Wieder einmal fühlt sich jemand berufen, dass Ende der Spiel-Konsolen vorherzusagen: Diesmal übernimmt Richard Garriott, legendärer Designer der ebenso legendären Rollespielreihe Ultima Online, die Rolle des Proheten. Seine Botschaft:
Ich denke, wir bekommen vielleicht noch eine [Konsolen-] Generation, vielleicht, aber ich denke, grundsätzlich sind sie dem Untergang geweiht.
Dies verkündete er jetzt in einem Interview mit IndustryGamers. “Ich denke, die Leistung, die man heutzutage in portablen Geräten mit sich herumträgt, wird die Vorstellung von dem, was wir als Konsole kennen, verdrängen.” Das merkt er schon bei sich selbst: Er spielt jetzt mehr als je zuvor, gesteht er – aber vorwiegend auf iPhone und iPad.
Die Evolution von Spielen und Hardware bedingt sich, erklärt er. Wichtige technische Neuerungen wie 3D-Grafikprozessoren ermöglichen auch neue Spielegenres. Ist erst mal ein Genre etabliert, ist man als Designer gezwungen, den Spielen immer mehr Tiefe zu geben, um die Spieler zu begeistern – bis eine neue Technik-Evolutionstufe erreicht wird. Dann verbessert sich z.B. die Grafik der Spiele so weit, dass man als Designer wieder zu einem vereinfachtem Gameplay wechseln kann: “Es [das Spiel] kehrt zu seiner simpelsten Form zurück, du brauchst keine Tiefe mehr”, behauptet Garriott.
Am interessantesten ist für den Spiele-Designer dabei die “Periode der Stabilität, wie er das Zeitalter zwischen den wichtigsten technischen Fortschritten nennt, da es hier nicht nur darum geht, das Spiel besser aussehen zu lassen, sondern es auch interressanter zu machen. Seiner Theorie zufolge befinden wir uns übrigens gerade im “3. Spiele-Zeitalter” – wer mehr darüber wissen will, kann dies bei IndustryGamers nachlesen.