GAME: Raus aus der Börse – aber 300 Filialen bleiben?

1

Wie MCV vermeldet, scheint der Insolvenzantrag des Videospielhändlers GAME nur noch wenige Tage entfernt und Formsache zu sein. Interessant ist dabei jedoch eine neue Entwicklung, laut der eventuell 300 Filialen gerettet werden könnten. Dies würde durch eine von der Bank finanzierte neue Kette gesichert werden, welche am Montag ihren Arbeitsbetrieb aufnähme, nachdem GAME vom Stock Exchange ausgeschlossen worden wäre – und wie heute vormittag zu lesen war, ist der Aktienhandel tatsächlich schon (oder derzeit?) eingestellt worden.

Dabei wurde noch einmal betont, dass nur britische und spanische GAME-Niederlassungen von den Rettungsplänen betroffen wären und der Rest – salopp gesagt – selbst sehen müsse, wo er bleibe. So oder so dürfte spätestens nach dem Wochenende wohl klarer sein, ob und was von GAME übrig bleibt.

Gotham City Impostors – im Test (360)

6
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Nicht jeder Superheld kann sich Batcave und High-Tech-Gimmicks eines Bruce Wayne leisten, die meisten müssen sogar mit weitaus weniger klarkommen. Im Ego-Shooter Gotham City Impostors tummeln sich die Low-Budget-Nachahmer von Batman und Joker in zwei Banden – bis zu zwölf Spieler kämpfen im Team-Deathmatch um Stellungen und Batterien für eine ominöse Gehirnwaschmaschine (Capture the Flag). Dabei kommen neben den üblichen Waffen wie Sturmgewehr, Panzerfaust und Shotgun allerlei improvisierte Superheldenwerkzeuge zum Einsatz: Mit den Federschuhen macht Ihr Riesensprünge, der Gleiter lässt Euch über weite Abschnitte segeln und Rollschuhe erlauben die Nutzung der vielen Schanzen – mit der Seilkanone erklimmt Ihr sogar Dächer! Zur Übung spielt Ihr eine witzige Einleitung und diverse Herausforderungen, in denen Ihr möglichst schnell mehrere Checkpoints abklappert. Zusätzlich führt Ihr eine Sonderwaffe mit Euch, z.B. Rohrbomben oder den Bumerang – damit peilt Ihr gleich mehrere Gegner auf einmal an. Im Laufe der Matches sammelt Ihr reichlich Erfahrung, mit der Ihr Euren Helden vom dünnen Würstchen zum wuchtigen Muskelprotz entwickelt. Zudem werden dann zahlreiche Editor-Menüs freigeschaltet, in denen Ihr Auftreten und Ausrüstung nach Belieben einstellen dürft.

So optimiert Ihr die Waffen mit zahlreichen Erweiterungen respektive Zieloptiken und schmückt den Helden mit diversen Accessoires, Kostümen und sogar begleitenden Maskottchen. Euer Held kann gleich zwei Hauptwaffen tragen, findet dann in den Levels aber keinerlei zusätzliche Ausrüstung oder Extras. Passend zu den trashigen Charakteren tummelt Ihr Euch in den heruntergekommenen Vierteln von Gotham City, die allesamt recht übersichtlich sind, aber mit vielen Winkeln und erhöhten Positionen reichlich Deckung für Überraschungsangriffe bieten. Schon nach ein paar Runden kennt Ihr jedoch die Brennpunkte jeder Map, bei nur fünf Karten kommt Ihr schnell an die Grenzen der Ballerei. Denn taktisch gibt es in Gotham City Impostors nur wenig zu lernen: Bei den wüsten Ballereien siegt Frechheit vor Bedachtsamkeit, zumal Euch wegen der kurzen Laufwege stets Feinde in den Rücken fallen. Als ironische Alternative zum üblichen Superheldengebolze haben die Gefechte durchaus ihren Reiz, die Personalisierungen allein bieten Genre-Kennern allerdings auf längere Sicht zu wenig Abwechslung. Schließlich gilt es, den Charakter über viele Levels aufzubauen, da schleicht sich schnell Routine ein.

Guter Team-Ego-Shooter mit Eigenbau-Comicfiguren, bis auf die Kulisse aber eher Massenware.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound

Hideaki Itsuno: “Wir können eine Million von Dragon’s Dogma in Japan verkaufen”

5

Es wird immer wieder davon gesprochen, dass sich die japanische Videospielindustrie in einer Krise befände – auch deshalb, weil sich Spiele dort nicht mehr so gut verkauften wie früher. Hideaki Itsuno, Macher von Dragon’s Dogma, gibt sich allerdings in einem Interview mit VideoGamer höchst optimistisch, was sein Produkt angeht: “In Japan können wir auf jeden Fall eine Million Exemplare absetzen”, aber für den Rest der Welt sei das nicht so sicher.

Darin bestünde auch der Hauptgrund, dass japanische Hersteller häufig nicht global agierten. Die Sicherheit, dass ein Unterfangen auch Erfolg habe, sei einfach zu gering. Allerdings könne er auch nicht abschätzen, wieviele japanische Teams wirklich global tätig sein wollten. Natürlich sei auch die Veröffentlichung von Dragon’s Dogma ein gewisses Risiko, aber man wäre bereit, diese Herausforderung anzunehmen.

Journey-Macher gründen neues Studio

1

Wie Gamasutra berichtet, haben sich zwei Entwickler von thatgamecompany, verantwortlich für fl0w, Flower and Journey, dort abgeseilt und ein eigenes Studio gegründet. Es trägt den Namen The Wilderness und hat seinen Sitz in Los Angeles.

Genauer gesagt handelt es sich bei den Abtrünnigen um Chris Bell, Produzent und Designer von Journey und John Nesky, der am gleichen Spiel als sogenannter “Feel Engineer” beteiligt war. Bei ihrem ersten Projekt, dem kommerziellen Release von Way (ein kooperativer Puzzle-Platformer), werden sie außerdem von Walt Destler unterstützt, der vorher bereits bei Schell Games und Walt Disney Imagineering seine Brötchen verdiente. Way war übrigens schon für den Student Showcase and Nuovo Award auf dem diesjährigen Independent Game Festival nominiert, eine kostenlose Fassung für PC und Mac ist hier erhältlich.

Über die künftigen Pläne von thatgamecompany ist hingegen bis dato nur bekannt, dass das Internet eine wichtige Rolle dafür spielen wird.

Shoot Many Robots – im Test (360)

1
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Militante Roboter überrennen Euren Trailerpark – zum Glück habt Ihr wie jeder aufrechte Redneck ordentlich Artillerie im Schrank und Ihr macht Euch flugs daran, die blecherne Invasion zurückzuschlagen. Dabei geht Ihr in bester Metal Slug-Manier vor und zerlegt in 2,5D-Levels alles, was auch nur entfernt mechanisch aussieht. Ihr tragt stets zwei Wummen, auch ein krachiger Nahkampf-Angriff wurde nicht vergessen. Besonders charmant: Verlorene Lebensenergie frischt Ihr mit einem kräftigen Schluck aus der Bierflasche auf. Besiegte Gegner hinterlassen Schrauben, von denen Ihr neue Ballermänner oder Outfits kauft, Euer White-Trash-Held verdient zudem Erfahrungspunkte – viele Waffen können erst ab einem gewissen Level eingesetzt werden. Was Shoot Many Robots aber fehlt, ist die unmittelbare Wucht der Pixel-Vorbilder: Ein Metal Slug hat einfach noch etwas mehr Bums. Trotzdem macht das Geballere mit dem sehr spaßigen Mehrspieler-Modus, den schicken Roboter-Gegnern und dem originellen Trailer-Trash-Setting eine ganze Menge richtig. Fans von herzhafter Action ohne Tiefgang-Anspruch freut’s.

Furiose, wenn auch etwas schlichte Ballerei, die sich bei “Contra” und “Metal Slug” bedient.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound

Nexuiz – im Test (360)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

PC-Spieler greifen bereits seit 2005 zu den Nexuiz-Waffen – und zwar kostenlos. Konsolen-Pistoleros müssen hingegen 10 Euro hinblättern, bekommen dafür aber eine Fassung, die dank CryEngine 3 in feinem HD-Glanz erstrahlt. Anstatt sich gängigen Genre-Klischees zu unterwerfen, pflegt Nexuiz die Tradition klassischer Arena-Shooter wie Quake oder Unreal Tournament – kein Wunder, basiert der Titel doch ursprünglich auf einer Quake-Modifikation. Mit dem Tempo dürften viele Spieler, die an heutige Standards gewöhnt sind, daher heillos überfordert sein. Alle anderen freuen sich über die tadellose Spielbarkeit, trotzdem hätte die ein oder andere moderne Komponente nicht geschadet: Mit nur zwei Spielmodi (Team Deathmatch und Capture the Flag für bis zu acht Spieler) fällt der Umfang sehr übersichtlich aus, dafür überzeugen die neun Karten und ebenso viele Waffen. Abwechslung in die schnellen Kämpfe bringen die auf den Karten verteilten dynamischen Mutatoren, mit denen Ihr das Spielgeschehen beeinflusst. Nervig allerdings: Nexuiz ist bis auf einen Trainings-Modus ausschließlich online spielbar.

Schneller Multiplayer-Ego-Shooter nach alter ”Quake”-Schule: gut, aber limitiert.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound

Super Stardust Delta – im Test (PSV)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Auf der PS3 war ”Super Stardust mit seiner Mischung aus Asteroids-Spielprinzip und bombastischer Krawall-Optik einer der ersten Download-Titel, der seinen Reiz bis heute erhalten konnte. Da lag es nahe, auch der Vita zum Start einen Ableger zu gönnen.

Das Delta-Update behält das Grundkonzept bei: Mit einem Raumgleiter flitzt Ihr im Orbit mehrerer Planeten herum und zerbröselt Feinde und Gesteinsbrocken, die in kleineres Geröll zerspringen. Hier wählt Ihr nur noch zwischen Feuer- und Eisschuss und die kurzen Tempoboosts sind mit einer Zeitlupe gekoppelt. Dafür gibt es im Gegenzug weitere Extrawaffen: Lenkraketen und ein schwarzes Loch werden dabei durch Touchscreen-Berührung ausgelöst. Auf dem Bildschirm ist stets eine Menge los, meist bleibt genügend Übersicht erhalten, um das temporeiche Dauerfeuer nicht ins Chaos abdriften zu lassen. Erfolgreiche Piloten schalten fünf Planeten und einige Minispiele frei, die auf die Vita-Touch- und Bewegungssteuerung ausgelegt sind. Unverschämt: Wer mehr Spielmodi will, muss in die Tasche greifen und ein Add-on kaufen. Doch auch ohne den Abzocke-Zusatz ist Delta ein spektakulärer und abwechslungsreicher Ballerspaß.

Mit ein paar frischen Extrawaffen aufgemotzte Neuauflage des ”Asteroids”-Erben.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound

Dillon’s Rolling Western – im Test (3DS)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Mit Dillon´s Rolling Western, einem cleveren Mix aus Action und Tower-Defense, legt Vanpool – das Team hinter dem herrlich seltsamen Tingle-Abenteuer auf dem DS – ein ebenso spaßiges wie originelles Abenteuer vor. In der Rolle von Gürteltier-Sheriff Dillon beschützt Ihr eine Handvoll schläfriger Western-Dörfer vor gefräßigen Steinmonstern. Tagsüber erledigt Ihr kleine Aufgaben und sammelt Ressourcen, nachts geht es an die Verteidigung – pro Dorf müsst Ihr drei Nächte durchhalten. Die Genre-Mischung ist gut gelungen, die Grafik hübsch und die interessante Steuerung über den Touchscreen geht flott von der Hand – zumindest wenn Ihr mit rechts zockt. Einen Modus für Linkshänder sucht man hier leider vergeblich.

Gewitzte und gelungene Mischung aus Action-Sequenzen und Tower-Defense-Einlagen.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound

Fun! Fun! Minigolf TOUCH! – im Test (3DS)

0
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Aus deutschen Landen stammt dieses spaßige Minigolf. Habt Ihr Euch ein Männ- oder Weiblein gebaut, steht Ihr auch schon gleich auf dem Platz: Drei Kurse mit je neun Bahnen erwarten Euch, dazu dürfen der Amerika-, der Asien- und der Europa-Kurs in drei Schwierigkeitsstufen gespielt werden – über den Umfang lässt sich nicht klagen.

Die Touchscreen-Steuerung geht zwar gut von der Hand, das Zielen per Analogscheibe fühlt sich aber präziser an. Schafft Ihr Bahnen auf Par oder besser, dann werdet Ihr mit Prämien belohnt – für die kauft Ihr neue Herausforderungen, Tickets zu Cups oder Extras wie Retro-Soundeffekte. TOUCH! erfindet das Minigolf-Rad nicht neu, unterhält mit schöner Grafik und guter Steuerung dennoch gelungen.

Unterhaltsames Minigolf mit guter Steuerung und ordentlichem Umfang.

Singleplayer7
Multiplayer
Grafik
Sound

Xbox-Live-Marktplatz-Update: 21.03.2012

7

Diese Woche haben Download-Zocker die Auswahl zwischen altbewährter Hüpfspiel-Kost und neuem Nippon-Futter: Von Ubisoft stammt mit Rayman 3 HD die Neuauflage des vergnüglichen 3D-Jump’n’Runs, das dank technischem Feintuning jetzt mit 60 Bildern pro Sekunde läuft und seinen Charme gut bewahrt hat. 800 MS-Punkte kostet der Spaß, bei dem wir einfach alleine schon deshalb froh sind, weil es nicht der zweite Teil ist, der bekanntlich schon zigmal für Handhelds recyclet wurde.

Ganz anders geht es bei Sine Mora zur Sache: Der Horizontal-Shooter ist für 1.200 MS-Punkte zu haben und wartet mit einer imposanten Mitwirkenden-Liste auf: So werkelte Suda51 als Produzent mit dran herum und Akira “Silent Hill” Yamaoka sorgt für den Soundtrack. Allerdings haben die ersten Proberunden im M!-Labor trotzdem keine Begeisterungsstürme hervorgerufen.

Beim Deal der Woche schließlich langweilt Microsoft mit Einfallslosigkeit: Zum widerholten Male werden diverse BioShock-Add-ons und Avatar-Klamotten billiger verhökert… gähn. Immerhin scheint’s nächste Woche mal wieder bessere Schnäppchen zu geben…

Neueste Beiträge

Sniper Dan – im Test (PS5)

Wimmelbildspiele gibt es viele, doch keines ist wie dieses: Die zu entdeckenden Objekte sind häufig nicht besonders schwer versteckt, dafür braucht Ihr ein ruhiges...

Thrifty Business – für Switch angekündigt

https://www.youtube.com/watch?v=lIK6fcODrqA Entwickler und Publisher Spellgarden Games stellt Thrifty Business für Switch in Aussicht. Der zugehörige Trailer erklärt hauptsächlich das spielerische Grundgerüst der Management-Simulation. Thrifty Business ist...

Spider-Man: Edge of Time – im Klassik-Test (PS3 / 360)

Seite 1 Peter Parker alias The ­Amazing Spider-Man werden die meisten von Euch gut kennen. Doch kennt Ihr auch Miguel O’Hara? Der verkörpert nämlich Spider-Man...

Damon and Baby – kommt auch für Switch 2

Arc System Works hat Damon and Baby auch für Switch 2 in Aussicht gestellt. Einen Releasetermin für die Portierung erfahren wir zwar noch nicht,...

EA Sports FC 27 – im Test (PS5)

Seite 1 KI hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen und ist mit atemberaubender Geschwindigkeit in all unsere technischen ­Geräte, unseren Alltag und...