Nintendo in der Krise

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Während Sony zulegt, holt die internationale Absatzkrise nun auch Nintendo ein, berichtet das Branchenblatt Gamesmarkt. Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres rutschte der erfolgsverwöhnte Hersteller in die roten Zahlen. Im Zeitraum von April bis Juni ging der Umsatz um 25,6 Prozent auf 188,646 Mrd. Yen zurück (ca. 1,7 Mrd. Euro), 23,342 Mrd. Yen (ca. 205 Mio. Euro) wurden dabei operativ als Gewinn verbucht. Netto hingegen landete Nintendo mit 25,216 Mrd. Yen (ca. 221 Mio. Euro) in der Verlustzone – im bereits schwierigen Vorjahresquartal konnte Nintendo immerhin noch einen Nettogewinn in Höhe von 42,316 Mrd. Yen (ca. 372 Mio. Euro) verbuchen. Verantwortlich dafür sind vor allem das schleppende Handheldgeschäft sowie ungünstige Wechselkurse.

Aus der Nintendo-DS-Produktfamilie lieferte der Konsolenhersteller im ersten Quartal noch 3,15 Mio. Geräte aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gingen noch 5,9 Mio. Handheld-Konsolen, 2008 sogar 6,9 Mio. über den Ladentisch. Der Spieleabsatz im Handheldbereich ging derweil von 29 Mio. Stück im Vorjahr auf nun 22,42 Mio. Games zurück. Anders gestaltet sich die Entwicklung bei Wii: Die Preissenkung im vergangenen September zeigt weiter Wirkung, denn Nintendo lieferte 3,04 Mio. Konsolen an den Handel aus – im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 2,2 Mio. Konsolen.

Dafür schwächelt der Softwareabsatz, denn nach 31 Mio. verkauften Wii-Spielen 2009 sind es laut Nintendo nun 28,17 Mio. verkaufte Wii-Spiele im ersten Quartal. Führend waren die beiden Pokémon-Versionen HeartGold und SoulSilver für DS sowie die Wii-Hüpferei Super Mario Galaxy 2 und die in Japan erhältliche Tomodachi Collection. Entgegen den Gepflogenheiten der Vorjahre nannte Nintendo hier aber keine Verkaufszahlen. Seit Markteinführung von DS und Wii wurden weltweit bis 30. Juni 132 Mio. Einheiten des DS und 74 Mio. Wii-Konsolen abgesetzt, 740 Mio. Spiele wurden bis dato für DS, 570 Mio. für Wii.

Weniger Verlust, steigende Einnahmen – Sony veröffentlicht Geschäftszahlen

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Sonys Abteilung Networked Products & Services, die unter anderem auch für das PlayStation-Geschäft zuständig ist, hat nach Abschluss des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres (30. Juni) Positives zu berichten: Steigende Einnahmen und sinkende Verluste lassen die Konsolensparte recht gut dastehen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um satte 32,4 Prozent auf 325,9 Mrd. Yen (ca. 2,86 Mrd. Euro). Das Einnahmenplus resultiere aus der steigenden Nachfrage nach Sony-Computern und der PlayStation 3, so der Sony-Bericht. Zeitgleich seien die Produktionskosten vor allem der PS3 signifikant gesunken, was Verluste weiter reduzierte. Nach 36,7 Mrd. Yen (rund 322 Mio. Euro) operativem Verlust im Vorjahr rückt mit nur noch 3,8 Mrd. Yen (ca. 33,3 Mio. Euro) Verlust aus der normalen Geschäftstätigkeit die Gewinnschwelle in greifbare Nähe. WIe auch Nintendo litt Sony unter ungünstigen Wechselkursen, das konkrete Ergebnis der Unterabteilung Sony Computer Entertainment wurde nicht aufgeschlüsselt.

Dafür nannte Sony detaillierte Auslieferungszahlen: Im ersten Quartal liefen demnach 2,4 Mio. PS3-Konsolen vom Band und die Auslieferung wurde damit gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Weniger gut steht es um die PSP. Zwischen April und Juni lieferte Sony noch 1,2 Mio. Stück des mobilen Alleskönners aus, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 100.000 Geräte mehr. Stabil war hingegen die Nachfrage nach PS2-Konsolen. Wie im Vorjahresquartal lieferte Sony 1,6 Mio. Einheiten an Handelspartner in aller Welt aus. Im Softwaresegment zeigt sich eine zunehmende Durchdringung des Marktes mit PS3-Spielen. Wurden im Vorjahresquartal noch 14,8 Mio. Spiele für die HD-Plattform ausgeliefert, waren es im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres schon 24,8 Mio. Die Auslieferung von PSP-Spielen stieg derweil um rund 900.000 Exemplare auf 9,2 Mio. Spiele. Für PS2 waren es immerhin noch 3,4 Mio. Spiele (Vorjahr: 8,5 Mio.).

Quelle: GamesMarkt

Umsatzschwund bei Capcom: Lost Planet 2 liegt dem Hersteller schwer im Magen

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Lost Planet 2 erhitzte in der M!-Redaktion schon vor Erscheinen die Gemüter. Diejenigen Kollegen, die sich auf eine Fortsetzung im Stil des Erstlings gefreut hatten, wurden angesichts der weitreichenden Mehrspieler-Ausrichtung enttäuscht. Für Solisten ein leidlich unterhaltsames, wenngleich schick anzusehendes Ballerspektakel, überzeugte Lost Planet 2 lediglich im neuen Koop-Modus für vier Spieler. Mit dieser Einschätzung stehen wir nicht alleine da, denn auch die erhofften Käufer mieden bislang Capcoms Insektenhatz. Eigentlich hätte das Spiel im ersten Quartal des Geschäftsjahres für den Hauptumsatz auf den westlichen Märkten sorgen sollen. Doch diese Umsatz- und Absatzziele hat Lost Planet 2 deutlich verfehlt, ließ die Tokioter Konzernzentrale verlauten. Der Umsatz konnte mit 19,037 Mrd. Yen (ca. 167,6 Mio. Euro) noch in etwa sein Vorjahresniveau halten und ging nur um 2,4 Prozent zurück. Der Gewinn hingegen brach weg: Operativ verdiente Capcom nur noch eine Mrd. Yen (ca. 8,8 Mio. Euro), das sind 72,6 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn ging im Jahresvergleich sogar um 90,4 Prozent zurück und beläuft sich nur noch auf 213 Mio. Yen (ca. 1,9 Mio. Euro).

Besser lief es für Capcom im Geschäft mit der Katalogware: Monster Hunter Frontier Online verzeichnete ein stabiles Wachstum, weshalb der Geschäftsbereich Consumer Online Games mit 14,995 Mrd. Yen (ca. 132 Mio. Euro) ein leichtes Umsatzplus aufweist. Während allerdings im Vorjahreszeitraum noch 4,7 Mrd. Yen (ca. 41,3 Mio. Euro) operativer Gewinn verzeichnet wurden, beläuft er sich nun lediglich auf 1,78 Mrd. Yen (rund 15,6 Mio. Euro). 

Quelle: GamesMarkt

PoP-Regisseur: “Videospiele langweilen mich zu Tode.“

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In einem Interview mit CVG lässt Mike Newell (Bild oben), Regisseur von Prince of Persia: Der Sand der Zeit, seinem Unmut über das Thema Videospiele freien Lauf.

Newell ist es leid, über Einzelheiten der Spiele zu reden (Originalwortlaut: “It begins now to bore the arse off me, frankly.“). Er als Filmemacher habe die Aufgabe, der virtuellen Vorlage Gefühle und Menschlichkeit für das Kino einzuhauchen. Etwas, wozu Videospiele laut Newell selber nicht fähig seien. Er sieht in diesem Zusammenhang den digitalen Zeitvertreib auch als Gefahr für Film und Fernsehen. Man dürfe nicht zulassen, dass die Gamer Hollywood übernehmen.

Im Verlauf des Gesprächs gibt er zwar zu, verschiedene Dinge aus den Prince of Persia-Spielen übernommen zu haben, “gefühlt“ habe er bei einem Game aber noch nie etwas – er ließ sich die Abenteuer des Prinzen aber auch nur von einem Assistenten vorspielen.

Newell gefällt außerdem nicht, dass sein vierzehnjähriger Sohn Zeit mit Videospielen verbringt (“I don’t feel anything, which is why I hate my son doing it.“). Dieser ballere in einem Spiel haufenweise Brasilianer über den Haufen (hmm, welcher Titel wird das wohl sein…?), ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Das sei für Newell moralisch nicht tragbar – bleibt die Frage, warum er als Vater seinem Sohn überhaupt Zugang zu solchen Inhalten gewährt.

Dass der Kinoausflug des persischen Prinzen dramatische Komplexität auch nicht gerade mit Löffeln gefressen hat, ist zudem noch eine andere Sache.

Schlag den Raab – wenigstens virtuell

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Ab 10. September dürft Ihr den Raab schlagen. Zumindest auf der Wii und ohne Millionen-Gewinn. In 21 Minispielen tretet Ihr in Schlag den Raab mit bis zu vier Spielern gegeneinander an oder zeigt dem TV Total-Moderator selbst, wo der Hammer hängt. Untermalt wird das ganze mit den originalen Stimmen von Stefan Raab, Elton und Matthias Opdenhövel. Ob das Spiel ein ähnlich großer Hit wird wie die Show, darf bezweifelt werden. Eigentlich wird aber fast alles, was Stefan Raab beinhaltet, zu Gold.

Vanquish hat ein Herz für Anfänger – Superleicht-Modus bestätigt

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Hardcore-Zocker mag bei dem Gedanken einer abgehen, sie wären die einzigen, die mit links ein bockschweres Spiel bewältigen können – Vertreter dieser Spezies müssen dann wohl Vanquish von ihrer Liste streichen und wieder Demon’s Souls einlegen. Denn das kommende Werk von Resident Evil-Mastermind Shinji Mikami will für jedermann zugänglich sein.

So kommt es, dass Vanquish ebenso wie die Platinum-Games-Kollegin Bayonetta einen besonders einfachen Schwierigkeitsgrad bieten wird. Hier nennt sich dieser “Casual Auto”, mit dem selbst blutige Anfänger das Action-Spektakel ohne frustgefahr genießen können.

Mikami selbst bezeichnet die Einstellung als ‘überraschend spaßig’. Ursprünglich wäre er skeptisch gewesen, aber als er sie ausprobierte, änderte sich das. “Sobald man die Zielmarkierung auf den Feind richtet, wird der Rest kinderleicht. Wenn man das so sagt, klingt es sicher total langweilig, aber wenn man es selbst spielt, wird das Tempo dadurch viel höher und man springt mit einem “Juhu!” in die Luft.”

Vieleicht nicht ganz, aber trotzdem finden wir die Wahlmöglichkeit löblich. Und wer sich Vanquish nicht aus Trotz angesichts der Casual-Anbiederung verweigert, für den gibt’s ja immer noch die “God Hard”-Schwierigkeit…

Am 22. Oktober ist es in Europa soweit, bis dahin könntet Ihr Euch z.B. nochmal die letzte Ladung an krachigen Screenshots zu Gemüte führen – Ihr findet sie hier.

Nintendo 3DS – Ankündigung zur Preisankündigung

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Na also, allmählich kommt Bewegung in die Sache: Gegenüber der japanischen Zweigstelle des Nachrichtendienstes Bloomberg hat Nintendo bestätigt, dass am 29. September Preis und Veröffentlichungstermin des Nintendo 3DS verkündet werden. Ob dann gleiche die ganze Welt schlauer ist oder sich die Daten alleine auf Japan beziehen, ist noch nicht klar.

Somit wissen wir auf jeden Fall, dass auf der gamescom in Köln keine nennenswerte neuen Informationen zum 3DS auftauchen dürften und auch die Tokyio Games Show in dieser Hinsicht hinfällig ist. Wobei letzteres ohnehin zu erwarten war, schließlich bleibt Nintendo der Veranstaltung traditionell fern.

Es bleibt also noch zwei Monate spannend: Taucht der 3DS noch dieses Jahr irgendwo auf? Und wenn ja, nur in Japan oder muss der Rest der Welt bis März warten? Am 29. September wissen wir (etwas) mehr.

Bringt Sony bald eine Blu-ray 2.0?

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Sony hat zusammen mit der Tohoku University einen neuen blau-violetten Laser mit kurzen Impulsen entwickelt, der ein weiterer Meilenstein bei der optischen Speicherung riesiger Datenmengen sein soll. Mit dieser Technik wäre eine Verwendung von Blu-rays mit einer Kapazität von einem Terabyte möglich.

Diese riesige Speichermenge würde natürlich auch der Spieleentwicklung neue Dimensionen eröffnen.

Quelle: Audiovision

Super Street Fighter IV – neue 3DS-Screenshots

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Nintendos kommendes Handheld wird von nahezu allen Publishern mit Umsetzungen ihrer namhaften Serien beglückt. Dabei steht Capcom in vorderster Front, denn neben einem Resident Evil steht auch Super Street Fighter IV in den 3D-Startlöchern. Wir haben einen Satz neuer Screenshots aufgegabelt, die jedem Prügelspieler das Wasser im Mund zusammen laufen lassen, denn das sieht wirklich schick aus.

Silent Hill: Rückbesinnung auf alte Tugenden

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waltzTom Waltz (Bild rechts), Co-Autor des achten Teils der Silent Hill-Reihe, verspricht in einem Interview mit fearnet, dass man sich bei der Entwicklung wieder auf die ursprünglichen Stärken der Reihe besinnen wolle. Die Handlung werde durch die Figuren geformt und Spieler werden sich laut Waltz an Silent Hill 2 erinnert fühlen.

Waltz führt außerdem das Ruder bei einem neuen Silent Hill-Comic, der ab Oktober in vier Ausgaben in den USA erscheinen soll und die Vergangenheit des nebeligen Urlaubsortes beleuchten wird.

pheadDie im Jahr 1867 angesiedelte Geschichte handelt von Cowboy und Verbrecher Jebediah Foster, der sich in eine gutmütige Witwe verliebt und mit dieser nach Silent Hill zieht. Natürlich wird der Sünder hier mit den Taten seiner Vergangenheit konfrontiert. Clint Eastwoods Western-Grabgesang Erbarmungslos diente Waltz als Inspiration für den Comic. Eine Figur aus der Bildergeschichte soll es sogar in das neue Spiel geschafft haben.

Wie die beiden Werke genau in Verbindung zu einander stehen, will Waltz aber noch nicht verraten. Fakt ist, das neue Silent Hill spielt im Gegensatz zum Comic in der Gegenwart. Bei Hauptfigur Murphy Pendleton scheint es sich aber auch um einen verurteilten Verbrecher zu handeln (den Trailer gibt es hier).

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