Vergangenen Samstag fiel in Japan der Startschuss für Microsofts Bewegungssteuerung Kinect. Kurz zuvor äußerten sich einige Persönlichkeiten der japanischen Spieleentwickler-Szene zu Kinect und den Spielen, die sie für die intuitive Xbox-360-Peripherie entwickeln.
Goichi Suda von Grasshopper Manufacture sieht in Kinect einen Schritt hin zum “freien Spielen” und zu mehr “Freiheit für den Spieler”. Grasshopper arbeitet an einem Action-Spiel namens Codename D, das 2011 erscheinen soll. Der Spieler muss sich durch einen Vergnügungspark kämpfen, in dem es von gefährlichen Kreaturen wimmelt. Es soll aber weder ein Spiel mit Schusswaffen noch mit Stichwerkzeugen werden. “Du wirst selber zum Controller”, deutet Suda kryptisch an.
Panzer Dragoon-Game-Director Yukio Futatsugi arbeitet an der Flug-Action Draco, die ebenfalls 2011 erscheinen wird. Wie der Name und das Portfolio des Machers erahnen lassen, zieht der Spieler mit einem virtuellem Drachen in ausladende Himmelsschlachten. Aber auch die Kommunikation mit dem fliegenden Reittier soll eine wesentliche Rolle spielen. Futatsugi ist wichtig, dass die Bewegungsteuerung nicht zu Müdigkeitserscheinungen bei den Spielern führt und will so zeigen, dass sich auch komplexe Spielkonzepte mit Kinect umsetzen lassen.
Naoki Maeda von Konami hat an dem Launch-Titel DanceEvolution mitgewirkt und erwartet durch Kinect einen Schub an Kreativität bei den Entwicklern. Er spricht sogar von einer Revolution der gesamten Spiele-Industrie.
Masaya Matsura, Schöpfer von Parappa the Rapper, werkelt an einem Spiel mit “Horror-Touch”. In Haunt muss der Spieler ein verfluchtes Anwesen erkunden und sich dabei mit Geistern und Fallen auseinandersetzen. Matsura hofft, mit schicker Optik und atmosphärischem Sound 2011 ein möglichst großes Publikum anzusprechen.
Ein Vorteil von Kinect sei, dass Event-Manager bei Vogelgrippe-Alarm ab jetzt nicht mehr ständig auf Messen die Controller desinfizieren müssten, scherzt Matsura am Ende.









