Lorne Lanning kritisiert: “Zuviele Spiele auf Britney-Spears-Niveau”

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Lorne Lanning flucht mal wieder: Der Oddworld-CEO und Schöpfer von Abe’s Odyssey ist bekannt dafür, kein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Diesmal kritisierte gegenüber Polygon das seiner Meinung nach niedrige Niveau vieler Spieleproduktionen, weil die Industrie vornehmlich auf schnelle Kasse denn auf Klasse setzt.

Als moderne Geschichtenerzähler wollen auch Spieledesigner anspruchsvolle, relevante Themen behandeln – doch die Hersteller wollen meist keine tieferen oder kritischere Inhalte, aus Angst, es könne sich nicht verkaufen. Lanning meint, dass dies nicht der Fall ist: Shakespeare reflektierte staatliche Korruption in seinen Stücken, […] Pink Floyd konnten geschickt ihre Probleme mit den üblen Praktiken der Musikindustrie und des allgemeinen Entsetzens über den Kapitalismus ausdrücken, und gleichzeitig wiederum die größten Verkaufserfolge in der Unterhaltungsmusik erzielen.

Kurzum: Auch mit bedeutungsvollen, qualitativ anspruchsvollen Inhalten kann man Unterhaltung bieten, die sich -langfristig- auch verkauft. Doch die Industrie sieht’s seiner Meinung nach nicht so: Die Spiele-Industrie setzt mehr auf Inhalte mit Britney-SpearsNiveau als auf Pink-Floyd.” Mit einfacherer Kost lässt sich zwar schnelles Geld machen, doch verebbt der Erfolg ebenso schnell: Große Inhalte bestehen den Test der Zeit, großer Pop für den Moment verflüchtigt sich dafür schneller aus den Geschichtsbüchern.”


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tetsuo01
24. Oktober 2013 0:49

Es ist ein Vorgang der einem unabhängigen Indiefilmer nie passieren würde. Ein kleines unabhängiges Studio entwickelt ein günstiges Indiespiel das sich zu einem Hit entwickelt. Und sagen wir mal das Spiel wird 1 Mio mal heruntergeladen bzw gekauft kostet 5 Euro. Dieser plötzliche Geldregen ist für keinen unabhängigen Entwickler verkraftbar. Hier tretten nun die Publisher auf den Plan und kaufen die Indiebude einfach. Zack und schon ists vorbei mit Indie, die Jungs spielen jetzt bei den großen. kein Weg zurück. Ein unabhängiger Filmemacher ist meistens gar nicht mit soviel Geld konfrontiert wenn seinen Film 10000 Leute im Kino sehen. Ausserdem hat er immer die freie Entscheidung vom big budget zurück zum Indiefilm zu wechseln.

easyleier
23. Oktober 2013 23:18

Er hat natürlich ein Stück weit recht.Aber es ist eben schwierig bei so riesigen Bugets Expiremente einzugehen.Was im Moment so ein bißchen fehlt ist das Gegenstück zu B und C Movies.Eben Spiele wo das Buget nicht so hoch ist, es aber dafür mehr Spieltiefe oder anspruchvollere Story bietedt.Spiele wie Minecraft oder die vielen Indie Games zeigen aber das sowas durchaus funktionieren kann.Es muss ja nicht immer ein Millionenseller sein wen das Buget entsprechend angesetzt ist.Die vielen Crowdfounding Titel oder die Spiele die über den early exes von Steam erscheinen zeigen ja das sich in der Richtung durchaus was Entwickelt.Ich denke diese Entwicklung wird mit den Next Gen Konsolen weitergehen, allein schon weil viele kleine Studios die warscheinlich noch höheren Bugets gar nicht mehr Stemmen können.Man darf ja auch nicht vergessen das die Spieleindustrie verhältnismäßig noch in den Kinderschuhen steckt.

tetsuo01
23. Oktober 2013 20:55

Seine Spiele haben immer eine klare Botschaft. Es geht um Minderheiten und Verfolgte. Rasissmus spielt immer auch eine Rolle in seinen Titeln. So gesehen haben seine Spiele mehr Aussagekraft als viele andere. Und das Ende von strangers warth( Jäger wird zum gejagten) empfinde ich bis heute als eine der besten Spieleerfahrungen überhaupt. Vielen Spieler würden doch so etwas wie Tiefgang und unterschwellige Kritik nicht mal sehen wenn man es ihnen direkt vor die Nase hält. Es muss sich nicht nur das Spiel selbst weiterentwickeln sondern auch diejenigen die es spielen. so gesehen gebe ich hier beiden Seiten die Schuld…

Ullus
23. Oktober 2013 20:21

Mir hat oddworld ebenfalls nicht zugesagt, Lannings spiele sind mir zu eigenwillig und zu komisch, obwohl sie sich von der Masse abheben sind sie auch zu fremdartig und beim spielen dieser habe ich mich auch nicht wohlgefühlt, schon das ganze Setting und der Look schreckte mich irgendwie etwas ab.

Saldek
23. Oktober 2013 20:14

Naja ich fand es öde. Nette Grafik, der Rest 08/15.Es sei denn man versteht lebendige Munition als innovativ oder motivierend 😉

tetsuo01
23. Oktober 2013 19:28

[quote=NanoEX]

Lorne Lenning ist so eine Type. Er hat nur zwei wirklich namhafte Games produziert und Oddworld: Strangers Wrath war nicht so erfolgreich wie Abe’s Odyssey. Tja warum?

Ich hab es gezockt. Prima Welt, tolle Atmo, aber spieletechnisch eine Gurke und nach einer halben Stunde war ich schon gelangweilt, so dass ich es nie zu Ende gespielt habe. So tolle Dinge hat der Lorne auch nicht produziert, um nun solche Töne spucken zu können.

Und Abe wurde nur durch das hier so berühmt:

Aber nicht ausschließlich durch sein kreatives Werk. Zu Ende gespielt habe ich Abe’s Abenteuer auch nicht, muss ich gestehen, obwohl ich das Furzen immer ganz cool fand. xD

Ob er jetzt Recht hat, darüber lässt sich streiten. Aber meist meinen die Leute im Subtext nur den Erfolg von CoD und dergleichen. Immer das Gleiche und doch erfolgreich. Ich ertappe mich jedoch immer dabei, dass, wenn ich ein Game zocke mich dabei frage wie wohl der Nachfolger werden würde. Und dann informiere ich mich und hoffe, dass es einen geben wird. Bestes Beispiel ist Kameo- Elements of Power. Die Call of Duty– Gemeinde hat im Gegensatz zu mir mehr Glück. Denn mir wären großartige Neuerungen wurscht, wenn es nur ein neues Kameo geben würde.

Es ist doch ganz egal was sich in Massen fortsetzt, so lange es gut es und die Konsumenten es haben wollen. Oder etwa nicht?

[/quote]Strangers wrath ist eines der besten Games auf Xbox. Bekam damals glaub 90% in der Maniac. Und es war sowohl grafisch wie auch spielerisch ein Brett…

23. Oktober 2013 18:26

edit: Egal xD

Ullus
23. Oktober 2013 18:24

@ Saldek und crxeg2, Über Kunst lässt sich bekanntlich streiten, denn Kunst hat viele Gesichter.Für mich ist der Begriff Kunst laut eigenen Ansichten in zwei Arten zu erklären:”” Kunst ist es eine Idee zu haben und diese so umzusetzen, das man nicht nur se

23. Oktober 2013 18:06

[quote=Saldek]

Auch große AAA-Titel wie Enslaved oder The Last of Us, wo man erstmal 1-2 Tage brauchte nach dem Durchspielen. Kunst bedeutet für mich Andeutung und Spielraum für Interpretation und Emotionalität. Der Kitsch fällt mit der Tür ins Haus. Ich finde das ist die Richtung in welche Spiele gehen sollten.

[/quote]1-2 Tage für was, bitte?

ChrisKong
23. Oktober 2013 13:49

Eben, willkommen im David Cage Club der toten Heulsusen, Mr. Lanning. 🙂

Sauerland ist Schauerland
23. Oktober 2013 13:45

@CKAssozierst du mit Oddworld etwa keinen Goethe? ;-)Der Tenor ist doch seit Jahren der gleiche: “”Wir wollen aus unseren Spielen kein Kinderspielzeug, sondern ernst zunehmende Kunst machen, aber leider haben unsere Geldgeber etwas dagegen, weil die dummen

ChrisKong
23. Oktober 2013 12:48

Der quatscht genau den gleichen Käse wie alle, wo sind denn seine Games mit Anspruch? Wenn ich das schon lese, baut sich ein Strahl auf.Wie sagt man so schön, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, soll er mal weiter palavern, solange er keine Gegenbeweise bringt, dass er wirklich bessere Games abliefert, als es andere Entwickler tun, ist es wirklich nur Geseiere. Erinnert an das Bonusmaterial vieler DVDs. “”Hes really great to work with””Oder wie es Adriano Celentano sagen würde: Lorne Lanning lento, Lorne Green rock 🙂

Ullus
23. Oktober 2013 12:20

@ Kong: Warum ?, vielleicht weil er das äußerst komische oddworld entwickelt hat ?Das sehr spezielle und eigenwillige Spiel hat mit Britney ungefähr soviel am Hut, wie r2d2 mit Käsekuchen.Nee, dann doch lieber Games auf Misses Spears Niveau !

ChrisKong
23. Oktober 2013 11:58

Hätte Uncle Lorne auch mal danach geschrien, ich hätt ihm gern ein paar Watschen gegeben 🙂

Ullus
23. Oktober 2013 11:54

Games auf Britney Spears Niveau ?Zumindest im Bezug auf einen der Songtexte von Britney scheinen sich die Entwickler immer wieder daran zu orientieren… Im Sinne von Fortsetzungen: “” Hit me Baby, One more Time !

ChrisKong
23. Oktober 2013 10:13

Britney Spears und Niveau im selben Satz klang ja schon verdächtig, Bodensatz kennt kein Niveau. Aber sind ja immer die gleichen Gamedesigner die rumfurzen von wegen Anspruch und selber kriegen sies auch nicht so wirklich auf die Reihe, siehe Molyneux, die Aussage oben könnte 1:1 vom Fable-Mann sein, ohne allerdings Fable-haft zu sein.

23. Oktober 2013 9:41

Ich habe zuerst gelesen:Zuviele SpieleR auf Britney Spears Niveau 😉

NanoEX
22. Oktober 2013 23:54

Lorne Lenning ist so eine Type. Er hat nur zwei wirklich namhafte Games produziert und [b]Oddworld: Strangers Wrath[/b] war nicht so erfolgreich wie [b]Abe’s Odyssey[/b]. Tja warum?Ich hab es gezockt. Prima Welt, tolle Atmo, aber spieletechnisch eine Gurke und nach einer halben Stunde war ich schon gelangweilt, so dass ich es nie zu Ende gespielt habe. So tolle Dinge hat der Lorne auch nicht produziert, um nun solche Töne spucken zu können.Und Abe wurde nur durch das hier so berühmt:[youtube]vro4hTCyaKo[/youtube]Aber nicht ausschließlich durch sein kreatives Werk. Zu Ende gespielt habe ich Abe’s Abenteuer auch nicht, muss ich gestehen, obwohl ich das Furzen immer ganz cool fand. xDOb er jetzt Recht hat, darüber lässt sich streiten. Aber meist meinen die Leute im Subtext nur den Erfolg von CoD und dergleichen. Immer das Gleiche und doch erfolgreich. Ich ertappe mich jedoch immer dabei, dass, wenn ich ein Game zocke mich dabei frage wie wohl der Nachfolger werden würde. Und dann informiere ich mich und hoffe, dass es einen geben wird. Bestes Beispiel ist [b]Kameo- Elements of Power[/b]. Die [b]Call of Duty[/b]- Gemeinde hat im Gegensatz zu mir mehr Glück. Denn mir wären großartige Neuerungen wurscht, wenn es nur ein neues [b]Kameo[/b] geben würde.Es ist doch ganz egal was sich in Massen fortsetzt, so lange es gut es und die Konsumenten es haben wollen. Oder etwa nicht?

Saldek
22. Oktober 2013 19:12

Da hier ständig das Wort “”Bildung”” fällt: ich glaube darauf kommt es gar nicht an. Bestenfalls indirekt, denn nur sehr subtile Gesellschaftskritik erfordert ein gewisses Maß an Bildung um sie richtig zu verstehen.Ich brauche aber nicht unbedingt politische Statements in Videospielen. Viel wichtiger ist mir dass sich Spiele heute nicht nur über die “”Spaß””-Ebene definieren. Es gibt so ein breites Spektrum menschlicher Emotionen. Spiele wie Limbo, Journey, Ecco, Shadow of the Colossus, Ico, Brothers sind da schon sehr weit. Auch große AAA-Titel wie Enslaved oder The Last of Us, wo man erstmal 1-2 Tage brauchte nach dem Durchspielen. Kunst bedeutet für mich Andeutung und Spielraum für Interpretation und Emotionalität. Der Kitsch fällt mit der Tür ins Haus. Ich finde das ist die Richtung in welche Spiele gehen sollten.

WNxKraid
22. Oktober 2013 18:08

Leider ist es bei Videospielen auch so, das mittlerweile ein enormer finanzieller Aufwand und der damit verbundene Erfolgsdruck der Experimentierfreude sehr schnell einen Riegel vorschieben.Neue Ideen findet man fast ausschließlich im Indie-Bereich und selbst dort sind sie eher rar gesäht.Intelektuell anspruchsvolle Spiele wiederrum sind der wirtschaftliche Selbstmord schlechthin.Wer zuviel Allgemeinbildung vorraussetzt schmälert seine Zielgruppe dermaßen, das es nur ein Misserfolg werden kann.Deshalb kann man anspuchsvolle Thematiken allenfalls am Rande unterbringen und dem Spieler optional anbieten, d.h. wen’s interessiert kann sich drauf einlassen, der Rest bleibt beim vordergründigen Geschehen.

Ziep
22. Oktober 2013 17:41

Immerhin hat er ne Meinung, die sich vom Einheitsbrei etwas abhebt. Und vielleicht fehlen tatsächlich zumindest ein paar mehr anspruchsvolle Spiele. Aber wenn er die Kohle zusammenkriegt, kann er als super Producer und mega Brainstormer der er ist das ja machen, ist ne Marktlücke. Und wenns Erfolg hat, wird man sehen, wie die Geldgeier und Innovationsknauserer aus ihren Löchern kommen und es kopieren. Selber groß, Herr Lanning!

rezazel
22. Oktober 2013 17:35

Leider wird sich an gute Computerspiele in 50 Jahren auch niemand mehr erinnern, da man sie dann wohl einfach nicht mehr spielen kann (weil die Technik fehlt). Klassische Bücher haben da schon eine etwas längere “”Halbwertszeit”” von mehreren hundert Jahren :)Und was soll der Vergleich mit Britney Spears? Wäre schön, wenn einige Spiele wenigstens annähernd auf ihrem Niveau wären 🙂

Beeberman
22. Oktober 2013 17:21

Ja an assassinscreed brotherhood oder so was denkt in 10 Jahren kein Schwein mehr… Vermutlich auch nicht an cod mw 3 oder so. Ein metal gear solid jedoch wird immer ein Platz in den gamerherzen haben.@maniacich habe ja schon mal geschrieben, ihr nähert euch mit euren überschriften ganz stark an die bildzeitung an…

Playchief86
22. Oktober 2013 16:59

oh man, da reden einige über Goethe, Schiller und Shakespeare ohne je ein Stück gesehen zu haben oder gelesen. Aber Hauptsache man kennt die Namen der Einfallspinsel. Nun gut, auf jeden Fall hat der Lorne schon recht, doch genau seine Werke die eigentlich super waren, floppten meist.Daher sollte er sich überlegen, was er als nächstes angeht, wahrscheinlich doch ein Oddworld Spiel

Oliver Gruener
22. Oktober 2013 16:44

[quote=SxyxS]

Angesichts von Sequel Flut ,übler Story u einfallsarmut würden ein paar mehr Spiele wie er sie verlangt nicht schaden.Es ist ja nicht so dass er das zum Standard machen will,aber 5-10% solcher Spiele würden nicht schaden u die Industrie nicht überfordern

[/quote]Aber es gibt doch unendlich viele solcher Spiele. Schau dir doch den Indiemarkt an! Das Problem ist eben, dass der Kundenkreis so gering ist, dass diese Titel technisch eben auf C64 Niveau herumdümpeln und leider oft generel auch sehr rudimentär bleiben, weil kaum jemand sowas kauft. Wenn es mehr Kunden geben würde, dann würden solche Titel auch technisch besser produziert. Der Markt produziert immer das, was nachgefragt wird. Aber er kann doch nicht mehr Geld für die Produktion ausgeben, als die Titel dann später an Einnahmen generieren.

SxyxS
22. Oktober 2013 16:29

[quote=D00M82]

Ja genau das is immer sehr clever. Den eigenen Geschmack und Anspruch, als den einzig wahren ansehen.
Manchen würde ein wenig Toleranz gut stehen.
Wenn es Leute gibt, die Bock auf 08/15 Action haben, dann lasst sie doch.
Ich verstehe nicht wieso man in alles immer Tiefsinn reinprügeln sollte.

Die Aussage ist allgemein gehalten ich weiß. Trotzdem ein doofer Beigeschmack.

[/quote]Nein-das tut er nicht,Ganz im Gegensatz zu deiner Verallgemeinerung.Er behauptet weder dass sein Anspruch der einzig wahre ist.Es wird auch nicht ersichtlich ob Shakespeare u Pink Floyd tatsächlich seinem Geschmack entsprechen.Aller wahrscheinlichkeit nach wird auch er nicht auf Bücher stehen die nur aus Reimen aufgebaut sind u für PinkFloyd ist er vermutlich auch zu jung.Kann sein dass er selbige bsp.nur genannt hat um seine Meinung zu veranschaulichen.Vielleicht steht er mehr auf King Crimson u Jerzy Kosinsky nur kennt die so gut wie niemand.Und unrecht hat er ja nicht.Angesichts von Sequel Flut ,übler Story u einfallsarmut würden ein paar mehr Spiele wie er sie verlangt nicht schaden.Es ist ja nicht so dass er das zum Standard machen will,aber 5-10% solcher Spiele würden nicht schaden u die Industrie nicht überfordern .Er ist allerdings auch selber Schuld:10 jahre nix neues mehr gemacht.ich weiss ,du meinst es allgemein,aber der übliche Beigeschmack.

SxyxS
22. Oktober 2013 16:05

Stücke auf Shakespearniveau?-das würden doch viele gar nicht auf die Reihe kriegen.Dazu bedarf es konzentrations u Denkvermögen.Niemand zahlt 60euro um das Gefühl zu bekommen zu blöd zu sein.Wo kämen wir da hin.Denkende sind nicht so leicht zu manipulieren u kaufen nicht jeden Mist-das ist extrem schädlich in einer KonsumWirtschaft mit immer schlechterer Produktqualität u immer kürzeren Produktzyklen.Oder um es mit Shakespear zu sagen:Ich shoppe also bin ich.Wenn schon Hollywood nichts verfilmt was der dümmste innerhalb von 10sekunden nicht auf die Reihe kriegt ,warum sollte die Gaming Branche,wo die Story erst an dritter Stelle kommt es tun?Einige Spieleproduzenten werden schon zur Schnecke gemacht wenn sie vom üblichen Menü “”zentrales Zielkreuzpixel auf Polygonhintergrund”” abrücken,was wird dann wohl los sein wenn jemand den Stanley Kubrick oder David Lynch raushängen lässt?Wieviele Spieler haben die Gesellschaftskritik bei Oddworld oder Little Big Adventure bewusst kapiert?20% oder weniger?Und Pink Floyd ist kein gutes Beispiel,weil es quasi die einzige Underground-Band war die einen so hohen Status erreicht hat.Ist ein bischen wenig wenn man es auf die Jahre hochrechnet .Dh auch in der Spielebranche wird sich in den nächsten 50 jahren schon der ein oder andere finden der so etwas hinbekommt.Wer eine gute Story sucht:Thomas was alone-das Problem hier.Es ist echt schwierig sich in die traurige Lage von kleinen Quadraten hineinzuversetzen.

captain carot
22. Oktober 2013 16:05

Naja, “”Programmkino”” gibt es bei Spielen aber auch. Ist nur meistens ähnlich erfolgreich.Die Frage, die ich mir stelle, ist, bezieht sich das eher auf Gameplay oder auf Storyinhalte?Beim Gameplay gilt nunmal irgendwo, Videospiele sind in erster Linie Spiele. Ein ganz schlichter Fakt.Geht es um die Vermittlung von Inhalten, nun, das kann auf verschiedenen Ebenen geschehen. Ein Paradebeispiel ist da sicher nach wie vor Half Life ². Dystopisches Szenario, das auf verschiedenen Ebenen zum Nachdenken kann, einem das aber auch nich aufdrängt. Ganz nebenbei ist es ein sehr guter Shooter mit gut gemachten, kleinen Physikrätseln.

Walldorf
22. Oktober 2013 15:58

[quote=D00M82]

Ja genau das is immer sehr clever. Den eigenen Geschmack und Anspruch, als den einzig wahren ansehen.
Manchen würde ein wenig Toleranz gut stehen.
Wenn es Leute gibt, die Bock auf 08/15 Action haben, dann lasst sie doch.
Ich verstehe nicht wieso man in alles immer Tiefsinn reinprügeln sollte.

Die Aussage ist allgemein gehalten ich weiß. Trotzdem ein doofer Beigeschmack.

[/quote]Das Problem der Videospielindustrie ist einfach, dass es neben 08/15 Action, Fantasy-Kitsch, Sport- und Kinderspielen nicht viel anderes gibt.Selbst ein Beyond ist eher seichte Unterhaltung (aber gute) und hat kaum intellektuellen Anspruch.Im Kino gibt es hingegen sowohl die großen Blockbuster wie Transformers, Pacific Rift usw., aber eben auch die Programmkinos mit kleinen Perlen wie “”Waltz with Bashir””, “”Moon”” oder “”The Master””. Ich kann mit beidem was anfangen und fände es schade, wenn es nur noch für ein Zielpublikum Filme gäbe.

Sauerland ist Schauerland
22. Oktober 2013 15:46

Killzone Shadow Fall kritisiert doch das Kröten Sterben in Afrika aufgrund fehlender Schatten, right?Mehr Goethe in Videospielen!!! Wobei ich Schiller deutlich besser finde.