Die Gerüchteküche brodelt wieder: Insiderberichte sprechen von einem vorgezogenen Releasetermin des vierten PlayStation-Modells. 2010 oder 2011 soll die PS4 erscheinen. Sony will dem Konkurrenten Microsoft keinesfalls einen zeitlichen Vorsprung wie bei der Xbox 360 geben. Nach Angaben des japanischen Magazins Impress Watch soll die PlayStation 4 außerdem keine Technik-Revolution werden. Stattdessen kommen altbewährte Bauteile zum Einsatz. Wieder an Bord ist der Cell-Chip – in aufgebohrter Fassung: Der im 45nm-Verfahren oder kleiner hergestellte Prozessor (aktuell 65nm) spart Strom und große Lüfter. Neben höherer Taktung von 6 bis 8 GHz spricht die Quelle von der zwei- bis dreifachen Menge an Subprozessoren (SPUs) – im PS3-Cell-Chip werkeln sieben dieser Einheiten. Daneben soll statt teurem XDR-Speicher günstiger DDR3-Standard eingesetzt werden. Unterm Strich kommt eine massive Kostensenkung und entsprechend niedriger Verkaufspreis heraus.
Die ähnliche Architektur zum Vorgänger vereinfacht auch die Spieleentwicklung. Nintendo machte dieses Konzept bereits vor: Der Wii mit GameCube-ähnlichem Hardware-Aufbau ist trotz mäßiger Leistung ein Verkaufsschlager.
Passend zu diesem Gerücht philosophierte der frühere Sony-Studio-Boss Phil Harrison bereits im Jahr 2006: Er wäre überrascht, wenn bei der PS4 überhaupt ein physisches Laufwerk eingebaut wäre. Die Zukunft sind digitale Vertriebswege, die von Nintendo, Microsoft und Sony bereits rege genutzt werden.
Thomas meint:Dass Sony dem Konkurrenten Microsoft keinen Vorsprung geben will, klingt aus meiner Sicht logisch. Schließlich hinkt die PS3 der Xbox 360 in Sachen verbreiteter Hardwarebasis noch hinterher – der Verspätung der PS3 sei Dank. Ergo sollte uns ab 2010/2011 ein direktes Duell der großen Rivalen erwarten. Bis dahin dürften auch DSL-Breitbandverbindungen so verbreitet sein, dass man sogar auf das Laufwerk verzichten könnte. Filme, Musik und Spiele holt man sich aus dem Netz – Sammler hätten aber das Nachsehen.
Olli meint:Ich halte das für eine Zeitungsente: Sony hat nicht gefühlte 500 Milliarden Dollar in die PlayStation 3 investiert, um sie nach etwa fünf Jahren wieder abzuservieren. Wohlgemerkt: Die ersten Jahre war die PlayStation 2 für Sony ebenfalls ein Draufzahlgeschäft – dank der enorm langen und erfolgreichen Marktpräsenz von mittlerweile acht Jahren entwickelte sich die Konsole doch noch zum Goldesel. Nur die von Sony angepeilten zehn Jahre Laufzeit für die PS3 könnten die gigantischen Investitionen in das Gerät wieder auffangen. Außerdem ist Sony nicht wirklich in Zugzwang: Wenn die Xbox 1080 (oder wie auch immer sie heißen wird) in zwei Jahren erscheint, wird sie technisch nicht den Vorsprung ausspielen können, den sie vielleicht hat – technikbegeisterte Gamer sind gerade im HD-Zeitalter angekommen, in absehbarer Zeit gibt es kein HDTV 2 mit 4.000 Zeilen statt 1080 Zeilen Auflösung. Zum Thema Laufwerk kann ich nur sagen, dass es sich kein Konsolenhersteller leisten wird, potenzielle Kunden auszuschließen. In zwei, drei Jahren ist eine hundertprozentige DSL-Abdeckung Utopie – von den begrenzten Bandbreiten in ländlichen Gebieten ganz abgesehen. Dagegen kann jeder in den Laden gehen oder sich online eine Blu-ray kaufen. Für mich ist klar: Ich werde auch in die nächste Konsolen-Generation Discs schieben und die Packungen fein säuberlich in mein Spiele-Archiv einreihen.
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