Ballerfans mit Hang zur PlayStation 3 warten auf Killzone 3, das im Februar 2011 erscheinen soll. Für den Ego-Shooter mit 3D-Funktion wurde jetzt eine Website gestartet, die anscheinend für einen Beta-Test gedacht ist. Ihr werdet aufgefordert, Euch im PlayStation Network einzuloggen, danach passiert aber noch nichts. Wahrscheinlich wird Sony auf der Gamescom in Köln nähere Details bekannt geben.
Frauenverbot in Activision-Spielen?
Barbie als letzte nicht-männliche Protagonistin in einem Activision-Spiel? True Crime: Hongkong war als Black Lotus samt weiblicher Heldin geplant? Spiele mit Damen in Hauptrollen verkaufen sich schlecht?
Nachdem ich diesen interessanten Artikel der ebenso seriösen wie glaubwürdigen US-Kollegen von gamasutra.com gelesen habe, muss ich doch mal wieder den Kopf schütteln über so manche Leitlinie von Activisions Firmenpolitik.
Für alle, die Leigh Alexanders Ausführungen nicht kennen, hier die Essenz: gamasutra.com hat mit mehreren ehemaligen Mitarbeitern von Activision gesprochen und pikante Details über die Rolle der Frauenwelt in Activision-Spielen erfahren. So startete zum Beispiel das jetzt bei United Front Games in Entwicklung befindliche True Crime: Hongkong als Black Lotus in den Köpfen der Treyarch-Mitarbeiter. Weil Activision das Konzept einer weiblichen, von Schauspielerin Lucy Liu inspirierten Protagonistin aber scheinbar missfiel bzw. man dessen Chancen auf dem Markt für gering einstufte, wurde beschlossen, den Titel in eine True Crime-Fortsetzung mit männlichem Hero umzuwandeln.
Grund für Activisions Abneigung gegenüber weiblichen Spielehelden sind scheinbar einmal mehr monetäre Gründe: Fokus-Tests hätten ergeben, dass die Spielergemeinde weniger an Titeln mit Frauenpower interessiert sind. Die mäßigen Verkaufserfolge von Bayonetta oder Wet werden als Belege für diese These aufgeführt.
Der ehemalige Raven Software Designer Manveer Heir (Raven gehört Activision) fordert mehr Diversität, mehr Abwechslung bei den Spielkonzepten und Spielfiguren der meist männliche weiße Held sei ausgereizt. Zu seinem Glück arbeitet Heir jetzt bei BioWare seit vielen Jahren ist die kanadische RPG-Schmiede für starke Frauenrollen und geschlechtliche Gleichberechtigung in ihren Titeln bekannt.
Ich kann über Activisions Abneigung gegenüber Spieleheldinnen (die gamasutra.com durchaus glaubhaft verargumentiert) bzw. über die allgemeine Unterversorgung mit weiblichen Spiele-Ikonen nur den Kopf schütteln. Lara Croft hat’s doch vorgemacht, dass auch digitale Mädels die Massen mobilisieren können. Und eine Faith (Mirror’s Edge), Nariko (Heavenly Sword) oder Vanessa Z. Schneider (P.N. 03) finde ich persönlich viel spannender als Call of Duty-Hackfresse Nr. 215, Gears of War-Muskelklötze in XXXL oder ein langweiliges Ex-Cop-Ungesicht wie in Dutzenden aktuellen Third-Person-Shootern. Und nein: Auch Mr. Uncharted Nathan Drake ist ‘ne stinklangweilige Socke, die kein Mensch (egal ob Mann oder Frau) braucht.
Nicht zuletzt mein geliebtes Beat’em-Up-Gerne und dort vor allem SNK haben gezeigt, dass Charakterköpfinnen (man verzeihe mir den grammatikalischen Unsinn) gefragt sind. Und wenn Activision weiter glaubt, dass sich Spiele mit tragenden weiblichen Rollen schlecht verkaufen, dann sollen sie ruhig mal einen Blick auf die Final Fantasy-Serie richten man muss kein großer Kenner japanischer Rollenspiele sein, um zu wissen, dass nicht zuletzt hier immer wieder starke Frauen mit von der Party (noch so ein schwaches Wortspiel…) sind.
Stimmt Ihr mir zu oder wollt Ihr nur Testosteron in Euren Spielen?
Kann eine Bayonetta mit Dante mithalten?
Ist Lara Croft noch cool?
Capcom will online mehr Geld einsammeln
Nachdem sich Titel wie Lost Planet 2 und selbst Monster Hunter Tri bei weitem nicht so gut verkaft haben wie erhofft, sucht Capcom alternative Einnahmequellen. So hebt Firmenboss Haruhiro Tsujimoto in einem Interview mit einer japanischen Wirtschaftszeitung hervor, dass man sich deshalb zukünftig vermehrt im Online-Segment um mehr Gewinne bemühen will.
Als Hauptmittel dafür wird zum Glück nicht ein Pay-per-Play-Modell angeregt (Monster Hunter-Zocker können aufatmen), sondern ein Ausbau der DLC-Strategie. Dazu zählen auch “kostenpflichtige Demos” (was auf einem Missverständnis der Zeitung beruhen könnte) bzw. Prolog-Fassungen wie das demnächst in der ganzen Welt außer Deutschland als Xbox-360-Download erhältliche Dead Rising 2: Case Zero (siehe Bild oben). Ähnliche Angebote soll es auch für künftige Spiele verstärkt geben.
Wir meinen aber, dass Capcom in dem Marktsegment ohnehin schon ganz ordentlich dabei ist, denn die Street Fighter IV-Outfits kosten schließlich eine gute Stange Geld: Wer Ken, Ryu, Chun-Li & Co. mit allen erdenklichen Varianten ausstatten will, kommt – normal und Super zusammengerechnet – auch schon auf stolze 40 Euro.
Activision fordert zur Jagd auf – mit Plastikwumme!
Anscheinend ist jemand bei Activision der Meinung, dass Spieler in Europa nicht mehr nur laufend Menschen bei den diversen Call of Duty-Teilen abknallen sollen, sondern ruhig auch ein paar Wildtiere aufs Korn genommen gehören. In den USA gehören die Cabela-Jagdspiele schon seit Jahren zum Sortiment und müssen sich offenkundig gut verkaufen, nachdem es allein für die Xbox bereits neun verschiedene Varianten davon gab (Angelsimulationen mitgezählt).
Zu uns schaffte es bislang nur vereinzelte Versuche: Zuletzt hab es Cabela’s Dangerous Adventures 2009 für PS3 und Xbox 360 – laut Augenzeugenberichten steckt kein besonders prickelndes Erlebnis dahinter.
Mit Cabela’s Dangerous Hunts 2011 soll das aber alles ganz anders werden: Auf PS3, Xbox 360, Wii und DS geht es ab dem 1. Quartal 2011 auf die Pirsch nach Afrika. Dabei erleben Konsolen-Jäher eine dramatische Story, für die mit Brad Santos ein Autor verpflichtet wurde, der uns bereits erzählerische Meisterwerke wie Resistance: Fall of Man oder The Saboteur beschert hat.
Wem das nicht genug ist, den will Activision mit dem passenden Zubehör locken: Denn Cabela’s Dangerous Hunts 2011 kommt zusammen mit einem Jagdgewehr-Controller in den Handel (siehe oben). Das sieht zwar eindeutig eher wie eine wildgewordene Nerfgun aus, soll aber mittels Sensorleiste ähnlich der Wii-Remote abgefragt werden und hat im Zielfernrohr einen Rot-Linsen-Filter. Mit diesem lassen sich angeblich versteckte Tierpfade und Blutspuren aufspüren – mal sehen, wie das tatsächlich funktioniert.
Einen Preis gibt Activision noch nicht bekannt, doch ganz billig wird diese Kuriosität wohl nicht werden.
Kommt auf der Gamescom: Street Fighter X Tekken – oder andersrum?
Beat’em-Up Fans, die auf die Gamescom kommen, werden jubeln: Street Fighter X Tekken wird am 19. August um 14 Uhr im Konrad-Adenauer-Saal von Namcos Katsuhiro Harada und Capcoms Yoshinori Ono präsentiert. Ausgewählte Fans werden die Gelegenheit haben, in einem Turnier gegeneinander anzutreten. Das kündigt jedenfalls Harada bei Twitter an.
Die beiden Entwicklerlegenden geizen im Vorfeld nicht mit Spott für das gegnerische Lager, selbstverständlich mit Augenzwinkern:
Ono: Unser Zusammentreffen mit Street Fighter-Fans auf der ComiCon in San Diego wurde brutal gestört als Harada äußerst pathetisch versuchte, die Anwesenden mit Freiexemplaren seines Spiels zu bestechen. Capcom jedoch ist ein ehrenwertes Unternehmen. Wir tauchen nicht ungefragt auf Events anderer Firmen auf. Ganz ordnungsgemäß habe ich mein Erscheinen auf dem Tekken-Fantreffen auf der GamesCom angekündigt. Da es sich um eine Einladung des Tekken-Teams handelt, rechne ich damit, dass Harada einige Überraschungen für mich bereithält. Nichts desto trotz werde ich allen Hindernisse ignorieren, vor Ort erscheinen und eigenhändig zeigen, was ein echtes Beat’em-up ist. Ich werde außerdem mein Rasiergel, das ich von Hakan erhielt und meinen Rasierer, der von von Vega stammt, einpacken, um Haradas unproportionierten Bart zu stutzen. Jeder wird dann sein Babyface sehen können, das sehr gut zu seinen kindischen Aktionen passt! Das wird ein Heidenspaß! “
Harada: Nach dem Release von Street Fighter III: Third Strike 1999 verschwand Ono aus der Beat’em-up-Szene. Obwohl es von vielen Seiten Wünsche nach einem Nachfolger gab – sogar Veteranen unter den Spieleentwicklern wie ich wollten das – zeigten sich Ono, Ryu, Chun Li und der Rest der Crew zehn Jahre lang nicht. Dann tauchen sie endlich nach 10 Jahren wieder auf, kümmern sich aber nicht weiter um Mishima Zaibatsu, die halfen, die Beat’em-Up Szene ein Jahrzehnt am Leben zu halten. Sie fliehen aus Japan, um ihr kleines Fanboy-Treffen bei der ComiCon in San Diego abzuhalten, aber nicht mit mir: Meinen plötzlichen Auftritt garnierte ich mit ein paar Gratis-Spielexemplaren, um im besten Licht da zu stehen. Außerdem habe ich Ono herausgefordert. Leider konnten wir die endgültige Entscheidung nicht herbeiführen bei der ComiCon, aber man sieht sich jetzt in Europa wieder – in Köln geht es rund! Das ist der Stil von Mishima Zaibatsu.
Wir bekamen allerdings andersartige Informationen. In einer Pressemitteilung wurde uns der gleiche Event zur gleichen Zeit mit den gleichen Gästen bekannt gegeben. Allerdings mit der Präsentation von Tekken x Street Fighter. Handelt es sich hier um einen Dreher im Titel oder erleben wir in Köln doch eine Überraschung?
Offensive der Tales-Saga auf Sony-Konsolen
Die aktuelle Famitsu stellt gleich drei neue Titel von Namco-Bandais Tales of-Reihe vor, inklusive einem ausgiebigen Interview mit Produzenten Makoto Yoshizumi, Hideo Baba und Ryuji Odachi.
Darbende PS3-Rollenspieler mit Vorliebe für fernöstliches Spieldesign können sich auf gleich zwei Titel freuen. Tales of Graces F (siehe Gallerie) ist ein Portierung des nur in Japan erschienenen Wii-Spiels Tales of Graces. Neben einem grafischem HD-Update, erwartet den Spieler neben neuen Kostümen und Fähigkeiten ein Bonus-Szenario, das an das Ende des Originalspiels anschließt. Tales of Graces F wird noch diesen Winter in Japan erscheinen.
Der zweite PS3-Titel ist bisher nur unter dem Arbeitstitel Next Tales of angekündigt und soll das 15-jährige Jubiläum der Reihe huldigen. Die Produzenten halten sich in Bezug auf Spiel-Details noch sehr bedeckt. Man wolle aber in Hinblick auf Grafik und Design einen neuen Weg einschlagen. Außer einigen Artworks (siehe Bild ganz oben, weitere auf der offiziellen Teaser-Seite) gibt es von dem Spiel selber noch nichts zu sehen.
Das dritte vorgestellte Spiel ist der PSP-Titel Tales of the World Radiant Mythology 3, der die Radiant Mythologie der beiden Vorgänger nächstes Jahr fortsetzen wird.
Ob und wann es Tales of Graces F, Next Tales of und Tales of the World Radiant Mythology 3 zu uns schaffen, ist noch nicht bekannt.
Kurioses aus Japan: Demonstranten werben für ein Rollenspiel
Dass sich die RPG-Geschmäcker in Japan und dem Westen unterscheiden können, ist hinlänglich bekannt: Die einen lieben ihre Kulleraugen-Helden und Zufallskämpfe, die anderen wollen mehr Echtzeit-Abenteuer und grimmige Charaktere.
Diese Diskrepanz nutzen ein paar kluge Werbeköpfe in Japan, um für Fallout: New Vegas die Werbetrommel zu rühren. In der Anzeige für Bethesdas Endzeit-Rollenspiel stehen ein paar auffällig attraktive junge Japaner mit Protestschildern parat, die u.a. folgende Parolen beinhalten:
- Ein Spiel, bei dem man nur dem Szenario folgt, ist wie auf Schienen zu leben.
- Wieso soll ich spielen, wenn die Story immer vorgegeben ist?
- Wann wurden Spiele zu Spielfilmen?
- I fände es toll, wenn der Held noch mehr zu tun hätte als nur das Böse auszuradieren.
- Die Welt ist vorbereitet – lasst uns darin tun, was wir wollen!
Ob sich ‘klassische’ Rollenspieler in Nippon davon umstimmen lassen? Auf jeden Fall ist die Werbung zumindest eine originelle Idee.

Gespielter Retro-Kult: Master Chief reist in der Zeit zurück
Wenn ehemalige Spitzenkräfte Microsoft verlassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wo sie enden: Manche verschlägt es z.B. zu Electronic Arts und deren Sport-Abteilung (siehe Peter Moore), andere machen eigene Firmen auf und bewegen sich weitgehend außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung. Letzteres trifft auf Ed Fries zu, der als Chef der Microsoft Game Studios wesentlich am Anfangserfolg der Xbox beteiligt war, bis er 2004 seinen Hut nahm.
Das Thema Videospiele hat ihn trotzdem nicht losgelassen, deshalb kehrte er zu seinen Wurzeln zurück:Die ersten Spiele entwickelte Ed Fries Mitte der 80er-Jahre für den Atari 800, jetzt versuchte er sich an einem Werk für den Konsolen-Urahn – das Atari 2600.
Für seine Programmierexperimente griff er sich eine der bekanntesten Figuren der Gegenwart – den Master Chief. In nur 4 KB Programmcode wuselt der nun bei Halo 2600 als niedliches Sprite durch ein 64 Bildschirme großes Abenteuer, das jedermann spielen kann: Am einfachsten geht das, wenn Ihr zur extra dafür eingerichteten Webseite geht, auf diversen Atrai-Retro-Seiten gibt es auch das ROM als Download.
Nicht weniger interessant als das Spiel selbst sind Eds Gedanken dazu, die sich auf der Facebook-Fanpage unter “Notizen” finden. Wie er selbst am Schluss feststellt: Der Text ist zweieinhalb Mal so lang wie Halo 2600…
Söldner-X 2 kriegt Nachwuchs: Bilder zu The Last Chapter
Seit einigen Wochen können sich PS3-Besitzer bereits mit Söldner-X 2: Final Prototype ganz klassisch mit einem horizontal scorllendem Shoot’em-Up auf Rekordjagd begeben. Das bei den deutschen SideQuest Studios entstandene Ballerspektakel behebt die meisten Macken des Vorgängers und legt demnächst noch einen drauf: Im vierten Quartal erscheint The Final Chapter – eine Download-Erweiterung, das mit drei zusätzlichen Levels, weiteren Herausforderungen und Trophäen sowie einem neuen Ende der Story aufwartet. Ein Preis steht noch nicht fest, dafür könnt Ihr mit dem Dutzend schicker Screenshots schonmal Eure Vorfreude darauf steigern.
Solar Struggle – Xbox Indie Game made in Germany
Vor zwei Wochen haben wir Euch den Nebenjob als Synchronsprecher in einem Videospiel schmackhaft gemacht (siehe hier) – der deutsche Publisher redspotgames suchte willige Stimmen für ein noch nicht näher definiertes Spieleprojekt. Jetzt wissen wir – es handelt sich um den Xbox Live Indie Titel Solar Struggle.
Der wird vom Dortmunder Entwickler Z-Software programmiert und soll schon in diesem August auf dem Xbox Live Marktplatz aufschlagen. Mit 400 Punkten (ca. 5 Euro) ist der Preis für ein Indie-Spiel recht happig, dafür verspricht der Publisher “neue Qualitätsstandards auf dieser Plattform”.
An dieser hochtrabenden Behauptung zweifeln wir zwar stark (schließlich gibt es einige sehr gute Indiegames), interessant klingt das Projekt aber allemal – nicht zuletzt weil es das vernachlässigte Genre der dreidimensionalen Weltraumshooter bedient. redspotgames versprechen weiter eine durchdachte Handlung mitsamt Wendungen und mitunter prominente Synchronstimmen wie z.B. Willi Röbke (Futurama, Simpsons) für das bereits seit 2008 in Entwicklung befindliche Spiel. Elf Story-Missionen für drei Fraktionen soll es geben, sowie neun aufrüstbare Schiffe.
Erste Bilder zum Spiel findet Ihr in unserer Galerie und weiterführende Infos auf der offiziellen Seite. Von Grafik und Hintergrundgeschichte verschafft Ihr Euch mit folgendem Trailer einen Überblick.









