
Mikami zeigte sich auch enttäuscht darüber, “dass die Zahl der Genres heutzutage so begrenzt ist“: – er will eine breitere Genre-Palette. “Die Zukunft sieht er dabei in Independent-Spielen: “Ich liebe Indie-Spiele. Diese jungen Leute mit geringen Budgets und größeren Ideen, vielleicht werden sie neue Genres definieren? Bei Big–Budget-Spielen sind neue Ideen zu riskant, um viele Kopien zu verkaufen. Und manchmal kommt dem noch das Ego des Schöpfers in die Quere…”