Vergangenen Freitag, den 5. Juni fand in Karlsruhe eine “Demonstration für Jugendkultur” statt. Dem kurzfristigen Aufruf des Initiators Norman Schlorke folgten laut Polizeiangaben rund 400 Menschen, die mit der Parole “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Spiele klaut!” friedlich durch die Fußgängerzone marschierten. Mit dieser Aktion wollten die Teilnehmer auf die zuletzt in Karlsruhe abgesagte E-Sport-Veranstaltung ‘Intel Friday Night Games’ aufmerksam gemacht werden. Wie berichtet, zog der Veranstalter Turtle Entertainment die Notbremse in einem kommunalpolitischen Streit, bei dem sich die CDU/CSU-Fraktion des Stadtrates gegen den Bürgermeister stellte, der für ein Verbot des E-Sport-Treffens keine Rechtsgrundlage gesehen hatte.Vor Karlsruhe waren Stuttgart und Nürnberg als Veranstaltungsort angedacht, allerdings erteilte man Turtle Entertainment dort ebenfalls keine Genehmigung. Auf der Veranstaltung hätte unter anderem auch Counter-Strike gespielt werden sollen.
Auch der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss, Sprecher für Bildung und Forschung und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, meldete sich auf der Veranstaltung zu Wort: “Die meisten Innenminister haben verlangt, Computerspiele mit Gewaltanteilen zu verbieten, und zwar die Herstellung sowie Verbreitung. Das zeigt, diese Leute haben keine Ahnung, es ist Primitivpopulismus. Wir wollen gemeinsam was dagegen tun. Schön, dass Ihr da seid. Ich hab bei Counter-Strike noch nie gewonnen – find ich scheiße – aber ich habe es schon gespielt. Das habe ich im Bundestag bereits gesagt. Ich hab schon Counter-Strike gespielt, hab aber auch keinen von der anderen Partei ermordet. Also Leute, viel Erfolg. Weiterhin viel Spaß bei Eurem Hobby. Wehren wir uns. Machen wir gesellschaftspolitisch Dampf dafür, dass niemand ausgegrenzt wird. Das es nicht so ist, dass Minderheiten unter Druck geraten. Dieser Primitivpopulismus bringt unserem Land gar nichts, er schadet uns eher.” wird der Politiker zitiert.
Ein Interview mit dem Initiator der Demonstration findet Ihr hier, anbei noch bewegte Bilder:







Hah, der Spoiler überhaupt, das Spiel hat ein Ende und ist eher kurz!
Wehe Du verrätst mir was, ich bin grad mal an der Stelle wo man den zweiten Tempodämon-Erfolg holt. ^^
Na gut, Korrektur: In dengängigen Ab 18 Spielen kommt sowas nicht vor. Gott sei dank weiß ich offensichtlich nicht von allen schlimmen Dingen, die Menschen anrichten.So, ich geh dann wohl mal Natla killen, falls man sie denn dieses Mal endgültig killen kann.
Einspruch, Vergewaltigungsspiele gibt’s sehr wohl – siehe “”Rapelay”” und Konsorten. Wobei man dieses Zeug in Japan wenn ich mich recht entsinne jetzt auch verbieten möchte bzw. sich einfach darauf verständigt hat sowas nicht mehr zu entwickeln!?
@Saldek: So ein Thema für sich. Streich Rambo und die Missionare raus, der Rest ist in Myanmar in etwa so durchaus passiert. Oder nimm die roten Khmer, die in ihren LAgern nachweislich Babys getötet haben, indem sie sie vor Bäume schlugen. Dann wäre da et
Danke für das Video zu der Demo, fand ich mal ganz interessant. Wenn sowas mal in Reichweite stattfindet (also Köln *g*), überleg ich mir auf jeden Fall ob ich die Fahrt mal auf mich nehme.Ach ja, mit eSport habe ich nichts am Hut, “”Counter-Strke”” habe ich noch nie gespielt – aber das ist ja egal. Find’s trotzdem empörend was da mit den Veranstaltungen passiert (eine nach der anderen wird abgesagt/verboten). Und allgemein richtete sich die Demo ja auch gegen das angestrebte Killerspiel-Verbot.Schon traurig dass man ein harmloses Hobby, das keinem Menschen weh tut, so verteidigen muss. Mir ein Rätsel warum Politiker ihre Energie nicht eher darauf verwenden die Einhaltung von Altersfreigaben zu gewährleisten und Medienkompetenz zu stärken (zunächst wohl am besten bei sich selbst ^^).
>>>Ganz ehrlich: Filme wie der neue Rambo können von mir aus ruhig verboten werden – solche Unterhaltung hat keine Existenzberechtigung<<
@Katze: Es gibt regelmäßig genug Titel, die nicht in die Rubrik Killerspiele fallen. Im vergleich zu Filmen sieht´s bei Spielen doch sogar richtig gut aus. Nur wenn in Spielen getötet wird, ist die Opferzahl oft höher. Bei TR Underworld dürften alleine au
@katzeNatürlich sollte man keine Vergleiche zum Dritten Reich aufführen.Da hast du recht aber leider sind die Methoden und einseitigen festgefahrenen Meinungen der Politiker dem sehr ähnlich.Hetzjagd light kann man sagen.daher finde Ich den Vergleich nich
Was wirklich schade ist: diese unsägliche Debatte verhindert die absolut notwendige, konstruktive Diskussion um unnötige Gewaltdarstellung in Spielen (aber auch Filmen, TV und vor allem auch Musik). Eine Problematik die von Entwicklern, Spielern und sicher auch der Presse dringend mal selbstkritisch diskutiert werden sollte. So aber befinden sich Branche und Spieler leider in einer defensiven Position, und jede Diskussion darüber würde einem Eingeständnis der Vorwürfe der Politik gleichkommen (meiner Meinung nach).Mir gefallen auch viele Argumente nicht, die von Gamern immer angeführt werden. “”Ich spiele Killerspiele…. und habe noch niemanden getötet”” (ich glaube auch im Video oben zu hören).Alleine das Wort “”Killerspiel”” zu benutzen ist absurd. Und dann der direkte Zusammenhang zum Töten, den selbst Hardcore-Kritiker so nicht in den Raum stellen (eher ein gesteigertes Aggesionspotenzial und Abstumpfung).Aus dem Gamer-Mund klingt es aber, als wäre man fast stolz darauf, noch niemanden umgenietet zu haben. Dabei ist das doch eine Selbstverständlichkeit!
Noch viel besser war die Behauptung von irgendwem, bei GTA könnte/müsste man wehrlose Frauen vergewaltigen. Wenn “”Killerspiele”” oder Splatter 100% realistisch wären häte ich sicher keinen Spaß daran.
Mit der Aussage der Politiker das die Spiele realistisch aussehen kann Ich leben,das sie aber realistisch sind nicht.Ich habe noch nie gehört das ein einzelner Soldat durch tausend Gegner rennt und sie killt und falls er getroffen wird wartet er hinter einer deckung bis es wieder geht.Egal ob er eine Kettensäge hat oder nicht sowas geht nicht, wird aber von Politikern als realistisch bezeichnet.So geschehen bei einem Kommentar von Ursula von der Leyen zum Spiel Gears of War.
Wie schon mal gesagt, die niederländische Grenze ist nah, im Zweifelsfall kann ich da wohnen und Freunde Arbeit etc. hier behalten, aber vllt. starte ich dann ja auch eine kriminelle Kariere als Killerspieledealer. o_OIm Ernst, ich finde es schon wichtig, Flagge zu zeigen, klar zu machen, dass wir nicht gerade wenige sind und uns bester geistiger Gesundheit erfreuen und vor allem auch, dass wir gerne duch unsere Wählerstimme bereit sind, unsere Interessen von jemand anderem vertreten zu lassen.Erfreulicher Weise haben unsere Landesinnenminister in der Hinsicht legislativ absolut null zu melden. Und da in D solche neuen Gesetze eigentlich erst mal durch zig Expertenausschüsse müssen, haben wir ausreichend Zeit, auf uns aufmerksam zu machen.@budd4all: Ist ja nicht nur die alles andere als fotorealistische Grafik. Wenn ich den Level wieder lade sind alle “”quicklebendig”” und denkende oder gar fühlende Wesensind Computergegner auch nicht. Ich kann so viele Soldaten bei Crysis oder FEAr töten, so viele Gangster und Dämonen bei the Darkness abmurksen, aber gestern sechs missgebildete junge Guppys zu töten bereitet mir heute Abend immer noch ein extrem schlechtes Gewissen und reale Gewalt kommt mir schon gar nicht in die Tüte. Da schadet man echten Lebewesen.
@Ash RockfordTja doof für euch das ich euch von der restlichen Welt abschottet. Mir als Deutschen kann’s relativ egal sein. Importiere ich halt aus Frankreich oder UK. Ich liebe die EU :-DSollten wir wirklich bald in einem faschistoiden Saubermannstaat le
@ Ash Rockford: Alter Schwede, äh Schweizer, bekommt der Evi die Höhenluft nicht, oder wie muss ich das verstehen: “”Aber du hast nicht das Gefühl, es sei eine andere Welt. Das Problem ist die extrem ausgearbeitete Grafik neuer Computerspiele, die im Hirn
Ich bin aus Karlsruhe,Ich war dabei und Ich kann nur sagen das es toll ist zu sehen das es endlich eine Auflehnung gegen Zensur gibt.Die Jagd auf uns Gamer lassen Vergleiche mit einer Jagd auf eine Gruppe im dritten Reich zu aber aus Ehtik führe Ich das nicht weiter aus.Es ist schade das man sich als Gamer manchmal fast wie ein politisch Verfolgter fühlt.Diese Demo wird Zeichen setzen.Danke für alle die dabei waren.Eine Anmerkung noch.Wenn der Vertrieb wie die Herstellung von “”Erwachsenen Spielen”” (Der politisch korekte Ausdruck ist mir zu wieder) eingestellt wird dann gehen viele Arbeitsplätze in Deutschland verloren.Hat das unsere Politik bedacht?Was kann man von so einer Politik halten?Ist vieleicht ein kleiner und unwichtiger Aspekt für manche aber Ich finde das sehr bedänklich.Und selbst wenn alles verboten ist wird die Gewalt nicht aufhören und jeder der diese Spiele will wird sie bekommen.Wird dann toll in Deutschland.Hey kannst du mir Brutalspiel XY besorgen?Sorry geht nicht aber falls du Dorgen willst das ist ok…………………………..
@Ask RockfordGlücklicherweise ist unser System derart langsam, dass es noch gut ein paar Jahre dauern kann bis eine entgültige Entscheidung getroffen wird;-)
@Captain carotGenau! Ich könnte heulen. Die Schweiz ist klein und der Widerstand wird dementspreched auch klein sein…. leider!Wenigstens gibt es eine Internetseite, die sich mit diesem Thema beschäftigt: http://www.gamerights.ch/Dort wird versucht etwas
@Ash Rockford: In deinem Fall würde sogar Tomb Raider oder Mirror´s Edge verboten. Genau so wie jedes aktuelle Rollenspiel.Derartige Bevormundungen sind eigentlich für mündige Bürger untragbar.Man stelle sich bitte nur einmal vor, jedes Auto würde auf ein
Bei uns in der Schweiz geht es jetzt auch los. Die Politiker haben sich voll darauf eingeschossen. Der Gesetzesentwurf ist schon vor dem Nationalrat. Und es wird, falls es durchkommt, richtig heftig werden. JEDES Game, welche es zum Ziel hat, virtuelle Menschen oder die virtuel ähnliche Menschen zu “”töten””, werden verboten. Man geht sogar soweit, dies STRAFBAR zu machen. Genauer: Der Verkauf, wie auch der Import solcher Medien sind strafbar. Ich könnte kotzen….Es ist ja nicht so, dass brutalo Games, die geschmacklos sind, und das Ziel haben Blut und Eingeweide in überdimensionaler roter Farbe darzustellen, dass ich auf sowas stehe.Aber wenn ich bedenke, dass ich, als 30ig jähriger Erwachsener, nicht mehr entscheiden darf, welche Games ich spielen darf, dann hört der Spass wirklich auf.Die Politiker machen es sich einfach, alles was unbequem ist, zu verbieten.