Nintendo-Shop-Kanal Update 29.4.2011

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Virtual Console

The Ignition Factor, 1994 in Japan unter dem Titel Fire Fighters für das SNES erschienen, ist einer der wenigen Vertreter der Feuerwehrsimulationen. In der Rolle eines unerschrockenen Feuerwehrmanns wählt Ihr mit Bedacht Eure zum Auftrag passende Ausrüstung aus und rettet Zivilisten aus den lodernden Flammen zahlreicher Gebäude. Wer sich auskennt, bemerkt schnell eine Verwandschaft zu Zombies ate my Neighbors, welches wir Euch natürlich eher ans Herz legen. Schon durchgespielt? Dann gebt den Fire Fighters eine Chance.

DSiWare

Sportlich kühl geht es her bei Ice Hockey Slovakia 2011 (Cypronia, 200 Punkte), einem 3D-Eishockey-Spiel mit leichtem Cartoon-Einschlag – ballert Eurem Gegner einen Riesen-Puck ins Tor und gewinnt selbstarrangierte Meisterschaften. Aufgrund des Zweispieler-Modus und der sonst mangelnden Auswahl auf dem DS für Eissport-Fans sicher einen Blick wert.

In Zoonies – Escape from Makatu (kiloo, 500 Punkte) erlebt Ihr ein bewährtes Spielprinzip im sympathischen Urwaldgewand: Ähnlich wie in den Lemmings-Knobeleien oder Yoshis erstem DS-Ausflug schaltet und waltet Ihr allerhand Mechanismen, um einen schnurstracks geradeaus laufenden Löwen durch mit Fallen gespickte Levels zu lotsen. Die spaßige Präsentation im Crash Bandicoot-Ambiente macht Lust auf mehr.

Zu Lernerfolg Grundschule Englisch Klasse 2 (Tivola, 500 Punkte) müssen wir eigentlich nichts mehr sagen und erwähnen es der Vollständigkeit halber.

Beyond the Labyrinth und Frontier Gate

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Zwei neue Spiele, die von tri-Ace entwickelt und von Konami veröffentlicht werden, wurden kurz in der dieswöchigen Famitsu vorgestellt.

Einer der beiden Titel wird unter dem Titel Beyond the Labyrinth laufen und für 3DS erscheinen. Konami äußerte sich lediglich so weit, dass es sich um einen Dungeon Crawler handle (also vergleichbar mit Spielen wie z.B. der Shin Megami Tensei-Reihe) und die Protagonistin viel Dialog habe.

Bestätigt wurde auf jeden Fall: Die Leitung übernimmt Takayuki Suguro, der schon das Ruder für Resonance of Fate und Valkyrie Profile 2 übernommen hatte.

Auch wird Shingo Mukaitouge von Konami für das Endprodukt wichtig sein. Dieser mischt auch beim zweiten vorgestellten Titel mit: Frontier Gate erscheint für PSP.

Geplant sei, dass in diesem Rollenspiel drei Spieler das Abenteuer miteinander bestreiten können, von welchen jeder bis zu zwei Charaktere steuern kann. Leider wurde diese kuriose Idee nicht näher erläutert.

Je nachdem, welchen Partner-Charakter Ihr Euch auswählt, verändert sich die Story. Diese drei – Alettio, Reinvout und Dizzy – sind unten in der Galerie zu finden.

Spielmechanisch ist jedoch ein Hybriden aus Monster Hunter mit rundenbasierten Kämpfen zu vermuten.

Die Charaktere sollen personalisierbar sein- letztendlich scheint das Spiel 15 Partner-Charaktere zu bieten, deren Mitnahme durch die Solo-Kampagne die gesamte Story eröffnen soll.

Zur Zeit befindet sich der Entwicklungsstand von Frontier Gate bei etwa 80 Prozent, noch in diesem Jahr soll das Spiel veröffentlicht werden.

Soul Calibur: Infos um einen neuen Teil verdichten sich

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Bereits im letzen Jahr wurde bekannt gegeben, dass sich ein neues Soul Calibur für die PS3 und Xbox 360 in der Entwicklung befindet. Project Soul Game Director Daishi Odashima verriet zudem, dass beim neuesten Teil der Beat’em-Up Serie nicht mehr Ritter Siegfried im Mittelpunkt der Geschichte stehen wird. Der neueste Ableger soll zudem ein deutlich höheres Budget zur Verfügung haben. Odashima: “Ich habe das schon Mal gesagt, aber ich will, dass das neue Spiel ein besseres Tempo und einen besseren Rhythmus hat.”

Namco-Bandai Games hat jetzt eine Webseite ins Netz gestellt, deren Countdown Mitte Mai 2011 auslaufen wird. Die URL der Website enthält den Satz „beginning of the new chapter“. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um einen weiteren Soul Calibur Teil handelt. Das lassen auch die Tweets von Project Soul Game Director Daishi Odashima vermuten. Im Dezember twitterte er “SC ist zurück”. Odashima weiter: “Wenn alles gut läuft, kündige ich Mitte Mai etwas an”.

In Dubai findet im Mai Namco-Bandais Level Up 2011 Event statt, bei dem die kommenden Spiele der Fachpresse vorgestellt werden. Vielleicht erfahren wir ja dort Neuigkeiten zur Schwertschwingerei.

Atlus spendiert Catherine alternative Cover

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Dass die Amerikaner mit freizügigen Inhalten von Medien ein weit größeres Problem haben als mit Gewalt, ist ein offenes Geheimnis. Atlus reagiert nun auf die Schüchternheit der US-Verkäufer und bietet für die amerikanische Versionen von Catherine alternative Cover an, welche züchtiger daherkommen, als die Originale. Die Händler können frei wählen, welche Version sie im Laden ausstellen. Das Spiel soll im Sommer in Amerika auf den Markt kommen, Informationen zu einem europäischen Release blieben bisher aus.

Einen Test der japanischen Fassung findet Ihr in der M! Games 5/2011.

Tablets mit PlayStation-Zertifkat: Sonys S1 und S2

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Kaum ist das Smartphone Xperia Play erhältlich, schon kündigt Sony zwei neue Geräte mit PlayStation-Funktion an: Die beiden Tablets S1 und S2. Für die Flachmänner, welche genau wie das Xperia Play die PlayStation Suite nutzen, sollen unter anderem auch Spiele der ersten PlayStation-Generation umgesetzt werden.

Während das S1 eine Bildschirmdiagonale von 22,5 cm besitzt und von einem Tegra-Chip angetrieben wird, erinnern die beiden Bildschirme des S2 an den Nintendo DS. Beide Bildschirme haben eine Diagonale von 13,75 cm und eine Auflösung von 1024 x 480 Pixeln. Dabei fungiert das untere Display mit seiner Touch-Funktion als Controller.

Beide iPad-Konkurrenten nutzen Android 3.0. Wie viel die beiden Geräte, die im Herbst erscheinen sollen, kosten werden, hat Sony allerdings noch nicht verraten.

Erste Bilder zu Hitman: Absolution aufgetaucht?

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Vor einigen Tagen hat sich Square-Enix Europe den Titel Hitman: Absolution als Markenzeichen eintragen lassen, wodurch die Spekulationen um einen möglichen fünften Teil der Hitman-Reihe neuen Nährboden bekamen. Ein Angestellter des dänischen Entwicklers IO Interactive, namentlich Tore Blystad, twittert derweil fleißig Impressionen aus einem neuen Projekt seines Arbeitgebers, der auch die vergangenen Titel rund um den Auftragskiller Nummer 47 zu verantworten hat.

Ob es sich dabei tatsächlich um erste Bilder des neuen Hitman handelt, darf er natürlich noch nicht verraten: “Die offzielle Ankündigung ist weiterhin geplant, ich kann nur ‘bald’ sagen… Ich freue mich darauf, endlich reden zu dürfen!”, zwitschert Blystad.

Während die meisten Impressionen Level-Inventar zeigen, ist auf einem Bild eine Frau zu sehen (eine Auswahl der Bilder findet Ihr in unserer Galerie). Zwei Fotos, die Blystad gepostet hat (links zu sehen), bringen uns aber besonders ins Grübeln: Ob er uns damit wohl etwas mitteilen möchte?

Angriff auf PSN: 75 Millionen Kundendaten gestohlen

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Das Medienecho ist an diesem Mittwochmorgen gewaltig – ob Qualitätspresse oder Boulevard-Blättchen: “Hacker stehlen Millionen Sony-Kundendaten” titelt Spiegel Online und spekuliert bereits über den womöglich “größten Datendiebstahl der Geschichte”. “Daten-Gau bei Sony” meldet hingegen Bild.de.

Nach einer Woche voller Spekulationen und Ungewissheit hat Sony das Schweigen gebrochen und den Grund für den auf den Tag einwöchigen Ausfall des PSN angegeben: “Auch wenn wir derzeit noch bei der Untersuchung aller relevanten Details zu dem Vorfall sind, meinen wir, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Network/ Qriocity Passwort und Login sowie PSN Online ID. Es kann darüber hinaus möglich sein, dass auch Ihre Profilangaben inklusive Ihrer Kaufhistorie und Ihrer Rechnungsanschrift (Stadt, Bundesland, Postleitzahl) sowie die Sicherheitsfragen zu Ihrem Passwort widerrechtlich abgerufen wurden.”, heißt es im Firmenblog. 

Betroffen seien laut Sony 75 Millionen Nutzer des PlayStation Network und des Video- und Musikservices Qriocity. Und möglicherweise kommt es für die Nutzer sogar noch dicker: “Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarten-Informationen widerrechtlich zugegriffen wurde, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen”, muss Sony zugeben. Ein User will hingegen schon mehr wissen: “Ich habe per Telefon meine Kreditkarte sperren lassen (Vorsicht ist besser als Nachsicht) und die Person am anderen Ende der Leitung erzählte mir, dass ich bereits die zweite Person sei, die aufgrund des PSN-Datenlecks anruft und dass auf der Kreditkarte der ersten Person bereits unberechtigte Abbuchungen zu finden waren. Informationen über Kreditkarten scheinen demnach auch angezapft worden zu sein.”

Der japanische Konzern weist die Nutzer ausdrücklich darauf hin, bei dem Umgang mit persönlichen Informationen in den nächsten Tagen besonders aufmerksam zu sein: “Für Ihre eigene Sicherheit möchten wir Sie inständig bitten, besonders wachsam vor potenziellen Gaunereien via E-Mail, Telefon und Post zu sein, in denen persönliche, private Informationen ausgehorcht werden. Sony wird Sie in keiner Form kontaktieren – auch nicht per E-Mail -, um Kreditkarten-, Sozialversicherungs-, Steueridentifikationsnummern oder andere Informationen zur Person zu erfragen.” Und weiter heißt es: “Sollten Sie darüber hinaus den Benutzernamen oder das Passwort, welchen/-s Sie im PlayStation Network oder Qriocity nutzen, auch für andere unabhängige Dienste oder Konten verwenden, empfehlen wir Ihnen eindringlich, auch diese zu ändern.” Sony mahnt die Nutzer auch dazu, Ihre Kontoauszüge in den nächsten Tagen regelmäßig zu überprüfen. Für weitere Fragen verweist das Unternehmen auf folgende Adresse: de.playstation.com/psnoutage.

Wer hinter der Attacke steckt, ist weiterhin nicht bekannt. Spekuliert wird nun, ob es sich bei dem Angiff um einen Racheakt der Hacker-Szene handelt – als Reaktion auf die Fehde zwischen Sony und dem Hacker Geohot, die in einer Klage gegen den Hacker endete, letztendlich aber außergerichtlich geklärt wurde. Bereits vor einigen Tagen haben sich die ‘Hacktivisten’ der Gruppe Anonymous per Videobotschaft an die PSN-Nutzer gerichtet und jegliche Schuld von sich gewiesen:

Fraglich bleibt auch, warum Sony die Nutzer erst jetzt über den Datenklau aufklärt. Von Seiten des Konzerns heißt es heute Morgen hierzu, dass mehrere Tage der Analyse notwendig waren und es bis gestern gedauert hat, “bis unsere Experten den vollen Umfang des Angiffes erfassen konnten.” Die Nutzer zeigen sich indes wenig verständnisvoll, wie erste Reaktionen beweisen: “Ihr habt eine ganze Woche gewartet, bis ihr uns wissen lasst, dass unsere privaten Informationen in Gefahr sind?”, schreibt ein User in einem Sony-Blog. Ein anderer Nutzer versucht die Sache mit Galgenhumor zu nehmen: Liebe PlayStation, danke, dass du unsere persönlichen Daten und Kreditkarten bloßgestellt hast.”

Der wirtschaftliche Schaden, der dem Unternehmen durch die Attacke entsteht, ist noch nicht zu beziffern – Experten gehen davon aus, dass der Hackerangriff dem Unternehmen mehrere Milliarden Dollar kosten könnte, von verärgerten Spielern ganz zu schweigen, wie folgender Post in dem Sony-Blog beweist: “Kennt jemand in Kanada einen Ort, an dem ich meine PlaStation 3 gegen eine XBox 360 eintauschen kann? Ernsthaft.”

Wann das PSN den Betrieb wieder aufnehmen wird, ist noch unklar. US-Medien gehen von mindestens einer weiteren Woche aus.

Doch wer immer auch hinter dem Angriff steckt – er hat folgendes Video zu verantworten und allein dafür gehört der Hacker zur Rechenschaft gezogen:

Der Retro-Moment (Numero 23): Sword of the Berserk: Guts’ Rage

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Beim Durchsuchen meiner Dreamcast-Sammlung stand ich mal wieder vor der Frage: “Mmmmh. Ein neuer Retro-Moment wäre mal wieder ‘ne tolle Sache. Was meinst du, m’in Jong? Kriegst deinen faulen Hintern mal wieder hoch? Schauen wir mal… was eignet sich denn überhaupt noch für den nächsten Retro-Moment?”

Ich wurstel mich durch Crazy Taxi (zu seicht), Sonic (zu seicht… und viel zu schnell!), Shenmue (zu populär) über Dynamite Cop (zu gut… he, das könnte man doch nehmen!) und bremse meinen Zeigefinger von 120 auf 0 Km/h samt Schleudertrauma. Leider kommt Monsieur “Ich bin die Größe hinter Looser” einen Zentimeter zu spät zum Stillstand. Sword of the Berserk: Guts’ Rage strahlt mich da vom blauen Verpackungsrücken an. Na ok. Dann halt das 🙂

Sorgsam ziehe ich die Dreamcastverpackung aus dem Regal – immerhin haben die ollen Doppelhüllen die schlechte Angewohnheit leicht Risse davonzutragen. Verdammt sie hat schon einen Riss. Grmbl. Wieder 30 Euro Sammlerwert für’n Anus. Alter Falter, knutsch mir die Kimme.

Das Artwork, welches mich von der Verpackung anstrahlt hat nur wenig mit dem großartigen Manga-Vorbild zu tun, welches bereits seit mehr als einem Jahrzehnt als DER Geheimtipp für nerdige Manga-Boys mit Mittelalter-Tick gilt. Große Zweihänder, Dämonen mit Titten und soviel schwarzes Blut, dass Mangaka Kentaro Miura sicherlich mehr als 1000 Zeichenfedern dafür hat ausbluten lassen.

Berserk Guts

Definitiv nichts für ein junges Publikum – aber wer achtet im Manga-Handel schon auf sowas? Das Spiel hingegen hat den obligatorischen “NICHT geeignet unter 18 JAHREN” Sticker in grell roter Farbe auf der blauen Packung prangern. Eine wesentliche Ironie am Jugendschutz ist ja, dass er schlecht mit der Zeit gehen kann. Und so kann das eifrige Gemetzel von Guts im Zeitalter von “Ich drück dir deine Augen durch den Schädel!” – Kratos und “Ich punkte am liebsten mit meiner Kettensäge” – Jack (Madworld, falls jetzt nicht gleich jeder drauf kommen sollte) nur noch wenig durch Brutalität glänzen.

Berserk 06 MangaWas das Spiel auch gar nicht nötig hat. Schließlich geht es um Berserk. Einer der besten Fantasy-Geschichten der letzten 20 Jahre. Fassen wir kurz zusammen: Waisenjunge Guts wächst bei seinem fiesen Ziehvater Gambino auf und tötet diesen eines Tages in Notwehr. Schon der junge Guts ist ein begabter Kämpfer – nicht unbedingt ein feiner, ritterlicher Kämpfer, als vielmehr ein brutaler, ausdauernder Berserker mit unzerstörbaren Überlebenswillen.

Nach längerer Reise schließt sich Guts dem Heer der Falken an – einer Elite-Truppe der besten Kämpfer des Landes, angeführt von Sunnyboy “der mit mit dem langen, lockigen Haar” Griffith. Der sich darauf anschließende Aufstieg der Falken gehört mit zu den besten Manga-Geschichten, welche ich bislang lesen durfte… und findet seinen Abschluss in einer fiesen Tragödie, welche ich Euch an dieser Stelle nicht spoilern will.

Übrigens ist der Manga danach noch lange nicht abgeschlossen – nein, hier fängt die Geschichte erst an! Guts wird von Dämonen mit dem Berserker-Mal gezeichnet und verwandelt sich fortan zum schwarzen Berserker-Ritter. Auf seinem Weg abseits der Falken findet er zahlreiche neue Freunde – darunter die Elfe Puck, welche in den verstörenden und düster-blutigen Zeichnungen von Miura hin und wieder für etwas Aufheiterung sorgt, sowie Kjaskar, seine Jugendliebe, welche ihren ehemaligen Kampfgeist verloren hat und kaum mehr als ein geistig zurückgebliebenes Wrack ist.

Berserk 24 MangaZum mittlerweile 35-Band starken Manga (übrigens noch nicht abgeschlossen!) gesellten sich im Laufe der Zeit gleich zwei Videospiel-Adaptionen hinzu: Das hier thematisierte Sword of the Berserk: Guts’ Rage für die Dreamcast, sowie Berserk: Millennium Falcon Hen Seima Senki no Sho (“Chapter of the Holy Demon War”) für Playstation 2 (2004). Letzterem blieb eine Veröffentlichung außerhalb Japans leider verwehrt – dabei braucht sich der Titel definitiv nicht vor dem Erstling verstecken.  

Guts’ Rage hingegen wurde hierzulande 2001 von Eidos vertrieben, denen das Spiel übrigens nicht blutig genug war. So entschied sich die Firma extra für den West-Release nochmal 30 Prozent mehr rote Suppe ins Spiel zu pumpen. Verkehrte Welt!

Angesiedelt ist die eigens für das Videospiel entworfene Geschichte übrigens zwischen Teil 22 und 23 der Manga-Serie: Die Falken haben sich “aufgelöst” und Guts zieht alleine mit Elfe Puck und seiner geliebten Kjaskar durch die Lande… bis sie auf Rita und ihre Künstler-Familie treffen.

Die Synchro zum Spiel hat sich Eidos einiges kosten lassen – deswegen liest sich der Cast auch wie ein frühes “Who is Who” der Synchro-Szene. Held Guts (Michael Bell) kennt man aus dem PsOne-Klassiker Soul Reaver (Raziel!), außerdem sprach er “The Fear” in Metal Gear Solid 3, Peter Jacob in Eternal Darkness, sowie Sed aus Lost Odyssey – von Medivh in Warcraft III: Reign of Chaos ganz zu schweigen.

Ihr seht schon – alleine Herr Bell hat einiges auf dem Kasten. Die Auflistung der anderen Charaktere würde den Rahmen sprengen, aber ein Ausflug in die unbekannte Welt der Synchronsprecher offenbart immer wieder Überraschendes! (Elfe Puck wird von Cam Clarke gesprochen – besser bekannt als Kaneda aus dem Kult-Anime AKIRA! Wow!).

Eine weitere, nette Randnotiz: Sword of the Berserk: Guts’ Rage erschien nur zwei Wochen (Ende 1999) vor Shenmue in Japan. Beide Titel gehörten übrigens zu den ersten Spielen, in denen Quick-Time-Events (QTEs) vorkamen – nur prägte später Shenmue’s Director Yu Suzuki den Begriff als solchen und die Verbindung mit Sword of the Berserk geriet in Vergessenheit.

Was macht das Spiel denn jetzt eigentlich eines Retro-Moment würdig, wenn man die Brutalität und Literweise Blut beiseite schüttet? Klare Antwort: Das Schwert! Ich erinnere mich ohnehin nur an sehr wenige (bis gar keine) Spiele, in denen Schwerter von Helden mit der Umgebung kollidieren können. Guts’ Schwert hingegen KANN mit der Umgebung kollidieren – was bei einem über 2 Meter langen und dermaßen breiten Zweihänder auch nicht wirklich überraschend ist.

Berserk 22 MangaKurz: Guts’ Rage ist bis heute eines der wenigen Spiele, welche trotz des wenig realistischen Ansatzes ein fulminantes Schwert-Gefühl entstehen lassen. Der Zweihänder prallt in engen Kerkern gerne mal gegen die Wände – zum Glück hat unser Berserker-Held aber anstelle eines linken Armes noch eine “eingebaute” Armbrust parat, welche Euch die fiese Dämonenbrut in engen Korridoren vom Hals hält.

Aber wenn Ihr mit dem Zweihänder durch Horden von Mutanten schnetzelt und die Rotoren des Dreamcast-Vibrators in Euren Händen kaum zur Pause kommen – ja, dann spürt Ihr eine Prise Schwertmagie, die man seitdem nur in wenigen Spielen vermittelt bekommen hat.

Die schiere Größe des Schlächters ist übrigens ungeschlagen, soweit ich weiß. Ich meine… welcher Videospielcharakter trägt schon so ein Schwert mit sich herum? Link? Nee, dagegen ist selbst das Master Schwert ein Brotmesser. Alucard? Nicht mehr als eine heiße Nadel! Ryu Hayabusa? Zumindest blutiger. Aber größer? Cloud Strife… ah jetzt ja! Hier hätten wir endlich einen Kandidaten.

Welches Schwert war zuerst da? Das von Cloud oder das von Guts? Nun, Final Fantasy 7 erschien 1997, erste Demos (Tobal Nr. 1!) und Bilder gab es bereits 1995. Die Erstausgabe des Mangas erschien am 26. November 1990. Noch ein Sieg für Guts!

Der Soundtrack zum Spiel stammt von Susumu Hirasawa – einem recht eigentümlichen Musiker, dessen Werke Euch zuletzt wahrscheinlich im grandiosen (“wischt mit Inception den Boden auf”) Anime “Paprika” durch die Ohrmuschel gesaust sind (zum Beispiel der Titeltrack -> Link!). Das bekannteste Werk aus Berserk ist dieses hier, charmant untermalt mit einigen Bildern aus dem sehenswerten Anime (und nein, er singt nicht “Horses” sondern “Forces“!):

Derselbe Song dient als Anfangsmelodie des Spiels. Doch seht selbst – hier die ersten 10 Minunten, in denen bereits eines klar wird: Das Spiel geizt nicht mit Zwischensequenzen. Ganz und gar nicht! Soweit ich mich entsinnen kann, wurde die Länge der teils exzellenten Sequenzen damals sogar kritisiert.

Weiteres Merchandise? Nicht nur die Zeichnungen von Miura begeistern Berserk-Fans – auch die zahlreichen Fan-Artikel sind dank ihrer düsteren und detaillierten Oberflächen sehr beliebt. Infos findet Ihr unter anderem auf www.art-of-war.co.jp

Ihr seht schon – ich könnte ewig weitererzählen. Berserk ist eines der ganz großen Themen, und Ihr dürft mich ruhig Fanboy schimpfen – wenn nicht hier, wo dann? Doch bevor ich Euch weiter nerve, will ich diesen Retro-Moment Moment sein lassen – und nicht zur Lebensgeschichte aufplustern.

Als Berserker mit Riesenschwert auf Dämonenjagd gehen? Mein neuer Retro-Moment!

Kleiner Tipp für alle, die jetzt erst auf den Geschmack gekommen sind: Neben den eher schlecht erhältlichen 35 Einzelbänden, hat Planet Manga auch eine “Berserk Max”-Reihe gestartet, in der jeweils zwei Mangas in einem Band enthalten sind – soweit ich weiß ist bereits Teil 16 aus dieser Reihe veröffentlicht (also bis Manga 32).

Bilder-Quickie: Sonic Generations

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Erste Informationen und einen Trailer mit Spielzenen zum Gipfeltreffen der Sonic-Generationen haben wir Euch bereits vor einigen Tagen präsentiert (und zwar hier). Nun hat Sega ein paar neue Bilder zu Sonic Generations veröffentlicht, die Ihr natürlich in unserer Galerie findet.

The Witcher 2: Doch noch auf Konsole?

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Das PC-Rollenspiel The Witcher aus dem polnischen Hause CD Projekt heimste mit seiner Geschichte um den Hexer Geralt von Riva 2007 weltweit gute Wertungen ein. Zu einer Konsolenportierung der Fantasy-Geschichte, die auch zahlreiche Eroberungen des weiblichen Geschlechts beinhaltete, kam es aber nie. Das soll sich beim Nachfolger namens The Witcher 2: Assassins of Kings ändern: Laut der polnischen Seite ps3site.pl sagte der Entwickler Michael Kicinski in einem TV-Interview, eine Konsolenfassung sei bereits in Arbeit, auf der E3 oder auf der gamescom gäbe es erste offizielle Infos. The Witcher 2 erscheint auf PC am 17. Mai.

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