Platz 5: The Unfinished Swan (PS3)

Tobias Kujawa meint: Was für ein nettes, hübsches und ungewöhnliches Spiel! Die Idee mit den Farbbällen, welche die Umgebung sichtbar machen, war mir gleich sympathisch und sie funktioniert wunderbar, ohne zu langweilen. Eingebettet in eine süße kleine Geschichte erlebt Ihr immer neue Aha-Momente und durch spielerische Kniffe und kleine Rätsel kann man The Unfinished Swan nicht einmal vorwerfen, Kunst statt Spiel zu sein, wie es einige Banausen bei Journey tun. Auch Abwechslung wird groß geschrieben, ehe die Farbspritzerei langweilig wird, löst Ihr schon Rätsel mittels selbstgemachter Plattformen und bringt Kletterpflanzen zum Wachsen. Das Spiel sollten sich träumerische PS3-Zocker unbedingt zulegen!
Michael Herde meint: Tobias hat Recht: So spektakulär das Verspritzen schwarzer Farbe im weißen Raum ist, so schnell würde es sich abnutzen. Schön, dass im weiteren Verlauf frische Ideen zum Einsatz kommen, die allerdings nicht mehr so unkonventionell sind. Anfangs ist es sehr abenteuerlich, die Umgebung zu entdecken und zu erkunden, indem man sie zunächst sichtbar macht und nach Orientierung sucht. Später dann wird ein hübscher Plattformer draus, der mit kleinen Mitteln eine süße Geschichte erzählt. Das Ganze spielt sich auch noch prima und lädt zum Schwelgen ein – nicht umsonst das erste Download-Spiel, das ich mir privat gekauft habe!
Matthias Schmid meint: Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Der unfertige Schwan ist bildhübsch und überrascht mit einer sympathischen Märchengeschichte. Und auch ich bin froh, dass sich hinter jedem Level eine andere Mechanik verbirgt – alles andere hätte zur Abnutzung der kleinen, feinen Ideen geführt. Außerdem ist es mal ein Spiel, bei dem die freigespielten Extras richtig sinnvoll sind – dank des Farb-MGs und der Fähigkeit, Kugeln in der Luft anzuhalten bzw. die eigenen Kleckse zu löschen, fühlt sich der zweite Durchlauf wieder etwas anders an. Schließlich gilt mein außerordentliches Lob nochmals der Grundidee der ersten Stage: Ein Level ganz in Weiß zu bauen, in dem der Spieler zunächst “schneeblind” ist, und das er erst nach und nach durch schwarze Farbe sichtbar werden lässt – auf solch einen Geniestreich muss man erst mal kommen!
Ulrich Steppberger meint: Der Name ist wirklich Programm, denn bei The Unfinished Swan werde ich doch nie ganz das Gefühl los, dass da einfach etwas unvollendet geblieben ist. Hübsch anzusehen, stimmig erzählt und ohne abgehobenes Geschwurbel? Stimmt alles, aber spielerisch ist’s halt letztlich nur ein Häppchen, das es immerhin geschafft hat, vorbei zu sein, bevor die Idee ausgelaugt ist.










