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  • #1042826
    VreenVreen
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Bei alg 2 hätte ich nicht mehr das Gefühl, mir noch eine Wahl erlauben zu können, da man so ja anderen Geld kostet,

    Ach und als du krank warst, da hast du niemanden was gekostet? In Sparta wärste im Loch gelandet.

    Wenn jemand arbeitslos wird, kann das genauso unverschuldet oder selbstverschuldet sein wie bei Krankheit, Unfall und dgl. Genau darum hat man ja diese Versicherungen, die auf Solidarität basieren. Hätte Vater Staat dich ordentlich durchgefickt, ich glaube du hättest keine Skrupel mehr, auf Kosten von selbigen zu leben.

    Oha, da wurde offenbar ein wunder Punkt getroffen. Hast du deswegen soviel zeit hier soviel zu Posten?

    Zum inhalt: zuallererst, damals als ich die Phase hatte, in der ich krank war bzw nach einer Operation rehabilitieren musste, hätte ich auch garnicht arbeiten können, da ich körperlich eingeschränkt war. Das Problem hat jemand der Arbeitssuchend ist nicht, da der status von arbeitsunfähig nochmal abzugrenzen ist. Was ich für mich nie wollte, war arbeiten gehen zu können, ohne körperliche oder seelische Gründe die dagegen sprechen, aber es, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu tun oder zu können. So, und das ist halt meine persönliche Einstellung für mich dazu. Das ist gegen niemanden gerichtet.

    Desweiteren, damals bekam ich Geld, durchaus. Allerdings nicht vom Staat und nicht aus den gleichen Töpfen, aus denen arbeitsunfähige, kinderheime, Substitutionsambulanzen oder andere total sinnvolle Dinge finanziert werden, sondern krankentagegeld von meiner Krankenversicherung. Einer Institution, die regelmäßig Milliarden Überschuß macht, und in die ich selber als Freiberufler jahrelang mehrere tausend Euro im Jahr stecke. Insgesamt habe ich da bei weitem mehr investiert, als diese 8 Monate wieder heraus sprangen.

    Was deinen letzten Satz angeht: da bin ich absolut nicht deiner Meinung. Klar läuft beim Staat ne menge schief, aber das ist immer Schwankungen durch die aktuelle regierung unterworfen, mit denen man persönlich vielleicht nicht einverstanden ist. Im Grunde, und gerade wenn man sieht wie es in anderen Teilen der Welt läuft, ist das Konzept einer sozialen hilfskasse auf solidaritätsbasis eine super sache. Das steht für mich erstmal fest, und überstrahlt Momentaufnahmen von Unzufriedenheit durch aktuelle Schwankungen oder persönliche schlechte Erfahrungen. Ich halte es für kindisch und wenig konstruktiv, weil man schlechte Erfahrungen mit dem konstrukt Staat gemacht hat, es sich nun auf dessen Belastung gemütlich zu machen. Für mich klingt das wie eine Entschuldigung und es entspicht auch dem, was ich jahrelang in der sozialen Arbeit von Junkies und obdachlosen gehört habe. Einerseits ist der Staat schuld an ihrem Status und ihren “problemen”, aber strebt man eine wirkliche Veränderung an, welche aber sehr schwierig umzusetzen ist, regiert man trotzig und passiv, und trägt seinen Staus lieber als Bürde und als Spiegel dessen, was gesellschaftlich schief läuft. Damit ist noch nie jemand irgendwo angekommen.

    #1042827
    D00M82D00M82
    Teilnehmer

    Ich habe gestern einen von Arnold Schwarzenegger geteilten Post gesehen.
    Ein Video, in dem stolz verkündet wird, dass man es nach Jahren nun geschafft habe, dass es in L.A. sauberes Trinkwasser aus der Leitung gibt.
    Ich war etwas schockiert, dass in einer solch großen und Modernen Stadt scheinbar nie sauberes Trinkwasser Standard war.

    #1042828
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Da gab’s sogar sehr, sehr lange Zeit ne regelrechte Wassermafia.

    #1042829
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    lieber alk 2 als gar kein alk bzw. heute wird nicht mehr getrunken, aber auch nicht weniger.

    #1042830
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer
    bitt0r wrote:

    ich war auch mal arbeitssuchend. dann fand ich eine arbeit, die ich eigentlich nicht wollte.

    Wer will schon arbeiten? Ohne Geld würde ich den Mist gar nicht machen.

    #1042831
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Oha, da wurde offenbar ein wunder Punkt getroffen. Hast du deswegen soviel zeit hier soviel zu Posten?

    Da merkt man, wie aufmerksam du bist. Ich glaub ich hab die letzten zwei Jahre hier mit Sicherheit weniger gepostet als Spookey, Gifdog und Co. und auch weniger Zeit auf der Seite verbracht. Wobei dazu noch anzumerken ist, dass ich sonst keine der zahlreichen anderen Seiten, Foren, was auch immer aufsuche. Aber ok, ist halt in deiner Birne so abgespeichert, weil kommst ja nicht damit klar, dass sich Situationen ändern können. Das hohe Pensum an Posts ist vornehmlich der Zeit geschuldet, in der ich durch einen Unfall an der Arbeit verhindert war.

    Insgesamt habe ich da bei weitem mehr investiert, als diese 8 Monate wieder heraus sprangen.

    Wohl kaum. Du rechnest vermutlich einfach die gesamte Versicherung als solches zusammen. Ich glaub nicht, dass das soviel anders ist bei uns als bei euch, aber die Krankentaggeldbeiträge sind relativ gering. Ist man da über einen längeren Zeitraum krank hat man mit Sicherheit mehr rausgenommen als einbezahlt. Rede ist nur vom versicherten Lohn.

    Zu deinem letzten Abschnitt, dir fehlts eindeutig an Erfahrung im Umgang mit Behörden. Das hat auch nichts prinzipiell mit der ganzen sozialen Absicherung zu tun, die der Staat leistet. Aber Theorie und Praxis sind zweierlei. Ersteres ist eher deine Vorstellung, zweiteres eher meine Erfahrung. Ich kann von Glück reden ein gutes Umfeld zu haben und mich ein wenig mit dem Gesetz befasst zu haben, will gar nicht wissen, was andere in der gleichen Situation gemacht hätten.

    Leute wie Du sollten ruhig mal ihren Job verlieren, dann könntest dich mal in Demut statt Selbstgefälligkeit suhlen. :-)

    #1042832
    VreenVreen
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Oha, da wurde offenbar ein wunder Punkt getroffen. Hast du deswegen soviel zeit hier soviel zu Posten?

    Da merkt man, wie aufmerksam du bist. Ich glaub ich hab die letzten zwei Jahre hier mit Sicherheit weniger gepostet als Spookey, Gifdog und Co. und auch weniger Zeit auf der Seite verbracht. Wobei dazu noch anzumerken ist, dass ich sonst keine der zahlreichen anderen Seiten, Foren, was auch immer aufsuche. Aber ok, ist halt in deiner Birne so abgespeichert, weil kommst ja nicht damit klar, dass sich Situationen ändern können. Das hohe Pensum an Posts ist vornehmlich der Zeit geschuldet, in der ich durch einen Unfall an der Arbeit verhindert war.

    okay, dann bist du halt in den letzten “2” jahren, höchstens der user gewesen, der am “dritt” meisten gepostet hat. das lässt alles in einem völlig anderen licht erscheinen ;-) zumindest, wenn man nur die reine masse der posts betrachtet, und nicht deren länge. ich hab mir nicht die mühe gemacht es statistisch zu überprüfen, aber gefühlt glaube ich nicht, das jemand hier insgesamt mehr postet als du.

    ChrisKong wrote:

    Insgesamt habe ich da bei weitem mehr investiert, als diese 8 Monate wieder heraus sprangen.

    Wohl kaum. Du rechnest vermutlich einfach die gesamte Versicherung als solches zusammen. Ich glaub nicht, dass das soviel anders ist bei uns als bei euch, aber die Krankentaggeldbeiträge sind relativ gering. Ist man da über einen längeren Zeitraum krank hat man mit Sicherheit mehr rausgenommen als einbezahlt. Rede ist nur vom versicherten Lohn.

    nee, eigentlich nicht. ich bekam damals etwa 800 euro im monat. seitdem ich selbstständig bin, was jetzt seit ca 6 jahren ist, bezahle ich 310 euro krankenversicherung im monat. das sind 22320 euro krankenversicherung eingezahlt, entgegen 6400 euro ausgezahlt. ich habe also 15920 euro eingezahlt, alleine durch die beiträge der letzten 6 jahre, ohne nennenswerte gegenleistung. ausser einer mittelohrentzündung letztes jahr, fällt mir auch keine behandlungsbedürftige erkrankung ein, wegen der ich die letzten jahr mal beim hausarzt war. das ist faktor 1 zu 2,5.

    ChrisKong wrote:

    Zu deinem letzten Abschnitt, dir fehlts eindeutig an Erfahrung im Umgang mit Behörden. Das hat auch nichts prinzipiell mit der ganzen sozialen Absicherung zu tun, die der Staat leistet. Aber Theorie und Praxis sind zweierlei. Ersteres ist eher deine Vorstellung, zweiteres eher meine Erfahrung. Ich kann von Glück reden ein gutes Umfeld zu haben und mich ein wenig mit dem Gesetz befasst zu haben, will gar nicht wissen, was andere in der gleichen Situation gemacht hätten.

    Leute wie Du sollten ruhig mal ihren Job verlieren, dann könntest dich mal in Demut statt Selbstgefälligkeit suhlen. :-)

    wie gesagt, mit job verlieren ist bei mir erstmal nichts mehr, da ich selbstständig bin und das ganz gut läuft. unwahrscheinlich, das ich damit in naher zukunft baden gehe, da muss ich dich leider enttäuschen. und was die demut angeht, nur weil ich nie ganz ohne alles da stand, heisst es noch lange nicht, das ich irgendwas geschenkt bekommen habe oder mir die dinge leicht gemacht wurden. das gegenteil ist der fall. der unterschied ist einfach nur, ich hab nie darüber nachgedacht, welche faktoren, die ich nicht beeinflussen kann, schuld sind an meinen problemen, sondern habe mich stoisch an den faktoren abgearbeitet, die ich beeinflussen konnte. das war eben, was ich mache, fortbildungen, equipment, werbung, erweiterung der angebotspalette und jede menge energie in kontakte und verbindungen zu investieren. was sich daraus ergeben hat, auch an verpflichtungen und verbindlichkeiten (bsw zahle ich neben einem haus immer noch einen kredit für kamera und schnittequipment ab), dem gegenüber bin ich demütig und das schätze ich als ergebnis eines langen steinigen weges sehr hoch ein.

    letztendlich ist es aber auch so, das ich in steuerklasse 5 bin, meine frau in einer geschäftsführungsposition und doktorantin ist, und wir 2 kinder haben, und wir zusammen ungefähr 2500 euro im monat nur an steuern bezahlen. einen teil davon kann ich absetzen, aber das sind nur knapp 20%.

    alleine die steuern die wir beide zahlen, würden für das krankengeld von 3 personen und für das durchschnittliche alg2 von 2-3 personen ausreichen. insofern hat das nichts mit selbstgefälligkeit zu tun, dass ich das argument vom bösen unfairen staat einfach nicht mehr wirklich ernstnehmen kann, sofern es als entschuldigung, oder zumindest relativierung benutzt wird.

    ich mein, das staat als konstrukt ist halt gegeben. es ist nunmal nicht konstruktiv, sich an diesem dogma abzuarbeiten und energie daran zu verschwenden. um in videospielfloskeln zu bleiben, es bringt ja auch nichts zu sagen, man bekommt in einem rpg nix gebacken, weil man kein scharfschützengewehr hat. die regeln sind nunmal definiert.

    #1042833
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    aber gefühlt glaube ich nicht, das jemand hier insgesamt mehr postet als du.

    Das ist das Problem mit Gefühlen, sie bilden keine Grundlage für Statistiken. :-)

    Scheinbar trennt ihr Krankentaggeld nicht von Krankenversicherung und schmeisst alles in den selben Topf.

    man bekommt in einem rpg nix gebacken, weil man kein scharfschützengewehr hat. die regeln sind nunmal definiert.

    Dann lebst du in einer Welt, in der sich der Staat an Regeln hält. Sag ja, du scheinst einfach keine Erfahrung auf dem Gebiet zu haben. ^^ Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

    #1042834
    VreenVreen
    Teilnehmer

    Dann lebst du in einer Welt, in der sich der Staat an Regeln hält.

    Und du lebst bekanntlich in einer Welt, in der der Staat Flugzeuge in Hochhäuser lenkt. Was ist wohl naiver ;-)

    #1042835
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ach macht er das? Wusst ich gar nicht.

    Du hast da einfach ein paar verdrehte Vorstellungen in deinem Kopf, die sich eben nicht aus Erfahrung gebildet haben. Aber wundert mich nicht, wenn deine Gesprächspartner Junkies, Obdachlose oder sonst wer sind. :-) So, und nun darfst du anderen deine Lebensgeschichte weiter erzählen. :-)

    #1042836
    SpacemoonkeySpacemoonkey
    Teilnehmer

    wieder voll ernste themen hier.
    meine lieblingsfarbe ist blau

    #1042837
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Scheinbar trennt ihr Krankentaggeld nicht von Krankenversicherung und schmeisst alles in den selben Topf.

    hier ham wir krankengeld, krankentagegeld und krankenhaustagegeld zu unterscheiden. schon das macht einen krank.
    im übrigen ist meine lieblingsfarbe auch blau. und zwar immer dann, wenn ich rotzevoll bin.

    #1042838
    VreenVreen
    Teilnehmer
    ChrisKong wrote:

    Ach macht er das? Wusst ich gar nicht.

    Du hast da einfach ein paar verdrehte Vorstellungen in deinem Kopf, die sich eben nicht aus Erfahrung gebildet haben. Aber wundert mich nicht, wenn deine Gesprächspartner Junkies, Obdachlose oder sonst wer sind. :-) So, und nun darfst du anderen deine Lebensgeschichte weiter erzählen. :-)

    Ach, Erfahrungswerte sind überbewertet. Einfältig Menschen verwechseln Erfahrungen gerne mit Evidenz. Sich darauf zu versteifen räumt den weg für viel ignoranz und schwachsinn frei. Besonders witzig ist es immer, von Leute auf Erfahrungswerte pochen, die kurz vorher noch ihr postverhalten statistisch belegt haben wollen, wenn man es anspricht XD. So kann man es sich auch drehen, wie man es gerade brauch.

    #1042839
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer

    Orange >>>>> All!

    #1042840
    VreenVreen
    Teilnehmer

    Orange ist wirklich gut…

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