Sklaventreiberei bei Codemasters? Ex-Mitarbeiter erhebt schwere Vorwürfe

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Semi Essessi, ehemaliger Programmierer bei Codemasters und zuletzt für Bodycount verantwortlich, erhebt in seinem Blog schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Brötchengeber.

So habe er bei seiner achtmonatigen Arbeit an Bodycount rund 400 Überstunden angehäuft. Codemasters habe zwar grundsätzlich keine Entlohnung dafür versprochen, aber zugesichert, dass besagte Stunden abgefeiert werden dürften. Dies habe sich aufgrund der Entlassung nun aber erledigt. Als Essessi und sein Team dann im Dezember eine zusätzliche Bezahlung erhielten, sahen sie dies natürlich als Extrabezahlung für die getane Mehrarbeit an.

Die Freude hielt jedoch nicht lange an, denn Codemasters verlangte umgehend das Geld zurück und sprach von einem “internen Buchungsfehler”. Allerdings hatten es einige schon ausgegeben und deshalb mit der Rückzahlung Probleme. Auch hier habe sich Codemasters gnadenlos gezeigt und mit rechtlichen Schritten gedroht.

Während Essessi nun in seinem Blog versucht, den Sachverhalt durch Fotos und E-Mails zu belegen, sagte Codemasters gegenüber Eurogamer, dass man sich aktuell in “offenen Gesprächen” mit ihm befinde – das Ende der Geschichte ist also noch nicht in Sicht.

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captain carot
16. Januar 2012 21:10

: Im Vergleich zu einigen anderen Industrieländern hast du hier aber noch traumhaft gute Chancen, gerade bei ohnehin besser bezahlten Jobs. Und ganz ehrlich, zumindest für Programmierer und Softwaredesigner steht im Zweifelsfall das weite Feld de

16. Januar 2012 17:52

traumberuf: entwickler…

Black Swordman Guts
16. Januar 2012 17:34

Jaja hätten die in der Schule mal besser aufgepasst ;-P

dajayjay
16. Januar 2012 16:27

Leider macht diese Entwicklung auch vor der deutschen Wirtschaft nicht halt. Persönlich kenne ich genügend Beispiele wo Firmen von den Mitarbeitern unbezahlte Mehrarbeit verlangen (ohne Ausgleich durch Gleitzeit). Man kann zwar auf das Arbeitsrecht pochen und sich wehren, sollte dann aber besser schon einen anderen Job in der Hinterhand haben.

Lofwyr
16. Januar 2012 15:52

Als ob es bei anderen Softwarefirmen besser wäre.

captain carot
16. Januar 2012 15:27

Nicht übel. 400 Stunden wären mal eben 10 normale Arbeitswochen. Das unbezahlt und ohne Möglichkeit, noch abzufeiern…Manchmal ist das deutsche Arbeitsrecht wohl gar nicht so übel.