Dishonored

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Half-Life-Held Gordon Freeman ist bekanntlich kein Mann großer Worte – um nicht zu sagen: gar keiner Worte. Das Spiel funktioniert auch ohne verbale Interaktion des Hauptcharakters – und Freeman erfreut sich bei Fans nach wie vor großer Beliebtheit.

Doch Austin Grossman, führender Schreiber von Dishonored, sieht das etwas anders: Ich hasse das, was Valve mit dem stillen Protagonisten macht. Ich finde es unglaublich umständlich und wirklich gruselig. Ich finde Gordon Freeman gruselig wie die Hölle, erklärte er gegenüber Kotaku. Die Menschen reden mit ihm, über ihn und manchmal sogar für ihn”, kritisiert Grossman –  während Freeman keine Silbe verliert:“Er scheint eher zufällig mitten im Geschehen zu sein.”

Im Gegensatz dazu soll Grossmans eigene Schöpfung, Corvo, sehr viel mehr in der Geschichte verankert sein – und auch mehr an deren Erzählung beteiligt sein: “Der Unterschied zwischen Dishonored und dem, was in Half-Life 2 umgesetzt wurde, ist, dass es viel persönlicher ist. Ich denke, Sie werden dadurch [in die Erzähliung] miteinbezogen, weil der Charakter von Anfang an persönliche Beziehungen zu den Menschen hat.”

Freeman oder Corvo – ab Freitag kann sich jeder selbst ein Urteil bilden.

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Collective
15. Oktober 2012 10:17

Wenn auch die Dialogsetzung etwas unterschiedlich sein mag, so ist wenigstens die Grafikengine der beiden Games wohl dieselbe…;). Ich habe mir das Game (Dishonored) zugelegt und bin gespannt auf den Test in der Maniac. Der wird für mich definitiv zum Gradmesser dafür, ob die Maniac weiterhin einen Kauf verdient, oder ob das Heft endgültig im ‘Mainstream’ zerfliessen wird.

metrognome
12. Oktober 2012 16:04

Corvo hat zwar keine sprachausgabe, aber reden tut er in gewissermaßen schon, nämlich in text form….is aber nicht viel, eher selten, ganz selten.Und ich finde, so sollte es auch bei gorden freemann gemacht werden, der kriegt zwar keine sprachausgabe aber hin und wieder gibts antworten und fragen in textform… so wie in Elder scrolls.

DonCurrywurst
12. Oktober 2012 7:03

@Steffen Simonet: Kommt drauf an. Bei Dragon Age: Origins, bei dem du dir einen eigenen Character erstellst, den Ursprungs festlegst und dir auch Gedanken über ihn machst, passt die nicht vorhandene Stimme in Gesprächen sehr gut (obwohl er ja auch Infight

Steffen Simonet
11. Oktober 2012 18:00

Ich hasse das Stilmittel des stummen Helden wie die Pest. Finde das jedesmal in einem Game absolut nervtötend, unendlich bescheuert und zerstört mir die Stimmung. Ob Gordon Freeman, Link, Ryu (aus Breath of Fire), Isaac (in Dead Space 1), der Held aus Dragon Age: Origin, egal wo.Das Corvo in Dishonored wie Tobias sagt nix redet finde ich schonmal sehr enttäuschend und lässt mich sehr verwundert über das Gelaber von dem Autor grübeln. Freu mich aber nach wie vor auf das Spiel, da ich glaube, dass das richtig gut wird.

WodahsKcalb
11. Oktober 2012 15:28

Da hat er schon etwas recht, Jedoch ist der Mann mit der Psycho-Maske, der auch nichts spricht ja auch nicht besser. Ich mag ehrlich gesagt keinen der beiden Charas aber ist halt Geschmackssache.

WNxKraid
11. Oktober 2012 13:15

Es gibt viele sehr gute Spiele wo der Held kein einziges Wort von sich gibt.Bei den meisten davon passt das ganz gut.Valve hat meiner Meinung nach da auch nichts falsch gemacht.Ist halt eher merkwürdig wenn die Spielfigur in nem Spiel aus der Ego-Perspektive mitten im Spiel selbstständig redet. Außer beim Duke, da passt das.Falls die Spracherkennung und KI irgendwann so ausgereift ist, das NPC’s auf die Spracheingabe des Spielers reagieren können (nicht nur auf ein paar vordefinierte Kommandos), dann wird der selbstständig sprechende Held sowieso überflüssig. (Außer in Videosequenzen natürlich)

Kiryu
11. Oktober 2012 12:00

Dann ist Link wohl auch gruselig?Tut mir leid aber die Aussage des Autors ist mumpitz.Manchmal ist schweigen gold.

Tobias Hildesheim
Redakteur
11. Oktober 2012 11:57

Den Versionsvergleich mache ich die Tage noch. Habe selbst die PS3-Version gespielt, inklusive gelegentlichem Tearing. Der Co-Tester hat sich die Xbox-Version vorgenommen. Von daher kann ich dazu noch keine Aussage treffen.

IceWilliams
11. Oktober 2012 11:48

:gibt es eigentlich nennenswerte unterschiede zwischen ps3 und 360 version ? die kollegen von der consolplus meinen die ps3 version sieht etwas besser aus, kann man das bestätigen oder kann ich auch problemlos zur 360 version greifen?

APT
APT
11. Oktober 2012 11:31

@SprigganIch hatte da eher Ada im sin (Weil, gerade am Resi 6 zocken). Ich find das spiel so geil. (aber darum solls ja hier nicht gehen) Nur warum kann Ada nie die klappe halten? Jede kleinigkeit muss sie kommentieren xD

Tobias Hildesheim
Redakteur
11. Oktober 2012 11:23

lustigerweise sagt Corvo ja auch keinen Ton im ganzen Spiel…

Funatic
11. Oktober 2012 11:23

naja dafür hat der gute herr ja fleissig beim gegnerdesign von halflife 2 geklaut. ich sag nur die spinnenläufer!

Spriggan
11. Oktober 2012 11:18

[quote=APT]

Viel nerviger finde ich protagonisten die jeden pfurz kommentieren müssen.

[/quote]Ich musste da irgendwie sofort an Kid Icarus Uprising denken, meine güte wird da gelabert und gelabert…. ^^ ;-D

11. Oktober 2012 11:17

Ist halt ne schwierige Frage…beide Herangehensweisen haben Ihre Vor und Nachteile Eine Spielfigur die sich aktiv mit den Spielprotagonisten auseinandersetzt,setzt gute Story Schreiberlinge voraus.Bei HalfLife waren diese allerdings vorhanden.Da wundert es schon,daß die Spielfigur so schweigsam war

APT
APT
11. Oktober 2012 10:53

Wenn der protagonist nicht labert, zieht einen das nur noch mehr in die story. Es gibt einem mehr und mehr das gefühl Gordon Freeman zu sein. Ich finde sowas klasse und gar nicht gruselig.Viel nerviger finde ich protagonisten die jeden pfurz kommentieren müssen.

Beeberman
11. Oktober 2012 10:32

ein bisschen gebe ich ihm da schon recht… die aussage klingt aber nach werbung