Studie: Paare können von gemeinsamen Online-Rollenspielen profitieren

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Zu einer Studie der Brigham Young University wurden 349 heterosexuelle Paare befragt, in denen mindestens einer der Partner MMORPGs spielte. Man entdeckte sowohl positive als auch negative Auswirkungen der Spieleleidenschaft:

75% der Paare, in denen nur ein Partner dem Online-Spiel verfallen war, sahen vorwiegend negative Auswirkungen: Vor allem die Verringerung der gemeinsam verbrachten Zeit, unterbrochene “Schlafmuster” und die “Trivialisierung” von Gesprächen (“Ja, Schatz.”?) stieß den Partner(innen) übel auf.

Von den Paaren jedoch, die zusammen spielten, berichteten 76% eine positive Wirkung auf ihre Beziehung als Ergebnis – auch wenn diejenigen, die Probleme hatten, ähnlich negative Effekte wie die andere Gruppe feststellte. Forscher Neil Lundberg erklärte, es sei “allgemein bekannt”, dass Hardcore-Spielen  Beziehungen zerstören kann: “Insbesondere, wenn die Ehemännern Hardcore-Gamer sind,  hat es eindeutig einen negativen Einfluss auf die Ehe”, behauptete Lundberg.

Die Umfrage ergab auch, dass Männer mehr als Frauen spielen; Lundberg wies aber darauf hin, dass nicht die Spielzeit selbst das Problem ist, sondern wie Paare damit umgehen.

Die befragten Paare hatten übrigens ein Durchschnittsalter von 33 Jahren und sind seit durchschnittlich sieben Jahren verheiratet.

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DirtyHarry
10. März 2012 10:45

Also ich zocke auch viel, kann aber auch verstehen wenn man sein Verhalten in einer Beziehung einschränkt. Ist ja mit allem so. Auf der anderen Seite kann ich es mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen mit Weibchen die auch viel zockt zusammen dann vorm Bildschirm in der Bude dahin zu vegitieren. “”Gesundes Mittelmaß”” ist das Stichwort.

Speedrunner
9. März 2012 21:13

:D:D Genial

zelda
9. März 2012 18:36

…Rollenspiele vor der Webcam kann auch als Onlinerollenspiel angesehen werden. Das stärkt die Beziehung und es freut sich ein Dritter.

Beeberman
9. März 2012 15:31

Ich kenne Paare die haben sich überhaupt erst durch WoW kennen gelernt

9. März 2012 15:29

Einer meiner ältesten und besten Freunde hat über WoW seine Frau (haben letztes Jahr geheiratet) kennen und lieben gelernt … kann also funktionieren. ^^

Oliver Gruener
9. März 2012 15:21

Ich kenne mehrere Paare, die spielen. In der Regel ist das gemeinsame Spielen sehr positiv für die Beziehung, weil man zusammen etwas macht. Ich kenne allerdings auch ein Paar, wo sie auch gespielt hat, aber nicht so viel sondern eher ihm zu Liebe, und er war doch ziemlich exzessiv, was schlussendlich zur Scheidung geführt hat! Grund war, dass sie auch mal was anders machen wollte, am Wochenende mal ausgehen usw. und er sofort nach der Arbeit mit Zocken begann und auch am Wochenende von morgens bis abends daddeln wollte.Andererseits haben viele meiner Kumpels (leider) z.T. komplett(!) mit dem Zocken aufgehört, nachdem sie in festen Händen einer Nichtspielerin waren.

9. März 2012 14:54

Ich kenne ein Paar in dem Alter. Bei denen hat sich das gemeinsame WOW zocken ebenfalls als positiv herausgestellt.Wenn zwei Menschen mit gleicher Begeisterung ein Hobby verfolgen, brauch man keine Studie um zu ahnen, dass sich das begünstigend auf die Beziehung zueinander auswirkt.Wenn es bei dem Hobby allerdings ums verpönte Online-Dauerzocken geht, ist sie schon sinnvoll. Sonst glaubt einem keiner.