Unser Spiel wird toll – aber wir zeigen es Euch nicht!

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Wenn Disney große Namen als Köder auswirft und nach England lädt – dann fahren wir gerne mit. Der renommierte Spiele-Entwickler Warren Spector (Thief, Deux Ex) macht ein neues, großes Micky-Maus-Spiel. Er wolle und solle der Marke ‘Micky’ neues Leben einhauchen, posaunte der Maestro im Vorfeld in einem Internet-Interview. Da ließen wir uns nicht zweimal bitten und flogen vor wenigen Tagen gen London.

Also zeitig aufstehen, zum Flughafen fahren, denn per Luftpost nach England und am Londoner Gatwick Airport ins Taxi eilen. Geschlagene zwei Stunden später (der Londoner Verkehr ist schon mittags die Hölle) erreiche ich das Hotel, checke ein und habe noch ein wenig Luft bis zum Beginn der Epic Mickey-Veranstaltung – so übrigens der Name des Spiels, das Ende 2010 exklusiv auf Wii erscheinen wird.

Einen köstlichen Falafel-Burger und kleinere Einkäufe später, holt mich der von Disney engagierte Transfer-Bus am Hotel ab – Zielpunkt: die noblen Shoreditch Studios (siehe hier). Nach einigen Cocktails (meinerseits) betritt ein sichtlich euphorischer Warren Spector die Bühne und erzählt ziemlich genau 30 Minuten lang von Epic Mickey. Wie es dazu kam, dass er ein Micky-Maus-Spiel macht, wer die Feinde im Spiel sind, welcher Disney-Cartoon sein liebster ist – außerdem verriet er erste Details zur Story, zu den Schauplätzen, zum Art-Design und zu den Spiel-Features. Das Problem an der Sache: Von wenigen Artworks und drei sehr kurzen Animationsclips abgesehen, bekommen wir vom Spiel rein gar nix zu sehen. Ein Video? Fehlanzeige. Warren spielt vor? Von wegen.

“Naja” denke ich mir, “später in der Frage- und Antwortrunde mit dem Star-Designer wird das sicher besser” – kühle Biere und schlechte Häppchen sollen über die knapp zweistündige Wartezeit bis zu unserem Gespräch hinweghelfen. Doch denkste – der für 20:00 angesetzte Termin wird verschoben; zuerst auf 21:00, dann auf 21:30. Insgesamt also knapp vier Stunden Wartezeit für eine 20-minütige Fragerunde mit neun anderen Journalisten.

Dieser Teil der Veranstaltung findet dann im ‘Obergeschoss’ eines alten Doppeldecker-Busses statt. Nett. Warren erwartet mich schon, schüttelt mir freundlich die Pfote und lässt sich sogar auf die lallenden “High Five”-Angebote einiger schwer angetrunkener Kollegen (die lange Wartezeit war wohl schuld) gerne ein. Dann Warrens Entschuldigung: Leider könne er das Spiel nicht live vorspielen, weil die Position hier vor dem Fernseher und die Enge des Busses das nicht zuliessen. “Schon eine kluge Entscheidung, die Demo dann hier im Bus abzuhalten” denke ich mir und genieße das hübsche Intro. Dann folgen knapp sieben Minuten bewegte Bilder aus dem Spiel – endlich. Während der letzten drei Minuten des Clips, der mittels Beamer auf eine kleine Leinwand projiziert wird, beginnt schon die Fragerunde: Der ersten, langweiligen und schon viel zu oft gestellten Frage eines Kollegen (“Warum kommt das Spiel nicht für HD-Konsolen?”) folgen noch zwei weitere, dann unterbricht die Disney-Dame die Runde – die Zeit dränge.

Enttäuscht und nicht viel schlauer als vor der Fragerunde und natürlich auch vor unserer Reise verlassen wir Warrens ‘Partybus’ und lassen den Abend bei den Klängen von DJ Yoda ausklingen – zusammen mit einigen wenig bekannten englischen Starlets hatte Disney diesen für den Abend engagiert und der Yellow Press zum Fraß vorgeworfen.

Warum war ich nochmal nach London geflogen? Ach ja – Epic Mickey. Viel vom Spiel habe ich nicht gesehen, dachte ich mir auf der erneut langen Taxifahrt am nächsten Vormittag, diesmal in Richtung Flughafen London Gatwick. Knapp 36 Stunden hatte der Kurztrip gedauert, zwei Flüge und zwei lange Taxifahrten inklusive – reichlich CO2 für wenig Spiel. Und das alles für eine Handvoll Infos, die ich mir auch aus einem PDF und 5-minütigem Spielevideo hätte holen können. Tut mir leid Disney, sorry Warren – das war nicht das Gelbe vom Ei. Wenn Ihr auf Euer Spiel aufmerksam machen wollt, dann zeigt es! Wenn Ihr von der Qualität eines Spiels überzeugt seid, dann zeigt es!

Wir zeigen Euch immerhin unten noch einige Bilder vom Spiel – das sieht reizend aus, ist aber optisch nicht ganz so eigenständig, so anders wie wir erhofft hatten.

Nokia stellt N-Gage ein

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Nokias Spieleplattform ist gescheitert: Die Finnen stellen das N-Gage-Angebot ab Jahreswechsel schrittweise ein. Dabei haben die Finnen durchaus ambitioniert begonnen.

2003 wurde das N-Gage im Markt eingeführt und anfangs positiv aufgenommen: Das Gerät war leistungsstark, das Design schick, der einzige Konkurrent damals Nintendos Gameboy Advance. Doch Kritik mehrte sich, als die Softwareauswahl bescheiden blieb. Auch das Handling überzeugte nicht. Der Konzern reagierte 2004 mit dem generalüberholten N-Gage QD, der die bemängelten Punkte ausmerzte – doch zu spät. Im gleichen Jahr erschienen der DS und Sonys PSP, der N-Gage konnte die kritische Masse nie erreichen und dümpelte vor sich hin.

2007 dann der Neuanfang als Spieleplattform für alle unterstützenden Nokia-Handys. Die Finnen waren ehrgeizig, ergatterten zahlreiche Sponsoring-Maßnahmen und wollten sich als multimediafähiges Highend-Handy etablieren. Doch diese Sparte besetzte bereits Apple mit dem iPhone.

N-Gage soll nun im Ovi Store aufgehen, Nokias Gegenstück zum App Store. Spiele wird es von Nokia weiterhin geben, auch wenn der N-Gage-Betrieb im Laufe des Jahres 2010 vollends eingestellt wird.

Capcom – die Freiheit nehm ich mir: Einkaufen und Zahlen mit Ryu, Resi & Co.

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Ab Dezember 2009 bietet das Traditionshaus Capcom in Zusammenarbeit mit der Hanseatic Bank die Kreditkarte Capcom-Card in Deutschland an. Anträge für das Plastikgeld sind bereits jetzt möglich – unter capcom-europe.com oder capcom-card.de.

Warum Ihr Euch die Karte holen solltet? Capcom preist in seiner Presse-Mitteilung viele Vorteile an: Rabatte beim Einkauf im Capcom-Shop und natürlich spannende Extras wie…äh…Gewinnspiele – da sollte sich das Unternehmen noch ein bisschen ins Zeug legen, finden wir.

Denn schick aussehen tun sie ja, die Kreditkarten im Capcom-Look – mit wahlweise Resident Evil 5 oder Street Fighter IV-Motiv.

Kameo 2 auf Eis – Natal sei Dank

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Microsofts Exklusiv-Entwickler Rare hat an Kameo 2 gearbeitet – dem Nachfolger zum 360-Launch-Titel aus dem Jahr 2005. Doch seit der Restrukturierung des britischen Entwicklers Anfang des Jahres liegen die Arbeiten auf Eis (wie CVG berichtet) und werden wohl nicht fortgesetzt.

Der Grund dürfte nicht nur in der Software-Entwicklung für Natal liegen, für das Rare ein bis zwei Titel programmieren soll. Ausschlaggebend sind eher die katastrophalen Verkaufszahlen für Kameo: Lediglich eine halbe Million Einheiten wurden weltweit abgesetzt. Neben der Fortsetzung des Action-Adventures soll sich noch ein weiteres, namentlich nicht bekanntes Spiel in der Pipeline befunden haben, das ebenfalls der Schere zum Opfer fiel. Hm, Perfect Dark Zero 2 oder Killer Instinct?

Capcom zieht blank: Verkaufszahlen von Resi & Co.

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Spielehersteller Capcom hat auf seiner Internetseite eine Flut hochinteressanter Verkaufs- und Geschäftszahlen veröffentlicht. Von Marktanteil im japanischen Arcadesektor über die Zuwachsraten bei Next-Gen-Spielen bis hin zu den bestverkauften Capcom-Spielen überhaupt – bis zum Stichtag 30. September 2009.

Für am interessantesten erachten wir die bestverkauften Einzelspiele – insgesamt hat Capcom 44 Titel im Portfolio, die weltweit mehr als 1 Million Mal über den Ladentisch wanderten. Die Top-Ten sieht so aus:

1. Street Fighter II: 6,3 Millionen
2. Resident Evil 5: 5,2 Millionen
3. Resident Evil 2: 5,0 Millionen
4. Street Fighter II Turbo: 4,1 Millionen
5. Resident Evil 3 Nemesis: 3,5 Millionen
6. Monster Hunter 2 G: 3,0 Millionen
7. Resident Evil: 2,8 Millionen
8. Street Fighter IV: 2,7 Millionen
9. Devil May Cry 4: 2,4 Millionen
10. Dino Crisis: 2,0 Millionen

 

Kummuliert sind die Zahlen der langlebigen Capcom-Serien noch beeindruckender
– hier die 15 erfolgreichsten Franchises:

1. Resident Evil: 42 Millionen verteilt auf 58 Titel
2. Street Fighter: 28
Millionen verteilt auf 63 Titel
3. Mega Man: 28
Millionen verteilt auf 125 Titel
4. Monster Hunter: 11
Millionen verteilt auf 13 Titel
5. Devil May Cry: 10
Millionen verteilt auf 13 Titel
6. Onimusha: 7.8
Millionen verteilt auf 12 Titel
7. Dino Crisis: 4.4
Millionen verteilt auf 13 Titel
8. Ghosts ‘n Goblins: 4.4
Millionen verteilt auf 16 Titel
9. Phoenix Wright: 3.7
Millionen verteilt auf 13 Titel
10. Final Fight: 3.2
Millionen verteilt auf 10 Titel
11. Breath of Fire: 3
Millionen verteilt auf 15 Titel
12. Lost Planet: 2.7
Millionen verteilt auf 7 Titel
13. Sengoku Basara: 1.5
Millionen verteilt auf 12 Titel
14. Commando: 1.2
Millionen verteilt auf 2 Titel
15. 1942: 1.2
Millionen verteilt auf 3 Titel

…wie der japanische Konzern jedoch auf die Anzahl der Titel innerhalb einer Spieleserie kommt, ist uns schleierhaft. Oder fallen Euch z.B. 13 Devil May Cry-Spiele ein?  Unsere Vermutung: Platin-Veröffentlichungen oder Re-Releases werden als neuer Titel gewertet.

God of War III – Ultimate Edition

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Überraschung vorm Wochenende: Sony veröffentlicht parallel zur normalen Version von God of War III im März 2010 die Ultimate Edition.

Darin enthalten sind:

  • hochwertige Nachbildung von Pandoras Box
  • limitiertes God of War Artbook mit exklusiven Interviews
  • exklusive digitale Inhalte (Dokumentation, Soundtrack der Trilogie, Blood and Metal Musikalbum, Kratos Skin Dominus und zusätzliche Umgebung samt sieben Herausforderungen in der Combat Arena)

Was dieses Schmuckstück kostet, wissen zurzeit nur die Götter des Olymp. Wir unwürdigen Menschen wollen sie auf jeden Fall haben, gleich!

R-Type landet auf PlayStation Home

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Irems Kult-Shoot’em-Up R-Type hält Einzug in Sonys Home-Universum.

Die ersten Bilder weisen auf einen nicht allzu aufwändigen 3D-Ableger der Serie hin – womöglich wird es nur ein Minispiel in Form eines Automaten.

Wann R-Type in Home startet ist noch nicht bekannt, sobald wir weitere Neuigkeiten haben, gibt es an dieser Stelle ein Update.

Umsatzeinbruch bei Sony Networked Products & Services

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Sonys Konzernabteilung Networked Products & Services, in dem die Geschäftsbereiche Sony Computer Entertainment und Vaio-PCs seit Beginn des Geschäftsjahres zusammengefasst sind, erzielte im zum 30. September beendeten zweiten Geschäftsquartal 352,6 Milliarden Yen Umsatz (umgerechnet ca. 2,6 Milliarden Euro).

Ein Direktvergleich mit dem Vorjahr ist aufgrund der kürzlichen Zusammenlegung nicht möglich, summiert man allerdings die Ergebnisse der ehemals getrennten Geschäftsbereiche, ergibt sich ein Umsatzminus von 24,2 Prozent. Der Verlust stieg von 40,4 auf 58,8 Milliarden Yen (ca. 300 / 436 Millionen Euro).

Positiv dagegen die Markteinführung des PS3 Slim: Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Absatz auf 3,2 Millionen Geräte (Vorjahr: 2,4 Millionen). Allerdings ging mit dem Start der PS3 Slim eine Preissenkung der Konsole von 400 auf 300 Euro einher.

Abwärts zeigt der Trend bei PSP und PS2: Die PSP-Verkäufe gingen trotz Einführung der PSPgo von 3,2 Millionen auf 3 Millionen Stück zurück; die PS2 wollten nur noch 1,9 Millionen Kunden haben.

Den Grund für den Rückgang sieht Sony vorwiegend in der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise. Der rasante Preisverfall bei Elektronikprodukten drückt den Umsatz zusätzlich.

Game-Poster – Mach mich nass und ich zieh’ mich aus!

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Was wäre unser Hobby ohne japanische Stilblüten? Für das im März des nächsten Jahres erscheinende PC-Erotik-Spiel Se-Kirara haben sich die Macher etwas Besonderes einfallen lassen – ein Poster mit einem Mädel in Unterwäsche.

Aber es handelt sich nicht um irgendein Poster. Rubbelt an BH oder Höschen oder bespritzt Izumi-Chan, eine der Hauptdarstellerinnen aus dem Spiel, mit warmem Wasser und die Dessous verflüchtigen sich.

Ihr meint, das gibt’s nicht? Dann stöbert durch die Bildergalerie unten. An den Stellen mit den “Keep Out”-Schildern ist im Original übrigens nackte Haut zu sehen – der Urheber der Fotos wollte Euch aber wohl die Spannung erhalten.

Wer mehr (japanische) Infos zum Spiel sucht, klickt hier.

Konami-Klassiker für Nintendos Virtual Console

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Frohe Kunde für japanische Retro-Liebhaber: In diesem Winter erscheinen für Nintendos Wii diverse MSX-Spiele von Konami als Download in der Virtual Console.

Auf der Liste stehen:

  • Metal Gear
  • Yie Ar Kung-Fu II
  • Space Manbow
  • Road Fighter
  • Penguin Adventure
  • Parodius
  • Quarth
  • Contra
  • Knightmare (Majo Densetsu)
  • Gradius 2
  • Salamander
  • Gofer no Yabou Epiode II
  • Metal Gear 2: Solid Snake

Ob und wann diese Games auch im deutschen Wii-Store erhältlich sein werden, ist noch unklar.

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