PlayStation 3 endgültig geknackt

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George “GeoHot” Hotz hat wieder zugeschlagen: Der vor allem in iPhone- und PS3-Kreisen bekannte Hacker hat den Root Key für Sonys aktuelle Konsolengeneration entschlüsselt – und auf seinem Blog veröffentlicht.

Der Root Key signalisiert der PS3, dass es sich bei der eingelegten CD um ein legitimes Stück Software handelt. Der Code ermöglicht es Hackern, selbst entwickelte Software auf ihrer Konsole zu installieren und natürlich auch Raubkopien abzuspielen.

In der Vergangenheit ist es verschiedenen Hackern immer wieder gelungen, die PS3 zu knacken (darunter auch GeoHot). Sony konterte allerdings stets mit einem neuen Firmware-Update. Diese Maßnahme bringt im aktuellen Fall allerdings nichts. Sony müsste schon den Root Key ändern, was sämtliche bereits veröffentlichte Spiele unbrauchbar machen würde.

George Hotz räumte in seinem offiziellen Blog ein, fail0verflow hätte seinen Teil zur Entschlüsselung des Root Keys beigetragen. Die Hackergruppe hatte erst vor wenigen Tagen angedeutet, den Code geknackt zu haben. Hotz wandte sich in einem Satz auch an “die 3” Konsolenhersteller: Falls ihnen etwas daran läge, ihre Konsolen in Zukunft vor Hacker-Angriffen zu schützen, sollten sie sich an ihn wenden.

Spiele-Indizierungen im Dezember 2010

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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat im Dezember nachfolgende Titel indiziert:

Indizierungen (Listenteil A)

  • Crackdown 2 (Xbox 360, EU-Version) 
  • Rogue Warrior (PS3, EU-Version)
  • The House of the Dead III (Xbox, EU-Version) 
  • Unreal Tournament 3 (PS3, EU-Version)

Indizierungen (Listenteil B) mit strafrechtlichem Verbreitungsverbot aus Sicht der BPjM

  • Dead Rising 2 (Xbox 360, UK-Version)
  • Medal of Honor (Limited Edition, PC DVD-ROM, EU-Version)

Außerdem wurde folgendes Spiel beschlagnahmt:

  • Silent Hill Homecoming (Xbox 360, UK-Version)

Sega feiert 20 Jahre Sonic und Puyo Puyo

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Gerade sind die Feierlichkeiten zu Ehren des berühmtesten Videospiel-Klempners zu Ende gegangen, da beginnen bereits die Vorbereitungen für das nächste Jubiläum: Sonic wird 20.

Doch nicht nur Sonic, auch die Puzzlespiel-Reihe Puyo Puyo (außerhalb Japans besser bekannt als Puyo Pop) erblickte 1991 das Licht der Welt. In Europa erschien der erste Ableger des Spiels erstmals 1993 – unter dem Titel Dr. Robotnik’s Mean Bean Machine für das Sega Master System.

Sonic feierte sein 16-Bit-Debüt auf dem Sega Mega Drive. Von der Spiele-Serie um den blauen Igel wurden bislang insgesamt über 70 Millionen Einheiten verkauft.

Was genau sich Sega für die Geburtstags-Partys einfallen lässt, ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen spricht aber von einer Vielzahl an “Projekten”.

Mass Effect 2 – neuer DLC, keine Cerberus-News mehr

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BioWare hat den nächsten Zusatzinhalt für Mass Effect 2 angekündigt. Details sind noch nicht bekannt. Der DLC soll den Bogen zwischen Teil 2 und 3 des Weltraum-Epos spannen.

Außerdem verlautbarte BioWare, die täglichen Cerberus-News einzustellen: Ab dem 24. Januar müssen Mass Effect 2-Spieler auf die täglichen Nachrichten-Updates verzichten. Außnahmen: Eine Woche vor der Veröffentlichung des neuen DLCs sowie zwei Wochen vor dem Release von Mass Effect 3 kehren die Cerberus-News ein letztes Mal zurück.

Am 20. Januar erscheint die PS3-Version von Mass Effect 2 – bereits erschienene Zusatzinhalte inklusive.

Tomb Raider – frische Bilder

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Neues Abenteuer, neuer Look: Lara Croft wird in ihrem kommenden Abenteuer auf einer entlegenen Insel radikal anders aussehen (wir berichteten hier). Jetzt gibt es neue Bilder in unserer Galerie (Quelle: Game Informer).

In der nächsten M! Games (ab 28. Januar am Kiosk) findet Ihr ein umfassendes Preview.

Die neue M! Games ist am Kiosk

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Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr – Zeit für Erholung, Zeit für Familie & Freunde, Zeit für VIDEOSPIELE.

Am Mittwoch, den 29. Dezember, erscheint die neue M! Games: pickepackevoll mit Games, Reportagen, Tests und vielem mehr…

Ein Prunkstück der nächsten M! ist unser großer Rückblick auf das Spiele-Jahrzehnt 2000 bis 2010. Auf 16 Seiten lassen wir die Dekade Revue passieren. Was waren die besten, die wichtigsten Spiele? Welcher Köpfe und welche Konsole haben der Branche ihren Stempel aufgedrückt? Wie haben sich die Spiele selbst und wie unser Spielverhalten geändert? Wer waren die Abräumer und wer die Verlierer der Dekade? Antworten zu diesen (und noch viel mehr) Fragen, gibt unser großer Rückblick.

In die andere Richtung (also nach vorn) blickt Michael im großen Dead Space 2-Preview: Er hat sich für einige Stunden ins düstere Reich der Necromorph-Aliens gewagt und schildert Euch begeistert seine Eindrücke.

Außerdem haben wir die ersten Infos und Bilder zu einigen der spannendsten Spiele 2011: Uncharted 3: Drake’s Deception, Need for Speed SHIFT 2 Unleashed, Fight Night Champion, Mass Effect 3, The 3rd Birthday und – last but noch least – das neue Tomb Raider.

Im Test-Bereich nimmt Baumeister Max LittleBigPlanet 2, den ersten großen Hit 2011, unter die Lupe – passenderweise in einem 6-seitigen M!AX-Test. Nintendo hält mit dem Mario Sports Mix dagegen – warum Matthias aber gar nicht begeistert ist, verrät der Test. Kingdom Hearts Re:coded macht seine Sache da schon besser. Außerdem im M!-TÜV: Tron: Evolution, nail’d, Def Jam Rapstar, Call of Duty: Black Ops für Wii, NBA Jam, BlazBlue Continuum Shift sowie zwei PS3-exklusive Collections: Hat die Prince of Persia Trilogy oder The Sly Trilogy die Nase vorn?

Im unserer großen Gran Turismo 5-Nachlese analysiert PS-Profi Thomas den Online-Modus, gibt Fahrtipps und vergleicht die besten Lenkräder. Außerdem testen wir die Add-ons zu Top-Spielen:  Battlefield Bad Company 2 Vietnam, Halo: Reach Noble Kartenpaket, Enslaved: Pigsy perfekter Partner und Trials HD Big Thrills.

Noch mehr geniale Games warten im Download- und Import-Bereich: Freut Euch auf den Kult-Knaller Pac-Man Championship Edition DX, das zuckersüße ilomilo und das 2D-Highlight Cave Story. Zudem verraten wir Euch, warum der Geheimtipp 9 Hours, 9 People, 9 Doors dem guten Professor Layton Konkurrenz macht und warum Rock of the Dead das vielleicht schlechteste Gitarrenspiel der Welt ist.

Wir beschließen das Jahr mit einem leckeren Extended-Teil: Ulrich schwelgt in Tron-Nostalgie, Max macht Euch Beine – sein Fitness Fight-Artikel passt wie die Faust aufs Auge zu Euren guten Vorsätzen für 2011. Retro-Freunde frohlocken dreifach: Sie schmökern im Making of Zork und der Liebeserklärung an den Amiga. Als Bonus warten unzählige Mega-Männer auf Euch…

All das und noch mehr gibt’s in der nächsten M! Games 02-2011 – ab Mittwoch, den 29. Dezember, am Kiosk!

 


Warum gibt’s denn hier kein Video zum neuen Heft?
Wir haben sehr wohl bemerkt, dass unser Testballon eines Videos zum neuen Heft gut ankam und werden das auch in Zukunft so beibehalten. Leider haben uns diesmal die Feiertage einen Streich durch die Rechnung gemacht. Das fertige Heft war schlicht nicht rechtzeitig bei uns in der Redaktion.

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Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 1 – Red Dead Redemption

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Ulrich Steppberger meint: Von Rockstar hatte ich mir ein “Grand Theft Horse” erwartet, und genau das habe ich mit Red Dead Redemption bekommen – und das ist auch gut so! Und sogar besser, denn obwohl diesmal die Niederlassung in San Diego dafür verantwortlich zeichnet, hat man sich dort offenbar die Ganoven-Epen ganz genau angesehen und zwar viel davon übernommen, aber eben auch eine Menge besser oder zumindest weniger nervig gemacht. Klar, nicht alles ist perfekt gelöst worden, aber in der Summe ist Read Dead Redemption trotzdem das aktuell fesselnste, stimmungsvollste – schlicht einfach beste Open-World-Abenteuer, das man finden kann. Und dann sieht es auch noch richtig gut aus! Das Wild-West-Ambiente steckt in jedem Pixel und Polygon, die weitläufigen Landschaften versprühen massenhaft Atnmosphäre, zumal die Lichteffekte bei Sonnenauf- und Untergang dazu verleiten, einfach mal innezuhalten und den Ausblick zu genießen. Dass die virtuelle Bevölkerung mit feiner Mimik aufwartet, überrascht dabei kaum noch. Im Gegensatz zu Behrang emfinde ich John Marston als einen rundum gelungenen, komplexen Hauptcharakter, der einfach ‘echt’ rüber kommt und dem man seine (spärlichen) Gefühle abnimmt. Und obwohl die Story tatsächlich ein paar Längen hat, finde ich sie als Gesamtwerk ausgesprochen gut, gerade der (vermeintliche) Schluss hat mich durchaus aufgewühlt. Es kommt nicht oft vor, aber Red Dead Redemption ist ein Spiel, das ich mir noch länger gewünscht hätte: An knapp 20 Stunden Spielzeit bis zum Finale gibt es nichts zu meckern und in der Tat gibt es auch so viel zu tun und zu erleben, aber wie gerne würde ich noch mehr mit Marston erleben – das ist für mich ein echtes Spitzenspiel. Ein wenig schade finde ich, dass beim Add-On Undead Nightmare die Hauptstärken von RDR nicht so sehr zum Tragen kommen, denn hektische Untoten-Action wirkt einfach nicht so gelungen wie die eher defensiv angehauchten Schießereien im Hauptspiel. Aber solange wir eines Tages eine richtige Fortsetzung bekommen, dann will ich nicht klagen…

Behrang Ghassemi meint: Als Fan sämtlicher GTA-Teile und dem “Open-World”-Prinzip als Ganzem, hatte Red Dead Redemption von vorne herein schon gute Karten bei mir. Da ich auch noch ein großer Verehrer gepflegter Wild-West-Action bin, war die Vorfreude zwar groß, ebenso jedoch auch meine Erwartungen. Diese konnte RDR nahezu vollständig erfüllen und in mancher Hinsicht sogar übertreffen. Die Action ist dank Auto-Aim-Funktion und der Möglichkeit, in Deckung zu gehen, geradezu perfekt gelöst. Die Neben-Missionen sind zahlreich und bieten die nötige Abwechslung. Und die zufällig auftauchenden Mini-Quests, in denen Ihr Prostituierte vor wütenden Freiern rettet, Pferdediebe einfangt oder Euch einem klassischem Duell stellt, sind hier das Salz im deftigen Tex-Mex-Eintopf. Einzig der etwas verweichlicht wirkende Held John Marston und die mit einigen Highlights gespickte, aber unterm Strich doch recht langweilige Geschichte lassen noch Wünsche offen. Die Entwickler sollten sich bei einer Fortsetzung Filme mit Franco Nero (“Django”) und Clint Eastwood (die “Dollar”- Trilogie) zum Vorbild nehmen, ansonsten wird eine Steigerung in meinen Augen schwierig. Read Dead Redemption ist für mich nicht nur das beste Spiel dieses Jahres, sondern auch der letzten Jahre.

Zum Test geht es hier.

Die Download-Spiele des Jahres 2010 – Platz 5 bis 1

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Platz 5: Pflanzen gegen Zombies (XBLA)

PlatsvsZombiesThomas Nickel meint: Zuerst habe ich mich gewundert, warum meine ganzen Studenten an der Games Academy permanent Pflanzen gegen Zombies spielen, dann hab ichs selbst ausprobiert… und auf einmal war klar, warum das da tagelang jegliche Produktivität lahmgelegt hat – das Spiel ist super durchdacht, enorm witzig und vor allem endlos motivierend. Außerdem sind die Zombies und die Pflanzen einfach super. Wenn ich den Zomboni, den Quetsch-Kürbis, den grimmigen Seetang oder die gierige Schnapp-Pflanze sehe, dann muss ich einfach breit grinsen.

Ulrich Steppberger meint: Lange mussten wir drauf warten, doch dafür ist die Xbox-360-Fassung wirklich am Besten: Meine größte Befürchtung, dass die ursprünglich für Maus bzw. Touchscreen konzipierte Steuerung mit einem Joypad nicht funktionieren würde, stellte sich sofort als unbegründet heraus. So packt Ihr nach Herzenlust und probemlos Pflanzen auf die Spielfelder und macht den Untoten das zweite Leben schwer. Haufenweise witzige Gewächse, durchdachte Aufgaben, tonnenweise Bonusspiele und eine chamrante Bitmap-Optik, in die man sich einfach verlieben muss – was will man mehr? Dass der Michael-Jackson-Zombie wegen humorloser Erben einem Discotänzer weichen musste, stört mich nicht weiter, auf die Zwangseindeutschung des Titels hätte ich schon eher verzichten können: Ich heiße nicht Ramsauer und Pflanzen gegen Zombies klingt einfach holpriger als Plants vs. Zombies, basta.

 

Platz 4: Super Meat Boy (XBLA)

SuperMeatBoy Stefan Stöckmann meint: Wenn mir ein promovierter Fötus in einem Einmachglas seinen Mittelfinger entgegenstreckt oder ich mir mit einem immens schnellen Stück Kot auf zwei Beinen ein Rennen liefere und ich mich daraufhin vor Lachen nicht mehr halten kann, hat ein Videospiel Einiges richtig gemacht.  Super Meat Boy punktet allerdings nicht nur durch seinen feinen Humor, sondern insbesondere durch sein bockschweres, aber nie unfaires Leveldesign. Dank der makellosen Steuerung, einer sehr guten Lernkurve und der hohen Abwechslung im Leveldesign vergeht mir auch nach unzähligen Versuchen nicht der Spaß an dem 2D-Hüpfer. Super Meat Boy ist für mich einer der Download-Titel, die ich mir für 60 Euro auch gerne als Vollpreistitel in mein Regal stellen würde. An manchen Bonusleveln werde ich mir wohl auch noch während der übernächsten Konsolengeneration die Zähne ausbeißen.

Thomas Nickel meint: Wieder so ein Spiel auf das ich mich lange gefreut habe – nach dem Anspielen der (mittlerweile leidet gekippten) Wii-Version war ich bereits gefesselt und wollte mehr, musste in Ermangelung eines auch nur halbwegs spieletauglichen PCs aber auf die 360-Fassung warten. Egal, es hat sich gelohnt. Die Levels sind teuflich genial ausgeknobelt, die Extras witzig (schön, dass Commander Video mir hier mit seinen Schwebe-Fähigkeiten unter die Arme greift!) und die Präsentation ist extrem charmant. Genau das richtige Spiel für Jump’n’Run-Puristen.

Ulrich Steppberger meint: Ein Stück Fleisch kostet Nervenkraft: Super Meat Boy ist ein Meisterwerk, was das Ausloten der Strapzierfähigkeit von Geist und Körper angeht. Die stets fairen, aber oft superfiesen Levels reizen immer wieder, das Joypad an die Wand zu werfen und einen Urschrei loszulassen. Aber dann versucht man’s doch wieder, denn die Steuerung passt und irgendwann wird selbst die knackigste Stelle überwunden… oder auch nicht. Dazu sprüht Charme aus jeder Ecke (was dem spielerisch sehr ähnlichen N+ etwas abgeht) und jede Menge netter Gags wollen entdeckt werden. Pech für Wii-Besitzer, dass ihre Fassung nun endgültig gekippt wurde, da muss dann wohl eine Xbox 360 (oder PC) her.

 

Platz 3: Lara Croft and the Guardian of Light (PSN, XBLA)

GuardianStefan Stöckmann meint: “Mit diesem Titel wollen wir Arcade-Spiele auf ein neues Level bringen und sie gegenüber ‘großen’ Titeln konkurrenzfähig machen”, erklärte mir ein kluger Mann auf der diesjährigen Gamescom. Gemeint war das Arcade-Spiel Hydrophobia. Während der Titel an dem hohen Ziel grandios scheiterte, kommen Crystal Dynamics mit Laras Arcade-Ausflug diesem Anspruch schon sehr nahe. Grafik, Spieldesign, Atmosphäre und Umfang von Lara Croft and the Guardian of Light befinden sich auf höchstem Niveau und können mit jedem Vollpreistitel locker mithalten. Frau Croft bietet eine nahezu perfekte Mischung aus Action, Knobeln und Forschen. Im Singleplayer-Modus ist der Titel somit schon ein sehr gutes Spiel. Mit zwei Spielern hingegen ist der Tempel-Trip schlicht genial und hat mir mit seinen grandios designten Rätseln die schönsten Koop-Stunden seit langer Zeit beschert. Es ist einfach ein durchweg befriedigendes Gefühl, wenn ich ein Rätsel gemeinsam mit einem Kollegen durch den geschickten Einsatz unterschiedlicher Fähigkeiten löse. Wenn dies dann auch noch  zu einem großen Teil ohne Worte vonstatten geht, kann das nur für ein Spiel sprechen. Dass ich gegen einen kleinen Aufpreis auch mit Kain und Raziel aus der Legacy of Kain-Saga auf die Jagd nach Artefakten gehen kann, macht das Gesamtpaket perfekt. Kritik gibt es allerdings für starre Kamera, die Euch oft den Blick auf das Wesentliche verwehrt.

Ulrich Steppberger meint: Mei, ist die Lara aber klein geworden… eigentlich fand ich nur eine Sache an Guardian of Light etwas unglücklich, und zwar dass die so weit entfernte Kamera die Charaktere zu Zwergen gemacht hat. Spielerisch machte das natürlich Sinn, schließlich muss man hier Überblick haben, aber trotzdem hätte ich Ms. Croft gern mehr auf den Hintern geschaut. Mit welcher Selbstverständlichkeit hier Szenarien gebaut wurden, die eigentlich gleich, aber doch für Solo- und Co-op-Modus spürbar unterschiedlich wirken, ist imposant. Und so eindrucksvoll hat der Stilwechsel von 3D-Erkundungsabenteuer in quasi-isometrisches Ballern und Hüpfen auch noch nie funktioniert. Mehr davon, Crystal Dynamics – was wir bislang vom nächsten ‘großen’ Lara-Titel gehört haben, macht mich nämlich noch nicht so an.

 

Platz 2: Cave Story (WiiWare)

CaveThomas Nickel meint: Jetzt ist es schon gut zwei Wochen her, dass ich Cave Story gespielt habe, und noch immer komme ich nicht darüber hinweg, wie gut dieses Spiel ist. Das soll ein einzelner Mann gemacht haben? Der Wahnsinn. Level-Design, Sprungverhalten, Motivationskurve, Balance, Schwierigkeitsgrad – in jeder Disziplin fährt Cave Story Höchstnoten ein. Man merkt, dass Entwickler Daisuke Amaya durch und durch verstanden hat, was Spiele wie Mega Man 2 oder Metroid zu unsterblichen Klassikern gemacht hat, und dieses Wissen hat der fleißige Japaner in Cave Story destilliert. Man muss es einfach gespielt haben.  

Ulrich Steppberger meint: Das PC-Original kenne ich nicht und Cave Story kam auf dem Wii nach schier endlos langer Wartezeit natürlich genau zu einem Zeitpunkt, an dem ich mit Vollpreistiteln auf allen Konsolen überschwemmt wurde. Die Folge: Außer einer kurze Antestrunde bin ich noch nicht dazu gekommen. Doch da hat mir der schicke Retro-Look und das klassische Spieldesign schon gefallen – schön, dass der Wii auch sowas zu bieten hat.

Stefan Stöckmann meint: Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Soll das heißen ja ihr Leut, mit Cave Story ist noch lange nicht Schluss für heut. Es ist schon eine Weile her, dass ich beim Spielen eines Titels so sehr die Zeit aus den Augen verloren habe, wie es mir bei Cave Story passiert ist. Ähnlich wie Thomas möchte auch mir nicht in den Kopf gehen, dass dafür ein einziger Mann verantwortlich ist. Neben den von Thomas bereits erwähnten Aspekten, schafft es Daisuke Amaya aber auch, mir interessante Charaktere zu präsentieren und eine spannende Geschichte zu erzählen. Hinzu kommen ein fordernder Schwierigkeitsgrad und ein feiner Soundtrack. Mir fällt einfach nichts ein, was an diesem Titel nicht gelungen ist. Für ein derart gutes Spiel muss bei mir auch der ein oder andere Vollpreistitel erst einmal im Regal stehen bleiben.

 

Platz 1: Pac-Man Championship Edition DX (PSN, XBLA)

PacMan Stefan Stöckmann meint: Vor knapp 20 Jahren sammelte ich im Keller meiner Nachbarin auf ihrem Atari VCS 2600 meine ersten Videospiel-Erfahrungen. Das Spiel, das damals in dem schicken Kasten steckte: Pac-Man. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass der gelbe Pillenfresser bei mir auch noch im Jahr 2010 für den meisten Spielspaß sorgt, hätte ich ihm natürlich nicht geglaubt. Doch so ist es. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass in dem vermeintlich angestaubten Spielprinzip noch derart viel Potential steckt. Dank der guten Lernkurve spiele ich mich bei Pac-Man Championship Edition DX nach kürzester Zeit in einen Rausch, in dem kein Geist vor mir sicher ist. Danke Namco-Bandai, dass Ihr mir bewusst gemacht habt, wie einfach und spaßig Videospiele doch seien können, abseits von jeglicher Krach-Bumm-Action und Sandbox-Kram.

Thomas Nickel meint: Wieder so ein Spiel, das mich kalt erwischt hat. Jaaa, Pac-Man. Kennt man ja. Pillen mampfen, Punkte machen, usw… aber kaum hatte ich meine erste große Geisterkette verputzt, da lies mich das Spiel nicht mehr los. Punkte, Punkte, Punkte, Punkte, Punkte. Mehr Punkte! ein Wahnsinn ist das alles. Ein Versuch geht noch. Wieviele Gegner kann ich noch anlocken, bevor ich endlich die erlösende große Pille mampfe und zum gnadenlosen Geister-Vernichter werde? Durch und durch ein Meisterwerk. Kann man sich garnicht vorstellen, ist aber so.

Ulrich Steppberger meint: Niemals hätte ich gedacht, dass Namco aus der klassischsten seiner Arcade-Marken ein so ungemein fesselndes Update machen würde, wo doch Pac-Man sonst nur endlos neu aufgelegt oder in uninteressante Nebenprojekte verfrachtet wird. Sicher, vor ein paar Jahren war die Pac-Man Championship Edition bereits ein großer und gelungener Schritt, doch lasst Euch nicht täuschen: DX ist noch ein ganz gewaltiges Stück besser. Schlafende geister, Bomben, Zeitlupe – klingt alles komisch, passt aber prima. Dazu kommen ein halbes Dutzend knallbunter Grafikstile, treibender Sound und verschiedene Spielmodi, die  perfkte zur High-Score-Jagd sind. Ein Superding.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 2 – Metal Gear Solid: Peace Walker

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Michael Herde meint: Wie bei allen anderen Spielen, die ich für unsere Top-Liste kommentiere, beginne ich auch hier mit den Dingen, die mich stören. Nach mehr als 100 Spielstunden habe ich den zweiten Abspann gesehen und das Spiel war an sich tatsächlich vorbei. Doch noch immer schaltete ich neue Aufträge und Kämpfe gegen extrem fordernde Custom-Vehikel frei. Manche davon liessen sich alleine kaum bewältigen, weshalb spätestens hier der Koop-Modus zur Notwendigkeit wurde. Doch erstens ist Online-Spielen nur via Adhoc-Party per PS3 möglich, zweitens sollten sich Mitstreiter auf einem ähnlich hohen Level befinden wie ich, sonst haben sie keine Chance. Ich habe zwar noch immer Lust, so manches auszuprobieren, mittlerweile finde ich es aber etwas eintönig, stets mit der gleichen, bewährten Auswahl an Ausrüstungsgegenständen in immer gleichen Arealen gegen Panzer anzutreten, die sich nur in der Anzahl ihrer Begleitsoldaten und der eigenen Schadenswerte unterscheiden. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau, denn bis sich nach rund 140 Spielstunden derartige Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten, erlebte ich ein Abenteuer, das ich in dieser Form auf PSP nicht für möglich gehalten hätte. Klar: Die Steuerung ist überfrachtet und kompliziert und Snake kann nicht kriechen. Doch das hat mich nicht gestört. Denn die gewohnt hervorragenden Sprecher, die nachvollziehbare, nachdenklich stimmende Geschichte sowie der audiovisuelle Bombast suchen auf dem Handheld ihresgleichen. Die schiere Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten ist schlicht überwältigend und ließ mich den Hauptstrang mitunter vergessen. Nicht vergessen kann ich hingegen die Platzierung der Analogscheibe auf der PSP, denn die war, ist und bleibt Mist. Nach rund 40 Minuten Kampf gegen den Peace Walker hatte ich mehrfach ernsthafte Schwierigkeiten, die versteiften Finger meiner linken Hand zu bewegen. Aber das Spiel ist es wert, allein durch die intelligente Einbindung in historisch-politische Zusammenhänge, die jedem Edutainment-Titel die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte. Metal Gear Solid: Peace Walker ist ganz klar eines der besten MGS-Spiele bislang und ein Weg weisendes Stück Software, an dem sich alle anderen Hersteller ein leuchtendes Beispiel nehmen sollten – nicht nur wegen der kostenlosen Zusatzinhalte oder der Möglichkeit, stundenlang mit Kumpels auf Schnappschuss-Jagd zu gehen. Wahnsinn, was für ein fettes Game!

Zum Test geht’s hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 3 – Super Mario Galaxy 2

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Matthias Schmid meint: Auf den Vorgänger Super Mario Galaxy angesprochen, purzeln die Superlative nur so aus mir raus, bei Super Mario Galaxy 2 bin ich – auch nach mindestens 30 Spielstunden – immer noch zwiegespalten. Mir steckt einfach zu viel Mission Pack in Marios zweiten Wii-3D-Abenteuer. Versteht mich nicht falsch – das Teil ist großartig. Aber fast alle Ideen hatte Nintendo schon im unglaublich genialen Vorgänger verbraten – Yoshi mit seinen drei Beerenfarben kann als Neuerung einfach nicht mithalten mit einem komplett frischen Spielerlebnis in 4D (so fühlte sich das Laufen über die gekrümmten Planeten für mich an). Den Wegfall der begehbaren Oberwelt sehe ich mich einem lachenden und weinenden Auge: Zwar ist der Ablauf nun flotter und übersichtlicher, dafür geht einiges an Atmosphäre verloren. Die Lumas (inkl. Oberwanst Lubba) sind dafür mindestens so knuddelig wie im Erstling und der Umfang der hübsche Planetenhüpferei ist klasse – denn nicht nur die Jagd nach allen normalen Sternen motiviert, auch die Hatz nach den grünen Schwebe-Schätzchen ist fast so spaßig wie das Hauptspiel. Ach ja: Die Bosskämpfe in Super Mario Galaxy 2 sind zwar recht einfach, aber fast durch die Bank einfallsreich und unterhaltsam. Unterm Strich also beide Daumen hoch für meinen Lieblingsklempner, mehr Spielspaß bescherte mir 2010 keiner.

Thomas Nickel meint: Über die Qualitäten von Super Mario Galaxy muss man im Prinzip nicht mehr reden – Nintendo hat mit Marios Weltraum-Ausflug einen absoluten Klassiker geschaffen, bis heute kann man das Spiel als eines der besten aller Zeiten bezeichnen. Überraschend ist aber tatsächlich, dass in der direkten Fortsetzung – die an sich ist ja schon hochgradig Nintendo-untypisch – dieses Niveau gehalten wurde! Natürlich kennt man das Planeten-Prinzip und die Schwerkraft-Spielereien jetzt bereits, aber trotzdem schafft es die zweite Galaxy-Episode, immer wieder zu überraschen, zu verblüffen und ihre Spieler in Erstaunen zu versetzen. Nintendo geht mit den kreativen Einfällen fast schon verschwenderisch um – andere Entwickler würden aus den Ideen von Super Mario Galaxy 2 gleich drei oder vier immer noch gute Fortsetzungen stricken. Wenn da doch nur so manch einfallsloses HD-Sequel auch nur ansatzweise mithalten könnte…

Max Wildgruber meint: Bereits der Vorgänger bereitete mir unzählige Stunden kindlich naiver Hüpfspiel-Freuden, bei Marios zweitem Ausflug ins All ist das nicht anders. Allerdings muss ich bei aller Jubelei über die vielen genialen Konstruktionen und den Ausritten auf Yoshi anmerken, dass der Vorgänger rein optisch eine rundere Sache war. Oft kommt mir ein Level vor wie aus einem Galaxy-Editor, das Design der Welten und auch der Look des Mario-Raumschiffs wirken nicht sonderlich inspiriert. Auch hätte ich gerne mehr komplett neue Gegner gesehen, die recycelten Viecher hinterlassen irgendwie einen faden Nachgeschmack. Davon unabhängig zieht Galaxy den Schwierigkeitsgrad im Hüpfspiel-Kosmos merklich an, was zu mehr Bildschirmtoden meinerseits, aber auch zu einer deutlich größeren Begeisterung führt, wenn ich Endbosse besiege oder Level durchlaufe, ohne zu sterben.

Zum Test geht’s hier. 

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