Videospiel-Serien und Qualitätseinbrüche

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    Wer kennt das nicht? Wenn ein Film oder eine Serie auf gute Resonanz beim Publikum stößt, kommt eine Maschinerie ins Rollen, die zahlreiche Sequels, mehrere Staffeln und mitunter das Aufwachsen mehrerer Generationen mit denselben Helden in leicht abgewandelter/aktualisierter Form (z.B. Teenage Mutant Ninja Turtles, etc.) nach sich zieht. In diesem Fortsetzungswahn, der populäre Marken melken, möglichst viel Profit aus dem Ganzen schöpfen will, uns hunderte von Folgen einer Serie oder Kinofortsetzungen beschert, kommt jedoch auch fast immer unweigerlich der Punkt, an dem es Qualitätseinbußen gibt und die einst hoch geschätzten Leckerbissen nur noch fade und schal schmecken .

    Dieses Phänomen, welches in der Pop-Kultur auch als “Jumping the Shark” bekannt ist, legt gewissermaßen nahe, dass es innerhalb von Serien einen gewissen Wendepunkt gibt, der einen, mal mehr, mal weniger großen, Abfall an Qualität, Innovation und Unterhaltsamkeit anzeigt. An diesem Punkt ist zwar noch nicht alles Mist, aber wenn es mit einer Serie den Bach herunter gegangen ist, können Fans diesen Punkt, an dem der Niedergang startete, retrospektiv meist recht gut identifizieren (bspw. die unsägliche Simpsons-Folge “The Principal and the Pauper”, in der herauskommt, dass Seymour Skinner eigentlich ein Hochstapler ist).

    Dies alles gilt natürlich ebenso für Videospielserien. Heutzutage erfreuen sich einige Videospielserien, die teilweise bereits über 20 Jahre auf dem Buckel haben, immer noch großer Beliebtheit, während andere ihre früheren Anhänger mittlerweile vergrault haben. Übersättigung durch zuviele Versionen, die sich kaum unterscheiden, uninspirierte Fortsetzungen, Innovationsmangel, schlecht durchdachte neue Features oder der Wechsel zu einem neuen, inkompetenten Entwicklerteam sind nur einige der uns allen wohlbekannten Verfallssymptome einst revolutionärer und populären Spieleserien.
    In den seltensten Fällen schaffen es solche Serien, die mehrere furchtbare Gurkenspiele in ihrer Zeitlinie aufzuweisen hatten, wieder nahe an das altgewohnte Niveau heranzukommen (wer hätte bspw. je gedacht, dass die Contra-Reihe nach den verbrecherisch schlechten PS one-Inkarnationen nochmal auf die Beine kommen würde?).

    Mich würde deshalb in diesem Rahmen interessieren, mit welchen Spielen für Euch persönlich der Niedergang von Videospielserien begonnen hat, die Ihr ursprünglich sehr gemocht habt. Welches Game stellt für Euch den “Anfang vom Ende”, den Beginn eines schleichenden oder rapiden Niedergangs einer heißgeliebten Serie dar?

    Ich mache mal den Anfang mit der Mega Man-Reihe für das NES.
    Teil 1 war für mich ein solides Spiel, das mit Teil 2 nahezu perfektioniert wurde und dann mit dem dritten Teil nochmals feingetunt wurde. Vor den furchtbar uninspirierten Teilen 5 und 6, die wohl die Tiefpunkte der Serie darstellen, war für mich Teil 4 der Indikator des Niedergangs. Hier fing es an mit uninspirierten Robot-Masters und dem aufladbaren Schuss (Mega Buster), mit dem ich mich auch in den Sequels späterer Generationen nicht anfreuden kann. Teil 4 hat nicht wirklich etwas verbessert. Im Gegenteil, die Gegner und Levels waren uninspirierter, und der Mega Buster eine fragwürdige Innovation, die man eigentlich nicht gebraucht hätte. More of the same und die Vorstufe zu Design-Nulpen ala Plant Man, die uns später heimsuchen sollten, auch wenn es nun kein Grottenspiel ist.

    Jetzt bin ich aber mal gespannt auf Euere Meinungen ;).

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