Zugegeben: Im Interview des Playstation3 Magazins mit Tameem Antoniadis, dem Chef-Designer des kommenden Devil May Cry, geht es vorwiegend um ganz andere Aspekte des Spiels. So verneinte der Mann von Ninja Theory z.B. die Frage, ob er selbst als Vorbild des jungen Dante diente. Er sprach auch über die Zusammenarbeit mit Dante-Erfinder Capcom, oder dass man das Spiel mit der Unreal-Engine entwickelte, weil man damit mehr Erfahrung hatte als mit MT Framework. Auszüge des Interviews sind auf CVG veröffentlicht.
Auf die Frage, ob man mit allen Charakter-Archetypen aus früheren DMC-Teilen brechen wolle (wie es z.B. mit dem “alten/jungen” Dante gemacht wurde), besonders in Bezug auf den übertrieben üppigen Brustumfang der weiblichen Charaktere, antwortete Antoniadis:
“Wenn es stimmt, dass der durchschnittliche Konsolen-Gamer über 30 ist – was ich tatsächlich glaube – dann kann man nicht zu solch billigen Tricks greifen, um Leute zum Kauf des Spiels zu bewegen. Ich habe nichts gegen große Titten – ich wünschte, mein Kopf würde gerade auf welchen liegen – aber wenn du versuchst, jemanden auf verschiedenen Ebenen zu stimulieren, gibt es bessere Wege, dies zu tun”, erklärte er.
“Wenn sie sich Filmstars anschauen, sind die Frauen, welche die Menschen wirklich attraktiv finden, oft nicht diejenigen mit den größten Brüsten. Man muss auf einer anderen Ebene attraktiv sein.” Als Beispiel führte er das letzte Ninja Theory-Werk auf: “Das haben wir in Enslaved mit Trip umgesetzt. Die Leute liebten sie – nicht weil sie große Brüste und High Heels hatte, sondern weil sie sich anfühlte wie jemand, der deine Freundin sein könnte. Das ist für mich attraktiver als eine Prostituierte, die mit einer großen Waffe herumläuft. Nicht, dass ich Prostituierte erniedrigen möchte – es ist eine gültige Geschäftsform.
Damit sprach Antoniadis über ein Thema, dass derzeit auch andere Entwickler umtreibt: So sprach sich unlängst Team Ninja-Boss Yosuke Hayashi dafür aus, dass man den Brustumfang der Damenwelt in Spielen künftig runterschrauben wolle – ausgerechnet in der dafür (noch sehr viel mehr als Devil May Cry) berühmten Dead or Alive-Reihe.