PSP wird zur mobilen Comic-Bibliothek

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Sony gönnt seiner PSP dieses Jahr nicht nur eine Reihe hochkarätiger Spiele (wir berichteten), sondern hat noch mehr ungewöhnliche Pläne. In den USA wurden Benutzer des PlayStation Networks befragt, ob sie Interesse daran hätten, digitale Comics zu kaufen.

Dazu präsentierte Sony ein Konzeptvideo (siehe unten) und stellte verschiedene potenzielle Bezahlmodelle vor: So wäre der Erwerb von einzelnen Ausgaben und Sammelbänden ebenso denkbar wie Abonnements oder Rabatt bei Großkäufen.

Wann diese Pläne umgesetzt werden und ob das Angebot jemals Europa erreicht, steht noch in den Sternen. Interessant finden wir die Idee allemal – schließlich machte auch der Metal Gear Solid-Comic auf UMD eine gute Figur.

 

Erste Infos zum neuen Spiel der “Castle Crashers”-Macher

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The Behemoth, die Entwickler von Alien Hominid und Castle Crashers, haben die ersten vagen Neuigkeiten über ihr drittes Spiel veröffentlicht.

Nicht genannt wurden so unwichtige Details wie Name, Konsole oder Preis, nur der Termin steht fest – sofern man 2010 als glaubwürdiges Datum akzeptiert und nicht vergisst, dass bei früheren Behemoth-Spielen gerne längere Verspätungen auftraten.

Immerhin dürfen wir einen interessanten Trailer bewundern, aus dem sich einige Fakten herauslesen lassen: Das neue Spiel ist ganz offensichtlich ein actionlastiges Jump’n’Run, auf mehrere Teilnehmer ausgelegt und hat erkennbare Einflüsse von N+, Super Smash Bros. und dem skurrilen Hüpf-Minispiel, das bei Alien Hominid als Bonusgame enthalten war. Das Ganze wird natürlich im gewohnt kultigen Grafikstil präsentiert, erscheint aber schon jetzt spielerisch komplexer als die beiden Vorgänger.


The Behemoth – Game #3 Trailer from The Behemoth on Vimeo

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Namco-Bandai kauft D3 Publisher auf

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Das fröhliche Fusionieren im Videospielsektor geht weiter: Diese Woche schlägt der japanische Großkonzern Namco-Bandai zu und schluckt die Nippon-Zentrale des kleineren Herstellers D3. Mit dem Kauf von knapp 20.000 Anteilen zum Gesamtwert von umgerechnet 9,6 Millionen Euro wurde Namcos Anteil an der Firma auf 95% aufgestockt. In welcher Form die Übernahme Auswirkungen auf die europäischen und die amerikanischen Niederlassungen von D3 hat, wurde nicht weiter ausgeführt

D3 bescherte uns bislang solche ‘Perlen’ wie die Ben 10-Serie oder jüngst Onechanbara: Bikini Zombie Squad, fungierte aber auch als Publisher von guten Spielen wie Puzzle Quest.

Buchtipp: Wie Ataris VCS die Spiele-Entwicklung prägte

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Retro-Liebhaber aufgemerkt: Wer sich für alte Konsolen und deren Technik interessiert und beim Namen ‘VCS 2600’ nicht an ein Küchenmaschine denkt, dem sei das neue Buch “Racing the Beam: The Atari Video Computer System” ans Herz gelegt.

Das knapp 200 Seiten starke Werk der amerikanischen Medienprofessoren Nick Montfort und Ian Bogost analysiert die Auswirkungen, die Ataris Konsole auf die Spiele-Entwicklung hatte. Anno dazumal führten die extrem limitierten Harware-Spezifikationen zu ganz neuen Programmierweisen, zwangen die Entwickler zu Tricks, damit sie Ihr Spiel überhaupt umsetzen konnten.

Mit anschaulichen Skizzen (siehe Bild unten) und vielen technischen Insider-Informationen geben die Autoren einen guten Einblick, warum z.B. Pitfall am linken Bildrand einen schwarzen Balken aufwies oder die Geister von Pac-Man so flimmerig über den Schirm huschten.

“Racing the Beam: The Atari Video Computer System” erscheint  am 31. März und wird 22 Dollar kosten. amazon.com bietet das Buch sogar für knapp 16 Dollar an.

Resident Evil: The Darkside Chronicles – neue Bilder & Trailer

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Mit Lightgun-Shootern hat Capcom so seine Probleme: Bereits die Gun–Survivor-Episoden der Resident–Evil-Serie auf PSone waren bestenfalls mittelprächtig, auch das Wii-Debüt überzeugte in spielerischer Hinsicht nicht – zu träge war der Spiebablauf, zu behäbig die Action und Handhabe. Dennoch versuchen sich die Japaner erneut am Lichtpistolen-Genre: Resident Evil: The Darkside Chronicles soll in Japan und den USA noch in diesem Jahr erscheinen – ein deutscher Release ist aufgrund der Thematik und indizierten Vorgänger unwahrscheinlich.

Ob sich die Knallerei spielerisch weiterentwickelt hat, muss sich zeigen – allzu große Hoffnungen haben wir in diesem Punkt jedoch nicht. Vielmehr dürfte das Schließen von Story-Lücken rund um Claire Redfield, Leon S. Kennedy und Raccoon City im Vordergrund stehen.

Hier seht Ihr den ersten Trailer zum Spiel, weiter unten findet Ihr einen Schwung frischer Bilder.

 

Solid Snake gründet Film- & Spiele-Firma

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Uns Spielern ist David Hayter (Bild rechts) vor allem als englischer Synchronsprecher von Schleichlegende Solid Snake bekannt, doch der 40-jährige US-Amerikaner hat noch andere Talente. Auch als Drehbuchautor in Hollywood machte er von sich reden – so z.B. bei X-Men, Scorpion King oder zuletzt als Co-Autor beim etwas anderen Superhelden-Streifen Watchmen.

Jetzt hat David Hayter zusammen mit seinem Geschäftspartner Benedict Carver (ebenfalls an Watchmen beteiligt) eine eigene Firma gegründet: Die Dark Works Studios wollen sich eigenen Aussagen zufolge Film-, Internet- und Videospiel-Projekten in den Genres Horror, Sci-Fi und Action widmen. Das Erstlingswerk des dynamischen Duos soll der Thriller Demonology werden, bei dem Hayter für das Drehbuch sorgt und gleichzeitig Regie führt – Graphic Novel und ein Spiel zum Film sind ebenfalls geplant.

Branchenbeobachter erwarten PS3-Preissenkung

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Der Preis für Sonys Spielekonsole PlayStation3 könnte nach Einschätzung von Branchenkennern auf Druck der Spiele-Industrie schon bald fallen.Bislang ist der japanische Elektronikkonzern den Preisabschlägen der Konkurrenz nicht gefolgt. Sollte es Sony nicht gelingen, den Absatz deutlich anzukurbeln, könne der Preis bereits in diesem oder im nächsten Monat um 50 bis 100 US-Dollar fallen, sagte Mike Hickey, Analyst bei Janco Partners in Colorado der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Aktuelle Pläne für einen Preisnachlass gebe es nach Angaben von Sony jedoch nicht.Zuletzt hatten Wii sowie Xbox 360 die PS3 in den USA erneut auf den dritten Platz der Verkaufscharts verwiesen. Bloomberg berichtet, dass Activision Blizzard im vergangenen Jahr 32 Prozent seiner Umsätze mit Titeln für Wii gemacht habe gegenüber 19 Prozent für die PlayStation3. Electronic Arts veröffentlicht inzwischen bereits einige Titel exklusiv auf Wii. “Jedes Mal, wenn ein Konsolen-Hersteller den Preis reduziert, profitieren die Spielehersteller davon”, sagte Yves Guillemot, Geschäftsführer von Ubisoft Entertainment.Auch Peter Moore, bei Electronic Arts für den Bereich der Sportspiele zuständig, hält eine anstehende Preissenkung für wahrscheinlich. Bei Sony gebe es dafür noch Spielraum, sagte Moore, der bis Sommer 2007 bei Microsoft für die Xbox 360 verantwortlich war. Die PlayStation3 ist mit einem Speicher von 80 Gigabyte bei einem Preis von rund 400 Euro weiterhin mit Abstand die teuerste Konsole auf dem Markt.

Verrücktes Japan: Lautlos Karaoke singen

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Was wäre unser Videospiel-Hobby ohne japanische Entwickler und deren kauzige Ideen. Aktuelles Beispiel: eine Mikrofon-Beatmungsmaske-Kombination zum geräuschlosen Karaoke singen.

Das Zubehör ist für Hudsons Träller-Spiel Joysound Wii gedacht, das letzten Dezember in Japan erschien. Betrachtet einfach die Bilder, die Funktionsweise erklärt sich von selbst.

 

 

 

Virtual-Reality-System deckt fünf Sinne ab

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Virtual Reality: Ein Begriff, mit dem viele spontan klobige Brillenhelme und Datenhandschuhe assoziieren – und die bislang vergeblichen Versuche, ein glaubhaftes virtuelles Abbild der Realität zu schaffen. Denn zu einer virtuellen Realität gehören eben mehr als nur Bild und Ton, der Mensch besitzt zum Begreifen seiner Umwelt nicht nur zwei Sinne.

Alle fünf Sinne anzusprechen (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten), das haben sich Forscher vom britischen Physical Sciences Research Council (EPSRC) vorgenommen. Einen klangvollen Namen für ihr Vorhaben gibt es schon (Real Virtuality), die Realisation dauert laut Projektleiter Professor David Howard von der University of York indes noch gut zehn Jahre.

Der erste Prototyp (siehe Bild) hört auf den Namen Virtual Cocoon und sieht nicht gerade revolutionär futuristisch aus, eher wie eine Abwandlung früherer Virtual-Reality-Geräte. Interessanter ist dagegen das Innenleben: Ein kompakter Computer fungiert im Virtual Cocoon als Steuerzentrale, von der aus die fünf Sinne angesprochen werden. Bildschirm und Lautsprecher sorgen für das Seh- und Hörerlebnis; Gerüche soll eine neue elektronische Technik über einen Schlauch liefern, an der Forscher Alan Chalmers mit seinem Team in Warwick arbeitet. Da laut David Howard Riechen und Schmecken eng gekoppelt sind, wird auch der vierte Sinn zu seinem Recht kommen – die Wissenschaftler planen sogar, das Gefühl, etwas im Mund zu haben, zu simulieren. Sinn Nummer 5, der Tastsinn, bereitet den Forschern am meisten Kopfzerbrechen, nicht näher spezifizierte “Tastapparate” sollen hier für authentische Fühlerlebnisse sorgen.

Mindestens genauso wichtig wie das Ansprechen einzelner Sinne, ist allerdings die Simulation des Zusammenspiels aller fünf. Bis das gelingt, wird wohl noch viel Wasser die Themse hinabfließen…

Kommentar zur Berichterstattung nach dem Amoklauf in Winnenden

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Wer in den letzten beiden Tagen den Fernseher eingeschaltet hat, kam nicht umhin, vom Amoklauf des 17jährigen Tim K. an der Albertville-Realschule im Baden-Württembergischen Winnenden zu erfahren. 16 Menschen einschließlich seiner selbst hat er mit Schusswaffen getötet, die aus der Sammlung des Vaters stammten.
Dieses tragische Ereignis erschüttert die Nation, Fassungslosigkeit macht sich breit. Und einmal mehr wird hitzig über das Motiv des Täters debattiert, um das Unbegreifliche nachvollziehbar zu machen. Nur logisch, dass neben dem sozialen Umfeld und der Persönlichkeitsstruktur auch das Freizeitverhalten unter die Lupe genommen wird. Dabei gerieten bei vergleichbaren Taten in der Vergangenheit Computerspiele und Horrorvideos regelmäßig ins Zentrum der Kritik, auch traten nach der Schulschießerei 2006 in Emsdetten strengere Gesetze zur Regelung des Waffenbesitzes in Kraft.

Ich verfolge die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam und glaube, eine interessante Veränderung festzustellen. Veränderung im positiven Sinne. Wo früher Computerspiele schnell als Ursprung allen Übels zur Hand waren, tritt diese kurzsichtige Suche nach einem Sündenbock derzeit in den Hintergrund. Der Privatsender n-tv blendet zwar noch knackige Schlagzeilen à la “Seine Freizeitbeschäftigung: Killerspiele und Horrorvideos” ein, doch das scheint eine Ausnahme zu sein. So schob die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) gestern in Maybrit Illners ZDF-Talkrunde das Thema schnell zur Seite, vorgestern verlief es bei Hart aber fair auf ARD ähnlich: Mit Prof. Christian Pfeiffer saß ein bekannter Kritiker des interaktiven Mediums in der Gesprächsrunde. In der Vergangenheit ließ Pfeiffer kaum eine Gelegenheit aus, durch (zu) simple Aussagen nicht zuletzt den Zorn der Spielergemeinde auf sich zu ziehen. Doch von Verteufelung diesmal keine Spur: Erst kurz vor Ende der Sendung wurde das Gespräch etwas bemüht vom Moderator auf das Thema Computerspiele gelenkt, namentlich Counterstrike. Man war sich in der Runde einig: Eindimensionale Wirkungszusammenhänge gebe es nicht, das isolierte Spielen am heimischen Computer sei lediglich Ausdruck der Persönlichkeit und könnte unter entsprechenden Extrembedingungen eine verstärkende Wirkung auf die Veranlagung des Täters haben. Dem stimme ich zu, als Mensch, als Spieler und als Medienpädagoge.

Dennoch ist der Team-Shooter Counterstrike erneut im Gespräch, schließlich wurde er auf dem Rechner des Täters gefunden, angeblich zusammen mit Horrorfilmen und Pornographie. Doch atmet Deutschland nun erleichtert auf, ist das Motiv des Täters gefunden? Nein! So einfach macht man es sich diesmal nicht und das ist in meinen Augen gut so. Denn: Auf welchem Rechner eines 17jährigen Jungen findet man solche Dinge nicht? Nur vereinzelt werden Verbotsforderungen laut, vermutlich aus alter Gewohnheit. Immerhin befinden wir uns in einem Wahljahr – wer verstünde das nicht? Man hat scheinbar verstanden, dass Computer- und Videospiele in unserer Gesellschaft mittlerweile derart breit aufgestellt sind, dass mit der Verteufelung kein Staat mehr zu machen ist.

Auf dem Weg in die Arbeit hörte ich gestern einen Professor im Radio sagen, dass man die Motivsuche bei solchen Taten nicht überschätzen dürfe. Meist handele es sich um triviale Auslöser – den berühmten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das brachte mich auf folgenden Gedankengang:

Ich halte solch tragische Ereignisse für einen unvermeidlichen Auswuchs der gesellschaftlichen, konkurrenzorientierten ‘Ich Zuerst’-Kultur: Auch mit strengsten Verboten wird es immer Menschen geben, die aus verschiedensten Gründen die Fassade des friedlichen Miteinanders erschüttern, weil sie sich aufgrund ihrer Persönlichkeit den Anforderungen des täglichen Miteinanders nicht gewachsen sehen. Durch den Amoklauf wird derzeit gerade im Fernsehen verstärkt eine “Kultur des Hinsehens” thematisiert, durch die Menschen emotional näher zusammenrücken und mehr auf einander achten. Ist möglicherweise dies der Weg, um solche Verbrechen tatsächlich wirkungsvoll zu verhindern?

Das Thema ist harter Tobak, aber wie steht Ihr dazu? Welche Beobachtungen habt Ihr in den letzten Tagen gemacht?

Diskutiert mit, aber vernünftig!

 

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