Eine Befürchtung in Bezug auf die nächste Konsolengeneration ist stets, dass mit dieser die Entwicklungskosten für neue Spiele in schier astronomische Höhen schießen werden. Dem hat nun Michael Denny, Senior Vice President der Sony Worldwide Studios, in einem Interview mit CVG widersprochen.
Laut ihm werde es nicht signifikant mehr kosten, für die PS4 zu entwickeln, da bereits die aktuellen Konsolen die Ressourcen der Entwicklerteams an ihre Grenzen trieben. Man spreche nur von den absoluten Blockbustertiteln, bei denen die Budgets in die Höhe schießen könnten. Generell komme es eher auf die Inhalte und das jeweilige Genre an.
Dennys Aussagen stehen in Kontrast zu den von Neil Thompson (BioWare), der vor kurzem befürchtete, dass Next-Gen-Spiele nicht viel besser als aktuelle Titel aussehen könnten, weil die Entwicklerteams bereits jetzt an ihren finanziellen Grenzen seien. Alternativ müssten 30 Millionen Exemplare eines Spiels verkauft werden.









Obs generell günstiger ist kann ich auch nicht sagen, mit Milchmädchenrechnung kommt man da glaub nicht weit^^. Wenn ein AAA Projekt schnell und dem Zeitplan entsprechend fertig werden soll, dabei aber z. B. das Büro nicht vergrößert werden kann, oder geeignetes Personal zu teuer oder nicht vorhanden ist, ist es eine gute Alternative. Unter Umständen kann die Qualität sogar besser sein. UC3 hat sehr viele unterschiedliche Texturen, mit Ornamenten, Verziehrungen usw. bietet kaum ein anderes Spiel was in 2 Jahren fertig gestellt wurde. Zeit ist ja Geld, eventuell rentiert es sich im Nachhinhein, vielleicht gibt es Steuervorteile. Wird sich schon auf die eine oder andere Art rentieren.
Wenn man sich mal anschaut, wie komplex der Kram mittlerweile ist, dann ist es erstaunlich, wie wenig verbuggt viele Spiele sind. Aber das ist ein anderes Thema.Es gibt eben vieles, was sehr wohl Geld kostet und der größte Vorteil, den Multititel in dem Punkt haben ist einfach, dass die teurere, bessere Grafik oft eh für den PC mitentwickelt wird. Technisch ist die PS4 halt schon jetzt nur Mittelklasse, wenn sie rauskommt ist sie schon völlig veraltet, krass ausgedrückt. Wäre es wirklich Highend Hardware, dann wären sowohl die HW deutlich teurer als auch die Entwicklung noch etwas aufwändiger.Außerdem muss man sich diesen Satz mal auf der Zunge zergehen lassen:[quote]Laut ihm werde es nicht signifikant mehr kosten, für die PS4 zu entwickeln, da bereits die aktuellen Konsolen die Ressourcen der Entwicklerteams an ihre Grenzen trieben.[/quote]Es wird also nicht mehr teurer, weil keine Ressourcen mehr frei sind?
[quote=captain carot]Aber auch Dinge wie Debugging werden immer aufwändiger[/quote]Nennt man doch jetzt “”Open Beta””. lololol
Die Anpassung ist nur ein Kostenpunkt von vielen. Die war z.B. bei der PS2 auch schon schwierig. Ein Großteil der Mehrkosten geht mittlerweile in die Grafik. Aber auch Dinge wie Debugging werden immer aufwändiger und eine bessere KI muss z.B. auch erstmal entwickelt werden, die entsteht nicht von alleine.
Wenn die PS4 deutlich leichter zu programmieren ist als die PS3, dürfte die Entwicklung doch sogar günstiger sein. Weil die Engine nicht so stark angepasst werden muss, damit das Spiel flüssig läuft und in den RAM passt.
Naja die Kosten könnte es schon drücken das nur noch auf Mid-Level PC programmiert wird und das ganze dann für alle Konsolen mit rausgehauen wird, die jetzt ja quasi nix anderes als ein PC ohne Win sind
@Beeberman: Eben doch. Nicht nur die Modelle werden detailierter, sondern auch die Texturen, das kostet eben Arbeitszeit und damit Geld.@Disco Victim: Wer sagt denn, dass ein externes Studio generell billiger ist? Ok., das hängt z.B. auch vom Standort ab.
Die anderen arbeiten dann für ne Danksagung in den Credits^^
Ein Teil der Texturen in Uncharted 3 wurden glaub von einem externen Studio beigesteuert. Im Abspann steht da sowas. Auslagern wär also auch ne Möglichkeit.
Jo da man ja quasi bei den aktuellen Konsolen die Texturen und Normalmaps bzw das Skullpting schon höher arbeitet und dann runter rechnet, wird das in der nächsten Gen wirklich nicht viel teurer werden denke ich.Teurer wird es nur wenn man dann wie im Killzone Trailer alles super fein animieren will…
Middleware kostet Geld, deswegen kann z.B. auch eine All In One Engine wie eben die CryEngine so reizvoll sein. Außerdem sollte man auch mal daran denken, dass der Markt jetzt recht lange Zeit stagniert hat, der PC als Highend Spielemaschine wird seit Jahren nur von wenigen Spielen technisch ausgereizt.Deutlich detailiertere Modelle kosten auch Geld. Will ich deutlich mehr Details muss ich etwa die Normal Maps von einem deutlich detailierteren Basismodell nehmen und die dann wieder auf ein detailierteres In-Game Modell übertragen.Will man die Kosten für ein Einzelspiel reduzieren muss man zwangsläufig mehr Aufwand in die Engine stecken, damit die mehr “”von selbst”” macht.Auch bessere Animationen kosten Geld, dafür braucht es entweder mehr Handarbeit oder deutlich aufwändigeres Motion Capturing.Der größte Kostenvorteil, den diese Generation hat ist schicht und ergreifend, dass der Techniksprung eher klein bleibt. Hätte man etwa auf die GPU der GeForce Titan gesetzt und einen entsprechend schnellen Prozessor, dann hätten die Next Gen Konsolen noch vier Mal mehr Grafikleistung.So eine Konsole wäre allerdings sündhaft teuer, anfangs nur in kleinen Stückzahlen zu produzieren und damit eh nicht für den Massenmarkt geeignet.Highendgrafik kostet immer Geld, was man in der aktuellen Generation schon merkt. So gut das Design ist, rein technisch ist Deus Ex absolut unspektakulär. So ein Spiel mit Grafik a la Crysis 3 wäre allerdings eine ganze Ecke teurer.Der größte Vorteil für Multiplattformtitel dürfte wiederrum sein, dass solche Spiele eh jetzt schon mit besserer Technik für den PC produziert werden und gleichzeitig die reinen Portierungskosten mit PC-naher Hardware zukünftig geringer ausfallen dürften.
Sage ich ja. Auflösung, Kantenglättung und Texturfilterung kosten kein Geld. Schärfere Texturen und etwas detailliertere Modelle dürften auch kaum bis gar nicht auf den Geldbeutel drücken. Teuer wird’s nur bei vielen verschiedenen (Charakter-)Modellen (bspw. in einem [b]GTA[/b]. Aber das ist bereits auf XBOX360 und PS3 nicht anders.[quote=erko]
Kan man Effecte (und Texturen) nicht einfach recyceln, anstat sie immer neu zu Programmieren?
[/quote]Texturen wiederzuverwenden macht natürlich nur dann Sinn, wenn das Spiel im selben Universum/Setting spielt und denselben Look haben soll. Bspw. bei [b]Metal Gear Solid 4[/b] und [b]Metal Gear Rising Revengeance[/b]. Ob das da gemacht wurde, weiß ich aber nicht.Für Effekte, Physik und Co. gibt’s ja sogenannte Middleware (wie bspw. Speedtree) und Quasi-Engines (bspw. Havok), welche in die Spieleengine integriert werden – falls diese nicht bereits die gewünschten Funktionen beinhaltet. Die CryEngine bspw. hat bereits alles nötige an Board; KI, Physik, Leveleditor etc. sind bereits in die Engine integriert.Die Gefahr im Recycling von Texturen, Modellen und Co. besteht natürlich darin, dass sich die Spiele dann eventuell zu ähnlich sehen und dem Spieler optisch zu wenig neues bieten. Das führt natürlich auch zu einem negativen Beigeschmack.