Tobias Kujawa meint: Ein lang erwartetes Kleinod mit reichlich technischen Problemen, die aber durch die verblüffende Spielwelt und das realistischste Tier der Videospielgeschichte aufgewogen werden. Wer mit Trico nicht mitfühlt und eine Bindung zu ihm aufbaut, muss ein Herz aus Stein haben.
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Das Spiel scheint ja extrem zu polarisieren. Entweder man haßt oder liebt es. Das Hinwegsehen von technischen Mängeln klingt wie die Lobeshymnen vom alten Fiat 500 Fahrern, die es auch “”toll”” finden, wenn alles klappert, der Innenraum eine grottige Qualität hat, aber sie ihr “”Baby”” dennoch lieben. Objekiv betrachtet ist es aber einfach ein schlechtes Auto. Da hilft auch die ganze Amore bzw. Charme so eines putzigen Autos nicht. Zurück zum Spiel, wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass es hier ganz ähnlich ist. Ich gehöre auch zu den Spielern die für ihr Geld zumindest ein technisch (annähernd) technisch einwandfreies Produkt erwarten. Der eigentliche Nutzen ist das dann noch nicht, sondern erst die Spielidee die dann darauf aufbaut. Und wenn die bei Last Guardian toll ist, die technische Basis aber schlecht, ist leider das Endprodukt auch bestenfalls mittelmäßig. Ich finde die Idee, von dem eigenwilligen Tierpartner (Bug oder Feature?) so interessant, dass ich mir in 1-2 Jahren die Preise anschaue. Für <20 Euro würde ich dann schon zuschlagen :)Und zur Kunst: da fällt mir die passende Definition ein, wonach Kunst keinerlei praktischen Nutzen hat, sondern als Selbstzweck die Möglichkeit zur Betrachtung der Schönheit des Kunstwerks durch andere hat.
Most impressive, hatte ich doch schon erwähnt, einer meiner absoluten Lieblingsmovies !Das kann man nicht beschreiben, da muss man die knisternde Spannung als Zuschauer fühlen und die Intepretation so deuten, wie es vom Regisseur Ronny Yu ursprünglich vermittelt werden soll, was auch in der Form mit fernöstlicher Philosophie aufgeht und dann eine tief beeindruckende Bildschirmpräsenz zwischen zwei Kontrahenten erreicht, die jedoch auch auf gegenseitigem Respekt aufbaut.Und das so hinzubekommen durch die Kamera ist auch schon eine “”Kunst”” an sich. Kunst hat viele Namen !
Ja, ich bin auch tief beeindruckt…
Die drei Sprüche sind getrennt voneinander auf Kunst bezogen.Der erste stammt aus dem “”Lexikon der Kampfkünste”” und beherbergt viel Wahrheit. Lässt sich auf Kunst im allgemeinen übertragen. Dann ist er abgewandelt auch im Fearless drin wo Jet Li in einem wunderbar Gespräch seinem künftigen Gegner bei einer Teezeremonie dies in Worten vermittelt, so das es sein Gegenüber tief beeindruckt.
[quote=Ullus]
@ moshocker: Drei Sprüchlein.
Jede Kunst ist nur so gut wie derjenige, der sie ausübt.
Kunst …und Schönheit liegt im Auge des Betrachters !
[/quote]Wie passt das denn zusammen? Wie kann Kunst gleichzeitig nur so “”gut”” sein wie der der sie ausübt, sie aber trotzdem nur im Auge des betrachters liegen?
[quote=moshschocker]
Och Jungs,
ihr wollt euch aber auch wirklich immer falsch verstehen. Ich finde, in allen euren Postings ist irgendwo was Gutes und Wahres dran, aber ihr sucht teilweise wirklich die Nadel im Heuhaufen. Woran ich mich aber stoße, ist die Aussage, dass Künstler = Könner sind. Das ist ein Zugeständnis, aber gleichzeitig für mich eben auch eine Limitierung. Das reine Können etwas herzustellen, ist mir da irgendwo zu wenig, zumal ein Künstler bzw. ein Kunstobjekt auch immer einen kreativen Prozess inne hat. Eine gewisse Emotionalität übermitteln zu können, ganz gleich auf welchem Wege der Kunst, halte ich darüber hinaus für Kunst, und das schafft auch The Last Guardian, wobei man natürlich der Interpretation gegenüber nicht scheu sein darf.
[/quote]@ moshocker: Drei Sprüchlein.Jede Kunst ist immer nur so gut, wie derjenige, der sie ausübt.Wahre Kunst ist es, wer es schafft , die anderen zu begeistern.Kunst …und Schönheit liegt im Auge des Betrachters !EDIT: Wir hören uns im PSN, nicht vergessen !
[quote=moshschocker]Woran ich mich aber stoße, ist die Aussage, dass Künstler = Könner sind. Das ist ein Zugeständnis, aber gleichzeitig für mich eben auch eine Limitierung. [/quote]Das hast du recht, ist eigentlich auch logisch…
Och Jungs, ihr wollt euch aber auch wirklich immer falsch verstehen. Ich finde, in allen euren Postings ist irgendwo was Gutes und Wahres dran, aber ihr sucht teilweise wirklich die Nadel im Heuhaufen. Woran ich mich aber stoße, ist die Aussage, dass Künstler = Könner sind. Das ist ein Zugeständnis, aber gleichzeitig für mich eben auch eine Limitierung. Das reine Können etwas herzustellen, ist mir da irgendwo zu wenig, zumal ein Künstler bzw. ein Kunstobjekt auch immer einen kreativen Prozess inne hat. Eine gewisse Emotionalität übermitteln zu können, ganz gleich auf welchem Wege der Kunst, halte ich darüber hinaus für Kunst, und das schafft auch The Last Guardian, wobei man natürlich der Interpretation gegenüber nicht scheu sein darf.
[quote=ChrisKong]
Also sind die Besten der Besten keine Künstler. Dass es da eben eine Diskrepanz zwischen gut und genial gibt, lässt du ausser Acht. Abgesehen davon, jeder Künstler ist ein Könner, aber vom umgekehrten gehst wieder einmal nur du aus, obwohl ich das mit keiner Silbe gesagt habe.
Beispiel, jedes Fliegerass ist ein sehr guter Pilot, nicht jeder gute Pilot ist ein Fliegerass.
[/quote]Du lässt ausser acht das gut und genial beides subjektive Wertungen sind. Es erscheint mir reichlich überflüssig, Wortreich über die Diskrepanz zweier nach Lust und Laune verschiebbarer Punkte zu diskutieren.
Also sind die Besten der Besten keine Künstler. Dass es da eben eine Diskrepanz zwischen gut und genial gibt, lässt du ausser Acht. Abgesehen davon, jeder Künstler ist ein Könner, aber vom umgekehrten gehst wieder einmal nur du aus, obwohl ich das mit keiner Silbe gesagt habe. Beispiel, jedes Fliegerass ist ein sehr guter Pilot, nicht jeder gute Pilot ist ein Fliegerass.
[quote=ChrisKong]
Faktisch oder auch postfaktisch, ist es so, dass du das X für Kunst hälst und ich Y und damit bleibt es halt Ansichtssache. Global gesehen bleibt es dabei, dass Künstler eben Könner sind, egal ob die in Musik, Tanz, Malerei, Bildhauerei, Literatur oder sonst wo anzutreffen sind. Womit deine Aussage, wonach es eine Binsenweisheit sei, widerlegt ist.[/quote]Das sehr ich anders. Sonst wäre ja auch alles was funktioniert Kunst und jeder Handwerker ein Künstler.
Faktisch oder auch postfaktisch, ist es so, dass du das X für Kunst hälst und ich Y und damit bleibt es halt Ansichtssache. Global gesehen bleibt es dabei, dass Künstler eben Könner sind, egal ob die in Musik, Tanz, Malerei, Bildhauerei, Literatur oder sonst wo anzutreffen sind. Womit deine Aussage, wonach es eine Binsenweisheit sei, widerlegt ist. Denn so oder so, eins muss ein Künstler nämlich können, seine Kunst als solche zu verkaufen. ^^Über die inhaltlichen Qualitäten ist zum Spiel bislang zu wenig gesagt worden. Da erwarte ich einfach mehr von denen, die es toll finden. Was daran nicht gut ist, wissen wir ja mal langsam. Also muss da ja etwas sein, das es richtig macht. Das würde der Diskussion um das Spiel eben etwas mehr Substanz verleihen, ganz unabhängig davon, ob man jetzt meint, das Spiel gehöre in eine Top-Liste oder nicht.
Du hast mich falsch verstanden. Ich hab weder Kunst als Entschuldigung für Mängel genannt, noch überhaupt den Zustand von last relativiert. Wie auch, ich hab es noch nicht gespielt. Ich sage nur, dieses geuncke und rumreiten auf einzelnen technischen Problemen, kann dem Gesamtbild genauso wenig gerecht werden, wie das argumentieren mit dem kunstbegriff. Ließ nochmal meine ersten 2 posts dazu.
Dass bei der diesjährigen Top20 schon wieder über die rechtmäßigkeit der Platzierungen diskutiert wird… Ich glaube manchmal, es wird regelmäßig einfach geresettet und einfach von vorne mit dem gleichen gebrabbel angefangen. Ich denke man sollte froh sein, dass im Moment noch Titel wie TLG herauskommen, gerade der Diversität wegen. Ja, die Technik ist verglichen mit sauteuren Produktionen mau. Ja, von mir aus sollte das auch in den Prozentwertungen berücksichtigt werden. Dann hat halt TLG keine 90%, na und? Das einzige, was ich von der M! Redaktion erwarte, ist dass sie den Meinungskasten der Redakteure beibehalten und dass der die Meinung der jeweiligen enthält. Das darf dann ruhig auch konträr sein bei mehreren Leuten. Sklaven der Prozentpunkte sollten nicht die Konsumenten sein, höchstens die Firmen, die ihre Produkte releasen. Es liegt in ihrer Hand, diese bis zum Datum X bestmöglich hinzubekommen, um eben eine gute Wertung zu erzielen.Ich wünsche mir für diese außergewöhnlichen Titel Erfolg, damit die Studios nicht entmutigt werden, so etwas weiter zu bringen. Klar darf es auch mal hochpoliertes sein. Aber es liegt doch an jedem selbst, ob er nicht auch gerne mal etwas abseits des Mainstreams erleben will. Videospiele bieten das. TLG bietet das. Selbst wenn man es später für nen schmaleren Preis holt, wird es doch in die Abverkäufe zählen, und das Spiel rechtfertigen.
Bzgl kampfkunst: oft im leben ist es leider so, das die angewandte Semantik der Substanz einer Sache, nicht wirklich entspricht.
Sorry Vreen aber du redest hier großen Unfug.Technische Mängel muss man als Konsument nie einfach hinnehmen.Ori and Blind Forrest wurde von einem winzigen Team aus Österreich entwickelt, hat tolle handgezeichnete (kunstvolle) Optik, läuft technisch butterweich und spielt sich grandios. Solche Beispiele gibt es zuhauf. Technische Funktionalität hat nichts mit Budget oder sonst was zu tun. Es gibt genügend Tripple A Titel wie beispielsweise Just Cause 3, die einfach auch nicht sauber laufen und dafür Federn in der Bewertung lassen mussten. Wieso also Just Cause 3 abstrafen und Last Guardian auf die Schulter klopfen und sagen: “”Hey is egal, schön ist das du es versucht hast””?Wie Kong zudem schon sagt: Last Guardian hatte ein Sony hinter sich, die hatten also mehr als ausreichend finanzielle Rückendeckung. Und auch generell sind Spiele mit Bugs oder eben genannten Kritikpunkten ein mega gefundenes Fressen für jede Forums-Community. Daher amüsiert mich diese Scheinheiligkeit, wonach Last Guardian sich jetzt mega die Schnitzer erlauben darf und dafür statt kritisiert, sogar noch für seinen künstlerischen Aspekt gefeiert werden sollte. Hier also jetzt so zu tun, als sei es für die Entwickler ja voll unmöglich ein technisch sauberes Produkt zu liefern, ist einfach nur albern.Und nochmal: Ich selbe habe kein Problem mit technisch schwachen Spielen. Nur sollte sich das dann einfach trotzdem in der Bewertung wiederfinden. Denn dafür sind Wertungen einfach da. Alles andere ist persönlicher Geschmack.
Du denkst dir halt, dass das genaue Gegenteil von der Meinung richtig sein muss, durch die du dich provoziert fühlst und ziehst alle Register, diese rhetorische besser darstehen zu lassen.Alle Register? Ja sicher. Tatsache ist jedenfalls, Kunst und kunstfertigkeit ist nicht das gleiche. Hmm, was ist mit Kampfkunst? Und vom Gegenteil hat auch keiner geredet. Aber wenn man nicht deiner Meinung ist, ist es natürlich automatisch das Gegenteil. Kunst entsteht durchaus durch Kunstfertigkeit und schliesst sich absolut nicht aus. Meist sind es ja andere Berufsgenossen, wenn man so will, die Kunst beurteilen, sich daran messen und von ihr inspirieren lassen. Und ich würd mal sagen, da wirste meist eher selten welche finden, die einem anerkannten Künstler ihre Kunstfertigkeit absprechen. Bin sicher, du kennst Amadeus. Interessanter Film. Triple A ist eher so, Salieri, technisch sauber und solide. Aber Last Guardian ist halt nicht Mozart… Auch wenn es das gern wäre. ^^
küntlerisch wertvoll und pädagogisch wertvoll, das game, es eignet sich auch als familienspiel, vor allem ist es ein Game das ohne Geballer und Fights auskommt, das ist vorbildlich von Sony, genau wie das es doch noch rausgekommen ist, den Fans zuliebe, an sich clevere Kundenbindung.Vor allem die Bindung und der respektvolle Umgang zwischen dem Hauptakteur und Trico hat einen gewissen Lehrwert. Aber es ist zu speziell, zu nischig und nicht mainstreamhaft genug, aber vielleicht weil es das ja auch sein. mir selbst ist das Game auch viel zu ruhig, ich mochte Ico schon nicht besonders, beim Collosus war mir auch viel zu viel Einsamkeit drin, nur das Pferd, der Main Actor und die Kolosse, noch nicht mal Vogelgezwitscher. Das es polarisiert ist gut, so bleibt es auch im Gespräch.
“”
Ich denk mir eher, wohin bringt es die Industrie, wenn ein Produkt wie Last Guardian die Spielerschaft nicht wirklich überzeugen kann und darum Freiwild im Netz wird.
“”Du denkst dir halt, dass das genaue Gegenteil von der Meinung richtig sein muss, durch die du dich provoziert fühlst und ziehst alle Register, diese rhetorische besser darstehen zu lassen. Es ist jetzt auch zu mühsam das alles aufzurollen. Tatsache ist jedenfalls, Kunst und kunstfertigkeit ist nicht das gleiche. Wäre das so, wäre der 3d Drucker eher ein Künstler als ein Handwerker, da er das exaktere Werk erschaffen kann. Gleichzeitig hat man bei vielem was man historisch oberflächlich als Kunst ansieht, wenig bis garkein Einblick in die Entstehung und Intention des künstlers. Bsw das deckenfresco von Michelangelo in der sixtinischen kapelle. Kunstfertigkeit klar vorhanden, aber Kunst? Es war ne auftragsarbeit des clerus, finanziert durch den ablasshandel und thematisch irgendwo zwischen Werbung und Propaganda einzuordnen. Für mich keine Kunst.
Ach so, Kunstfertigkeit hat nichts mit Kunst zu tun… Demnach sind Michel Angelo und Co. handwerklich nur minderbegabt, aber bei ihren Werken fühlt man die Kunst. Komisch nur, dass andere ihre Kunst eben auch sauberer hinkriegen. erwartet er von der technik eines spiel eines kleinen studios die gleiche perfektion, wie von einem 150 millionen dollar teuren titel.Wer sagt, denn dass der Grafikstil so gewählt sein muss, dass es das Team nicht vernünftig hinkriegt? Das ist einfach ne Entscheidung, die das Studio getroffen hat. Und im Gegensatz zu richtigen Indies, stand hier ein grosser im Rücken, nämlich Sony. Hätte das Team wirtschaftlich arbeiten müssen, hätten sie wohl kaum 10 Jahre dafür verbraten dürfen und liefern dann ein eher unausgereiftes Produkt ab.ABER die technik gut funktioniert, dann muss man sich durchaus fragen, wohin bringt es die industrie wenn das alle so sehen.Ich denk mir eher, wohin bringt es die Industrie, wenn ein Produkt wie Last Guardian die Spielerschaft nicht wirklich überzeugen kann und darum Freiwild im Netz wird. Interessant, bei Spielen wie Journey und Abzu, die durchaus streitbar sind, diskutiert man wenigstens ob des Inhalts und nicht wegen technischer Defizite. Und genau so sollte es sein. Ich erwarte von diesen Spielen auch keine Wunder, aber das sie in ihrem Rahmen funktionieren. Journey hab ich für die PS3 und Abzu ist die Retailfassung vorbestellt. Ich unterstütze also durchaus kleinere Produktionen und das zum Vollpreis. Hier liest man allerdings öfters in den Kommentaren, das Spiel sei den Vollpreis nicht wert, man greife es später ab. Damit unterstützt man den Hersteller aber auch nicht wirklich. Vielleicht zurecht?
naja, das ist halt eine frage der persönlichen philosophie. ich finde die aussage von moshrocker zwar etwas überspitzt, aber letztendlich hat er doch recht, betrachtet man die industrie als veränderbar und die konsumenten als partizipativ. es ist son bisschen wie die frage, ob man sich über den schwund des einzelhandels aufregen darf, wenn man alles bei amazon bestellt. deine position wäre in diesem beispiel, dass man die industrie nicht beeinflussen kann und auch nicht brauch, sondern das man lediglich die dinge die einem herangetragen werden kritisieren und oder konsumieren soll. darin liegt keine partizipation und keine übernahme von persönlicher verantwortung, zu ungunsten der eigenen sicht auf sein persönliches wertesystem.ich persönlich halte ein spiel wie last guardian, wie ich schon sagte, für wertvoller als generische triple a produkte, welche sich immer ähnlicher werden, meist nur noch fortsetzungen sind alle nur von 5 firmen kommen. ein kleineres studio, eine exzentrische idee, und natürlich lange nicht die ressourcen, die ein typischer triple a titel hat. wendet man aber die wertungen solcher titel an jedes unkonventionelle spiel kleinerer studios an, tut man doch im endeffekt nur den großen herstellern einen gefallen, da diese einen status quo etabliert haben, der überall gefressen wird und der für die konsumenten als wertungsbasis funktioniert. spiele mit defiziten werden per se nicht ernst genommen, da der konsument keine verantwortung trägt und sich daher auch nicht blöd vorkommt, erwartet er von der technik eines spiel eines kleinen studios die gleiche perfektion, wie von einem 150 millionen dollar teuren titel.letztendlich ist es doch die frage, ob man auch in zukunft alternative ideen begrüsst, oder ob man es okay findet wenn es nur noch 10 franchises von 5 firmen gibt, welche alle auf der gleichen engine laufen und alle die gleichen dramaturgischen klischees erfüllen. möchte man das nicht, muss man halt auch etwas dafür tun. in deinem fall wäre das wahrscheinlich, weniger arrogant bei der dogmatischen vorstellung seiner eigenen wertungssystematik zu sein. (stichwort paradigmen) wenn ein fall wie the last guardian deiner ansicht nach hart behandelt werden muss aufgrund von mängeln, welche alle technischer natur sind, du ein gears of war 4 aber vehement verteidigst, obwohl hier klar nur ein franchise totgeritten wird, die reihe schon vor dem vorletzten titel abgeschlossen war und letztendlich alles nur nochmal, nur etwas weniger innovativ abgespult wird, ABER die technik gut funktioniert, dann muss man sich durchaus fragen, wohin bringt es die industrie wenn das alle so sehen.
Nein nein, ihr habt mich da ganz falsch verstanden! Mit “”Bonuspunkte”” meinte ich weniger die wirklichen Prozente der objektiven Wertung, sondern mehr die Punkte, dass man aufgrund der Andersartigkeit, doch mal genauer hinschauen sollte, da man auf Screenshots eben nicht direkt weiß, was einen da genau erwartet. Und der künstlerische Aspekt ist natürlich mit zu berücksichtigen, ebenso wie der technische. Es gibt Spiele, die toll und rund laufen, aber vom Artdesign (Ja Art = Kunst ;)) einfach Durchschnittsware sind, die sich vor allem nichts trauen, billig kopieren oder einfach voll daneben sind (Naja, wer drauf steht!)Technik und Performance ist nicht alles! Und was Vreen da zu dem Kunstbegriff schreibt erhält meine volle Zustimmung!
Naja was bedeutet “”hier”” findet keine fachliche Bewertung statt?Ich spreche aber generell von einer normalen Magazinbewertung.Und da habe ich Moshshocker so verstanden, dass man für “”andere”” Spiele abseits des Mainstream ruhig ein paar Bonuspunkte springen lassen sollte. Und das sehe ich halt gar nicht so. Das war das Thema was ich aufgegriffen habe.
So rum funktioniert das nicht, da hier keine rein fachliche Bewertung stattfindet. Es geht ja nicht darum ob das Spiel technische Mängel hat oder nicht. Das bestreitet keiner. Wohl aber, ob diese das Gesamterlebnis deutlich verschlechtern. Und diesen Aspekt sieht jemand, dem das ganze inhaltlich zu Herzen geht und der gecacht ist, logischerweise etwas kulanter. Und da schliesst sich der Kreis zum kunstbegriff. Bei Kunst geht’s nicht um das wie, oder das von wem, nichtmal um das warum. Bei Kunst geht es nur darum, was man dabei fühlt und was es in einem auslöst. Technische Mängel sollten unter dem Aspekt unerheblich sein. Es ist was es ist. Oder sollte man bedauern, dass die mona lisa nicht mit moderneren Pinseln und besserer Farbe entstanden ist, weil sie dann heute bessere Kunst wäre.
Du sprichst jetzt von “”wertvoller. Das man ein Last Guardian trotz diverser Mängel als wertvoll betrachten kann, ist ja auch richtig. Dennoch sollte so ein Spiel mit technischen Fehlern wie Ruckler, Kamera-Selbstmord und Befehlsverweigerung keine “”Bonuspunkte”” bei einer reinen fachlichen Bewertung bekommen. Und genau das wurde eben gefordert und genau da bin ich ganz klar anderer Meinung.Scheinbar können einige dann aber eine niedrigere Wertung nicht verkraften und kommen dann, wie Kong auch richtig sagt, mit dem Totschlag-Argument “”Kunst”” oder treiben es so hoch wie Ullus und sind Sony allen Ernstes “”dankbar””, dass sie ein kommerzielles Produkt fertig entwickeln lassen.Vergleichen wir das mal mit Telltale: Das bietet mir trotz schlechter Technik und nicht vorhandenem Gameplay auch eine gewisse Portion Spaß. Ich bin dennoch der Meinung, dass Wertungen für diese Machwerke eher im 70iger Bereich anzusiedeln sind. Denn Wertungen sollten objektiv versuchen ein Produkt als Ganzes zu sehen. Dann gibt es aber Leute, die sich von niedrigen Wertungen ihrer Lieblingsspiele “”gestört”” fühlen. Albern.
Das Kunst von können kommt, ist auch so ne Binsenweisheit, die sich hartnäckig in den köpfen der Leute hält. Letztendlich ist es doch so, dass hier Kunst mit kunstfertigkeit verwechselt wird, die benötigt wird ein poliertes und attraktives Produkt zu designen. Die die das Geld haben sich die kunstfertigsten Leute zu leisten, sind in erster Linie die, die hohe Profite machen und damit auch kalkulieren können. Also die Macher von mainstreamkram, der immer auf den kleinsten gemeinsamen Nenner setzt und auf den massengeschmack hinentwickelt wurde. Natürlich ist ein für sich stehendes Produkt, mit Ecken und kanten, dem man anmerkt, das es intrinsisch motiviert den reinen Selbstzweck erfüllen wollte, wertvoller, als der 25 generische shooter aus dem Baukasten eines unterhaltungsmultikonzerns. Wie beschissen wäre eine Welt, in der das nicht so ist?
Mindestens Top 3
Interessant ist, dass hier sowohl die Technik als Kriterium für die negativen Seiten angeführt wird, wie auch für die positiven. Also Trico wirkt beeindruckend, individuell, etc. Andererseits läuft das alles andere als sauber ab. Nur schreibt man das erste eher dem künstlerischen Aspekt zu. Kunst kommt bekanntlich von Können, also sollte man die Technik eben durchaus gewichten. Und wenn ich hier im x-ten Kommentar lese, dass die Technik dem Spass einen Strich durch die Rechnung macht, dann ist das für mich nun mal einfach kein Top-Spiel. Dass man Spiele mittlerweile nur aufgrund von Andersartigkeit milder beurteilt und ihnen einen Bonus gewährt, spricht insgesamt eher nicht so für die Branche.
Ich finde Produkte, die sich auch mal abseits des Mainstreams (wie z. B. Gears of War oder Uncharted) bewegen und sich trauen was anderes als Standardkost zu bieten, schon sehr interessant.Auch wenn ich eben auch nicht immer alles nur deswegen gut finden muss.Ob die dann gesondert mehr Punkte bekommen müssen?Ich würde einfach sagen, dass das vom persönlichen Geschmack abhängt.Kann man mit “”Indies”” (im Sinne von nicht Tripple-A-Mainstream) weniger anfangen, dann braucht man da sicher nix zu addieren und es wiegen etwaige technische Probleme wohl mehr.Aber wenn man dem gegenüber weniger verbohrt und mehr aufgeschlossen gegenüber steht und das Thema des Games den eigenen Nerv trifft, dann kann man sicher “”mehr Punkte”” verteilen.Dass es dabei auch immer wieder Gurken gibt, ist ja nicht ungewöhnlich.Und auch, dass die ungewöhnlichen (und ab und an innovativen) Spiele nicht immer Kassenschlager sind.
Wieso hat ein Spiel mehr Punkte verdient, nur weil es kein Kommerzprodukt ist?Das sehe ich mal gar nicht so.