Chef von Ninja Theory kritisiert Preismodell der Videospielbranche

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Der kreative Kopf von Ninja Theory, Tameem Antoniades, hat Gamasutra ein interessantes Interview bezüglich der Auswirkungen der Preisgestaltung von Videospielen gegeben. Er sieht in der aktuellen Praxis Nachteile, vor allem für unabhängige Entwickler und zeigt auf, warum Online-Vermarktung diesbezüglich große Vorteile hätte.
 
“Wenn du 60 Dollar für ein Spiel ausgegeben hast, möchtest du dafür auch ordentlich was geboten bekommen”, beginnt er seine Ausführungen. Dieser hohe Verkaufspreis für ein Videospiel sorge allerdings auch dafür, dass Spieler beim Kauf tendenziell eher ein Risiko scheuten, da man Gefahr liefe, bei einem unbekannten Spiel das Geld in den Sand zu setzen. Konsequenz sei, dass in erster Linie Software entwickelt werde, die den Leuten in irgendeiner Form vertraut ist, um möglichst hohe Absatzzahlen zu erzielen.
 
Der Grund dafür sei auch, dass die Spielindustrie unabhängige Entwickler nicht in demselben Maße unterstütze, wie dies etwa in Hollywood der Fall sei. Dadurch würde auch von Entwicklerseite der Mut zu Innovation und Experimentierfreudigkeit eher gescheut werden. Folge dieser Struktur ist nach Antoniades’ Auffassung, dass auch große Publisher nur ein bis zwei große Blockbuster pro Jahr veröffentlichten.
 
Allerdings müsse man den Leuten diese Innovationen auch transparent vor Augen führen. In diesem Zusammenhang gibt Antoniades ohne Umschweife zu, dass Enslaved vielleicht auch zuviel Mainstream-Fantasy geboten habe, um potenziell erfolgreich sein zu können.
 
Ein Ausweg aus dieser misslichen Lage könnte die Online-Vermarktung von Videospielen sein, da Entwickler hier mit Probe- oder Vorabversionen zunächst testen könnten, wie das Endprodukt beim Kunden ankäme. Zudem könne man andere Preise ansetzen, da Marketingkosten deutlich geringer ausfielen.

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Richie1982
8. Oktober 2011 19:45

LOL. Macht hiernach 9er! ;DEDIT: Mist 7er..

Richie1982
8. Oktober 2011 19:43

Yeah! Ein Trippple !!! ;D

Richie1982
8. Oktober 2011 19:43

Yeah! Ein Trippple !!! ;D

Richie1982
8. Oktober 2011 19:43

Yeah! Ein Trippple !!! ;D

Seska1973
8. Oktober 2011 18:32

Stimmt, nicht jeder will heute auf 8 Bit Grafiken und Sound spielen. Unsere Ansprüche sind gestiegen. Wo zu C64 Zeiten, der Entwickler auch gleich Grafiker und Musiker war, ist das heute Unmöglich. Allein die Grafikauflösungen und Texturen. Gabs früher ja nedWie gesagt, unser “”Status Quo”” ist halt mit der Zeit gestiegen und wollen es nicht mehr missen

Seska1973
8. Oktober 2011 18:32

Stimmt, nicht jeder will heute auf 8 Bit Grafiken und Sound spielen. Unsere Ansprüche sind gestiegen. Wo zu C64 Zeiten, der Entwickler auch gleich Grafiker und Musiker war, ist das heute Unmöglich. Allein die Grafikauflösungen und Texturen. Gabs früher ja nedWie gesagt, unser “”Status Quo”” ist halt mit der Zeit gestiegen und wollen es nicht mehr missen

Seska1973
8. Oktober 2011 18:31

Stimmt, nicht jeder will heute auf 8 Bit Grafiken und Sound spielen. Unsere Ansprüche sind gestiegen. Wo zu C64 Zeiten, der Entwickler auch gleich Grafiker und Musiker war, ist das heute Unmöglich. Allein die Grafikauflösungen und Texturen. Gabs früher ja nedWie gesagt, unser “”Status Quo”” ist halt mit der Zeit gestiegen und wollen es nicht mehr missen

captain carot
8. Oktober 2011 16:34

@copyhunter: Das ist schlicht Blödsinn. Die Produktionskosten sind im Vergleich zu früher extrem gestiegen. Ein 70 Mann Team ist heute schon eher klein, dass ein Discspiel wie Rayman Origins hauptsächlich von einer Fünfertruppe entwickelt wird extrem unge

copyhunter2002
8. Oktober 2011 12:41

Die sollen nicht nicht rum heulen, Um die Jahrtausendwende herum haben sich so ziemlich alle Hersteller von den Großen Publishern blenden und kaufen lassen….. und jetzt zahlen sie den Preis. Von wegen “”gestiegene Produktionskosten””, Schwachsinn, die Herren in den Vorständen wollen fürstlich bezahlt werden, das ist der Grund warum astronomische Verkaufszahlen erreicht werden müssen. Und wenn’s dann nicht klappt, werden einfach die Studios dicht gemacht oder zusammengelegt, die Mitarbeiter haben ja ihre Rechte komplett an die netten Herren bei EA, Activision, THQ usw verkauft. Ist ja auch O.K. ein paar Leute haben sich halt die Taschen voll gemacht. Aber diese jammern ist echt langsam nervig: Oooh, die Gebrauchtspiele zerstören den Markt, hilfe – das Preismodell der Branche ist unfair, die Raubkopierer ruinieren uns!!! Ihr habt euch selbst ruiniert…..

Triforce-Finder
8. Oktober 2011 4:42

Nun, im Grunde stimmt es schon: Der Download-Vertrieb ist besonders günstig und verhilft Spielen von kleineren Entwicklern zu einer gewissen Präsenz auf dem Markt. Sind bereits Strukturen vorhanden (wie z.B. XBL Arcade und Indie), kann sich jeder leisten, sein Werk der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.Allerdings hat der Publisher dann nahezu freie Hand, die Rechte der Käufer weiter einzuschränken. Gerade bei oben genannten ist man schon beim “”Kauf”” fast entmündigt. Ich will weiterhin eine Disc haben, die nicht einfach gelöscht werden kann.

Next Snake
8. Oktober 2011 0:46

Ich fand die Demo schon nicht wirklich gelungen, hab dem Game aber trotzdem eine Chance gegeben, wurde aber auch nur enttäuscht und habe es bis heute nicht einmal komplett durchgespielt 🙁

APT
APT
7. Oktober 2011 21:14

@ShenzakaiWegen der Demo hab ich’s mir auch geholt. Leider wurde ich danach mehr und mehr enttäuscht…. für mich war der Demo Abschnitt bei weitem das beste am ganzen spiel.

7. Oktober 2011 20:08

Ich fand Heavenly Sword damals super, die Demo von Enslaved hat mir auch gut getaugt. Mag deren Stil und Gameplay. Mal sehen, Enslaved steht derzeit beim örtlichen Saturn für 19,- Ocken.Was die Preise betrifft: einerseits versteh ich die Entwickler, denn um die Millioneninvestitionen wieder rein zu bekommen müssen natürlich auch erst mal viel Games zu 50 – 60 Dollar abgesetzt werden. Wir Gamer jedoch wollen auch nicht so viel Kohle in eine Kröte investieren… naja, aber dem kann man ja mit der M! Games sowie zahlreichen Rezensionen und Videos im Netz vorbeugen ;-)Für ein richtig gutes Game geb ich dann auch gern die 50,- Euro aus.

SxyxS
7. Oktober 2011 20:08

Endlich mal eine Aussage die mir gefällt(mal abgesehen von der reinen Onlinevermarktung),allerdings kapiere ich da etwas nicht.Enslaved hat sich als Big Budget Produkt aus der 2-3 Reihe 700000 mal verkauft u hat die Gewinnzone nicht erreicht:Gibt es überhaupt reine Downloadtitel die sagen wir mal um die 15. 20€ kosten die sich auf Konsole öfters als 700000 mal verkauft haben damit seine Rechnung letztenendes überhaupt aufgeht?

f42425
7. Oktober 2011 19:19

Ich habe mir die CE zum Release bestellt und nach einer Woche verkauft. NT heult rum, weil sich das Spiel nicht ordentlich verkauft hat. Zurecht. Ausleihen reicht. In einer Woche habe ich es 2x durchgespielt. Aber auf die letzten fehlenden Trophies hatte ich kein Bock, da die Bosse auch nicht richtig gebockt haben. The Dog ist ein Paradebeispiel, wie man ein Spiel in den Sand setzt.Kampfsystem nicht vorhanden, Nur Mechs und keine menschlichen Gegner…, Rätsel zu simpel……

Lofwyr
7. Oktober 2011 18:08

Die Freaks machen halt nicht die breite Masse aus. Das Geld liegt bei den uninformierten Kunden. Autobahnraser war seinerzeit auf Platz eins der Charts. Noch Fragen?

DonCurrywurst
7. Oktober 2011 17:21

Man könnte jetzt wieder großartig rumreden, wo das Problem liegt, aber es liegt wie immer beim Konsumenten. Dieser ist nicht dumm wie viele immer sagen, sondern einfach nur unglaublich uninformiert. Ich bekomme durch den regelmäßigen Besuch von Videospielportalen und das lesen der Maniac genügend Infos und habe einen groben Überblick, was demnächst an Spielen rauskommt, obwohl es mittlerweile auch schon nachlässt.Im Gegensatz hierzu steht der Normalo-Videospielkonsument, der nunmal nur von den großen Titeln weiss. Beispiel: Zitat einer Person auf der Gamescom 2011, als er SSFIV AE gesehen hat (oder war es sogar SF x Tekken, naja egal) “”Boah, da gibts ein Street Fighter in 3D, das genau so aussieht wie damals auffem Super Nintendo””. Ergo sind an dieser Person SFIV + SSFIV vollkommen vorbei gegangen, obwohl es sich hier um ein nicht gerade um kleineres Game gehandelt hat.Solche Reaktionen kenne ich auch von einigen Leuten aus meinem Freundeskreis, die z.B. nicht mal wissen wer Solid Snake ist.

Seska1973
7. Oktober 2011 17:09

Was ihn Enslaved besser gemacht werden könnte (oder, Welche Ideen für ein DLC gut sind)Monkey’s “”Brandzeichen”” auf den Rücken? Oder sind das Tattoos der Zukunft? Woher hat er seine Ausrüstung der er am Anfang holen muss. Er sprach auch von einer RüstungEs wurde doch erklärt, das die “”Roboter”” autonome Kriegsmaschinen sind, aus der Vergangenheit die die Zeit überlebt haben. Aber am Schluss, verdreht das Spiel diese Aussage. Den Sie wurden gesteuert um die Menschen “”einzufangen””Über das Matrix-wannabe Ende muss ich nicht viel verlieren. Die Letzten Menschen fangen und Jagen oder Töten. Nur damit man sein “”Willen”” aufzwinge. Damit alle Träumen. Irgendwie passt das nicht ihn die StorylineNaja, vielleicht haben einige ex-Enslaves Spieler auch Vorschläge zu DLC’sund nein, ich habe mir “”Perfect 10″” nicht heruntergeladen. Bin wohl zu Oldschool. Ich will alles ihn einer Verpackung haben.p.s. Offtopic. Sicher man kann sein “”Ich-bin-der-Producer/boss-also-macht-was-ich-sage”” Willen den Entwicklern aufzwingen. Aber es ist immer noch wir. Die Geld in die Kasse spült. *hust*DMC*hust* Wie war das noch mit der Frisur und dem Chef?

APT
APT
7. Oktober 2011 17:05

Man KÖNNTE andere preise ansetzen, wird man aber nicht. Die puplisher werden weiterhin auch für download versionen 60 öcken verlangen… selbst wenn mans im laden billiger bekommt. Is jetzt zum teil ja schon so

7. Oktober 2011 17:04

:Du merkst schon, dass Du dir selbst wiedersprichst?Topic:Meiner Meinung nach sollte man Download-Titel prinzipiell nicht verteufeln, aber der Konsument sollte unterm Strich die Wahl haben: Ein Spiel für 30 Öcken downloaden oder für 60 kaufen?!Da

Richie1982
7. Oktober 2011 17:00

Bei XBL Arcade oder im PSN störts doch auch keinen mehr, einschließlich mir. Enslaved sollte man meiner Meinung nach gespielt haben, aber nicht unbedingt zu Release gekauft. 😉 Der Wiederspielwert war einfach zu gering. Mit Wiederspielwert meine ich jetzt aber keinen MP. Als Download Titel für deutlich weniger Knete wäre es vielleicht was geworden. Ansich finde ich die Idee nicht schlecht. Eine repräsentative Demo oder Vorab-version, die noch nicht im Endstadium ist und noch verbessert werden kann, ist immer noch die beste Werbung!!!

bastien
7. Oktober 2011 16:54

Recht haben sie, aber bitte nicht noch mehr Downloadtitel.