Die M!utprobe – Runde 2 XL: Olli vs. Fortnite

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Wer die erste M!utprobe verpasst hat, hier noch einmal die Regeln für unser Experiment: Man muss fünf Stunden lang in ganz normalem Spiel­tempo in den Titel schnuppern und sich anschließend mit der Frage auseinandersetzen, ob man weiter­zocken möchte. Los geht’s!

Wetten, dass…?

Fürs Protokoll: Mein zu spielendes Game habe ich mir nicht selbst ausgesucht, das übernahmen meine ”lieben” Kollegen Matthias und ­Tobias. Die beiden kennen meine Vorlieben und Abneigungen leider zu gut und freuten sich schon im Vorfeld diebisch, mir mit ihrer Spiele-Auswahl richtig schön einen reinwürgen zu können. Und da sitze ich nun mit ­Fortnite, das gefühlt die gesamte Welt zockt – nur ich nicht! Dafür gibt es Gründe und – so ehrlich muss ich sein – jede Menge Vorurteile von meiner Seite: Zum Beispiel mag ich den bunten Comic-Look nicht besonders und die Tanzanimationen, die schon längst im realen Leben angekommen sind (etwa im Profifußball), finde ich zum Fremdschämen. Vielleicht auch deswegen, weil ich den französischen Nationalspieler ­Antoine Griezmann und seinen verhöhnenden Fortnite-Torjubel auf den Tod nicht ausstehen kann – die Hampeleien sind wie eine Seuche aus dem Kindergarten.
Apropos Kindergarten: Bevor ich meine M!utprobe überhaupt starte, werde ich von meinen Kollegen noch ordentlich verhöhnt – du schaffst keinen Kill, und wenn überhaupt, dann nur einen, schallt es mir entgegen. Aber den beiden Grinsegesichtern werde ich es schon zeigen, die Wette halte ich!

Epic Fail – gleich zu Beginn

Der Fortnite-Startbildschirm mit seinen vielen Menüs und seiner Kleinteiligkeit überfordert mich auf den ersten Blick. Die Kollegen drängeln, ich solle doch einfach die Dreiecks-Taste drücken. Gesagt, getan. Nach einer Lade­pause stehe ich auf einer Ebene mit weiteren Teilnehmern – ich laufe nur ein paar Schritte und schon finde ich mich in der Luft wieder. Via Schlachtenbus reise ich mit den anderen Spielern über die Map und bestimme den Absprungzeitpunkt. Da ich keinen Plan habe, wie es da unten aussieht, hüpfe ich unmittelbar nach der Freigabe raus und lande im winterlichen Abschnitt der Karte. Ich probiere alle möglichen Tasten, um zu sehen, welche Aktionen mir zur Verfügung stehen. Mit der Spitzhacke fälle ich gleich mal einen Baum und schlage mich durch die Wand eines Gebäudes. Hier liegen Waffen, Munition und irgendwelche Tränke herum. Warum nimmt mein Charakter das blöde Zeugs nicht auf, wenn ich ­drüberlaufe? Verstehe, man muss auf den Gegenstand zielen und dann einen Button drücken – nicht sehr elegant, wie ich finde. Später wird mich das genaue Ausrichten auf das Item noch Nerven und Leben kosten.

Was kann ich noch machen? Via Kreis-­Taste öffnet sich das Bauen-Menü – die Besonderheit von Fortnite im Vergleich mit der PUBG-Konkurrenz. Puh, so viele Werkzeug-Optionen auf kleinstem Platz! Ich mach das Menü erst mal wieder zu, ich bin schließlich gekommen, um zu schießen. Da ist ein Gegner – und auch noch mit einem Marker über dem Kopf! Mit meiner grauen ­Maschinenpistole (”grau” bedeutet wohl ”nicht so dolle”, reime ich mir zusammen) ballere ich halbwegs ziel­sicher auf den Burschen – er wehrt sich nicht einmal.

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Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Danke dir für die Info 🙂

Tobias Hildesheim
Redakteur
Maniac

Rudi RatlosRudi Ratlos : Die Neuerungen der Season 2 sind im aktuellen Heft umrissen, das Update kam kurz vor Deadline und ich wollte es noch reinquetschen. Ob wir darüber hinaus nochmal etwas dazu machen, kann ich noch nicht sagen.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Testet ihr die Season 2 eigentlich noch einmal separat oder wird die im Nachspiel genauer unter die Lupe genommen?