Mich beschäftigen beim Spielen immer wieder Fragen. Und ich frage mich, ob Ihr Euch das auch fragt. Es mag am häufigen Spielen liegen, am Studium, am Alter oder einfach nur an der persönlichen Neigung, Dinge zu zerpflücken. Pseudophilosophisch, wie manch einer vielleicht denkt. Aber fragt Ihr Euch auch manchmal, was Ihr da gerade tut. Warum Ihr es tut. Und was das für ein Typ ist, mit dem Ihr da rumrennt?
Videospiele bemühe sich, plausible Welten zu erschaffen, die mal mehr , mal weniger realitätsnah sein sollen, aber doch zumindest der Glaubwürdigkeit zuliebe einer inhärenten Logik folgen. Und sie versuchen sich tapfer im Erzählen von Geschichten, scheitern aber kläglich, was grundlegende Regeln kohärenten Erzählens betrifft.
Zuletzt begegnete mir das Thema im Zusammenhang mit Max Payne 3: Abgehalfterter Typ raucht und säuft wie ein Loch, knallt aber treffsicher Hunderte von Typen ab. Wie kann das sein? Nathan Drake ist auch so einer: Alle zwei Minuten bricht unter ihm etwas weg und er wundert sich immer noch. Und dabei knallt er Hunderte von Leuten ab. Sonnyboy Nathan steckt das weg.
Oder der Auserwählte, den man ja quasi in jedem Rollenspiel steuert. Der soll dringend die Welt vor dem finsteren Irgendwas retten, aber er sucht lieber für einen gratis Laib Brot im Sumpf nach dem Kräuterbeutel der Cousine der alten Bäckerin vom Stadtrand.
Eines meiner Lieblingsbeispiele ist „Prince of Persia“: Warum sind die Wände zerkratzt? Wer hat sie zerkratzt? Und warum befinden sich Ringe zum Hangeln immer in Reichweite? Welchen Zweck haben sie vorher erfüllt?
Was machen Gegner, wenn ich nicht da bin?