A Plague Tale: Innocence – im Test (PS4 / Xbox One)

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Gamern mit Faible dafür, alle Collectibles zu sammeln (Gegenstände mit kleinen Geschichten und Blumen), hilft das Spiel mit zwei simplen Kniffen: Jedes der 17 Kapitel kann im Menü neu gestartet werden und in dieser Übersicht steht dann, wie viele von den jeweiligen Gegenständen Ihr gefunden habt.

Auch wenn das virtuelle Frankreich voll von gnadenlosen Verfolgern und Mördern zu sein scheint, gibt es helfende Hände: Mal öffnet Euch eine alte Frau eine Hintertür, mal trefft Ihr auf andere verlorene Seelen, die Euch ein Stück oder sogar den Rest Eures Abenteuers begleiten. Der Alchemistenlehrling Lucas zum Beispiel braut mächtige Hilfsmittel für Amicia, der Schmied Rodrick bricht Türen auf oder ringt einzelne Wachen auf Euer Kommando hin nieder.

Über einen zentralen Aspekt von A Plague Tale: Innocence haben wir noch fast gar nicht gesprochen: die Geschichte. Weil wir Euch nicht den Spaß verderben wollen! Schnell merkt Ihr zwar, dass Hugos Erkrankung keine normale Infektion ist, doch was es damit auf sich hat und wie die Bedrohung durch die Ratten und die Verfolgung durch die Inquisition damit verflochten sind, müsst Ihr schon selbst herausfinden.

Über die Technik des Spiels sollten wir aber sprechen: Man sieht A Plague Tale hinsichtlich der Größe der Schauplätze sowie bei den Animationen an, dass hier kein 200-Mann-Studio mit einem Mega-Budget am Werk war, trotzdem sieht das Game durch die Bank klasse aus – das gilt für sanfte Lichtstrahlen und Blattwerk im Wald ebenso wie für die griffigen Mauertexturen in engen Gassen. Die Bildrate geht auf keinem System in die Knie, auffällig ist jedoch das häufige Tearing auf PS4, wenn Ihr mit 4K-Bildausgabe spielt – vor allem innerhalb der Burgmauern, wo Eure Truppe in der Spielmitte Zuflucht sucht, tritt dieses Manko regelmäßig auf. Generell hat die Xbox One X die Nase vorn – hier ist das gesamte Bild am schärfsten und auch die Farben finden wir auf der Microsoft-Hardware am lebendigsten.

Die deutsche Synchronisation ist ordentlich, vor allem Hugo und Amicia überzeugen, manchmal
klingt die Abmischung aber eher nach Studio als nach brennender Kathedrale. Wer auf Englisch stellt, muss mit einem kleinen französischen Akzent bei den englischen Stimmen leben; praktischerweise ist auch der französische O-Ton mit dabei, zusammen mit deutschen Untertiteln ist das natürlich eine Option.

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11 Kommentatoren
moshschockerChrisKongD00M82Nipponichibruenchen Letzte Kommentartoren
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moshschocker
I, MANIAC
Maniac
moshschocker

Ja, das stimmt schon irgendwo, trotzdem sollte das schon auch andersherum gewürdigt werden oder? Ich bin einfach total begeistert, wie heftig die Optik rockt. Das haben die wirklich irre gut hinbekommen. Und das finde ich halt schon bemerkenswert, wenn man eben bedenkt, wie unbekannt dieses Studio ist. Ich finde, solche Grafiken erwartet man dann eher bei den großen Studios mit massig Moneten im Nacken. Cool finde ich, dass so viele Leute ihren Spaß mit dem Teil haben 🙂

ChrisKong
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ChrisKong

Habs aufgrund der Meinungen hier gekauft. Aber mich interessiert nicht, wie gross das Team war usw. Gewertet werden sollte das Resultat, nicht die Umstände.

D00M82
Moderator
Epic MAN!AC
D00M82

Ich fand es auch großartig so für die Voraussetzungen des kleinen Studios und meinen Erwartungen. Ich hatte das Spiel nämlich auch kaum auf dem Schirm und war dann sofort positiv angetan.

Nipponichi
I, MANIAC
Maniac
Nipponichi

Wenn ich bedenke, daß hier nur ein verhältnismäßig unbekanntes Studio am Werk war und was für eine gute Arbeit sie hier abgeliefert haben, da können sich die großen Studios eine gewaltige Scheibe abschneiden bei vielen Spielen. Ok, die Gesichtsmimik ist nicht so perfekt.

Die Schleicheinlagen, die Atmosphäre, die Optik, die Charaktere, mir hat das alles wirklich gefallen, auch daß es mal kein wirklich forderndes Spiel ist, tut zur Abwechslung mal richtig gut. Mir hat es verdammt gut gefallen und ist für mich dieses Jahr auch ein absoluter Überraschungshit, den ich erst ein paar Tage vor der Veröffentlichung entdeckt hatte.

moshschocker
I, MANIAC
Maniac
moshschocker

Ich muss sagen, dass ich die Wertung im Quervergleich zu anderen Games etwas streng finde. Vor allem die Optik ist doch wirklich sehr sehr gut gelungen. Wieso hier die 8/10 gezückt wurde, verstehe ich wirklich nicht mehr. Okay, die Mimik der Figuren ist jetzt nicht weltklasse, aber dafür sind die Umgebungsgrafiken, die Ausleuchtung und der Detailgrad wirklich aller erste Sahne.
Die Musik ist wunderbar, und ich finde es super, dass das Spiel nicht so wirklich fordert. Das passt sehr gut, dass man nicht hinter jeder Ecke den Tod erwartet. Man muss ab und an ein wenig überlegen, ansonsten bekommt man tolle Unterhaltung geboten. Für DAS Geld, DAS kleine Studio (soweit ich weiß) und die Liebe zum Detail wären aber locker minimum 5% mehr drin gewesen. Überzeichnung hin oder her. Das Setting und den Einfall mit der Plage finde ich übrigens sehr erfrischend.

bruenchen
I, MANIAC
Profi (Level 3)
bruenchen

Ich hab es mir besser erhofft. Trotzdem gut… immerhin besser als Hellblade (pfuuuui) 😁

MadMacs
I, MANIAC
Maniac
MadMacs

Ich bin jetzt im 9ten Kapitel und muss sagen, mir gefällt es richtig gut. Geht leicht von der Hand und macht Laune.

Zerodjin
I, MANIAC
Intermediate (Level 2)
Zerodjin

NikeXNikeX
…vielleicht nicht ganz “pfui”, aber die psychologischen Klischees in “Hellblade” haben bei mir alles andere als Zustimmung oder Begeisterung ausgelöst, vorsichtig formuliert…
Mein Briefkasten wartet immer noch auf “A Plague Tale: Innocence” und hoffe das ich gegen die von Dir beschriebenen Effekte resistent bin.

Maverick
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Maverick

Also ich fand plague tale richtig gut. Tolle Optik, tolle Story, hugo und amicia wachsen einem richtig an Herz und ich hab Lust auf einen zweiten Teil.
Kommt für mich in diesem Jahr direkt nach days gone.

Daddler
I, MANIAC
Maniac
Daddler

Schönes kleines Schleichspiel, dass leider kaum fordert. Die Atmosphäre und Optik sind klasse, die Spielmechanik flutscht. Mir ging nur hin und wieder Hugo ein wenig auf den Sack.

NikeX
I, MANIAC
Profi (Level 3)
NikeX

Die angesprochenen zwischenmenschlichen Details sind uns auch aufgefallen. Und das Spiel kommt bei Frauen gut an. Zwei, die ich kenne, mögen es. Die Mimik auf Niveau Augsburger Puppenkiste 80er Jahre ist schade. Das stört. Und es stimmt, alles wirkt zu dick aufgetragen. Gegen Ende viel zu überzeichnet. Dass die Kirche so kritisch dargestellt wird finde ich sehr interessant. Ich glaube zuletzt war das so bei der japanischen Version von Maken X. Da gabs auch einen Kampf, gegen den besessenen Papst, im Vatikan. Ich glaube, die Sprecherin von Plague Tale ist die gleiche Person wie in The Town of Light. Für mich das bessere Hellblade (pfui).