Nachdem am Mittwoch bereits Vertreter von Presse und Handel ihre Finger an die kommenden Games legen durften, ging es am Donnerstag für alle Besucher los. Die gamescom öffnete ihre Pforten für jedermann. Schon kurz vor der Öffnung der Hallen standen hunderte Menschen vor den Eingängen, holten sich ihre Bändchen mit den Alterskennzeichnungen und schwitzten ob der erneut hohen Temperaturen. Irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit dem Einlass der zahlreichen Gamer schien es nicht gegeben zu haben. So erfolgte um Punkt 10 Uhr dann wie geplant die Öffnung der Zugänge. Viele rasten sofort los, um möglichst schnell ihre Finger an die begehrten neuen Spiele legen zu können. Solche Bilder kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Innerhalb weniger Minuten waren somit alle Hallen gefüllt und die Spiele konnten ganz offiziell beginnen.
Die Verteilung der Leute auf die einzelnen Hallen fiel jedoch sehr unterschiedlich aus. Waren die Bereiche mit den eigentlichen Konsolen-Spielen meist sehr gut besucht, bot sich geraden in den Entertainment-Arealen ein ganz anderes Bild. Dort wurde zwar viel geboten, allerdings nur wenig davon angenommen. Viel Platz zum Entspannen also, wenn es einem an den Anspielstationen mal ein wenig zu viel wurde. Allerdings darf man auch fragen, ob das Angebot nicht zu vielfältig ausgefallen ist, denn primär möchte man auf der gamescom sicherlich spielen. Und selbst das konnte erneut nicht gewährleistet werden. Stichwort: Absurde Wartezeiten.
Die Messehighlights sind schnell genannt: Call of Duty: Black Ops II, Assassin’s Creed III, FarCry 3, sowie Medal of Honor: Warfighter standen bei den Besuchern extrem hoch im Kurs. Das hatte lange Schlangen vor den Ständen zur Folge. Bei Assassin’s Creed III mussten bis zu sechs (!) Stunden eingeplant werden, wollte man sowohl einen ausführlichen Trailer sehen als auch das Game anspielen. Leider leistete man sich, aus meiner Sicht, hier einen Patzer. Der Trailer nämlich suggerierte, die Anwesenden könnten gleich mit Connor losmeucheln und einige seiner neuen Bewegungen ausprobieren. Was jedoch folgte, war eine Seeschlacht, in welcher Ihr am Steuer eines großen Schiffes steht. Die Wii-U Variante unterschied sich dabei allerdings von den Fassungen für Xbox 360 und PS 3. Lediglich eine Karte war auf dem Touchscreen abgebildet, alles andere regelte man mit den Sticks und Buttons des Gamepad. In einer Ecke des Raumes durfte sogar Assassin’s Creed III: Liberation angespielt werden. Das sah toll aus und spielte sich prima. Interessierte Besucher hatten außerdem noch die Möglichkeit, ein Multiplayer-Match von AC III zu spielen. Dabei zeigte man einen neuen Modus. Zwei Vier-Mann-Teams kämpfen um die Vorherrschaft auf einer verschneiten Karte, in dem sie verschiedene Bereiche einnehmen und sichern. Der Clou daran: auf der Map sind viele CPU-Figuren unterwegs, welche optisch genauso aussehen wie Ihr. Gleiches gilt für Eure Gegner. Somit müsst Ihr ständig auf der Hut sein, denn der Charakter neben Euch sieht auf den ersten Blick vielleicht harmlos aus, könnte aber auch zu euren Feinden gehören und Euch hinterrücks erledigen. Haltet Ihr vor Ablauf der Zeit dann den Großteil der einzunehmenden Bereiche, gewinnt Euer Team die Partie. Die Idee ist ebenso prima wie die Umsetzung, und hier kam dann auch ein wenig Assassinen-Feeling auf.









