Früher haben wir durch gutes (bzw. fleißiges) Spielen bei Beat’em-Ups coole Kostüme freigeschaltet – heute sollen wir sie gefälligst im Download-Store erwerben. Echtes Geld für virtuelle Klamotten – ein Ärgernis, das aber längst Schule gemacht hat und Euch nicht nur bei (Super) Street Fighter IV genervt hat. Wer z.B. den Little Big Planet beackert hat, kann ein Liedchen davon singen…
Noch nerdiger ist es natürlich, Geld für Xbox-Live-Avatare oder PS3-Home-Bewohner hinzublättern. So z.B. ab Ende der Woche wieder bei Super Street Fighter IV: Zum Preis von jeweils 320 Punkten (das sind knapp 4 Euro!) warten Avatar-Outfits von Abel, Ibuki, C. Viper, El Fuerte, Guy, Guile, Juri, Dudley, Chun-Li, Dee Jay, T.Hawk, Makoto, Ryu, Rufus, Akuma und Cody. Die ebenfalls auf dem Bild abgebildeten Avatar-Shirts mit Super Street Fighter IV-Logo schlagen mit nur 80 Punkten zu Buche.
Seid Ihr bereit, Geld dafür auszugeben? Denn ich beschwere mich zwar an dieser Stelle, habe auf meiner privaten Xbox 360 aber auch einen nicht ganz günstigen Papagei, der meinen Avatar umkreist. Kumpels in meiner Freundeslliste wiederum tragen Modern Warfare-Klamotten oder lassen den Halo-Warthog fahren…




Ein weiteres Kuriosum aus dem Lande Japan: Square Enix geht eine Japan-exklusive Partnerschaft mit dem Fastfood-Giganten McDonalds ein. Ab dem 30. Juli sollten japanische Kunden der Fresstempel mit dem gelben M einen DS zum Mampfen mitbringen: Denn bis zum 9. September können sie sich gratis ein Zug-Design im McDonalds-Look für ihr DS-Spiel Densha de Go herunterladen.
Darüber, dass sich japanische Entwickler in einer (umstrittenen) Sinnkrise befinden und befürchten, den Anschluss an die Produktionsstandards der westlichen Industrie zu verlieren, haben wir schon mehrfach berichtet. Dass Hideo Kojima diese Meinung teilt, ist ebenfalls bekannt. Die fehlende Motivation der japanischen Szene nennt er nun als Hauptgrund für die Krise.



