Syndicate: Comeback des Amiga-Klassikers offiziell betätigt.

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1993 erschien auf dem Amiga mit Syndicate ein isometrisches SciFi-Epos, das geschickt einen Schuss Action mit Echtzeit-Strategie verknüpfte und sich im Gegensatz zu den meisten anderen Peter-Molyneux-Werken tatsächlich nicht an ambitionierten, aber letztlich unerfüllten gebliebenen Ideen kränkelte.

Schon seit längerer Zeit gab es immer wieder Anzeichen, dass Electronic Arts zusammen mit den schwedischen Entwicklern von Starbreeze an einer Neuauflage arbeitet. Doch egal welche Messe gerade stattfand, nie gab es eine offizielle Bestätigung oder gar Informationen – bis jetzt.

EA selbst hat es geschafft, versehentlich im hauseigenen Steam-Rivalen Origin erste Screenshots (in Winzgröße) sowie die Produktbeschreibung des neuen Syndicate kurzzeitig zu veröffentlichen. Und weil damit eh schon alles klar war, folgrte inzwischen auch die offizielle Bestätigung.

Demnach spielt die “Neuintepretation” von Syndicate im Jahr 2069 und die Welt wird von Megafirmen statt Regierungen kontrolliert. Die Menschen können über implantierte Chips auf die Datennetze zugreifen, die Konzerne halten sich außerdem speziell aufgerüstete Agenten, um bei Rivalen zu spionieren.

Spieler übernehmen die Rolle von Miles Kilo, der als neuester Prototyp-Agent für Eurocorp in ein “brutales Action-Adventure voller Korruption und Rache” zieht. Für die Story zeichnet der Crysis 2-Autor Richard Morgan verantwortlich – eine etwas detaillierte Schilderung der Hintergründe gibt’s u.a. hier.

Die durch den Chip verliehenen Spezialfähigkeiten lassen Euch u.a. die Zeit verlangsamen, durch Wände schauen und das ‘Dataversum’ hacken. Vierspieler-Koop ist für Online-Partien angedacht, dazu werden neun Missionen des Amiga-Originals neu überarbeitet.

Klingt soweit alles gut, doch Fans des Klassikers werden sich an dieser Sache reiben: EA verspricht eine “tiefgreifende Ego-Shooter-Erfahrung” – ob der Wechsel von isometrischer Perspektive mit strategischer Tiefe zur klassichen Peng-Peng-Ansicht so eine gute Idee ist, muss sich erst noch zeigen. Deus Ex: Human Revolution zeigt zwar, dass Anspruch und Ego-Shooter zusammen passen können und auch Starbreeze hat mit z.B. The Chronicles of Riddick schon gelungene Spiele abgeliefert, aber wieso eine solche Neuausrichtung sein muss, darüber lässt sich trefflich streiten.

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SideScroller
14. September 2011 1:54

Ich fand die SNES-Version richtig gut. War einfach ein außergwöhnlicher Titel mit gutem Mehrspielermodus. Natürlich ist die Konkurenz heute größer, aber Potential ist dennoch vorhanden, muss halt nur richtig genutz werden. Ich bin gespannt.

Goombay Dance Band
13. September 2011 14:12

AUSGEWÄHLT!

captain carot
13. September 2011 8:11

Ob´s ein Hirnlosshooter wird bleibt abzuwarten, ich geh aber erstmal nicht davon aus. Riddick und the Darkness haben mir jedenfalls beide gefallen.: Im Vergleich zu Syndicate war das Leveldesign von Wars teilweise grottig.

WadeHade
13. September 2011 7:07

[quote][…]im Jahr 2069 und die Welt wird von Megafirmen statt Regierungen kontrolliert. [/quote]Schön zu wissen das alles beim alten bleibt.

Frisch-Milch
12. September 2011 23:43

+ schön das wieder etwas aus diesem universum erscheint.- warum denn nur ein egoshooter…? -.-

Saldek
12. September 2011 22:47

Syndicate Wars war eine Atmo-Granate, hatte saubere Technik und einen tollen Stil. Am besten war aber die Dark-Ambient Musik, die selbst eigenständige Produktionen von Lustmord & Co bei weitem übertrifft.Vom Missionsdesign konnte es jedoch wirklich nicht ganz mit dem Original mithalten. An die Kirche der neuen Epoche musste ich mich auch erst gewöhnen, aber insgesamt fand ich das Spiel sehr gut.Genervt hat mich allerdings die Unübersichtlichkeit der Polygon-Gebäude. Ständig musste man die Kamera rotieren, weil wieder ein Haus die Sicht versperrte.

SxyxS
12. September 2011 20:17

bin mal gespannt wann die aus Fifa einen shooter machen.Wenn sich das Spiel richtung Deus Ex entwickelt fände ichs noch in Ordnung,wenns aber der nächste Hirnlos shooter ist den die Welt nicht braucht=Kotz.

captain carot
12. September 2011 18:49

Ging auf Amiga und PC per Maus auch wesentlich besser, auch grafisch ein deutlicher Unterschied. Syndicate Wars war übrigens damals ziemlich enttäuschend.

12. September 2011 18:04

Das Spiel hatte ich auf dem snes. Mir hat es damals nicht so gefallen. Die Steuerung, bzw die isometrische Darstellung der Figuren war irgendwie sehr gewöhnungsbedürftig. Peter Molyneux Spiele haben mir aber so oder so nie gefallen.

Saldek
12. September 2011 17:53

Schon wegen dem bisher immer genialen Soundtrack wird es gekauft.Mit FPS habe ich schon gerechnet, letztendlich liegt es ja auch sehr nahe am Gameplay damals. Auch ein Egoshooter kann ja mit Dramaturgie und Tempo arbeiten (z.B. Half Life 2) und spielerisch verschiedene Genres/ Spielstile einbinden (Deus Ex, Metroid Prime).Es muss ja nicht immer eine Schlauch-Action-Parade sein wie Call of Duty. Teamkontrollen könnten das Gameplay z.B. schon ziemlich strategisch machen. Und was wäre die Alternative gewesen? Iso-Sicht und 3rd Person Sicht. Gerade letztere finde ich furchtbar.

pwndius_pilatus
12. September 2011 17:04

[quote]Kein anderes Genre kann den Spieler besser in die Action versetzen und in seinen Bann ziehen, als Egoshooter[/quote]Dont know if trolling or just very unexperienced….

tetsuo01
12. September 2011 15:34

Aber wer sagt das der Käufer danach verlangt? Wer sagt das sich nicht auch komplexe Spiele gut verkaufen können? Ganz ehrlich diese Entscheidung treffen nicht wir sondern nur der Hersteller. Anno ist eines der meistverkauften Spiele überhaupt und auch nicht unkomplex…

Kalas
12. September 2011 15:23

:Weil der Markt danach verlangt. Der Assassins Creed Reihe wird ja z.B. auch immer vorgeworfen, dass sie zu einfach sei. Aber 30.000.000 verkaufte Einheiten sprechen eine deutliche Sprache. Unser Hobby hat sich einfach verändert. Wirklich “”hardco

tetsuo01
12. September 2011 15:13

Das was viele Entwickler heute abliefern ist mir doch oft zu arg simpel. Da gibts ein egoshootergerüst das man dann halt mit einigen rpg und strategieanteilen würzt. Natürlich alles schön light damit ja auch kein Spieler überfordert sein könnte. so wie bei Mass effect 2, wo ich den rpg Anteil als Witz empfand…

captain carot
12. September 2011 15:05

Einerseits ist es schon schade, Strategie und Echtzeitstrategie kommen mittlerweile arg kurz und Syndicate war zu seiner Zeit ein toller Titel. Wäre selbst heute ganz anders als z.B. Command & Conquer.Andererseits sitzt mit Starbreeze ein interessantes Studio dahinter, das mit Riddick und the Darkness sehr gute Spiele abgeliefert hat. Ich behalt´s auf jeden Fall im Auge.

Zeakros
12. September 2011 14:56

X-COM 1 + 2 boten mit minimalen Mitteln, maximalen Tiefgang.Ganz zu schweigen von dem Schwierigkeitsgrad, der absolut nichts verzieh. Ebenso Syndicate[quote]Kein anderes Genre kann den Spieler besser in die Action versetzen und in seinen Bann ziehen, als Egoshooter. [/quote]Dann Spiel doch mal die Atlantismission bei Syndicate 😉

Morolas
12. September 2011 14:56

Ich bin kein Fan von Egoshootern…habe auch nicht viele gespielt, aber es in der egoperspektive zu realisieren finde gut, solange es nicht ein action Spiel wird.Was habe ich geflucht das die Prime Serie in der Egoperssketive angepriesen wurde. Aber dieses Spiel ist perfekt und so stelle ich mir syndicate auch vor. okay ein Shadowrun wäre mir fast noch lieber…Ich warte mal ab… es könnte ja in die Hosen gehen.

tetsuo01
12. September 2011 14:47

Also X- Com hat mich seinerzeit vor ca 15 Jahren mehr in Bann versetzt als viele egoshooter heute. Aber heute muss ja alles rumsen und bumsen.

Kalas
12. September 2011 14:32

Ich finds cool, dass sowohl Xcom als auch Syndicate von fähigen Entwicklern als Egoshooter umgesetzt werden. Kein anderes Genre kann den Spieler besser in die Action versetzen und in seinen Bann ziehen, als Egoshooter. Wollt ihr heute wirklich noch ein Syndicate in isometrischer Ansicht erleben? Es beschwert sich ja auch keiner, dass die Metal Gear Reihe heute keine isometrische Ansicht mehr bietet. Von Metal Gear bis Metal Gear Solid 4 hat sich auch jede Menge getan und geschadet hat es dem Erlebnis nicht. Ganz im Gegenteil.Aber hey, Metal Gear kommt ja auch aus Japan, Syndicate wird vom pösen pösen EA entwickelt und die schlachten ja nur ihre Marken aus…

Zeakros
12. September 2011 14:11

Ich warte noch darauf, daß Mario zum Egoshooter auf Wii-U verwurstet wird.

tetsuo01
12. September 2011 13:15

Noch schlimmer ist es bei X- com. Da macht man gleich aus einem Strategiespiel einen Egoshooter. Die reinste blasphemie…

belborn
12. September 2011 13:05

Ich habe auch mittlerweile genug davon daß fast alles irgentwie zu einem Egoshooter verwurstet wird.

Funatic
12. September 2011 12:48

oh man warum muss sowas als egoshooter erscheinen? hat ja wirklich nichts mehr mit dem origibal gameplay zu tun. was kommt als nächstes? populous als egoshoooter? *nerv*naja immerhin das syndicate-universum hat das potential das ding zu tragen aber irgendwie ist bei mir nicht so wirklich viel vorfreude da.

APT
APT
12. September 2011 12:01

Ich gebe zu, ich erinnere mich nur noch wage an das original.. aber für die art von games bin ich eigentlich immer zu haben. Ich werds im auge behalten ^^

12. September 2011 11:55

Ok, das muss ich jetzt loswerden: Ich denke kaum, das man die Zeit verlangsamen kann, sondern es handelt sich wohl um sowas wie einen Reflexbooster, wie man ihn aus dem Shadowrun Universum kennt. :)Ansonsten…ja hmmmm…FPS, wer hätte das gedacht?! ;)Egal, kann gut werden und ich freue mich über einen Ausflug in dieses Universum.