Cooking Mama quält Tiere?

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Die amerikanische Tierschutzorganisation PETA greift gerne mal zu drastischen Mitteln, um Misshandlungen an unseren Erdmitbewohnern anzuprangern und nimmt nun auch vermeintliche virtuelle Aufreger ins Visier: Aktuell ist Cooking Mama (von dem die Wii-Fortsetzung World Kitchen just diese Woche in den USA erscheint) dran.PETA ist der Meinung, dass es unverantwortlich ist, ein Spiel zu präsentieren, bei dem überwiegend fleischhaltige Speisen zubereitet werden. Zur Demonstration des Problems gibt es auf ihrer Webseite oder zu Eurer Bequemlichkeit gleich hier unten eine sowohl originelle als auch recht drastische Flash-Variante des Spiels, bei dem Mama grob für Zutaten sorgt und z.B. Gänse rupft oder Innereien herausreißt.Die Tierschützer fordern die Entwickler auf, eine vegetarische Fassung des Spiels zu entwickeln… wir meinen: Tierschutz hat seine Berechtigung, eine kleine Firma wie Majesco deswegen anzugreifen, ist doch etwas engstirnig. Schließlich gibt es beileibe genug Verfehlungen in der Realwelt, bei denen ein Engagement weitaus nötiger wäre. Und wenn doch, dann besser gleich einen Riesen wie Nintendo angehen – deren Kochkurs-Modul ist schließlich auch mit Fleischgerichten bestückt…Hier auf jeden Fall das – technisch sehr gelungene – PETA-Spiel:
Und falls es bei Euch im Browserfenster nicht richtig funktioniert: Hier findet Ihr den Link zur Webseite.
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Matthias Schmid
20. November 2008 15:20

@xangor: wie auch die PETA selbst betont, geht es ihnen nicht darum, den holocaust zu verharmlosen. und leider ist es nun mal so, dass die zahl der täglich für den menschlichen fleischkonsum geschlachteten tiere – ich benutze aus rücksicht nicht die provo

Jan Koenigsfeld
20. November 2008 4:37

Es geht doch nicht darum, “”Cooking Mama”” wegen Brutalität gegen Tiere zu verurteilen. Darum hängt der Vergleich. Es geht darum Aufmerksamkeit zu erregen, ein Bewusstsein zu schaffen. Ich will auch niemanden zum Veganer erziehen. Aber wenn die Menschen an Essen denken, denken die meisten direkt an Fleisch. Fleischlose Gerichte fristen ein Nischendasein, Titel wie “”Cooking Mama”” könnten daran etwas ändern.Und wenn es doch Fleisch und Eier sein müssen: Nicht immer zum billigen Kram greifen und statt dessen Bio-Produkte kaufen, oder beim Metzger Eures Vertrauens. Lieber was mehr bezahlen und dann mit (halbwegs) gutem Gewissen essen (obwohl das wohl kaum jemand nach den gezeigten, selbstverständlich sehr plakativen, Videos so richtig können sollte).

Ray_Stantz
19. November 2008 15:39

Wieso hinkt der Vergleich? Ich kann in Fallout auch (Menschen)Fleisch essen, Hunde sowieso. Geht es um Brutalität in Spielen, ist immer alles nur Unterhaltung und Fiktion. Aber wenn es ein Kochspiel im Cartoon-Stil ist, dann ist das blutiger Ernst und es wird an politische Korrektheit appelliert? Vermutlich gibt’s auch bald eine Aktion, weil in Rennspielen zu wenig Kleinwagen und Hybridautos eingesetzt werden.

Jan Koenigsfeld
19. November 2008 14:35

Der Vergleich mit Fallout 3 hinkt. Auch finde ich das Spiel keineswegs übertrieben. Es wird einfach Zeit, dass sich die Leute etwas bewusster werden, wass sie jeden Tag zu sich nehmen. Und dass Vegetarier/Veganer heutzutage immer noch leicht negativ behaftete Worte sind ist schon bedenklich…

Ray_Stantz
19. November 2008 14:13

Klar, Hauptsache Kochspiele werden veganisch — während in Fallout3 einzeln Körperteile abgeschossen werden…

Matthias Schmid
19. November 2008 13:51

@Kegluneq: ironie ist nur gut wenn man nicht explizit darauf hinweisen muss…außerdem finde ich die aktion gut. sicher gibt’s größere ‘brandherde’ auf unserer welt als cooking mama, aber der wunsch nach mehr vegetarischen/veganen gerichten in einem kochs