England: Videospiele überholen Kino und DVD

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Der Daily Telegraph meldet, dass 2009 in England mehr Geld für Videospiele ausgegeben wurde als für Kinotickets und DVDs zusammen.

In Zahlen heißt das:

  • Spiele: 1,73 Milliarden Britische Pfund (ca. 1,92 Mrd. Euro)
  • Kino: 1 Milliarde Britische Pfund (ca. 1,11 Mrd. Euro)
  • DVDs: 200 Millionen Britische Pfund (ca. 222,5 Mio. Euro)

Der ehemalige britische Regierungsabgeordnete Tom Watson kommentiert die für die Games-Branche erfreuliche Situation dennoch etwas frustriert: “Wie bei allem Digitalen sieht das Parlament auch Videospiele nicht in ihrem gesamten Potenzial. Zu viele Politiker denken, dass Games von männlichen Teenagern gespielt werden, die nachts in ihren Kinderzimmern alles kurz und klein schießen. Natürlich gibt es von solchen Zockern jede Menge, aber andererseits spielen enorm viele Leute aus allen Altersklassen gerne. Die Industrie ist im letzten Jahrzehnt erwachsen geworden – und mit ihr die Spieler.”

Für Deutschland liegen uns derzeit keine konkreten Zahlen vor. Da England im europäischen Vergleich der Videospiel-Umsätze seit Jahren mit deutlichem Abstand an der Spitze steht, dürfte das Rennen hierzulande knapper ausfallen.

Macht der Duke auf Casual?

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MillerTrotz der vermeintlichen Schließung des Entwicklerstudios 3D Realms arbeitet die Firma laut CEO Scott Miller “im kleineren Rahmen” an gleich mehreren Games um Testosteron-Ikone Duke Nukem. Dabei will man den Duke sowohl in die Künste des Casual Gaming einführen, als auch neue, größere Projekte stemmen. Wie für 3D-Realms typisch, sind alle Aussagen mehr schwammig denn handfest.

Außerdem verrät Miller, wie sich das Studio so lange über Wasser halten konnte: Der Vetrieb der alten Duke-Nukem-Spiele sowie die Erstlinge der Wolfenstein- und Max-Payne-Franchises sollen laut Miller teilweise das 25-fache der Investitionskosten in die Kassen gespült haben.

3D Realms begeisterte Presse und Spieler seit Ewigkeiten mit der Entwicklungs-Odyssee des für PC angekündigten Duke Nukem Forever. Nach über zehn Jahren Entwicklungszeit hatte sich Publisher Take 2 geweigert, das Projekt weiterhin zu finanzieren.

Die Rückkehr des Killer-Pinguins – Prinny 2

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Prinny ist ein Prachtkerl. Der knuffige Pinguin aus der Disgaea-Serie feierte mit dem beinharten aber spaßigen Hüpfspiel Prinny: Can I Really be the Hero sein Solodebüt. Und weil sich der Watschelvogel nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, darf er schon bald in sein zweites Jump’n’Run-Abenteuer starten. Das sieht noch hübscher aus
als der Vorgänger – das beweist ein Blick in unsere prall gefüllte Bildergalerie, in der sich 15 brandneue
Prinny 2-Screenshots tummeln.

Bleibt die Hoffnung, dass Nippon Ichi am fiesen Schwierigkeitsgrad schraubt und das Spiel diesmal auch in Deutschland in großen Stil bewirbt und in die Läden stellt…

Abrocken mit Stil…und dieser Koopa-Gitarre

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Sieht sie nicht hinreißend aus, diese Gitarre im Koopa-Troopa-Stil? Leider gibt es die in keinem Laden zu kaufen…

…vor vier Tagen postete ein reddit.com-User die ersten Bilder einer selbsgebauten Koopa-Gitarre, die ein Freund von ihm gebastelt hatte. Mittlerweile hat sich auch besagter Freund  dort angemeldet und beantwortet gerne die Fragen der Community zu seinem Instrument, das Marios lengendären Schildkröten-Feinden gewidmet ist.

 

Wir finden: Die Stromgitarre ist auf jeden Fall ein Hingucker – bleibt die Frage, wann Nintendo eine Guitar Hero-Episode mit einer ähnlichen Plastik-Klampfe herausgibt.

Die Faust des Nordsterns räumt auf

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Im Oktober haben wir erstmals über das neue Fist of the North Star-Game mit dem Namen Hokuto Musou berichtet (und zwar hier) – das wird derzeit von Koei entwickelt und verbindet die blutige Action des Anime mit den Videospiel-Massenschlachten der Dynasty Warriors-Serie.

Jetzt hat Koei die offizielle Webseite zum PS3- und Xbox-360-Spiel gestartet, das schon im März in Japan erscheinen soll.

Passend dazu gibt es endlich echte Ingame-Szenen zu bewundert – komplett mit Bildschirmanzeigen, kantigen Muskelbergen und dem ein oder anderen Blutspritzer – die findet Ihr in unserer Bildergalerie (wo sich auch die Renderartworks der Serienhelden tummeln). Wenn es Neuigkeiten zu einer Deutschland-Veröffentlichung der Massenkeilerei gibt, melden wir uns natürlich zurück…

Mass Effect 2: Rundgang über die Normandy

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In einem Videointerview mit Gamespot zeigt BioWare-Produzent Adrien Cho die deutlich vergrößerte Normandy aus Mass Effect 2. Zwölf Minuten lang folgt Ihr ihm in diesem Video über Commander Shepards Schiff und erfahrt nebenbei heiße Infos über das Action-RPG, das am 29. Januar bei uns erscheinen wird.

Mehr über Mass Effect 2:

Afrika, Indien, Korea und Metro City: Die neuen Stages von Super Street Fighter IV

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Nach den neuen Kämpfern wurden endlich neue Hintergründe für Super Street Fighter 4 vorgestellt – einer der wenigen Kritikpunkte am Vorgänger wird somit hoffenlich ausgemerzt.

Während sich in Afrika genüßlich ein paar Nilpferde über den Boden rollen und Erdmännchen dem Kampfgeschehen zuschauen, bringt das von vielen Fans erhoffte Indien-Level endlich  animierte Elefanten ins Spielgeschehen – diesmal  unter freiem Himmel. Mitten auf einer indischen Straße kämpft Ihr zwischen indischem Dreirad, heiligen Ochsen, Obstverkäufern und aufreizenden Bollywood-Damen.

Metro City hingegen kennt man schon aus den bereits im November veröffentlichen Screenshots von Cody. Der Kämpfer im Sträflingsanzug tritt vor gigantischer Baustellenkulisse auf, einzelne Charaktere im Hintergrund erinnern an diverse Final Fight-Bösewichte. Durch die Farbgebung und viele Details ist diese Stage eine der aufwändigsten im Portfolio.

Zuletzt gibt es noch ein Korea-Level und eine leicht abgeänderte Final-Stage: Diesmal lassen die Randale von Obermotz Seth das komplette Labor aus dem Vorgänger einstürzen.

Link und Master Chief treffen die Simpsons

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Videospiele sind bei den Simpsons gern gesehener Gast: Bereits in einer frühen Folgen (“Marge be not proud” – auf deutsch “Das schwarze Schaf”) wurde das Videospiel Bonestorm zur genialen Parodie von Mortal Kombat und Co.

Auf der Internet-Seite Springfield Punx veröffentlicht der kanadische Blogger Dean immer wieder Zeichnungen von Schauspielern im Simpsons-Stil – diesmal hat er sich Zelda-Held Link vorgenommen, etwas älter ist bereits der (unspektakuläre) Master Chief-Entwurf.

Vorbeisurfen kann nicht schaden – im Portfolio des Künstlers befinden sich zahlreiche Figuren aus den Marvel-Comics und der TV-Serie Lost.

Die Spiele des Jahres 2009 – Platz 1 – Assassin’s Creed II

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Matthias Schmid: Ubisoft Montreal hat mich total überrascht und mit Ezios Italienurlaub das beste Spiel des Jahres aus dem Hut gezaubert. Fast jeder Fehltritt des Vorgängers wurde behoben und zusammen mit den Stärken von Teil 1 (Kletter-Mechanik, Spielwelt, Grafik) zu einem locker 20-stündigen Action-Abenteuer vermengt, das mich verschlungen und erst nach mehreren turbulenten Tagen im glaubhaften Italien der Renaissance wieder ausgespuckt hat. Mit einer Vielzahl an spannenden Nebenaufgaben, intelligenten Rätseln, sympathischen Figuren und herausfordernden Grabräubereinlagen gelang Assassin‘s Creed 2 mit Bravour das, woran sich der Vorgänger die Zähne ausgebissen hatte: Eine über die gesamte Spielzeit erfrischende, abwechslungs- und lehrreiche sowie befriedigende Geschichtsstunde, die trotz der Größe die Spielwelt bis ins letzte Detail ausgemeißelt hat.

Thomas Nickel: Im Gegensatz zum Großteil der werten Kollegen war ich bereits ein großer Freund des ersten Assassin’s Creed. Fantastische Atmosphäre, ein spannendes Setting und die großartige, innovative Steuerung ließen es mir nicht schwer fallen, über einen gewissen Mangel an Abwechslung im späteren Spielverlauf hinweg zu sehen. Und kurz und schmerzlos: Teil 2 setzt in jeder Beziehung noch einen drauf – es ist schöner, abwechslungsreicher, fühlt sich noch besser an… aber eines ist mir besonders aufgefallen. Held Ezio ist so interessant und wird so überzeugend und glaubwürdig charakterisiert, dass so manches andere Spiel sich hier eine gehörige Scheibe abschneiden sollte.

Michael Herde: Darf man Assassin’s Creed II als Überraschungshit bezeichnen? Der enorme Hype, den Ubisoft im Vorfeld generiert hat, scheint dies zu verbieten. Gehypt wird aber immer und die Marktschreierei sagt nichts über die Qualität des Produktes aus. So auch beim Vorgänger, der mich bald nur noch gelangweilt hat – trotz einiger Stärken und guter Ansätze. Bei der Fortsetzung war ich am Anfang von den wirklich miesen Gesichtern der Charaktere entsetzt, der geruhsame Einstieg begeisterte mich auch nicht. Doch kaum in das Assassinen-Gewand geschlüpft, brach ein Sturm der Begeisterung los, der bis zum Ende nicht abklingen wollte und mich immer wieder überrascht hat. Konstant führen die Entwickler immer neue Elemente ein, die mich zwischendurch sogar den Storystrang vergessen lassen. Endlich wird die nötige Abwechslung geboten! Allerdings hat es ins Spiel auch ein Feature geschafft, das an Absurdität Uncharted 2 beinahe das Wasser reicht: Weil sich meine Geldtruhe in meiner Villa mit der Zeit füllt, muss ich immer wieder dorthin zurück, um sie zu leeren. Doch wohin? Natürlich in meinen Geldbeutel. Um es deutlich zu machen: Ich entnehme Geld einer sicher verwahrten Truhe, deren Fassungsvermögen beschränkt ist. Das trage ich fortan in einem unendlich großen Geldbeutel mit mir herum. Warum?

Ulrich Steppberger: Ezio rockt. Ich fand wie Thomas schon das erste Assassin’s Creed besser als so manch anderer, aber der zweite Ausflug legt in (fast) allen Belangen noch eine Nummer drauf – nur grafisch ist kein richtiger Fortschritt festzustellen. Wie man am Ausflug nach Italien ernsthaft über mehr als Kleinigkeiten meckern kann, wird mir wohl auf ewig schleierhaft bleiben.

Die Spiele des Jahres 2009 – Platz 2 – Call of Duty: Modern Warfare 2

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Oliver Schultes: Im Podcast habe ich Modern Warfare 2 als “Moorhuhn auf Schienen” bezeichnet. Mit einigen Wochen Abstand erhärtet sich der Eindruck: In vielen Szenen hat man das Gefühl, dass um einen herum der Krieg tobt, man selbst aber nur unbeteiligter Zuseher ist. Die Kollegen laufen voran, ich trotte hinterher, sie ballern die Feinde ab, ich schaue zu. Wer auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen seine KI-Kumpels mal machen lässt, kann sich oftmals zurücklehnen – und dabei verliert der ach so bedrohlich schreiende virtuelle Krieg seinen Schrecken. Hinter der Krach-Bumm-Maske kommt dann die gescriptete Welt um einen herum zum Vorschein, die sich um mich und meine Aktionen einen Dreck schert. Man erkennt, dass die vermeintlichen Massenschlachten stur ihren eigenen Gesetzen folgen; manchmal war ich versucht, zu winken und “Hierher!” zu brüllen. Wer allerdings seinen analytischen Teil des Gehirns ausschalten kann, erlebt einen sechsstündigen Rausch mit einer wahnwitzigen Bilderflut, der länger nachhallt als die durchzechte Silvesternacht.

Matthias Schmid: Aus drei eigenständigen Spielmodi schnürt Infinity Ward das dickste Shooterpaket des Jahres. Die Spec-Ops-Missionen fesseln mit knackigem Schwierigkeitsgrad und variantenreichen Zielen, der Mehrspieler-Modus macht ganz nebenbei die stärkste Onlineshooter-Erfahrung noch besser. Und doch hat mich die Solokampagne während der ersten Wochen am meisten begeistert – trotz ihrer Kürze, trotz der Linearität und trotz des viel diskutierten Flughafenlevels. Denn obgleich letzteres spielerisch Banane ist, hat Infinity Ward mit diesem Tabubruch Mut bewiesen – natürlich ist dieser Tabubruch selbstzweckhaft, meiner Meinung nach aber auch wichtig für ein so junges Medium. Spielerisch toppt Modern Warfare 2 den Vorgänger zwar nur knapp, doch die Intensität und die technische Brillanz, mit der die Entwickler die virtuellen Schlachten auf die Mattscheibe bringen, überraschten mich ein ums andere Mal.

Thomas Nickel: Wenn ich heute nostalgisch am meine ersten Videospiel-Erlebnisse zurückdenke, dann erinnere ich mich daran, dass ich Pilze aß, größer wurde und auf Goombas und Koopas sprang. Die heutige Jugend wird in ein paar Jahren sicher ähnlich wehmütig an die Flughafen-Massaker der guten, alten Zeit denken. Oder auch nicht.

Michael Herde: Aus meiner Sicht enttäuscht die Solo-Kampagne von Modern Warfare 2 im Vergleich zur Qualität seines Vorgängers. Hier wird überwiegend Bekanntes neu aufgekocht, pfiffige Neuerungen wie das Befreien von Geiseln in Zeitlupe sind selten. HD-“Moorhuhn” trifft es da ganz gut, aber das hat ja auch unzählige Fans. Warum das Spiel dennoch auf Platz 2 landet? Weil es derzeit einfach kein besseres Online-Erlebnis gibt! Fraglos kann man mit Modern Warfare 2 eine Menge Spaß haben, aber ich bevorzuge charmante Spiele mit Seele, die wissen, wie man eine Geschichte erzählt und wie man das auch noch gut macht. Infinity Ward hat diesbezüglich noch eine Menge zu lernen. Hurra-patriotistische Parolen, wie geil doch das US-Militär ist, und die kalkulierte Provokation im Flughafen-Level empfinde ich eher als peinlich denn als Weg weisenden Tabubruch. Außerdem muss ich permanent daran denken, wie Activision deutsche Händler und Kunden belogen hat, als es hieß, die deutsche Version sei ungeschnitten. Dafür kann zwar das Spiel nichts, aber so etwas macht man einfach nicht.

Ulrich Steppberger: Ich bin kein guter Ego-Shooter-Spieler. Trotzdem ziehe ich bei Modern Warfare 2 immer wieder in den Online-Kampf und lasse mich von zahllosen Fieslingen ein uns andere Mal umpusten – die Killcam ist aber auch sowas von schick… kurz gesagt, das Ding macht selbst als Daueropfer soviel Spaß wie sonst nichts im Genre.

Philip Ulc: Der ‘Spec Op’-Modus für sich allein genommen ist ein Anwärter auf das ‘Spiel des Jahres’. Ähnlich wie Trials HD zieht der Modus seine Faszination aus dem “Ich will noch besser/noch schneller werden”-Antrieb. Gerade weil ich nur einen Versuch pro Mission habe, perfektioniere ich mein Vorgehen, merke mir Gegnerstandorte und feile an möglichst schnellen Arten, den Feind auszuschalten. Der ‘Spec Op’-Modus wird mich noch viele Wochen beschäftigen, damit ich endlich alle 69 Sterne beisammen habe. Und wenn ich mal wieder fluche ob der knackigen Einsätze, lenke ich mich mit einer Partie im Multiplayer ab – denn auch hier zählt die Highscore-Jagd über alle Maße (Prestige-Ränge, ich grüße Euch).

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