Yoshinori Ono: Online-Gaming ist Nachfolge der Spielhallen-Ära

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Früher war alles besser – zumindest, wenn man sich an die Neunziger erinnert und Fan von Beat’em-Ups und Arcades ist: Erreichte die Beliebtheit des Genres in dieser Dekade doch ihren Höhepunkt.

Der Beat’em-Up-Boom war dabei eng mit der Arcade-Szene verknüpft, erinnert sich Street Fighter-Schöpfer Yoshinori Ono in einem Interview mit Giant Bomb – aber auch diese schrumpfte inzwischen. Selbst in der Arcade-Hochburg Japan schließen immer mehr Hallen ihre Pforten, klassische Automaten werden durch Ufo-Catcher oder Foto-Automaten ersetzt.

Doch Ono sieht einen Hoffnungsschimmer für die Arcade-Kultur: Das Online Gaming von Street Fighter und Co sieht er als legitimen Nachfolger der Spielhalle an:

“Eine Sache, die in den 90ern nicht verfügbar gewesen ist, war das Online-Spielen, und das ist etwas, worauf wir uns bei diesem Spiel stark konzentriert haben“, erklärt er über seine kommende Kreation Street Fighter x Tekken.

“Alle Modi in diesem Spiel können online gespielt werden. Das großartige an Beat’em Ups ist der Zweikampf, 1 vs.1, und du versuchst, dich in diesem Arcade-Setting mit deinem Gegner zu messen. Durch die Online-Fähigkeit sind wir in der Lage, dieses Arcade-Gefühl ins Internet zu übertragen. So kann man, selbst wenn es den Arcades zurzeit nicht wirklich gut geht, doch wieder genau wie dort Erfahrungen sammeln, indem man Online spielt.“

Den Schlüssel zum Revival der Beat’em Ups sieht er in der Community und im Wettkampf: “Auch wenn jeder Entwickler eine andere Art hat, es auszudrücken, man kommt immer wieder darauf zurück, Wettkämpfe zu veranstalten und die Community zu unterstützen – die Tournament-Szene.“

Und genau hier will er auch weiterhin ansetzen und die Spieler-Gemeinschaft unterstützen. Ob das Revival gelingt?

Nintendo testet Spracherkennungs-Software für DSi

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Software zur Spracherkennung gibt es schon länger, aber auf Nintendos mobiler Konsole ist es ein Novum: Zusammen mit Mobilfunk-Provider NTT testet Nintendo derzeit ein Spracherkennungsprogramm, das gesprochene Worte in Text konvertiert – und zwar auf dem DSi. Wie Kotaku berichtet, werden die Texte auf einem Cloud-basierten System gespeichert und können jederzeit abgerufen werden, aber es funktioniert auch in (nahezu) Echtzeit. Gedacht ist die Software für schwerhörige oder völlig gehörlose Schüler, die mittels ihres Handhelds jetzt die Worte ihres Lehrers auch verstehen können – gleichzeitig fertigt das Gerät quasi eine Mitschrift des Unterrichts an.

Die Versuche finden derzeit zwar noch in Schulen statt, doch erklärtes Ziel ist es, dass der Nintendo DSi Hörgeschädigten auch außerhalb der Klassenräume als Kommunikations-Werkzeug zur Verfügung steht.

Bei weiterer Überlegung erschließt sich eine weitere Zielgruppe: Studenten, die zwar über ein Hörvermögen, aber von phasenweiser Uni-Müdigkeit geplagt werden, bräuchten sich Vorlesungs-Mitschriften nicht mehr von Kommilitonen besorgen: “Bin morgen nicht da, nimm mal meinen Nintendo mit…”

Miyamoto sagt Tschüss zu Mario und Link und sucht den nächsten Hit

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Letztes Jahr sorgte ein Interview bei Wired für Aufsehen, in dem Shigeru Miyamoto andeutete, er wolle in Teilzeit-Ruhestand gehen (wir berichteten hier). Glücklicherweise war dem nicht so, Nintendo dementierte die Nachricht sofort. Der Mario-Schöpfer hatte vielmehr im Sinn, sich wieder mehr kreativen Dingen zu widmen und weniger den schnöden Führungsaufgaben:

“Die Ideal-Situation wäre diejenige, in der ich keine Anweisungen geben müsste. Meine Anordnungen könnten zudem das unabhängige und freiwillige Wachstum meiner Untergebenen behindern”, erklärte er in einer Q&A-Sitzung mit Investoren, die wissen wollten, warum er nicht weiter an Mario und Zelda-Franchises arbeiten wolle.

Natürlich wird er auch weiterhin ein Auge auf Nintendos wichtigste Marken haben, beruhigt er die Geldgeber – doch seine wahre Bestimmung ist eine andere. Denn nahezu losgelöst von seinen Management-Pflichten steht ihm jetzt wieder mehr Energie in puncto Kreativität zur Verfügung:

“Ich verbringe jetzt mehr Zeit damit, neue Ideen für neue Entwicklungen finden, als meine Energie auf die Arbeit in meinen Teams zu fokussieren, um die Inhalte bereits bestehender Marken zu festigen. Ich handle in dem Verständnis, dass ein großer Hit auf vielfältige Art die Situation im Unterhaltungs-Business verändern kann, und ich fühle, dass dies meine eigentliche Bestimmung ist: diesen einen, großen Hit zu finden.”

Nintendos Boss Iwata erklärte hierzu, dass Miyamotos Mitarbeiter viel von ihm gelernt hätten und inzwischen genug Erfahrung haben, um eigene Projekte stemmen zu können. Doch zuvor stellte er nochmal klar, was wir (vermutlich) alle denken:

“Keine einzige Person könnte Herrn Miyamoto sofort ersetzen.”

Keine Überraschung: Auch SSX setzt auf den Online-Pass

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Wirklich wundern dürfte sich wohl niemand drüber: Auch die Snowboard-Flitzerei SSX wird von Electronic Arts mit einem Online-Pass versehen. Als erstes tischte Destructoid diese Tatsache auf und kommentierte sie unverhohlen ätzend, doch bei näherer Betrachtung lohnt sich schon eine Differenzierung, wie man sie etwa bei Game Informer findet:

Denn hier ist es immerhin so, dass man die Mehrspieler-Modi offenbar trotzdem nutzen und ‘nur’ das Preisgeld für seine Platzierungen nicht erhält. Die Belohnung geht dabei nicht mal verloren, sondern landet so lange in einer Art virtuellen Sparschwein, bis man den Online-Pass einlöst. Wer also nur mit anderen durch den Schnee schlittern will, kann das so oder so – laut EA lassen sich alle Rennen auch mit offline verdienten GEld freispielen, es dauert dann halt nur länger.

Bleibt trotzdem zu wünschen, dass sich das nicht noch mehr ausbreitet und die kommende Konsolengeneration, entgegen aktueller Xbox-720-Gerüchte, doch keine Sperre für Gebrauchtspiele enthält.

Ken Levine: Elizabeth ist der Mittelpunkt von BioShock Infinite

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Es ist bekannt, dass Ken Levine, Chef von Irrational und aktuell an der Entwicklung von BioShock Infinite beteiligt, von Elizabeth, dem weiblichen Hauptcharakter des Spiels, sehr angetan ist. Noch vor wenigen Wochen beschwerte er sich darüber, dass die männlichen Videospieler tendenziell auf ihre äußeren und nicht ihre inneren Werte achteten (siehe hier) und jetzt sprach er mit PC Gamer über Elizabeths tiefere Bedeutung für den Storyverlauf.

“Elizabeth ist der Katalysator für die Revolution und beschleunigt diese von Zeitlupe auf Hochgeschwindigkeit“, beginnt Levine. Die Tatsache, dass man sie zu Anfang des Spiels aus einem Turm befreien müsse, mache sie zum wichtigen Streipunkt zwischen den Founders (englisch für „Gründer“) und den Vox Populi (lateinisch für „Stimme des Volkes“). Erstere möchten sie in dem Turm gefangen halten, letztere wollten sie umbringen, was mit einer alten Weissagung zu tun habe.

BioShock Infinite soll im Lauf des Jahres für PS3 und Xbox 360 erscheinen.

Battlefield 3 – Entwickler DICE sucht einen “Anti-Cheat-Administrator”

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In der derzeitigen Stellenausschreibung auf der Website des schwedischen Entwicklers heißt es dazu: “In unserem fortlaufenden Bestreben, unsere Spiele frei von Cheating zu halten, suchen wir nun einen cleveren Internet-Administrator.” Welche Aufgaben dieser dann genau übernehmen soll, wird ebenfalls erläutert: “Der Administrator wird eine absolut wichtige Funktion ausmachen, indem er die Sicherheit unseres Online-Erlebnisses dadurch gewährleistet, dass er aktiv mit der Community zusammenarbeiten und immer auf dem neuesten Stand der derzeitigen Cheat-Belastung sein wird.” Außerdem soll der Administrator analytische Aufgaben in Bezug auf das Spielerverhalten sowie die Bestenlisten übernehmen und auf diese Weise das ‘Fair Play’ sichern.

Das Team von DICE geht mit diesem Schritt also weiter entschlossen gegen Spielmanipulationen in Battlefield 3 vor. (Wir berichteten)

Microsoft Frankreich: Xbox 360-Nachfolger wird nicht auf der E3 angekündigt

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Auch Cedric Delmas, Marketing Director von Microsoft Frankreich, hat ein Interview mit Lepoint  geführt und dort mit den Gerüchten um einen Nachfolger der Xbox 360 aufgeräumt. Zu der Vermutung, auf der diesjährigen E3 würde der Konzern eine “Xbox 720” ankündigen, sagte er: “Wir befinden uns in einer Industrie, in welcher viel geredet wird und man Geschichten erzählt. Ich bin nicht davon überzeugt, dass in diesem Jahr etwas passieren wird. Der Lebenszyklus der Xbox 360 ist noch lange nicht vorbei. Der Beweis dafür ist, dass wir den Preis (der Konsole) in diesem Jahr nicht gesenkt haben.”

Delmas wird jedoch noch konkreter: “Es ist noch zu früh um zu sagen, was auf der E3 passieren wird. Sicher ist allerdings, dass es in diesem Jahr nichts Neues geben wird. Wenn wir Nintendo kontern wollten, müssten wir in der Lage sein, in Kürze etwas zu veröffentlichen, was aber nicht wirklich der Fall ist.”

Darüber hinaus sei man auch gar nicht darauf aus, Nintendo zu kontern, so Delmas weiter: “Nintendo hat sich selbst in einen anderen Zyklus begeben, sie bewegen sich nach ihrem eigenen Rhythmus, und zwar mit Erfolg, wie wir bei der Wii gesehen haben. Nun ist es an Ihnen, Ihre Innovation zu präsentieren.”

T-Shirt-Tipp: BattleKitty

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Die T-Shirt-Götter von Qwertee haben wieder zugeschlagen: Diesmal gibt es ein Fundstück aus den Tagen, bevor Prinz Adam in Castle Grayskull schaltete und waltete… Schnell zugreifen ist angesagt, denn nur noch bis Mittwoch  Mitternacht ist das edle Stück Stoff zu haben.

Wer ein PayPal-Konto besitzt, ist mit moderaten 13 Euro dabei, aus aktueller M!-Erfahrung wird rekordverdächtig schnell geliefert: Nach Versand lagen die T-Shirts meistens schon zwei bis drei Tage später im Posteingang. Auch an der Stoffqualität und dem Druck gibt es nichts zu meckern, sämtlichen Größenvarianten für Männchen und Weibchen werden angeboten.

Spiele-Indizierungen im Januar 2012

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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Januar nachfolgende Titel indiziert:

Indizierungen (Listenteil A)

  • Grand Theft Auto: San Andreas (PS2, EU-Version)
  • Grand Theft Auto: Vice City Stories (PS2, UK-Version)
  • Medal of Honor: Tier 1 Edition (PC, EU-Version)
  • Saints Row: The Third (PS3/360/PC, EU-Version)
  • Unreal Tournament (PS2, englische/deutsche Fassung)

Dazu wurde kurioserweise Dead Island nachträglich von Liste B auf Liste A umgetragen – somit ist der Zombie-Urlaub ‘nur noch’ jugendgefährdend und nicht mehr strafrechtlich relevant.

Und eine Reihe Streichungen aus Altersgründen gab es ebenso: Flyerfox, Friday the 13th, Protector II, Raid on Bungeling Bay und Teacherbusters dürfen jetzt auch wieder  minderjährigen Zockern zugänglich gemacht werden, ohne dass man deshalb gleich in die Hölle kommt.

Iwata: Wii U beteiligt sich nicht am Technik-Wettrennen

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In einem Q&A mit Investoren hat der CEO von Nintendo klar gemacht, in welche Richtung man mit der neuen Konsole gehen werde. Zwar soll es Spiele mit High-End-Grafiken geben, man plane jedoch, in anderen Bereichen mit den übrigen Konsolenherstellern konkurrieren zu wollen. “Wir werden die Wii U auf der E3 zeigen, und die detaillierten Ankündigungen dazu müssen bis dahin warten, aber wir schaffen ein System, welches sich nicht mit den Geräten der anderen Hersteller messen wird. Dort kämpft man nur mit riesigen Entwickler-Ressourcen und langen Entwicklungszeiten.” Iwata unterstrich noch einmal, dass Nintendo seine Devise “Size isn’t everything” auch mit Wii U fortsetzen werde: “Schaut man sich die Software für Heimkonsolen an, so gibt es natürlich die Titel, welche mit toller HD-Grafik aufwarten und dafür viele Entwickler und lange Schaffenszeiten benötigen. Natürlich ist es wahr, dass man einige dieser Spiele vorbereitet haben muss, ansonsten sind die Kunden nicht zufrieden. Aber wird sind überzeugt, dass nicht alle Spiele so sein müssen.” Tolle Grafik und riesiges Gameplay seien nicht der springende Punkt. Es sei wichtig, so Iwata, dass die eigenen Spiele auf eine andere Art wirken.

Auch hinsichtlich der Relevanz von Third-Party-Entwicklern bezog Iwata Stellung: “Wenn wir viel Energie brauchen und im eigenen Haus zu wenig Ressourcen besitzen, arbeiten wir mit anderen zusammen und stecken die Ressourcen dahin, wo sie gebraucht werden. ” Man wolle die Frequenz der Zusammenarbeit mit anderen Entwicklern weiter ausbauen.

Nintendos Präsident räumte aber auch ein, dass einige Spiele von der zusätzlichen Hardware-Power der Wii U profitieren werden müssen. Als Beispiel nannte er hier einen prominenten Namen: “Nimmt man etwa die Marke The Legend of Zelda, wollen die Fans natürlich Grafiken sehen, die nicht billig wirken, wenn das Spiel erscheint. Wenn es also notwendig ist, scheuen wir uns nicht, unsere Ressourcen auch zu nutzen.”

Wii U soll noch vor dem Ende diesen Jahres erscheinen. Einen konkreten Termin für den Release gibt es aber noch nicht.

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