Atelier Escha & Logy: Alchemists of the Dusk Sky – im Test (PS3)

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An Atelier-Spielen mangelt es der PS3 wahrlich nicht, jetzt gesellt sich mit Escha &amp Logy noch ein weiteres Alchemisten-Duo zu den Damen Rorona, Totori, Meruru und Ayesha. Trotzdem sollten nicht nur eingefleischte Serien-Anhänger hellhörig werden: Die jüngste Episode spielt nicht mehr in kitschigen Märchenländern, sondern in einer raueren Grenzregion direkt neben einer schwebenden Ruine und setzt ein ganzes Stück weniger auf grafischen Zuckerguss als frühere Ableger. Noch dazu wählt Ihr zu Beginn eine von zwei Figuren und legt so den Fokus des Abenteuers fest. Escha Malier ist eine Heldin in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Als junge Alchemistin hat sie nicht allzu viel Erfahrung, dafür aber ordentlich Talent, allerlei Gegenstände in ihrem großen Kessel zusammenzurühren. Entscheidet Ihr Euch für Escha, wird das Spiel ähnlich den Vorgängern ablaufen und seinen Fokus auf Alchemie legen. Ihr Kollege Logix ”Logy” Ficsario ist dagegen aus der großen Stadt an die Grenze gekommen und stellt fest, dass ihm die dort praktizierte Form der Alchemie so fremd ist, dass er sich eher auf seine anderen Talente verlassen muss. Wählt Ihr Logy zu Eurem Helden, erlebt Ihr ein klassischeres Rollenspiel-Abenteuer mit weniger Fokus auf das komplexe Alchemie-System.

Der grobe Spielablauf und die Geschichte bleiben aber für beide Figuren gleich: Regelmäßig bekommt Ihr neue Aufträge, die Ihr in einem bestimmten Zeitraum absolvieren müsst, dazu kommen zahlreiche optionale Aufgaben. Trotzdem könnt Ihr weitaus entspannter vorgehen als beispielsweise in Square Enix’ Lightning Returns: Bei Atelier Escha &amp Logy tickt keine gnadenlose Uhr im Hintergrund, stattdessen geht es eher darum, zeitaufwendige Reisen in weiter entfernte Gebiete klug zu planen. Überhaupt wird spielerischer Luxus groß geschrieben und Laufarbeit minimiert – Ihr könnt nicht nur spontan zu jedem wichtigen Punkt der Stadt springen, ein kleines Ausrufezeichen zeigt Euch auch an, ob da überhaupt gerade ein Ereignis auf Euch wartet.

Trotz aller Alchemie wird auch in dieser Atelier-Episode nicht auf Monsterkämpfe verzichtet. Mit einem flinken Schlag verschafft sich Eure Truppe die Initiative im Kampf und knüppelt dann rundenbasiert und ohne Echtzeit-Stress auf die Gegner ein. Das zentrale Spielelement ist die Support-Leiste – die lädt sich mit jeder Aktion ein Stück auf und kann genutzt werden, um Mitstreiter vor gegnerischen Angriffen zu schützen oder an erfolgreiche Angriffe direkt eine weitere Aktion anzuhängen. Was japanophile Spieler freuen wird: Nachdem die japanische Sprachausgabe im Vorgänger Atelier Ayesha vermisst worden ist, habt Ihr hier wieder die Wahl zwischen guten englischen Sprechern und dem japanischen Originalton. Die Texte stehen dagegen wie immer nur auf Englisch zur Verfügung.

Thomas Nickel meint: Irgendwie liefert Gust bei der Atelier-Serie immer wieder das gleiche Spiel ab – aber wohl gerade deswegen funktioniert das Rezept auch bei Atelier Escha &amp Logy so gut. Das Alchemie-System ist komplex und doch sehr zugänglich, der Welt tut die Zuckerguss-Reduktion gut. Und je nachdem, ob Ihr Euch für Escha oder Logy entscheidet, könnt Ihr auch den spielerischen Schwerpunkt des Abenteuers selbst bestimmen. Grafisch ist das neue Atelier erneut ein zweischneidiges Schwert: Man ahnt, dass der Großteil der Ressourcen in die Figuren geflossen zu sein scheint, sind die Szenarien doch wieder recht sauber, aber meist eher schlicht gestaltet. Das leichte Ruckeln bei Kamerabewegungen ist auf jeden Fall nicht der komplexen Umgebungs-Architektur geschuldet. Trotzdem – die sympathische Welt von Escha und Logy leidet nicht unter solchen technischen Schnitzern.

  • wählt zwischen zwei Figuren
  • komplexes Alchemie-System
  • arbeitetet unter moderatem Zeitdruck
  • wieder mit japanischer Sprachausgabe

Rollenspiel mit Alchemie-Fokus, das mit einer interessanten Welt und sympathischen Protagonisten überzeugt.

Singleplayer79
Multiplayer
Grafik
Sound
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Ullus
14. April 2014 18:27

@ Lagann: bei den Tales Spielen empfinde ich das anders, die bemühen sich erstens um ein paar neue Features, zweitens haben die eine ganz andere Qualität und wesentlich höhere Produktionskosten als die billigeren Atelier Nischenspiele von Gust, drittens s

Lagann
14. April 2014 17:41

Dann dürftest du auch keine “”Tales of”” Spiele mehr zocken.

Ullus
14. April 2014 17:29

@ Thomas: Guter Test !Seit dem Atelier Ayesha, das ich noch eingeschweißt rumstehen habe, spiele ich keine Atelier Titel mehr, sind immer und immer und immer wieder dasselbe mit marginalen Gameplayveränderungen, im Prinzip ist das echt unverschämt von Gu