
Seite 2
Also den nächsten Tauch-Kollegen aufgespürt und einen zähen Kampf ausgefochten – schon adoptieren wir sein Mädchen. Wer sich an dieser Stelle dagegen entscheidet, die Kleine sofort um einen Extra-Batzen Adam zu erleichtern und zu töten, der spaziert mit Ihr durch die maroden Überreste der einstmals imposanten Art-Déco-Stadt und sucht nach prall gefüllten Adam-Leichen. Dabei zeugen lediglich grelle Leuchtreklamen und verschwenderisches Interieur von Glanz und Glorie vergangener Tage, wie Ihr sie in den Maps des auf der Zeitleiste noch vor Teil 1 angesiedelten Mehrspieler-Modus bestaunen könnt.
Per Knopfdruck weist uns ein Strahl den Weg zum Ziel. Dort angekommen verminen wir die Umgebung, um die in großer Zahl anrückenden Splicer abzuwehren. Denn nur so kann unsere Little Sister ungestört Adam sammeln. Weil BioShock 2 deutlich mehr offene und große Plätze bietet, verlaufen die 360-Grad-Kämpfe bisweilen hektischer, aber auch flotter als früher. Immerhin entfällt nun der umständliche Wechsel zwischen Waffe und Plasmid, denn diesmal nutzt Ihr beide gleichzeitig. Neue Kampfplasmide gibt es zwar nicht, dafür levelt Ihr Eis-, Feuer- und Blitzkräfte dreistufig auf. Kleine Wirbelsturm-Fallen platziert Ihr gar an Decke und Wänden und kombiniert sie mit anderen Effekten zu fiesen Todbringern. Mittels Telekinese werft Ihr nun auch in der deutschen Version Leichen mit Schadenstexturen auf Eure Feinde oder lupft lebendige Widersacher.
Die zahlreichen Kämpfe zehren an Eurer Energie, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ego-Shootern gibt es in BioShock 2 noch immer Heilpäckchen, die Ihr per Tastendruck verwendet. Wenige Treffer genügen und Ihr seid dem Tode nah. Ein weiterer befördert Euch in eine Vita-Kammer, von wo aus Ihr Euch ein wenig erholt, aber mit demselben Munitionsvorrat und gegnerischen Schadensstand weiterspielt.
Als anfangs zähe Herausforderung erweisen sich die Big Sisters – pfeilschnelle Zwischenbosse, die angreifen, wenn Ihr alle Little Sisters eines Areals in Sicherheit gebracht oder geerntet habt. Doch mit Unterstützung Eurer neuen Filmkamera, mit der Ihr Kämpfe aufzeichnet und so Schadensboni und andere Vorteile verdient, stellen auch sie bald keine unlösbare Aufgabe mehr dar.
Wer erleben möchte, wie es zum Niedergang Raptures kam, wagt sich an den Mehrspieler-Modus, der in sieben genretypischen Spielmodi wie ’Deathmatch’ oder ’King of the Hill’ bis zu zehn Teilnehmer antreten lässt. Wählt dazu einen von sechs Charakteren und legt die Ausrüstung fest. Je mehr Erfahrungspunkte Ihr im Kampf oder beim Hacken von Geräten sammelt, desto größer wird die Auswahl an Fähigkeiten. Erforscht zudem Eure Opfer für einen zeitlich begrenzten Schadensbonus und mischt Gegner in einer temporären Big-Daddy-Rüstung auf.






















Den zweiten und dritten Teil hatte ich erst spät nachgeholt. Während ich den ersten Teil noch für XBOX360 und PS3 gekauft hatte, kam der zweite und dritte Teil erst mit der Collection für PS4 ins Haus. Dann aber habe ich alle drei Teile in einem Ruck, zusammen mit den Add-Ons, durchgezockt. Was für ein Genuß.
Allerdings war natürlich der große Wow-Effekt schon beim zweiten Teil nicht mehr vorhanden, weil es halt in diesem Sinne nichts mehr Neues war. Aber da es im Grunde 1:1 gerade weiterging, war das trotzdem genial.
Ich finds story-mäßig schön, dass sich der erste Teil auf Kapitalismus-Kritik, der zweite auf Kommunismus-Kritik und der dritte auf Religions-/Rassismuskritik beruft 😄😊
Besitz auch heute noch das Special Edition, die (nur) bei Amazon bestellt konnte.
War ein gutes Ego – Shooter.
Teil 1 & 2 fand ich gut, aber die Story vom dritten Teil habe ich bis heute in phänomenaler Erinnerung. Hoffe wirklich, dass hier Ken Levine mit Judas abliefert.
War für mich damals auch einfach nur mehr vom gleichen ohne den Wow Effekt vom ersten Teil.