Kehrseite: Wem nützt die Preisreduktionen bei Konsolen?

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Der gobale Videospiele-Markt ist in diesem Jahr weniger stark gewachsen als noch in den Vorjahren – der Wirtschaftsflaute in fast allen Bereichen sei Dank. Wie reagieren die Publisher? Sie senken die Preise Ihrer Videospielkonsolen. Was Microsoft in schöner Regelmäßigkeit betreibt, hat Ende August Sony mit der Slim-Ankündigung betrieben. Nintendo zieht mit 199 Euro für die Wii-Konsole nach. Doch wer profitiert neben dem Endkunden noch von einem günstigen Hardware-Preis? Sicherlich nicht die Spielehersteller, wie Doug Creutz von der amerikanischen Investment Bank Cowan and Company sagt und die Second-Hand-Verkäufe als großen Gewinner sieht.

Der Analyst führt an, dass zwischen 2002-2004 signifikante Preisreduktionen bei PlayStation 2, Gamecube und Xbox vollzogen wurden und der Second Hand Markt von allen Software-Verkäufen rund 15 Prozent betrug – heutzutage liegt dieser Prozentsatz bei 30. Im Mittel werden pro neuem Hardware-Kauf gleichzeitig 2-4 Spiele erworben. Am erhöhtem Absatz im Gebrauchtmarkt läst sich daher ablesen, dass brandneue Spiele von dem Schub an Konsolenverkäufen weniger stark profitieren – und die Hersteller gemessen an der Verbreitung von Konsolen weniger Spiele absetzen als zu erwarten ist. 

“Wir glauben, dass Käufer neuer Hardware höchstwahrscheinlich zusammen mit Ihrer Konsole einen signifikanten Prozentsatz an Gebrauchtspielen kaufen und damit gleichzeitig den Verkauf an Neupreis-Spielen dämpfen,“ so Creutz gegenüber dem Branchenmagazin industrygamer.biz.

Wie oft greift Ihr zu Gebrauchtspielen und gebt einem Vollpreistitel weniger eine Chance?

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ManicMoe
16. Oktober 2009 1:41

Uk ist auch für mich fast einzige Bezugsquelle, wobei ich fast nur Neuware kaufe, ganz selten mal ein Spiel auf Ebay. Die Gebrauchtläden wie EB Games und Co meide ich wie die Pest. Völlig überteuert und dreiste Preispolitik bei Gebrauchtspielen. Da gibt’s oft Gebrauchttitel , die ich zum selben Preis neu gekauft habe…

dmhvader
15. Oktober 2009 16:51

Finde 70,- Euro für ein Game auch schon echt hart!Deswegen schiele ich immer nach Importen, z.B. aus England! Da kann man viele neue Games für umgerechnet knapp unter 50,- Euro bekommen!Ansonsten hole ich mir auch so maximal 5 Games im Jahr zum Vollpreis, alle anderen werden später günstiger nachgekauft, zum Teil auch gebraucht! Generell ist mir aber ein wirklich gutes Game bis zu 80,- Euro wert! Weiß noch, wie ich Ende 1997 knapp über 150,- DM für “”Goldauge”” fürs N64 berappt habe, aber es hat sich gelohnt, denn das Spiel kann man sogar heute noch ab und zu zocken und das Trefferfeeling ist bis heute unerreicht, finde ich!Meine Spiele bestelle ich eigentlich fast nur noch im Internet – hier bei uns im Kleinstadtladen gibt es zwar immer die aktuellsten Sachen, aber der Händler will immer seine 69,95 Euro haben – ist mir zu teuer!

Punisher
15. Oktober 2009 9:06

Ich kaufe zu 90% nur Neuwaren. Man will die aktuellen Toptitel ja auch schließlich sofort anzocken. Gebe allerdings die durchgespielten Spiele bei meinem Gameshop des Vertrauens wieder in Zahlung und nehme dann entsprechend wieder was Neues mit. Mach ich natürlich immer ein bißchen Minus mit, aber auf die Klugscheißereien 😉 im Shop möchte ich auch nicht verzichten. Heißt also das mein Spieleregal sehr übersichtlich gestaltet ist und eigentlich nur die Perlen enthällt. Im Endeffekt komm ich dann auf ca. 10 – 12 Spiele im Jahr (plus 2 – 3 Downloadgames) …

15. Oktober 2009 8:07

Ich kaufe fast nur neue Spiele, aber auch nie zum DE Preis sondern immer über Amazon UK und wenn man da noch ein bischen wartet fallen einem die Topsspiele schon für 30 € ins Haus. Da lohnt es sich nicht auf dem Gebrauchtmarkt mit den zerkratzen Disks, zerfledderten Booklets etc zuzugreifen. Die einzigen Ausnahmen bilden Spiele für meine Oldies ( Snes,MD,etc) da muß man über den Gebrauchtmakrt eghen. Aber mit all den Platinum Series etc für die neue Generation von Konsolen ist der Gebrauchtmarkt mit ein bischen Geduld doch relativ uninteressant

BlackHGT
15. Oktober 2009 6:36

Ich bin ein Neuwarenkäufer. Die Preise von MediaMarkt und co. zahle ich aber nie. Es gibt viele onlineShop’s die wesentlich günstiger sind. Gebrauchte Spiele kaufe ich auch ab und zu. Bin aber eher der Sammler-Typ, weshalb die Qualität 100% stimmen muss.Ich bin der Meinung, dass die Preise um 10-20% gesenkt werden müssten damit der Absatz angekurbelt wird. Wenn dadurch die Verkäufe um 10-20% gesteigert werden haben doch alle gewonnen. Denn die Kosten für die Produktion sind immer die selben. Ok mehr Hüllen, Disc’s und Booklets aber das macht ja fast nix aus. Für mich wird sich vieles ändern wenn es nur noch DL Verkauf gibt. Dann werde ich wohl ganz ganz viele spiele weniger kaufen. Da ich mir die Datei nicht ins Regal stellen kann! Ich hoffe sehr, dass es noch nicht mit der nächsten Generattion kommt.

Xtremo
14. Oktober 2009 23:15

Vorab:Angenommen es gäbe Spiele nur noch per Download… könnte es dann nicht sein, dass man einfach weniger Spiele kauft und vielleicht den ein oder anderen Titel noch ein, zwei Mal öfter durchspielt? Ich denke nicht, dass man automatisch davon ausgehen kann, dass man mehr Umsatz macht, nur weil man den Gebrauchtspielemarkt auslöscht. Schließlich würde man manche Spiele auch gar nicht kaufen, wenn man sie nicht supergünstig (gebraucht) bekäme, oder? Und was ist, wenn ich in 10 Jahren mal einen Klassiker von heute spielen will, ihn aber nirgends auf Datenträger bekomme und die Downloadserver abgeschaltet sind? Heutzutage kauft man sich einfach ein SNES samt Spielen… oder halt Virtual Console-Titel auf der Wii… und spielt solange bis die Konsole kaputt geht und die Server down sind…Zur Frage in der News:Ich kaufe relativ selten Gebrauchtspiele – meistens nur, weil das entsprechende Spiel in neuem Zustand deutlich teurer oder nicht mehr erhältlich ist.Zwar bin ich absolut gegen Raubkopierer, die Umsatzförderung für die Spieleindustrie ist aber nicht der Grund, weshalb ich nahezu nur neue Spiele kaufe. Hauptsächlich liegt es einfach daran, dass mir der Zustand des Artikels wichtig ist – und gerade Spiele-Discs sind in gebrauchtem Zustand häufig stark verkratzt, Booklets verknittert, Hüllen verdreckt oder beschädigt… und jedes Mal frage ich mich, wie man sowas hinbekommt. Meine Discs bekommen jedenfalls keine Kratzer ab, wenn ich sie von der Hülle in die Konsole und zurück befördere…Mir ist die Haptik bei sowas eben ziemlich wichtig – so wie kaum jemand eine zerissene oder verdreckte Jacke kaufen würde.Dennoch habe ich bisher für kein Spiel (Collector’s Editions ausgeschlossen) 70€ bezahlt. Das Gros meiner Games für die aktuellen Konsolen stammt aus UK. Zum einen sind die Spiele dort billiger, zum anderen ungeschnitten. Natürlich bin ich dazu bereit, für einen Titel auf den ich schon lange warte, mal etwas tiefer in die Tasche zu greifen und ihn außnahmesweise zum deutschen Vollpreis zu kaufen. Spiele zum Budget-Preis kaufe ich allerdings auch hier in Deutschland. So habe ich bspw. für “”Banjo-Kazooie – Schraube locker”” nur 10€ bezahlt… ab und an kaufe ich auch ein Spiel für 30€ im Laden, statt es für 25€ zu importieren und dann eine Woche darauf warten zu müssen.Im Grunde bin ich auch gegen Download-Only-Spiele zum Vollpreis. Klassiker wie Halo oder “”neue”” Titel wie Battlefield 1943 oder Monkey Island SE für 10-15€ kaufe ich allerdings auch mal als Download. 40€-70€ für ein Download-Spiel? Niemals!Die kundenfreundlichste Methode, mehr Spiele zu verkaufen, wäre meiner Meinung nach natürlich eine generelle Preissenkung. Allerdings scheitert das scheinbar erstmal an den Lizenzkosten von Sony und Microsoft. Man schaue sich einmal die Preise für PC-Spiele an… Titel wie Street Fighter IV und Arkham Asylum kosteten dort zum Release 40-50€…

captain carot
14. Oktober 2009 21:38

Erstens: Ich habe dieses Jahr bisher 15 360 Spiele, 2 XBOX Spiele und vier PS2 Games geholt. Die PS2 Titel und die XBOX Spiele mal außen vor: 15 neue Spiele wären 900-1000,-€, 15 Gebrauchttitel zwischen 2 Monaten und drei Jahren (nach Release) haben mich 210,-€ gekostet, das sind drei Neuspiele.Zweitens: Zu SNES Zeiten lagen die meisten Titel um 99,-DM, Ausnahmen mit größeren Modulen, SFX Chip etc. konnten auch bis 149,- kosten, manche Titel gab´s ab 89,-DM.Zweitens: Zu PS1 Zeiten habe ich für Releasetitel zwischen 79-109,-DM bezahlt.Zu PS2 Zeiten wurde es Anfangs mit 119,-DM teuer, die Preise vielen aber später auf 49,- bis 59,-€ maximal, jetzt werden bei MM und Co. je nach Spiel teils 59,-€, meist aber 69-75,-€ fällig.Drittens: Soviel Geld bin ich nur für absolute Ausnahmespiele bereit zu zahlen, die meisten Titel sind mir soviel Geld nicht wert.Allerdings kommen Raubmordkopien für mich nicht in Frage, Käufe im Gebrauchtmarkt bringen anderen Spielern aber Geld für Neutitel.

rhmf2
14. Oktober 2009 20:47

heut zu tage erscheinen einfach viel zu viele spiele ( ich selbst besitze ps3,xbox 360,wii,psp ps2 und ein paar old school konsolen)und es erscheinen mehr spiele( die ich auch spielen würde) als ich jemals zeit haben werde.das heisst ich muss überlegen welche spiele mir am wichtigsten sind. und diese games zocke ich dann auch durch und versuche sie auszureizen.das sind dann auch die spiele ,die ich zum vollpreis(neu) kaufe.(leider sind das dann auch die games die die meiste zeit benötigen.rpgs und action adventures.und da ist man schnell bei 100 st.pro spiel)die meisten anderen spiele kaufe ich gebraucht oder sonst auf irgend eine art vergünstigt,weil ich genau weiss ,dass ich sie eh nie komplett ausreize oder durchspiele.und dafür möchte ich keine 60-70 eur ausgeben

VikingBK
14. Oktober 2009 19:26

Ich kaufe auch sowohl neue als gebrauchte Games. Aus dem einfachen Grund das es viel zu viele Spiele geworden sind die ich spielen möchte. Als Kind oder Jugendlicher habe ich im Jahr vielleicht 4 Spiele gespielt. Mit den Jahren wurde das aber viel mehr. Und alles als Neuware zu kaufen sehe ich nicht ein. Denn ich schaffe es nunmal nicht jedes Game direkt zum Verkaufsstart zu zocken.

ThePigMustDie
14. Oktober 2009 19:44

Also, ich bin mittlerweile komplett auf der Second Hand Schiene. Die Zeiten in denen ich “”Secret of Mana”” oder “”Conker”” sofort für 120DM kaufen musste, sind mittlerweile lange vorbei… es macht für mich einfach keinen Sinn mehr 70€ zu zahlen, wenn ich das Game bereits nach einigen Wochen schon deutlich billiger bekomme. Meine Grenze beträgt 35€. Darüber will ich einfach kein Geld mehr für ein einzelnes Game ausgeben. Zudem kommen gerade diesen Herbst allein vier Spiele raus, die mich interessieren. Bis ich allein eins davon durch hab, werden die anderen auch wieder günstiger zu haben sein.Kann den aktuellen Trend durch aus verstehen. Wie “”Kuro”” schon sagt, man hat ja auch noch andere Hobbies, Freundin, Familie, etc.Einzige Ausnahme wird in absehbarer Zeit “”Final Fantasy”” für die PS3 sein 😉

Funatic
14. Oktober 2009 18:55

seit ich für neue titel bis zu 70 euro hinlegen muss kauf ich mir keine spiele mehr zum release sondern warte bis sie günstiger oder gebraucht zu haben sind. ausnahmen gibt es ca. 1mal im jahr (zuletzt fallout 3) die ich dann wirklich am erstverkaufstag haben muss. die meisten games gibt es ja schon noch nem halben jahr mindestens 20 euro billiger von daher lohnt sich das warten! wenn es neuerscheinungen mal wieder für 50 euro gibt werd ich mir überlegen ob ich die dinger neu kaufe alles drüber ist abzocke!

chief wiggum
14. Oktober 2009 17:15

ich kaufe überhaupt keine gebrauchten spiele. alles neuware. aber sehr wenig. 4 oder 5 spiele im jahr. dann aber meist zum release. sind eigentlich alles fortsetzungen (ausser LBP). würde mich über ein innovatives spiel freuen in dessen titel keine Zahl vorkommt. heavy rain wirds wohl nicht werden. ich spiele lieber mit freunden. (spiele ohne multiplayer ignoriere ich einfach).mein gott freue ich mich auf modern warfare 2…..

johnny.walker
14. Oktober 2009 17:07

Ich habe ja nur eine PS2 und habe fast alle Spiele gebraucht gekauft. Einzige Ausnahme ist Yakuza 2, weil das auch so recht günstig war und ich es unbedingt haben wollte.

Bravopunk
14. Oktober 2009 16:54

Also ich kauf regelmäßig neue Titel und gebrauchte.Ich hab drei Listen im Kopf:1. Die “”brauch ich glaub zum Start”” Liste2. Die “”kauf ich wenns billiger geworden ist””3. Die “”oh, das Spiel hab ich damals verpasst…mal auf Ebay und Co nachsehen””Passiert öfters mal, dass ein Spiel von der 1 auf 2 und/oder von der 2 auf die 3 rutscht:)Vollpreistitel machen da am Ende bei mir tatsächlich dann den kleinsten Teil aus. 2 und 3 halten sich in etwa die Waage.

14. Oktober 2009 16:51

Den Trend zu 2nd Hand-Spielen will Microsoft ja schon lange stoppen. Irgendwann wird jeder Mist mit einer Seriennummer versehen, damit kein perfider Kunde auf die Idee kommt, seine Spiele zu verleihen/tauschen/verkaufen. Die Download-Only Politik wird wohl der große Heilsbringer der Industrie sein.Eins wird da wohl ausser Acht gelassen: viele Gamer, die damals viel Geld in SNES, PS1 etc. gesteckt haben, sind jetzt Eltern, berufstätig, zahlen für Miete/Haus/Auto/Urlaub/Familie.Mal ganz davon abgesehen, dass fast alle PS3 und Xbox360 besitzer noch eine Heimkinoanlage und ‘nen HD-TV besitzen. Alles nicht billig.Der Punkt ist: die Prioritäten der meisten Gamer haben sich geändert! Davon abgesehen, schiessen sich die Hersteller mit Gamerscore und Konsorten selber ins Knie: wer ein so künstlich gestrecktes Spiel ausreizen will, gibt so schnell kein Geld für was Neues aus. Und eine Updatepolitik a la Super Street Fighter 4 und RE5 trägt ihr übriges dazu bei.Ich selber warte auch öfter lieber auf Platinum- und GOTY-Editionen, da man als Erstauflagenkäufer heutzutage fast immer der Dumme ist.