Armored Core VI: Fires of Rubicon – im Test (PS5)

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Leichte Entwarnung: Obwohl ­Armored Core VI aus dem ­Hause FromSoftware ist, ist der Titel nicht so schwer wie beispiels­weise Elden Ring. Allerdings auch nicht einfach. Normale Missionen dürften die wenigsten Spieler vor Herausforderungen stellen, die Bossgegner erfordern in den meisten Fällen aber mehrere Versuche, bis man eine vernünftige Taktik entwickelt hat. Wer nicht auf das ­Angriffsschema der Obermotze achtet und sein Vorgehen nicht anpasst, wird ­wenig Chancen haben.

Denn: Fires of Rubicon hat keinen wählbaren Schwierigkeitsgrad. Wenn Ihr an einem bestimmten Boss hängt, bleibt Euch keine Wahl, als so lange zu üben, bis Ihr ihn besiegt. Immerhin sind Kontrollpunkte fair gesetzt, sodass Ihr immer wieder direkt bei einem Endgegner einsteigen könnt. Und: Sterbt Ihr, dürft Ihr im anschließenden Menü Euren Mech anpassen. Eine Panzer-Basis anstelle von Beinen für mehr Lebenspunkte und Rüstung? Oder doch das Nahkampf-Schwert statt der Pistole, um schneller Schilde zu durchbrechen? Wer fleißig Teile sammelt, kann seinen Mech stets an die aktuelle Mission anpassen.

Diese Teile kauft Ihr in einem Shop, dessen Angebot mit Eurem Storyfortschritt erweitert wird. Das Geld dafür verdient Ihr über die Missionen, die sich jederzeit wiederholen lassen, dann aber etwas weniger Ingame-Währung ausschütten. Neben vier verschiedenen Waffen könnt Ihr den Kopf, Kern, die Arme und Beine sowie Booster, eine Zielerfassungshilfe sowie den Generator des Mechs austauschen.

Auch solche Teile sind wichtig, denn je nachdem, wie stark die Beine des Kampfanzugs sind, können diese nur ein bestimmtes Gewicht tragen. Und ein schwacher Generator kann besonders energiehungrige Teile nicht mit Leistung versorgen. Das ist super motivierend, da Ihr auch nach unzähligen Stunden den Mech weiter an Euren Spielstil anpassen könnt. Und über die Arena, in der Ihr im 1-gegen-1-Duell gegen insgesamt 30 andere Söldner antretet, verdient Ihr Chips, die Ihr in Erweiterungen investiert. Diese geben Euch zusätzliche Fähigkeiten wie beispielsweise eine schützende Kuppel. Diese Individualisierung gepaart mit den spaßigen Kämpfen sorgt schon nach kurzer Zeit für den ”Eine Mission geht noch”-Effekt, der dieses Spiel ausmacht.

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joia
9. Oktober 2023 15:07

Die drei Meinungen zum Spiel lassen mir als Leser doch ein realistisches Bild vom Spiel zukommen. Das Spiel ist gut und hat seine Schwächen und Stärken, die ich in den Meinungen so auch wieder finde.

Für mich ist AC6 ein ziemlich kurzweiliges Stück in der Spielegeschichte, das ich gerne gespielt habe – aber an das ich auch nach Beendigung von Ng3+ (denn erst da hat man die ganze “wirkliche Story” auf dem Schirm) nicht wirklich mehr viel denke.

Ein Satz noch zur Steuerung: Persönlich finde ich die Steuerung überladen. Ich habe nur fünf Finger an jeder Hand, da aber buchstäblich jeder Knopf am Controller belegt ist und auch zum Einsatz kommt, saß ich ab und an mit einem Krampfanfall da. Für Grobmotoriker also nur bedingt geeignet…. 😉 (positiv zur Steuerung – sie tut in dem jeweiligen Moment aber genau das, was sie soll!)

Max Snake
9. Oktober 2023 13:45

Auf der Gamescom 23 angespielt. Es fühlt sich von Steuerung nicht so sperrig, wie ich von der 1. Teil noch im Kopf hatte. Werde ich mir gern zulegen.