Allied General – im Klassik-Test (PS)

0
310
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

SSI ist der älteste und eifrigste Hersteller von Stra­tegie- und Taktikspielen. Mit der Ge­neral-Serie schuf die amerikanische Mindscape-Tochter vor ein paar Jahren eine anwenderfreundliche Militär-Simulation, die – weniger spröde und kompliziert als andere SSI-Titel – nicht nur Hardcore-Historiker, sondern auch den Massenmarkt erreichen sollte. Zum Vorbild nahm sich das ”SSI Special Project”-Team um den Design-Veteranen Chuck Kroegel (schuf seit 1981 knapp 20 Strategiespiele) die japanische Dai­senryaku-Serie, unter Sega-Fans als Ad­vanced Military Commander beliebt.

Da dieser Hexfeld-Zyklus im Westen so gut wie unbekannt ist, kupferte SSI ­nahezu alle Elemente der japanischen Vorlage ab. Die PC-Fans waren begeistert, seit 1995 werden General-Spiele auch für Konsolen umgesetzt. Der Allied General ist bereits die zweite Playstation-Auskopplung, wobei Ihr den ersten Teil nicht mehr im Handel, sondern nur noch auf der Indizierungs­liste der BPjS in Bonn findet.

Im Gegensatz zum Erstling steuert Ihr im Allied General englische, amerikanische und russische Truppen, um das deutsche Reich und seine italienischen Verbündeten von der Europakarte zu ­fegen. Neben gut 35 Einzelszenarios (um Nordafrika, Rußland und ”Festung Eu­ro­pa”) könnt Ihr auch drei unterschiedliche Feldzüge (Campaigns) spielen, bei denen dem Aufbau Eurer Armee eine besondere Bedeutung zukommt.

Habt Ihr eine Campaign (ein authentisches oder ein fiktives Szenario) gewählt, überblickt Ihr das jeweilige Schlachtfeld, das in drei unterschiedlichen Zoom-Stufen dargestellt wird. Mit dem Cursor aktiviert Ihr eine Panzer­einheit oder eine Jägerstaffel, ein Ar­til­­le­rie­­korps oder eine Handvoll Pioniere. Deren Kampfwerte werden eingeblendet; ebenso wie der Bewegungs­radius, der je nach Truppen­typ und Gelände variiert. An feindlichen Ein­heiten dürft Ihr nicht einfach vorbeimarschieren, dafür sorgt die aus Table­top-Simulationen ­bekannte ”Zone of Con­t­rol” (ZOC). Dieses Ein­flußgebiet umgibt eine kampffähige Truppe und bringt jede Angriffs­bewe­gung zum Stehen. Um eine zäh verteidigte Stellung zu nehmen, kämpft Ihr Euch Hexfeld um Hex­feld voran. Kommt Ihr in einer ZOC zum Stehen, könnt Ihr den störenden Gegner angreifen: Die An­griffs- und Ver­teidi­gungs­werte werden gegeneinander aufgerechnet und die Verlust ausgezählt. Erfolg in der Schlacht wird dabei sowohl durch Er­fahrungs­punkte für die jeweilige Einheit, als auch durch ”Prestige” für Eure gesamte Armee honoriert. Während Ihr für Prestige neue Trup­pen kauft oder angeschlagene Ein­heiten auffüllt, verbessern Er­fahrungs­punkte die Angriffs- und Ver­teidigungs­werte jeder Einheit. Achtet darauf, daß Veteranen und Elite-Einhei­ten nicht aufgerieben werden, denn ge­übte Verbände sind kostbarer als frischrekrutierte Front­anfänger. Damit beim Auffüllen (”Replacement”) einer bewährten Einheit die jungen Rekruten den individuellen Erfahrungs-Level nicht verwässern, wählt Ihr den ”Elite”-Einsatz. Der kostet mehr Prestige, sorgt aber dafür, daß die Neuzugänge im Kampf nicht unangenehm auffallen.

Zurück
Nächste