| Spiel: | Castlevania: Lords of Shadow - Mirror of Fate |
| Publisher: | Konami |
| Developer: | Mercury Steam |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | 3DS |
| Erhältlich für: | 3DS |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 3 / 2013 |
Viele Jahre nach den Ereignissen von Castlevania: Lords of Shadow betritt der grobschlächtige Muskelmann Simon Belmont Draculas finsteres Gemäuer: Der rothaarige Hüne will mit einer mächtigen Peitsche bewaffnet den Tod seines Vaters Trevor Belmont rächen. Der war viele Jahre zuvor auf der Jagd nach seinem eigenen Vater: Gabriel Belmont. Was es mit dem auf sich hat, wissen Spieler des 2010 auf den HD-Konsolen erschienenen Serien-Reboots ganz genau. Und dann ist da noch ein dritter Mann im Spiel: Ein langhaariger Bursche namens Alucard streift ebenfalls durch das Schloss, um mit dem Obervampir abzurechnen…
Alucard hatte wie auch Trevor seinen ersten Auftritt vor mehr als 20 Jahren im exzellenten NES-Abenteuer Castlevania III: Draculas Curse. Von dem ließ sich Entwickler Mercury Steam sichtlich inspirieren: Figuren, Zaubersprüche und manch ein Monster sind dem 8-Bit-Klassiker entliehen, gleichzeitig behält das Abenteuer aber Elemente von Lords of Shadow bei und stibitzt sogar Ansätze aus dem PSone-Serienhöhepunkt Symphony of the Night.
Kommt es zum Kampf gegen die untoten Bewohner des Schlosses, scheint die DNA von Lords of Shadow durch: Oft bekämpft Ihr Eure Gegner in abgeschlossenen Arenen, meist greift das Gezücht in Wellen an und wenn alle erledigt sind, geht es weiter. Mit langen Boden- und Luftcombos zerlegt Ihr das Monsterpack, jeder Levelaufstieg beschert eine neue Angriffsvariante viele kennt Ihr aus dem HD-Abenteuer. Von den letzten Metroidvanias inspiriert ist die Struktur des Schlosses, die Karte auf dem unteren Bildschirm zeigt stets Eure Position und das nächste Ziel an jedoch nur detailarm und im aktuellen Szenario, eine Komplettübersicht des Gemäuers gibt es nicht.
Clever ist dagegen die Art, wie das Helden-Trio implementiert wurde: Level und Kampfmanöver teilen sich die drei spielbaren Figuren, allerdings hat jeder Recke seine eigenen Extrawaffen und magischen Manöver. Simon wirft mit Äxten, Alucard greift mit einer Horde von Fledermäusen an. Gewechselt wird an festen Punkten in der Handlung die überrascht auch mit so mancher interessanten Wendung und einem tollen Grafikstil in den zugehörigen Zwischensequenzen. Schön anzusehen ist Mirror of Fate ohnehin: Viele Räume bieten einen tollen Tiefeneffekt und detaillierte Hintergründe da kann man auch mit Simons etwas klein geratenem Kopf leben.
Thomas Nickel meint: Mit dem Mobil-Ableger lässt Mercury Steams Castlevania-Neuinterpretation endlich den Herr der Ringe-Look des HD-Vorgängers hinter sich und scheucht die drei Helden wieder durch ein schummriges Gruselschloss voller Skelette, Werwölfe und Fischmenschen gut so! Ist die etwas dröge erste Stunde überstanden, freut Ihr Euch über größere Bewegungsfreiheit und manch fordernden Bosskampf. Auch wenn die großzügig verteilten Checkpoints und die vielen Möglichkeiten zur Energieauffrischung das Spiel nicht unbedingt schwerer machen sie wirken oft wie eine Entschädigung für manch billigen Treffer, den Ihr im Kampf einsteckt. Dabei ziehen sich einige der stark combolastigen Gefechte in die Länge: Sogar Standard-Gegner schlucken ein paar Treffer und Bosskämpfe enden mit lästigen Quick-Time-Events selbst um Kisten zu öffnen, müsst Ihr den B-Knopf malträtieren. Aber trotz mancher Design-Macken und Schludrigkeiten gefällt das 3DS-Castlevania als atmosphärisches Actionspiel mit Gothic-Flair und netten Klassiker-Zitaten.
- 3 spielbare Figuren
- atmosphärischer Soundtrack
- viele Spezialfähigkeiten
- interessante Story
Umfangreiches, atmosphärisches und sauber spielbares, aber manchmal etwas behäbiges Actiongame mit gelungener 2,5D-Grafik.
| Singleplayer | ![]() | 78 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |













