Britischer Games-Veteran meint: “Durch Gebrauchtspiele verlieren Spiele ihre Individualität”

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Richard Browne ist in der Videospielindustrie schon viel herumgekommen, war er doch u.a. bei Eidos oder THQ tätig. Nun hat auch er auf gamesindustry.biz seine Position zu Gebrauchtspielen dargelegt.

So seien nicht die Gebrauchtspiele das Problem, sondern Läden wie GameStop, die den Kunden fast dazu nötigen, ein solches statt einem neuen zu verkaufen. Dadurch würde der Single-Player-Modus zugunsten der Mehrspieler-Modi gestrichen bzw. immer unbedeutender. Bei einem Titel wie Call of Duty mache dies durchaus Sinn, aber bei Spielen wie Ninja Gaiden oder Uncharted 3 könne er dessen Implementierung nicht nachvollziehen. Sie wirke einfach nur aufgesetzt und erzwungen. Diese Entwicklung sei nicht gut, denn der Kunde bekäme letztlich einen erbärmlichen Einspieler-Modus.

Einen genialen Entwickler wie etwa Tim Schafer würde dies dazu zwingen, kleinere und in der Produktion billigere Spiele zu entwerfen, da er von den richtigen Blockbustern nur einige hunderttausend Exemplare verkaufe, die dann endlos wiedergekaut würden. Aufgrund dieser Faktoren stehe er einer Gebrauchtspielsperre bei PS4 und Xbox 720 positiv gegenüber. Er glaube nicht, dass die Anzahl an verkauften Exemplaren dadurch sinke, vielmehr nehme sie seiner Meinung nach zu.

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leganfuh
18. April 2012 12:48

ich verstehe den zusammenhang nicht. kann mir das bitte wer wertfrei in ein verständliches deutsch übersetzen?

Seska1973
16. April 2012 17:44

Ja stimmt, die “”Verkäufer”” in einem GamesTop Laden, könnten auch als Versicherungsvertreter durchgehen. Die reden wirklich viel, wen der Kunde ein “”Nobie”” ist. Also vom Spiel selbst keine Ahnung hat, oder wenn Eltern dem Kind ein Spiel kaufen wollen…Wenn Sie aber merken, das der Käufer vom Fach ist. Lassen Sie einen in Ruhe

f42425
16. April 2012 17:44

Ich weiß nicht, was die Entwickler und Publisher immer haben.Gute Spiele verkaufen sich meist gut und werden auch nicht so schnell weiterverkauft. Haben die Spiele dann auch noch einen Wiederspielwert, werden diese dann auch noch weniger verkauft.Gute Spiele und gute Preise, dann kauft man sich das Spiel auch gern neu. Bester Negativbeweis: PS Vita. Speicherkarte und DL sind teurer als die Retailversion, besonders wenn die Retailversion nach 2 Monaten noch günstiger zu haben ist. Würde der DL günstiger sein, erheblich günstiger, würde der Wiederverkauf der Retailverisonen erschwert bzw. der DL viel interessanter sein.

tarma
16. April 2012 16:46

Ja, schön blöd. In der Autoindustrie, bei Mobiltelefonen und vielen anderen Gütern (ich schaue auf meine 360) ist ja die “”geplante Obsoleszenz”” längst Standard. Nur lässt sich das scheinbar schwierig in den digitalen Bereich übertragen.Einen Ersatz für diese Osoleszenz scheinen für mich die verschiedenen Ansätze mit DRM oder Onlinepässen zu sein. Wie so oft sind sie zu sehr damit beschäftigt ihren produzierten Müll zu schützen anstatt Inhalte zu kreieren, die nicht jeder gleich wieder loswerden will.

Segabasti
16. April 2012 15:42

Er meint damit: Wer Spiele gebraucht kauft, spült damit den Firmen nicht das erhoffte Geld in die Taschen.Das ist der einzige Grund, warum die gegen Gebrauchtspiele sind.Dann bringen sie die neuen für 60 Euro (120 DM) raus und jammern, das sie keiner kauft. Hinzu kommt noch, das Downloadspiele teilweise auch das gleiche kosten, wie im Laden, obwohl gewisse Kosten wegfallen, hier gehts nur um Geldschäffelei, nicht mehr und nicht weniger.

captain carot
16. April 2012 14:41

: Und? Das ist ein hausgemachtes Schneller/Höher/Weiter Problem. Es zeichnet sich ab, seitdem es Spiele für den Massenmarkt gibt, denn die Entwicklungskosten sind mit jeder Generation und jedem Techniksprung gestiegen und jetzt fällt man überrasc

WadeHade
16. April 2012 14:31

@ Captain:Du sprichst von Wahnsinnsumsätzen, aber wie siehts mit den Gewinnen aus? Immerhin verursachen Spiele heutzutage auch Wahnsinnskosten.

out
out
16. April 2012 14:14

Kann mich nicht erinnern, das bis zu dieser Gen Gebrauchtspiele ein Thema waren. Gerade jetzt, wie von captain carot bereits angemerkt, macht die Spielindustrie ordentlich Umsatz. Siehe hier:[url]https://www.maniac.de/content/gro%C3%9Fbritannien-spielebranche-erzielte-2011-erstmals-gr%C3%B6%C3%9Fere-ums%C3%A4tze-als-videosektor[/url]Letztlich finde ich, geht es nur um mehr Umsatz und nicht ums überleben. Jetzt wo die technischen Voraussetzungen etc. vorhanden sind, sind Dinge wie DLC etc. plötzlich unverzichtbar.Gleichzeitig widersprechen sie sich.In dieser News vor kurzem,[url]https://www.maniac.de/content/cliff-belszinski-dlc-auf-der-spieledisc-geh%C3%B6rt-heute-leider-dazu[/url]heißt es, das DLC auf Disk bzw. zum Release nötig wären, da viele vom Team in den letzten Monaten bis zur Veröffentlichung keine Beschäftigung hätten, auf der anderen Seite, gab es vor einiger Zeit vermehrt News, wie hart die Arbeit an Spielen zum Ende hin war, und das viele Überstunden gemacht wurden. Von harten Arbeitsbedingungen und vorallem vielen Überstunden war häufig in der Vergangenheit zu lesen. Kaufe selber neu und gebraucht. Halte es da wie cloud1429.

Ronyn
16. April 2012 13:38

Da habt ihrs:Gebrauchtkauf ist Diebstahl!

cloud1429
16. April 2012 13:33

So ein Unsinn. Ich kaufe Spiele nur, wenn sie einen Interessanten Singleplayer haben.Gut einmal in meinem ganzen Leben habe ich mir mal Call of Duty gekauft (Modern Warfare 1).Seitdem nichts mehr. Bei mir stappeln sich massenhaft Rollenspiele und die brauchen (wie überraschend) einen guten Singleplayer-Modus.Darksiders habe ich mir gebraucht gekauft, aber nur weil ich vom Produkt her nicht überzeugt war und es dank gebraucht echt günstig war. Somit war ich hell auf begeistert und werde mir Teil 2 garantiert auch holen aber dafür nagelneu, da ich jetzt davon überzeugt bin !

captain carot
16. April 2012 12:59

Ein Blick auf die Umsätze, die mit Videospielen mittlerweile gemacht werden, wohlgemerkt AUSCHLIESSLICH mit Neuware. Mal drüber nachdenken, feststellen, dass die Spieleindustrie mittlerweile Wahnsinnsumsätze hinlegt.Feststellen, dass das meiste davon eigentlich nur dummes Gelaber ist, um ein hausgemachtes Problem ignorieren zu können.Stinkefinger zeigen und denken “”Selbst Schuld!””Ernsthaft, ich kann´s langsam einfach nicht mehr hören. Wenn man mit den Umsätzen, die die Spieleindustrie macht, solche Probleme hat, dann läuft definitiv was anderes falsch.

SuperBrot007
16. April 2012 12:24

Mein Feind, der Kunde.

Mike1200
16. April 2012 12:18

Für mich hört sich das alles so an, als ob die Spieleindustrie ihr eigenes Grab schaufeln will. Wenn ich den Kunden auf Dauer nötigen will dann wird sich dieser über kurz oder lang von den Produkten abwenden. Die sollen einfach gescheite Spiele machen dann werden diese auch zu einem angemessenen Preis gekauft, unabhängig ob man gebrauchte Spiele kaufen kann oder nicht!

nuclear_nightmare
16. April 2012 12:16

oh man ey! soll der typ mal begründen warum der singelplayer-modus dadurch schlechter wird. hab dafür nämlich keine erklärung im text gesehn. vielleicht habn ja die spiele bei ihm ein mindesthaltbarkeitsdatum XD

Steffen Simonet
16. April 2012 11:35

Das ist einfach nur zusammenhangloser Quatsch.Äpfel und Birnen und so…

Deep Throat
16. April 2012 11:26

Aha, habe ich das jetzt richtig verstanden, Spiele wie Uncharted, Ninja Gaiden oder Bioshock die einen gezwungenen Online part bekommen haben, haben einen erbärmlichen Einspieler-Modus? Okey…!Und zu GameStop ich war bis jetzt in 3 dieser Läden und witziger weisse haben viele gebraucht Spiele mehr gekostet als das gleiche neue Spiel im Regal gegenüber!Ich kaufe nie oder sehr sehr selten gebrauchte Spiel, aber wenn die PS4 eine Gebrauchtspielsperre hat, ist NextGen. für mich tot. Dan spiel ich auf meinem SNES oder lade mir die Spiele “”kosten günstig”” runter.Sorry, aber langsam wird es echt lächerlich. Vieleicht sollte man auch ein Neues Spiel nicht für 70€ sondern vieleicht mal für 50€ verkaufen. Dan schauen die Verkaufszahlen auch anders aus. Dank DLC zahlt der Gamer doch eh schon das was die Industrie an “”Verluste”” durch gebrauchtspiel verliert wider ein…

Pariah
16. April 2012 11:19

Hä? Verstehe den Zusammenhang nur bedingt. Wieso zwingt Gamestop zum Kauf von Gebrauchtspielen? Gibt dort doch immer Angebote Gebraucht- gegen Neuspiel. Schon klar, dass die Implementierung von MP-Modi und der damit verbundene Onlinepass den Herstellern dazu dient, auch mit gebraucht erworbenen Spielen nochmals zu verdienen. Aber 1. scheinen doch viele Leute MP-Modi sowieso zu wollen und betrachten das Fehlen ebensolcher als Mangel des Produktes und zweitens leuchtet mir nicht ganz ein, warum ein Spiel dann zwangsläufig schlechtere SP-Kampagnen haben soll, nur weil man`s auch online spielen kann. Überspitzt formuliert: Wäre das Finale von Mass Effect 3 besser ausgefallen, wenn das Game keinen MP-Modus hätte? Im Umkehrschluss wären Spiele ohne MP dann prinzipiell origineller und besser. Zahlreiche MP-lose Gurken der vergangenen Jahre widersprechen dieser These aber eindeutig.