Atomic Heart – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Meinung

Steffen Heller meint: Nach dem tollen Einstieg machte sich Ernüchterung breit. Die Schleicherei funktioniert bei Deus Ex besser, der Nahkampf fühlt sich in Dying Light 2 wuchtiger an und BioShock ist auf den ersten Blick noch atmosphärischer und erzählstärker. Doch mit zunehmender Spielzeit wandelt sich mein Bild. Die Welt ist vielfältiger und bietet spielerisch mehr Abwechslung als Rapture. Die Kämpfe fordern stärker und sind optionsreicher als die Gefechte gegen hirnlose Nacht-Zombies und Fraktionskrieger. Und wenn ich mit meinem Cyber-Handschuh Robo-Nervensägen in die Luft hebe und mit dem Raketenwerfer jeden Widerstand beende, dann verzeihe ich auch die magere Stealth-Einbindung. Trotz vieler kleiner Nickligkeiten bleibt Atomic Hearts durchgehend spannend, und seit Binary Domain gab es keine so coolen Robo-Gegner in Spielen!

Fabiola Günzl meint: An alternativen Welten mit dystopischem Einschlag kann ich mich nicht sattsehen. Wenn noch eine Prise ”BioShock dazu kommt, bin ich verloren. So freundete ich mich trotz zähem Einstieg bald mit P-3 und seinem quasselnden Handschuh an. Mein Alter Ego kann zwar nicht rennen, dafür aber herrlich fluchen, was ihn mir ebenso sympathisch sein lässt wie seine Skepsis hinsichtlich der Machenschaften in der technisierten Utopie. Der Fertigkeitenbaum lädt zum Experimentieren ein und hilft in den fordernden, aber etwas hakeligen Kämpfen weiter, von denen insbesondere die Bossgegner positiv in Erinnerung bleiben. Etwas sauer stößt mir allerdings die halb-offene Oberwelt auf, in der es außer den grandiosen Rätsel-Bunkern kaum Anreiz für Erkundungstouren gibt. Action-Fans sollten aber unbedingt einen Blick riskieren!

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joia
13. Juni 2023 7:53

Nichts hinzuzufügen – ein gelungener Test für einen gelungenen Erstling. Das Spiel macht bis heute Freude.