Vor kurzem durchgespielt

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  • #1822207
    ghostdog83ghostdog83
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    Shadow Man Remastered

    Anfangs war ich skeptisch, ob der Titel nach all der Zeit trotz der Verbesserungen noch was taugen würde – tatsächlich schlummerte das Spiel seit geraumer Zeit in meiner Bibliothek (wie so manch anderer Titel im Sale irgendwann einmal mitgenommen).

    Um es kurz zu halten – ich bin sehr angetan von dem, was Nightdive hier geleistet hat, auch wenn sich hier und da kleinere Ungereimtheiten ergeben (gespiegelte Texturen an vereinzelten Stellen).

    Dank der heutigen Möglichkeiten lassen sich ältere Titel teils deutlich aufhübschen (Raytracing bei Doom etc.), was zwar auf den ersten Blick beeindrucken kann, aber im Endeffekt zu einer Entfremdung führt, da eine solche Änderung zu sehr vom ursprünglichen Look abweicht.

    Die Verbesserungen, die hier Einzug halten, stellen ein spürbares Plus dar, ohne den ursprünglichen Charakter zu beschädigen: Die dynamische Licht- und Schattendarstellung hinterlässt den Eindruck, schon immer Teil des Spiels sein zu wollen. Sie passt perfekt und sieht zudem schick aus.

    Ebenso überzeugen die aufgehübschten Texturen, die anders als bei Tomb Raider Remastered haargenau der Vorlage entsprechen, nur eben in verbesserter Form (über die Freiheiten bei Tomb Raider lässt sich streiten).

    Bei den Charaktermodellen hätte ich mir mehr Details gewünscht (ausmodellierte Hände).

    Insgesamt wirkt der Titel grafisch wie ein moderner Indie-Retro-Titel.

    Die verbesserte Steuerung sorgt dafür, dass das Spiel spürbar leichter ist (Orientierung bei den Spruchpassagen, Kämpfen). Was sich jedoch nicht geändert hat, dass das Spiel nach wie vor eine gewisse Einarbeitungszeit vorraussetzt. Shadowman steuert sich etwas hackelig.

    In seiner aktuellen Form besitzt das Spiel eine Karte, die sich an der aus der N64-Version orientiert (die dem Spiel damals beilag), mit Berücksichtigung der neu hinzugekommenen Level (u. a. per Update). Gleichzeitig sagt einem das Spiel jederzeit, was wo zu holen gibt, abhängig vom Spielfortschritt. Dadurch wird die Zugänglichkeit deutlich erhöht – die häufig geäußerte Kritik,das Spiel sei zu verwinkelt, man würde sich ständig verlaufen, sollte damit entgütig der Vergangenheit angehören.

    Die neuen Level fügen sich gut ein. Die neuen Musikstücke, wenn man die Serienkiller in diesen Leveln besiegt hat, überraschen mit weniger düster klingenden Akzenten. Gefällt mir.

    Shadow Man Remastered (Official Soundtrack) : The Salvage Yard Suite (ab 7:37)

    Auf dem N64 war ich begeistert, was später auf dem Dreamcast schon wieder verflog. Mit dem Remaster hat Nightdive es geschafft, dass ich wieder meine Freude an dem Titel habe, woran nach wie vor der fantastische Soundtrack einen gewichtigen Anteil beisteuert. Verbunden mit der teils surealen Gestaltung der Spielwelt ergibt sich eine dichte, beklemenede Atmpsphäre, die ich in vergleichbarer Form eher von Silent Hill kenne (wenn auch da noch stärker ausgeprägt).

    #1822244
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    @”Auf dem N64 war ich begeistert, was später auf dem Dreamcast schon wieder verflog.”

    Lag das am DC-Port oder einfach daran, dass Du das Spiel schon kanntest?
    Ich hatte mir vor ca. 25 Jahren die DC-Version gekauft, aber bis heute nicht gezockt. Gibt es einen Grund weshalb die N64-Version besser ist?

    #1822277
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    Lag das am DC-Port oder einfach daran, dass Du das Spiel schon kanntest?
    Ich hatte mir vor ca. 25 Jahren die DC-Version gekauft, aber bis heute nicht gezockt. Gibt es einen Grund weshalb die N64-Version besser ist?

    Grafisch ist die Dreamcast-Version die beste von den alten Konsolen-Versionen, wobei diese Version mit Glitches geplagt ist (Soundprobleme). Zudem unterliegt die Bildrate einer starken Schwankung. Theoretisch werden 60 fps angepeilt, was je nach Situation teils deutlich unterschritten wird. Für den Dreamcast-Port hätte Acclaim damals mehr Zeit einräumen müssen.

    Auf dem N64 habe ich Shadowman lange gespielt (bei einem Durchgang sogar 121 Seelen gesammelt). Wahrscheinlich war mir das Spiel irgendwann einfach überdrüssig geworden verbunden mit den damals schon einsetzenden Alterserscheinungen: Bei Release hat mich Shadowman mehr begeistert als Ocarina of Time, was sich spätestens auf dem Dreamcast wieder gewandelt hat. Ocarina of Time ist ein zeitloser Klassiker, mit dem sich Shadowman letztendlich spielerisch nicht messen kann (was nicht implizieren soll, Shadowman sei dadurch ein schlechtes Spiel).

    Ich hatte mal eine Phase, in der ich Doom 3 fast jedes Jahr gespielt habe, bis zu dem Punkt, an dem ich das Interesse verlor. Das letzte Remaster hat mich dann wieder abholen können (nicht unbedingt wegen der Verbesserungen, die vermutlich keinen Unterschied machen). Spielerisch ist Doom 3 gut gealtert.

    #1822293
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Axiom of Maria: Prologue
    Kleiner Indie Third Person Slasher. Die Demo hatte ich schon vor geraumer Zeit gespielt und das Ding dann gekauft. Ganz sicher nicht perfekt. Irgendie erinnert das mich aber an PS2 Zeiten und bringt genug eigene Ideen mit. Das Gesamtpaket hat mir einfach Spaß gemacht. Auch wenn ein Boss-Bot kurz vor Ende erstmal schlecht lesbar war bis ich kapiert hab wie ich die Rüstung zerlege. Vielleicht war ich auch einfach zu müde.

    Chapter 1 kommt im Februar und werde ich wohl auch kaufen.

    #1822714
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    @Ghostdog
    Hab gerade erst Deine ausfuehrliche Antwort gelesen. Frame reate drops und ein paar kleinere Sound-Glitches bei der DC-Version wuerden mich jetzt nicht wirklich stoeren. Ich selber habs noch nicht gezockt, damals aber meinen Bruder beim Anspielen zugesehen. Was mich da gestoert hatte war die deutsche Stimme des Helden. Klang irgendwie zu alt fuer die Figur. Hab deshalb ueberlegt, mir die US-N64-Version noch zu holen.

    #1822744
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Witzig. Die Stimme hat mich damals so gar nicht gestört weil die Syncro sehr professionell war. Negativmeilrnstein bleibt MGS für PS1. Die Stimmen dort waren in den Neunzigern bei Anime Syncros schon berühmt-berüchtigt, aber da musste man ja gerade auf VHS nehmen, was man bekommen konnte.

    #1822764
    deRollEeinEdeRollEeinE
    Teilnehmer

    Halo: Campaign Evolved auf der XSX. War geil.

    #1822967
    Whitebeard91Whitebeard91
    Teilnehmer

    Tales of Arise (Switch 2)

    Nach dem desaströsen Tales of Graces hatte ich die Sorge, dass Arise eine ähnliche Enttäuschung darstellen könnte. Zum Glück hat sich das nicht bestätigt.
    Tales of Arise macht vieles besser, aber sehr wahrscheinlich wird die Tales of Reihe die Qualität von Symphonia und Versperia nicht mehr erreichen.

    Erstmal die positiven Aspekte:
    Die Spielwelt ist schön. Die Städte, Landschaften und die Charaktermodelle der Hauptfiguren sehen sehr gut aus. Optisch stellt Arise den bisher schönsten Teil der Reihe dar.
    Das Kampfsystem ist flott, dynamisch und unkompliziert. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Charaktere einzelne Fähigkeiten haben, die gegen bestimmte Gegnertypen effektiv sind. Das hätte man sogar gerne mehr ausreizen können. Schön ist auch, dass die Kombinationsangriffe Anspielungen auf alte Serienableger abbilden.
    Außerdem hat mir der Soundtrack sehr gut gefallen. Sehr imposant, laut und episch. Vielleicht sogar manchmal ein bisschen zu viel 😅

    Jetzt zum Negativen:
    Die Story. Wirr, uninteressant und bereits tausendmal erzählt.
    Hauptcharakter mit Amnesie, der seine eigentliche Bestimmung nicht mehr kennt. Grundsätzlich bildet die Gruppe die typischen Klischees ab. Aber in der möglichst extremsten Form. Wirklich sympathisch wird einem die Gruppe leider nicht. Mir persönlich hat nur Dohalim gefallen.
    Die ganze Handlung ist sehr vorhersehbar, flach und ohne besondere Momente.
    Leider wird das durch die linearen Areale zusätzlich bekräftigt.
    Oftmals rennt man von einem Zielpunkt zum nächsten, lauscht einer Vielzahl von Dialogen bis letztendlich der nächste Boss wartet.
    In der gesamten Handlung passiert nichts Bewegendes oder Besonderes. Tatsächlich wirkt die Handlung häufig so als wollte sie mehr sein, als sie am Ende zu leisten imstande ist.
    Ein kompletter Reinfall ist es aber trotzdem nicht. Man möchte schon wissen, was als Nächstes auf einen wartet und wie es weitergeht. Es ist aber bloß leichte Kost und kommt selten über das Prädikat “Durchschnitt” hinaus.
    Meine Vorliebe für Rpgs hat sicherlich dabei geholfen, dass ich etwa 50 Stunden investiert habe.
    Fans der Reihe und Liebhaber von J-Rpgs werden durchaus unterhalten. Aber innerhalb der Reihe und des Genres gibt es bessere Alternativen.

    Wertung: 75%

    #1823207
    belbornbelborn
    Teilnehmer

    Tainted Grail-The Fall of Avalon(PS5/XBOX X)

    Die Unity Engine für komplexe Open Worlds a la Skyrim?
    Ohne Patch unerträgliches Tearing.
    In jedem neu betretenen Gebiet gibt jedesmal einen Grafikaufbau zu bestaunen.
    60FPS hahahaha
    Mein Favorit:Due weißen Streifen am Bildschirmrand in einer Unterwasserwelt.Dachte mein neuer Fernseher geht nach 11J schon kaputt.
    Aber und das ist das Wichtigste.
    Das Spiel ist schön.Man hat die sterbende Welt klasse eingefangen.
    Spielerisch und dramaturgisch erreicht man besseres Skyrim Niveau mit bissl Dark Souls.Nebenquests und Entscheidungen haben einen Einfluss auf Story und Abspann.Als Kampfmagier hatte ich eine entspannte Zeit nach ca der Hälfte des Spiels.Das ungenaue Kampfsystem mit zwingenden Beschwörungsgehilfen ist keine Sternstunde aber alles gut für das Budget.
    Das Herzstück ist die Story rund um ein sterbendes Avalon und die Entscheidungen von King Arthur.Trotz zweckmäßiger Präsentation ist das emotional und spannend.Die Welt von Avalon nahm mich mehr mit wie so manches glattpoliertes AAA.
    Dazu der ST von Danheim/Gealdyr genialer nordische Ritual Folk perfekt passend.
    Ich will mehr AAs für eine spezielle Zielgruppe anstatt die AAAs Matschepampe für jedermann.

    #1823232
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Neon Inferno

    Run & Gun with a twist. Das Spiel hat zwei Ebenen. Wie bei Gallery Shootern kann man hier in den Hintergrund ballern. Das kann zwar anfangs etwas hektisch wirken, funktioniert aber wirklich gut.

    Die Pixeloptik ist ein Brett, der Soundtrack in meinen Ohren leider nur gut. Auf Medium ist man relativ schnell durch. Im Hard Mode oder gar Arcade gilt das allerdings nicht.

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