Spieleentwicklung

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Splinter Cell: Blacklist-Director Patrick Redding ist überzeugt, dass “traditionelle” Großproduktionen in der Spieleentwicklung dem Untergang geweiht sind – die Zukunft gehört seiner Meinung nach “Low Budget-Top-Titeln”.

Als Beispiel für solch ein Spiel nannte er laut GamesIndustry Minecraft: eine Low Budget-Produktion mit hoher Flexibilität.“Der Markt als Ganzes wird eine kritische Verschiebung der Prioritäten erleben, weg vom absoluten Vorrang der Grafik, den Produktionskosten und der Inhaltserstellung, hin zu systemischer Tiefe”, erklärte er.  Zu dieser Verschiebung tragen die immer weiter steigenden Enwicklungskosten bei, ebenso der digitale Vertrieb wie auch die Wünsche der Spieler.

Über ein Spieledesign mit solch einer “systemischen Tiefe” verfügen beispielsweise Klassiker wie Schach und Poker. Redding warnte Entwickler von AAA-Titeln, dass sie die Kontrolle als Autor über Geschichte und Verlauf eines Spiels aufgeben müssten, ebenso müssten sie akzeptieren, dass zusätzliche Ressourcen keine Design-Problem lösen könnten. Seine eigene Entwicklung Splinter Cell: Blacklist – so räumt Redding ein- ist natürlich noch ein Triple A-Titel, jedoch zeigt es schon das, was er “systemisches Design” nennt, beispielsweise bei der “KI und den Beleuchtungsbasierten Erkennungs-Mechaniken” des Spiels.

Splinter Cell: Blacklist erscheint für PS3 und Xbox 360 im Frühjahr 2013.

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mantorok73
6. November 2012 8:00

“”Splinter Cell: Blacklist-Director Patrick Redding ist überzeugt, dass “”traditionelle”” Großproduktionen in der Spieleentwicklung dem Untergang geweiht sind.””Tja…da hat wohl einer deutlich zuwenig Spiele verkauft, als gehofft.

Doublefine
5. November 2012 22:15

Warum ein Blockbuster entwickeln wenn man für die gleiche Summe 100 Gerüste raushauen kann, von dem 5 ankommen und mehr Geld regenieren als der Bloxkbuster? Es gibt nichts schlimmeres als diese free to PAY scheiß. Die Spiele machen in den wenigsten Fällen Spass, da man als nicht zahlender Spieler derartig benachteiligt wird das Spielspass zum Relikt wird. Wenn ich mir angucke was so ein paar Freaks aus meinen Freundeskreis für ihre RPG´s aus dem Fensterwerfen pack ich mir nur an den Schädel. Da sind 120,- im Monat schnell in ein Spiel gefloßen. Da lob ich mir doch lieber das Abo welches jeden Spieler gleich behandelt.

Ravingrabbid
5. November 2012 21:59

[quote=donkiekung]

Ja, ich denke auch, dass die Kunden immer anspruchsloser werden. Die Game-Industrie geht zurück zu ihren Wurzeln. Ab morgen werden wir alle nur noch Pacman spielen. Der Typ hat’s halt nicht drauf und jetzt schon die Hosen voll, das er es mit SC wieder mal vergeigt. Das Verständnis zu einem Großen Spiel ist halt falsch. Für mich heißt es, dass die Leute etwas besonderes schaffen. Aber die großen Konzerne sehen dass eher als Mischmasch einer Massenkompatibilität. Viele Spiele werden im Gamedesign zu einem Einheitsbrei vermengt, da Spielelemente sich fast alle angleichen. Und sie werden tatsächlich auch anspruchslos. Gerade bei UBI. Die Figuren machen vieles automatisch, die Reflexe des Gamers sind unterfordert. Gute Geschichten? Epische Storys? Charaktere mit Tiefe? Oft Fehlanzeige. Wenn ich da an die Spiele in meinen Amiga Fundus denke. Die Spiele von heute sind oft nicht sehr anspruchsvoll. Sind es denn die Gamer auch nicht (mehr)?

[/quote]Spätestens in fünf Jahren können wir uns bei allen AAA Titeln die Unterscheidung in einzelne Genres eh sparen 🙁

donkiekung
5. November 2012 21:03

Ja, ich denke auch, dass die Kunden immer anspruchsloser werden. Die Game-Industrie geht zurück zu ihren Wurzeln. Ab morgen werden wir alle nur noch Pacman spielen. Der Typ hat’s halt nicht drauf und jetzt schon die Hosen voll, das er es mit SC wieder mal vergeigt. Das Verständnis zu einem Großen Spiel ist halt falsch. Für mich heißt es, dass die Leute etwas besonderes schaffen. Aber die großen Konzerne sehen dass eher als Mischmasch einer Massenkompatibilität. Viele Spiele werden im Gamedesign zu einem Einheitsbrei vermengt, da Spielelemente sich fast alle angleichen. Und sie werden tatsächlich auch anspruchslos. Gerade bei UBI. Die Figuren machen vieles automatisch, die Reflexe des Gamers sind unterfordert. Gute Geschichten? Epische Storys? Charaktere mit Tiefe? Oft Fehlanzeige. Wenn ich da an die Spiele in meinen Amiga Fundus denke. Die Spiele von heute sind oft nicht sehr anspruchsvoll. Sind es denn die Gamer auch nicht (mehr)?

5. November 2012 20:39

Es wird immer einen Markt für teuer produzierte Spiele geben, die eine statische Geschichte erzählen, so wie es immer Blockbuster im Kino geben wird. Warum auch nicht.

captain carot
5. November 2012 18:33

Jedesmal, wenn ein Überraschungshit erscheint kriecht wieder ein Wahrsager aus seiner eremitischen Versenkung, nicht sehend, dass die meisten Low Budget Produktionen es nie über Maulwurfshügelniveau schaffen. Das war bei Spielen wie Doodle Jump und Angry Birds so, das ist bei Minecraft so und es war vor langer Zeit mal bei Moorhuhn so.In der Praxis ist es aber meist der Fall, dass ein herausragender Erfolg auch massig Flops und gerade eben so erfolgreiche Titel mitzieht. Rovio selbst ist da ein schönes Beispiel. Unmengen Minispielchen produziert, von denen mit Abstand die meisten gefloppt sind, einige die Ausgaben oder etwas mehr eingebracht haben und nur die Angry Birds Reihe wirklich richtig Kohle in die Kasse gespült hat.Das gleiche in der Indie Ecke. Ein riesiger Teil der Spiele bringt einfach nicht wirklich was ein. Es gibt allerdings Ausnahmen wie eben Minecraft, die wie eine Rakete abgehen.

ebbro789
5. November 2012 17:51

umso größer und teurer das spiel umso geiler !!!! hey Splinter-Cell-Macher , mach mal was anderes !

GaiusZero
5. November 2012 17:51

Wenn AAA-Titel bedeutet, dass es massenmarkttaugliche, anspruchslose, grafikverliebte Moppelkotze ist, die einzig und allein dafür gedacht ist Umsatz zu generieren, dann kann ich auf diese Titel liebend gerne verzichten.

Walldorf
5. November 2012 17:03

Mit der nächsten Konsolengeneration werden die Entwicklungskosten weiter steigen, richtige AAA Serien wie Call of Duty und GTA dürften sich aber weiterhin super verkaufen. Sachen wie Minecraft haben nur funktioniert, weil sie nicht ins enge Korsett der Contentanbieter gesteckt wurden, sondern jeder mitmachen durfte. Außerdem mangelt es den meisten Publishern an Kreativität, von daher seh ich eher schwarz für Spiele mit systemischer Tiefe. Sowas wird eher aus dem F2P-Bereich kommen.

wolffenstein
5. November 2012 16:16

@ Ravingrabbid””Seine eigene Entwicklung Splinter Cell: Blacklist – so räumt Redding ein- ist natürlich noch ein Triple A-Titel, jedoch zeigt es schon das, was er “”systemisches Design”” nennt, beispielsweise bei der “”KI und den Beleuchtungsbasierten Erkennu

Ravingrabbid
5. November 2012 15:44

Ist Splinter Cell Blacklist nicht ein solcher ,,klassicher,, AAA-Titel?Ich mein: Die Abkehr von den Serienwurzeln,die (un)nötige Fokusierung auf ein actionreicheres Gameplay und eine Anpassung an den Massenmarkt…Hat doch alles was einen AAA-Titel auszeichnet!Das solche Entwickler immer zuerst ein Statement abgeben und sich dann direkt danach ins eigene Knie schiessen…