Steel Battalion spielt in einer Zukunft ohne Mikrochips: Ein Virus zerstört sämtliche Elektronik, das stürzt die Menschheit in einen Weltkrieg gekämpft wird mit mechanischem Gerät wie sogenannten Vertikal Tanks (= Mechs). Der Xbox-Erstling kam 2002 mit kostspieligem Spezialcontroller, in Heavy Armor steuert Ihr Euren Roboter via Kinect: Mit virtuellen Hebeln und Schaltern bedient Ihr alle Elemente, vom Getriebe über die Lüftung bis zu Waffensystemen und Bordkameras wer aufsteht, darf mit dem Kopf aus der Luke lugen! Die zahlreichen Funktionen sind in mehreren Ansichten organisiert, die Ihr mit Armbewegungen wechselt: Ihr zieht einzelne Konsolen auf Bildschirmgröße, blickt durch Zielfenster und Periskop oder wendet Euch den Besatzungsmitgliedern zu. Auch mit diesen sind Interaktionen möglich, Ihr helft in Notsituationen und klatscht nach Abschüssen mit High-Five ab.
Zusätzlich kommt das Pad zum Einsatz: Mit dem bedient Ihr die Mechbewegung, Zielkamera sowie MG, Bordkanone und Sonderwaffen da habt Ihr alle Hände voll zu tun! Die über 30 Kampagnenmissionen sind teils im Koop-Modus spielbar und räumlich übersichtlich: Es gilt Stellungen zu verteidigen oder Industrieanlagen und Stadtviertel von Feinden zu säubern. Dabei müsst Ihr mit der Munition haushalten und erlebt gescriptete Überraschungen: Da steigt Euch schon mal ein Soldat aufs Dach und wirft eine Granate herein oder sticht mit dem Messer auf Eure Kameraden ein. Bei den Feuergefechten müsst Ihr neben Geschützen und Supertanks viele Fußsoldaten bekämpfen, die Euch mit Bazookas übel zusetzen: Da ist Maßarbeit gefragt wer einfach vorstürmt, stirbt nach Sekunden im Granatenhagel.
Mit der begrenzten Sicht, Schadenseffekten und den panisch bis euphorisch agierenden KI-Kollegen kommt die Stimmung im Mech prima rüber. Bei den Sequenzen erwartet Euch dagegen das übliche Stars- and Stripes-Gejubel und böse Chinesen, hier hätte sich From Software mehr einfallen lassen können. Natürlich gibt es auch einen Mech-Editor, mit dem Ihr erspielte Bauteile und Waffen an den Tank schraubt. Diese lassen sich über Abschussprämien in den Koop-Missionen entdecken und sind nicht so präsent und vielfältig wie in anderen Mech-Spielen.
Oliver Ehrle meint: Obwohl man sich wirklich viele Funktionen merken muss, komme ich mit der Kinect-Steuerung ordentlich zurecht: Es macht richtig Spaß, alle Hebel in Bewegung zu setzen und den Feinden eine Breitseite zu verpassen dank verschiedenartiger Munition und Zieloptiken kommt auch die Taktik nicht zu kurz. Zusammen mit den Überraschungseinlagen wird vielseitige Action geboten! Allerdings gibt es auch diverse Macken, die Ihr per Trial&Error-Verfahren ausloten müsst: Das Gelingen einer kompletten Mission hängt schon mal an einem Handgriff, der nicht immer klar beschrieben ist bzw. im entscheidenden Augenblick nicht funktioniert speziell der Sichtwechsel macht mir Probleme. Außerdem stören Logikfehler die Gefechte: Straßenschilder widerstehen einem halben MG-Magazin und Mechs werden erst ab einer bestimmten Entfernung von Treffern tatsächlich beschädigt.
- bedient einen Mech mit Kinect und Pad
- große Kampagne mit Koop-Schlachten
- tolle Stimmung durch Interaktion mit wechselnden Team-Kameraden
- einige Trial&Error-Stellen
Einzigartige Mech-Schlachten mit toller Atmosphäre und Kinect-Steuerung manchmal wird es jedoch etwas hakelig.
| Singleplayer |  | 80 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |